{"id":127978,"date":"2026-10-14T09:37:32","date_gmt":"2026-10-14T07:37:32","guid":{"rendered":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/?p=127978"},"modified":"2026-10-14T09:37:34","modified_gmt":"2026-10-14T07:37:34","slug":"inessa-berlin-hair-accessories-qualitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/inessa-berlin-hair-accessories-qualitaet\/","title":{"rendered":"Luxus f\u00fcrs Haar: Wie Inessa mit Inessa Berlin Stil und Alltagsn\u00e4he vereint"},"content":{"rendered":"\n
Ich bin Ines und habe 2018 CONCEPTNAILS in Berlin gegr\u00fcndet. Ein Premium Nagelstudio, in dem Nagelgesundheit, hochwertige Nagelpflege und die Arbeit mit zertifizierten Produkten im Mittelpunkt stehen. Unser Anspruch ist eine elegante \u00c4sthetik, ohne dabei die Gesundheit der nat\u00fcrlichen N\u00e4gel aus den Augen zu verlieren. \u00dcber die Jahre kam ein kleiner, sorgf\u00e4ltig kuratierter Concept Store dazu. Ich liebe sch\u00f6ne Dinge, bin aber auch ziemlich kritisch, wenn es um Qualit\u00e4t geht. Gerade bei Hair Accessories habe ich oft gedacht: Wundersch\u00f6n anzusehen, aber warum funktioniert das im Alltag nicht genauso gut? Irgendwann wollte ich nicht mehr nur nach dem passenden Produkt suchen, sondern selbst eines entwickeln. So entstand INESSA BERLIN, meine eigene Premium-Marke f\u00fcr Hair Accessories. Und damit begann f\u00fcr mich, nach vielen Jahren als Unternehmerin, noch einmal etwas v\u00f6llig Neues.<\/p>\n\n\n\n
Bevor ich 2018 CONCEPTNAILS gegr\u00fcndet habe, war ich rund 15 Jahre in der Luxus-, Mode-, Retail- und Dienstleistungswelt t\u00e4tig, unter anderem bei CHANEL und Saint Laurent. Das war eine sehr pr\u00e4gende Zeit. Ich habe dort unglaublich viel \u00fcber Qualit\u00e4t, Service, Markenf\u00fchrung und den Umgang mit anspruchsvollen Kundinnen und Kunden gelernt. Erfahrungen, von denen ich bis heute profitiere. Irgendwann kam allerdings der Punkt, an dem ich f\u00fcr mich keine wirkliche pers\u00f6nliche Entwicklung mehr gesehen habe. Vor allem habe ich mir eine Frage gestellt: Was m\u00f6chte ich eigentlich in den kommenden 20 oder 30 Jahren beruflich machen? Und m\u00f6chte ich das, was ich gerade tue, tats\u00e4chlich bis ins h\u00f6here Alter fortsetzen? Ich wollte noch einmal etwas Neues lernen, eigene Entscheidungen treffen und meine Vorstellungen von Qualit\u00e4t und Service selbst umsetzen. <\/p>\n\n\n\n
So entstand die Idee zu CONCEPTNAILS. R\u00fcckblickend war dieser Schritt eine der wichtigsten Entscheidungen meines Berufslebens. Denn ich habe nicht nur ein Unternehmen aufgebaut, sondern mich auch pers\u00f6nlich noch einmal ganz neu entwickelt. Besonders gepr\u00e4gt haben mich dabei die Herausforderungen, die man als Gr\u00fcnderin nicht vorhersehen kann. W\u00e4hrend der Corona-Pandemie mussten wir dreimal schlie\u00dfen und waren insgesamt rund neun Monate ohne regul\u00e4ren Studiobetrieb. Diese Zeit hat mir sehr deutlich gezeigt, was unternehmerische Verantwortung bedeutet. Gerade dann, wenn man nicht nur f\u00fcr sich selbst, sondern auch f\u00fcr ein Team verantwortlich ist. Heute wei\u00df ich, dass Selbstst\u00e4ndigkeit weit mehr bedeutet als pers\u00f6nliche Freiheit. Sie verlangt Ausdauer, wirtschaftliches Denken und die Bereitschaft, auch schwierige Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig m\u00f6chte ich die M\u00f6glichkeit, etwas nach meinen eigenen Vorstellungen gestalten zu k\u00f6nnen, nicht mehr missen.<\/p>\n\n\n\n
