{"id":128066,"date":"2026-10-20T08:33:42","date_gmt":"2026-10-20T06:33:42","guid":{"rendered":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/?p=128066"},"modified":"2026-10-20T08:33:44","modified_gmt":"2026-10-20T06:33:44","slug":"ratzfatz-familien-crowdfunding","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/ratzfatz-familien-crowdfunding\/","title":{"rendered":"Gesunde Tiefk\u00fchlkost f\u00fcr Kinder: Wie das Startup ratzfatz den Familienalltag entlastet"},"content":{"rendered":"\n

Das Startup ratzfatz setzt auf Crowdfunding, um f\u00fcnf neue Kindergerichte auf den Markt zu bringen, und ben\u00f6tigt daf\u00fcr die Unterst\u00fctzung von 2.200 Familien. Gr\u00fcnderin Sarina erkl\u00e4rt, warum die Kampagne \u00fcber die Zukunft des Unternehmens entscheidet und welche Herausforderungen hinter der Entwicklung besserer Kindermahlzeiten stecken.<\/h2>\n\n\n\n

Sarina, kannst du dich und ratzfatz kurz vorstellen und erz\u00e4hlen, wie du gemeinsam mit Luisa auf die Idee gekommen bist, ein eigenes Unternehmen rund um Kinderern\u00e4hrung aufzubauen?<\/h3>\n\n\n\n

Ich bin Sarina, Mama von zwei Kindern und eine von drei Gr\u00fcnderinnen von ratzfatz. Gemeinsam mit Luisa und Maraike haben wir 2023 ratzfatz gegr\u00fcndet, weil wir \u00fcberzeugt sind, dass Kinderern\u00e4hrung besser und der Familienalltag gleichzeitig einfacher werden muss.<\/p>\n\n\n\n

Wir drei bringen ganz unterschiedliche Erfahrungen und Kompetenzen mit, die sich bei ratzfatz sehr gut erg\u00e4nzen. Ich habe viele Jahre in der Konsumg\u00fcterindustrie gearbeitet und verantworte bei uns Marketing und Vertrieb. Luisa kommt aus der Gastronomie, hat unter anderem das Kochhaus mit aufgebaut und k\u00fcmmert sich bei ratzfatz um Produktentwicklung und Operations. Maraike hat Immobilienwirtschaft studiert und verantwortet unsere Finanzen und das Business Development.<\/p>\n\n\n\n

Die Idee entstand aus einer Frage, die uns als M\u00fctter besch\u00e4ftigt hat: Warum gibt es f\u00fcr Erwachsene unz\u00e4hlige schnelle und praktische Essensl\u00f6sungen, aber kaum wirklich gute Fertiggerichte speziell f\u00fcr Kinder?<\/p>\n\n\n\n

Genau das wollten wir \u00e4ndern. Mit ratzfatz entwickeln wir Tiefk\u00fchlgerichte, die Kindern schmecken, einen hohen Anspruch an Zutaten und N\u00e4hrwerte erf\u00fcllen und in wenigen Minuten fertig sind.<\/p>\n\n\n\n

Welche pers\u00f6nlichen Erfahrungen oder Beobachtungen haben euch zur Gr\u00fcndung bewegt und welches Problem m\u00f6chtet ihr mit ratzfatz f\u00fcr Familien l\u00f6sen?<\/h3>\n\n\n\n

Ich glaube, fast alle Eltern kennen diese Situation: Man kommt nach einem langen Tag nach Hause, die Kinder haben Hunger, alle sind m\u00fcde und eigentlich m\u00f6chte man nur noch Zeit miteinander verbringen. Stattdessen steht man in der K\u00fcche.<\/p>\n\n\n\n

Gleichzeitig ist der Anspruch an Eltern enorm. Wir sollen frisch kochen, ausgewogen ern\u00e4hren, beruflich erfolgreich sein und nat\u00fcrlich m\u00f6glichst viel Zeit mit unseren Kindern verbringen. Irgendetwas bleibt dabei zwangsl\u00e4ufig auf der Strecke.<\/p>\n\n\n\n

Wir wollen Eltern nicht erkl\u00e4ren, wie sie ihren Alltag noch besser organisieren k\u00f6nnen. Wir wollen ihnen ganz konkret Arbeit abnehmen.<\/p>\n\n\n\n

Denn ich finde, wir m\u00fcssen aufh\u00f6ren, schnelle L\u00f6sungen automatisch mit schlechten L\u00f6sungen gleichzusetzen. Warum sollte ein Fertiggericht nicht auch aus guten Zutaten bestehen, viel Gem\u00fcse enthalten und Kindern richtig gut schmecken?<\/p>\n\n\n\n