Meine Vision ist es, INESSA BERLIN als eigenst\u00e4ndige Premium-Marke f\u00fcr Hair Accessories zu etablieren, die f\u00fcr modernes Design, Qualit\u00e4t und einen selbstverst\u00e4ndlichen Umgang mit pers\u00f6nlichem Stil steht. Ich glaube, dass Accessoires nicht auff\u00e4llig oder plakativ sein m\u00fcssen, um eine besondere Wirkung zu haben. Oft sind es gerade die kleinen Details, die einen Look vollst\u00e4ndig machen. Dabei ist mir wichtig, dass unsere Produkte nicht nur sch\u00f6n aussehen, sondern auch im Alltag funktionieren. Da geh\u00f6ren \u00c4sthetik und Funktionalit\u00e4t untrennbar zusammen. Langfristig m\u00f6chte ich, dass INESSA BERLIN f\u00fcr eine klare Designsprache, sorgf\u00e4ltig ausgew\u00e4hlte Produkte und einen hohen Anspruch an Gestaltung steht. Gleichzeitig soll die Marke nahbar bleiben. Ich m\u00f6chte keine k\u00fcnstliche Perfektion vermitteln, sondern Frauen darin best\u00e4rken, ihren eigenen Stil zu leben. Unser Markenversprechen \u201eMade for your natural beauty\u201c bringt diesen Gedanken f\u00fcr mich sehr sch\u00f6n auf den Punkt.<\/p>\n\n\n\n
Ich w\u00fcrde nicht behaupten, dass es vorher keine sch\u00f6nen Haarklammern oder hochwertigen Hair Accessories gegeben hat. Der Markt ist gro\u00df und es gibt bereits viele etablierte Marken. Was ich allerdings im t\u00e4glichen Kontakt mit meinen Kundinnen beobachtet habe, ist der Wunsch nach Accessoires, die mehrere Anspr\u00fcche gleichzeitig erf\u00fcllen. Sie sollen gut aussehen, angenehm zu tragen sein, zum pers\u00f6nlichen Stil passen, zuverl\u00e4ssig funktionieren und dabei h\u00f6chsten Qualit\u00e4tsanspr\u00fcchen gen\u00fcgen. Nicht jede sch\u00f6ne Haarklammer eignet sich f\u00fcr jede Haarstruktur oder jeden Stylingwunsch. Deshalb besch\u00e4ftigen mich bei der Auswahl und Entwicklung unserer Produkte nicht nur Farben und Formen, sondern auch Gr\u00f6\u00dfen, Proportionen und die tats\u00e4chliche Anwendung. <\/p>\n\n\n\n
Ein weiterer Unterschied liegt f\u00fcr mich in der N\u00e4he zu unseren Kundinnen. Durch CONCEPTNAILS habe ich die M\u00f6glichkeit, direkt zu erleben, welche Modelle gerne getragen werden, welche Fragen entstehen und was sich Frauen von einem Hair Accessory w\u00fcnschen. Dieses unmittelbare Feedback flie\u00dft in meine Entscheidungen ein. INESSA BERLIN soll keine Marke sein, die ausschlie\u00dflich sch\u00f6ne Bilder produziert. Die Produkte m\u00fcssen auch im echten Leben \u00fcberzeugen. In allen Alltagen, im Urlaub bei Sonne und Meer, genau wie im nasskalten Berliner Winter.<\/p>\n\n\n\n
Ich m\u00f6chte mit INESSA BERLIN vor allem Frauen ansprechen, die einen bewussten Blick f\u00fcr Qualit\u00e4t, Design und ihren pers\u00f6nlichen Stil haben. Frauen, die nicht jedem Trend folgen m\u00fcssen. Die Accessoires ausw\u00e4hlen, weil sie ihnen wirklich gefallen und zu ihrem Alltag passen. Dabei denke ich weniger in starren Altersgruppen als in einer gemeinsamen Haltung. Unsere Kundinnen sch\u00e4tzen sch\u00f6ne Materialien, durchdachte Formen und Produkte, die sich vielseitig kombinieren lassen. Sie m\u00f6chten sich mit einem Accessoire wohlf\u00fchlen und nicht verkleidet wirken. Aus meiner Erfahrung wei\u00df ich au\u00dferdem, wie wichtig eine pers\u00f6nliche Beratung ist. Manchmal entscheidet erst das Ausprobieren dar\u00fcber, ob eine bestimmte Haarklammer wirklich passt. Deshalb ist f\u00fcr mich neben dem Design auch die Verbindung zwischen Produkt und Kundin ein wichtiger Bestandteil der Markenentwicklung. Sowohl im eigenen Store als auch in ausgew\u00e4hlten Boutiquen.<\/p>\n\n\n\n
Eine der wichtigsten Entscheidungen war f\u00fcr mich, INESSA BERLIN als eigenst\u00e4ndige Marke aufzubauen. Als ich im November 2025 mit CONCEPTNAILS by Inessa gestartet bin, war die Produktwelt zun\u00e4chst noch eng mit meinem bestehenden Unternehmen verbunden. Relativ schnell wurde mir jedoch klar, dass ich langfristig mehr entwickeln m\u00f6chte als eine erg\u00e4nzende Kollektion f\u00fcr unseren Concept Store. Gemeinsam mit Art Director Oliver Fr\u00f6hnel habe ich deshalb im Mai 2026 die strategische und visuelle Neuausrichtung umgesetzt. Aus CONCEPTNAILS by Inessa wurde INESSA BERLIN. Die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung liegt f\u00fcr mich gleicherma\u00dfen im kreativen wie im wirtschaftlichen Bereich. Beides ist eng miteinander verbunden und das eine funktioniert nicht ohne das andere. Ich habe eine klare Vorstellung davon, wie unsere Produkte aussehen, sich anf\u00fchlen und im Alltag funktionieren sollen. Gleichzeitig muss jede kreative Entscheidung auch wirtschaftlich sinnvoll sein. Materialqualit\u00e4t, Produktentwicklung, Produktionsmengen, Preisgestaltung und die Positionierung der Marke beeinflussen sich gegenseitig. <\/p>\n\n\n\n
Hinzu kommt, dass ich mit CONCEPTNAILS bereits ein etabliertes Unternehmen f\u00fchre und Verantwortung f\u00fcr mein Team trage. Eine weitere Marke aufzubauen bedeutet, erneut zu investieren. In Produkte, Markenauftritt, Marketing und Vertrieb. Dabei stelle ich mir nat\u00fcrlich auch die Frage, wie viel ich zus\u00e4tzlich investieren kann und m\u00f6chte, ohne die Stabilit\u00e4t meines bestehenden Unternehmens zu gef\u00e4hrden. Diese Balance zu finden, ist f\u00fcr mich eine der anspruchsvollsten Aufgaben beim Aufbau von INESSA BERLIN. Ich m\u00f6chte kreativ anspruchsvolle Produkte entwickeln, die meinen Vorstellungen von Qualit\u00e4t und Design entsprechen, und gleichzeitig ein wirtschaftlich gesundes Unternehmen aufbauen. Deshalb gehe ich bewusst Schritt f\u00fcr Schritt vor. Nicht jede Idee muss sofort umgesetzt werden, und nicht jede M\u00f6glichkeit ist automatisch die richtige. Ich lerne dabei, dass erfolgreiche Markenentwicklung nicht bedeutet, zwischen Kreativit\u00e4t und Wirtschaftlichkeit zu w\u00e4hlen. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, beides miteinander in Einklang zu bringen.<\/p>\n\n\n\n
F\u00fcr mich beginnt eine erfolgreiche Marke immer beim Produkt. Ohne erstklassige Qualit\u00e4t ist alles andere letztendlich nichts wert. Ich habe 15 Jahre im Luxussegment gearbeitet. Da lernt man ziemlich schnell, dass eine sch\u00f6ne Verpackung allein noch kein gutes Produkt macht. Deshalb bin ich bei INESSA BERLIN auch ziemlich kompromisslos: Ohne erstklassige Qualit\u00e4t ist f\u00fcr mich alles andere zweitrangig. Nat\u00fcrlich besch\u00e4ftige ich mich intensiv mit unserem Markenauftritt. Ich liebe sch\u00f6ne Bilder, eine klare Bildsprache und durchdachte Details. Aber ich m\u00f6chte keine Marke aufbauen, die auf Instagram gro\u00dfartig aussieht und im Alltag nicht h\u00e4lt, was sie verspricht. Was mir beim Aufbau von INESSA besonders hilft, ist der direkte Kontakt zu unseren Kundinnen bei CONCEPTNAILS. <\/p>\n\n\n\n
Ich sehe, welche Spangen sie ausprobieren, welche sie sofort wieder ablegen und bei welchen sie sagen: Die sitzt wirklich gut. Das ist f\u00fcr mich oft aufschlussreicher als jede Statistik. Social Media ist wichtig, um INESSA BERLIN sichtbar zu machen. Aber ich m\u00f6chte, dass die Menschen unsere Produkte auch in die Hand nehmen k\u00f6nnen. Deshalb setze ich neben Instagram bewusst auf Pop-ups, Events und ausgew\u00e4hlte Handelspartner. Und was meine pers\u00f6nliche Rolle betrifft: Ich m\u00f6chte mich nicht hinter einer perfekt inszenierten Marke verstecken. INESSA tr\u00e4gt meinen Namen. Nat\u00fcrlich soll man deshalb auch erkennen, wer dahinter steht. Am Ende kann ich viel \u00fcber meine Produkte erz\u00e4hlen. Entscheidend ist aber, was eine Kundin dar\u00fcber sagt, nachdem sie die Spange eine Zeit lang getragen hat.<\/p>\n\n\n\n
INESSA BERLIN befindet sich noch in der Aufbauphase. Deshalb ist es mir wichtig, wirtschaftlich bewusst und mit einer langfristigen Perspektive zu wachsen. Ein Vorteil ist, dass ich durch CONCEPTNAILS bereits \u00fcber Erfahrung im station\u00e4ren Handel, im direkten Kundenkontakt und in der Sortimentsgestaltung verf\u00fcge. Unsere Hair Accessories vertreiben wir \u00fcber den CONCEPTNAILS Concept Store, unseren eigenen Onlineshop und ausgew\u00e4hlte Handelspartner. <\/p>\n\n\n\n
Hinzu kommen Pop-ups, Veranstaltungen und Kooperationen, durch die wir neue Kundinnen erreichen und die Marke pers\u00f6nlich vorstellen k\u00f6nnen. Besonders wichtig ist mir der weitere Ausbau des B2B-Gesch\u00e4fts. Ich m\u00f6chte INESSA BERLIN langfristig auch in anderen sorgf\u00e4ltig ausgew\u00e4hlten Stores positionieren, deren Anspruch und Zielgruppe zu unserer Marke passen. Wachstum bedeutet f\u00fcr mich allerdings nicht, m\u00f6glichst schnell \u00fcberall vertreten zu sein. Ich m\u00f6chte das Sortiment gezielt weiterentwickeln, verl\u00e4ssliche Partnerschaften aufbauen und wirtschaftliche Entscheidungen treffen, die zur Gr\u00f6\u00dfe und Entwicklungsphase des Unternehmens passen. Eine starke Marke braucht aus meiner Sicht nicht nur Sichtbarkeit, sondern auch eine gesunde wirtschaftliche Grundlage.<\/p>\n\n\n\n
Ich treffe viele Entscheidungen intuitiv. Meistens habe ich ziemlich schnell ein Gef\u00fchl daf\u00fcr, ob etwas zu mir und meinen Vorstellungen passt oder nicht. Nat\u00fcrlich kommt dieses Bauchgef\u00fchl nicht von ungef\u00e4hr. Nach 15 Jahren bei CHANEL und Saint Laurent und inzwischen \u00fcber acht Jahren mit CONCEPTNAILS habe ich viel gesehen, ausprobiert und erlebt. Ich glaube, mit der Zeit entwickelt man ein gutes Gesp\u00fcr f\u00fcr Menschen, Produkte, Wertigkeit und Situationen. Das bedeutet allerdings nicht, dass ich immer richtig liege. Gerade bei INESSA BERLIN merke ich, dass ich meine Intuition manchmal auch ausbremsen muss. Ich sehe eine sch\u00f6ne Farbe, entdecke ein interessantes Modell oder habe eine Idee und w\u00fcrde am liebsten sofort loslegen. <\/p>\n\n\n\n
Dann kommt die unternehmerische Seite ins Spiel: Was kostet die Umsetzung? Welche Mengen m\u00fcssen produziert werden? Ist das wirtschaftlich sinnvoll? Und passt es \u00fcberhaupt zu dem, was ich langfristig aufbauen m\u00f6chte? Diese beiden Seiten miteinander zu verbinden, ist f\u00fcr mich eine der spannendsten Herausforderungen. Was ich au\u00dferdem lernen musste, ist, dass nicht jeder Mensch meine Vorstellungen sofort nachvollziehen kann. Nur weil ich ein ziemlich klares Bild im Kopf habe, hei\u00dft das noch lange nicht, dass andere es genauso sehen. Deshalb versuche ich heute, meine Ideen besser zu vermitteln und gleichzeitig offen f\u00fcr andere Perspektiven zu bleiben. Ich glaube, meine Intuition hat mich beruflich schon ziemlich weit gebracht. Aber ich habe auch gelernt, dass ein gutes Bauchgef\u00fchl und eine gute Kalkulation sich nicht ausschlie\u00dfen m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n
Ja, und zwar schon sehr fr\u00fch. Der gr\u00f6\u00dfte Perspektivwechsel war sicherlich die Entscheidung, aus CONCEPTNAILS by Inessa eine eigenst\u00e4ndige Marke zu machen. Urspr\u00fcnglich war die Idee st\u00e4rker mit meinem bestehenden Unternehmen verbunden. Doch w\u00e4hrend der ersten Monate wurde mir immer deutlicher, dass ich INESSA langfristig unabh\u00e4ngig vom Studio entwickeln m\u00f6chte. Das bedeutete, noch einmal grundlegend \u00fcber den Namen, die Positionierung und die visuelle Identit\u00e4t nachzudenken. Ein Rebranding so kurz nach dem Marktstart ist nat\u00fcrlich keine kleine Entscheidung. Trotzdem war es f\u00fcr mich der richtige Schritt. Ich habe daraus gelernt, dass man nicht an einer urspr\u00fcnglichen Idee festhalten muss, nur weil man bereits Zeit und Arbeit investiert hat. Manchmal geh\u00f6rt es zum Unternehmertum, eine Entscheidung noch einmal zu hinterfragen und bewusst eine neue Richtung einzuschlagen. Wichtig ist, dabei nicht die eigene Vision aus den Augen zu verlieren.<\/p>\n\n\n\n
Ich finde es sch\u00f6n zu sehen, wie viele Frauen heute ihre eigenen Ideen verwirklichen und unternehmerische Verantwortung \u00fcbernehmen. Gleichzeitig glaube ich, dass Selbstst\u00e4ndigkeit manchmal etwas zu romantisch dargestellt wird. Nat\u00fcrlich ist es erf\u00fcllend, eigene Entscheidungen zu treffen und etwas aufzubauen, das die pers\u00f6nliche Handschrift tr\u00e4gt. Aber es bedeutet auch, Verantwortung zu \u00fcbernehmen, Unsicherheiten auszuhalten und Entscheidungen zu treffen, deren Ergebnis man nicht immer vorhersehen kann. Was ich dabei f\u00fcr unglaublich wichtig halte, ist die Unterst\u00fctzung durch Familie und enge Freunde. Menschen an seiner Seite zu haben, die an einen glauben, einen motivieren, in schwierigen Momenten st\u00e4rken und im Zweifel auch ganz selbstverst\u00e4ndlich mit anpacken, ist unbezahlbar. Gerade beim Aufbau eines Unternehmens gibt es immer wieder Situationen, in denen nicht alles nach Plan l\u00e4uft. Zu wissen, dass man dann nicht allein dasteht, gibt einem unglaublich viel Kraft. <\/p>\n\n\n\n
Mein Rat an andere Frauen w\u00e4re deshalb, sich nicht von dem Anspruch aufhalten zu lassen, dass von Anfang an alles perfekt sein muss. Man kann vieles planen, aber bestimmte Erfahrungen macht man erst, wenn man tats\u00e4chlich beginnt. Gleichzeitig sollte man die wirtschaftliche Seite nie untersch\u00e4tzen. Eine gute Idee braucht eine realistische Grundlage. Und ich w\u00fcrde jeder Gr\u00fcnderin empfehlen, sich mit Menschen zu umgeben, die ehrlich sind, konstruktiv mitdenken und einen wirklich weiterbringen. Was ich pers\u00f6nlich besonders wichtig finde: den eigenen Weg nicht st\u00e4ndig mit dem anderer zu vergleichen. Jedes Unternehmen hat seine eigene Geschichte, sein eigenes Tempo und seine eigenen Herausforderungen.<\/p>\n\n\n\n
In f\u00fcnf Jahren w\u00fcnsche ich mir, dass INESSA BERLIN als eigenst\u00e4ndige Premium Marke f\u00fcr Hair Accessories etabliert ist und eine klare Wiedererkennbarkeit besitzt. Ich m\u00f6chte mein Sortiment kontinuierlich weiterentwickeln und eine Kollektion aufbauen, die f\u00fcr modernes Design, Qualit\u00e4t und Vielseitigkeit steht. Ein wichtiger Meilenstein ist f\u00fcr mich der Ausbau unseres H\u00e4ndlernetzwerks. Ich m\u00f6chte INESSA BERLIN in ausgew\u00e4hlten Concept Stores, Boutiquen und bei Handelspartnern sehen, deren Anspruch und \u00c4sthetik zu unserer Marke passen. Und ja, ich denke dabei durchaus auch international. <\/p>\n\n\n\n
Mich reizt besonders die Vorstellung, INESSA BERLIN \u00fcber pers\u00f6nliche Begegnungen, Pop-ups, Events und ausgew\u00e4hlte B2B Partnerschaften auch au\u00dferhalb Deutschlands bekannt zu machen. Vielleicht irgendwann mit einem Pop-up auf meiner pers\u00f6nlichen Lieblingsinsel Ibiza. Warum eigentlich nicht? Ich finde, man darf als Unternehmerin durchaus gr\u00f6\u00dfere Vorstellungen haben. Entscheidend ist f\u00fcr mich nur, dass man auf dem Weg dorthin realistisch bleibt und eine solide Grundlage schafft. Ich m\u00f6chte INESSA BERLIN nicht m\u00f6glichst schnell gro\u00df machen, sondern langfristig eine Marke aufbauen, die ihre eigene Handschrift beh\u00e4lt. Eine Marke, die durch sch\u00f6ne Produkte, Qualit\u00e4t, eine klare Haltung und das Vertrauen ihrer Kundinnen w\u00e4chst. Und wenn ich in f\u00fcnf Jahren auf diese Entwicklung zur\u00fcckblicken darf, w\u00fcnsche ich mir vor allem, dass ich sagen kann: Ich bin meinen eigenen Weg gegangen.<\/p>\n\n\n\n
Bild INESSA Berlin Ines Reiche Fotografin\/Bildcredits: Mirela Bauer<\/p>\n\n\n\n
Wir bedanken uns bei\u00a0Ines Reiche<\/a> f\u00fcr das Interview<\/p>\n\n\n\n Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.<\/p>\n\n\n\n