Unser Ziel ist es, dass Eltern ohne schlechtes Gewissen auf eine schnelle L\u00f6sung zur\u00fcckgreifen k\u00f6nnen. Und dass dadurch mehr Zeit f\u00fcr das bleibt, was wirklich z\u00e4hlt.<\/p>\n\n\n\n

Mit eurer Kampagne \u201eKinder auf die 1.\u201c stellt ihr die Bed\u00fcrfnisse von Kindern in den Mittelpunkt. Was steckt hinter dieser Botschaft und welche Ver\u00e4nderungen m\u00f6chtet ihr damit ansto\u00dfen?<\/h3>\n\n\n\n

Unsere Kampagne basiert auf einem Satz, den wahrscheinlich alle Eltern t\u00e4glich sagen: \u201eGleich!\u201c<\/p>\n\n\n\n

\u201eGleich, ich muss nur noch schnell kochen.\u201c \u201eGleich, ich muss noch etwas erledigen.\u201c \u201eGleich, ich bin fertig.\u201c<\/p>\n\n\n\n

Dabei wollen wir doch eigentlich viel \u00f6fter \u201eJetzt!\u201c sagen.<\/p>\n\n\n\n

Genau darum geht es bei \u201eKinder auf die 1.\u201c. Wir m\u00f6chten Eltern erm\u00f6glichen, ihren Kindern mehr Zeit und Aufmerksamkeit zu schenken, ohne daf\u00fcr an anderer Stelle noch mehr leisten zu m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n

Nat\u00fcrlich l\u00f6st ein Fertiggericht nicht alle Herausforderungen des Familienalltags. Aber wenn wir mit unseren Gerichten daf\u00fcr sorgen, dass Eltern 20 oder 30 Minuten weniger in der K\u00fcche stehen, sind das vielleicht f\u00fcnf Runden Uno, zwei Kapitel im Lieblingsbuch oder einfach ein entspannter Abend.<\/p>\n\n\n\n

Mit unserer Kampagne wollen wir auch eine gr\u00f6\u00dfere Diskussion ansto\u00dfen: Warum wird von Eltern eigentlich immer erwartet, noch effizienter zu werden? Vielleicht brauchen wir nicht noch bessere Wochenpl\u00e4ne und Meal-Prep-Routinen, sondern endlich mehr Angebote, die Familien wirklich entlasten.<\/p>\n\n\n\n

Weniger \u201eGleich.\u201c Mehr \u201eJetzt.\u201c Das ist unser Antrieb.<\/p>\n\n\n\n

Wie entwickelt ihr eure Produkte und welche Kriterien sind euch bei Zutaten, N\u00e4hrwerten, Geschmack und Alltagstauglichkeit besonders wichtig?<\/h3>\n\n\n\n

Bei uns steht am Anfang immer die Frage: Was essen Kinder wirklich gerne?<\/p>\n\n\n\n

F\u00fcr unsere f\u00fcnf neuen Gerichte haben wir deshalb eine Marktforschung durchgef\u00fchrt und Eltern gefragt, welche Mahlzeiten sie sich f\u00fcr ihre Kinder w\u00fcnschen. Herausgekommen sind vor allem Klassiker, die Kinder lieben.<\/p>\n\n\n\n

Unser Anspruch ist es, genau diese Lieblingsgerichte ges\u00fcnder zu machen. Mit viel Gem\u00fcse, ohne unn\u00f6tige Zusatzstoffe und mit einer N\u00e4hrwertzusammensetzung, die wir bewusst auf Kinder ausrichten.<\/p>\n\n\n\n

Dabei ist Geschmack f\u00fcr uns nicht verhandelbar. Das ges\u00fcndeste Gericht bringt nichts, wenn Kinder es nicht essen. Deshalb testen wir unsere Produkte immer wieder und entwickeln sie so lange weiter, bis Geschmack, Zutaten und Alltagstauglichkeit zusammenpassen.<\/p>\n\n\n\n

Und nat\u00fcrlich m\u00fcssen sie schnell gehen. Unsere Gerichte sollen in wenigen Minuten auf dem Tisch stehen. Denn genau darin liegt f\u00fcr Familien der Mehrwert.<\/p>\n\n\n\n

Der Markt f\u00fcr Kinderlebensmittel ist gro\u00df und wird von etablierten Marken gepr\u00e4gt. Was unterscheidet ratzfatz von anderen Angeboten und welche Zielgruppe m\u00f6chtet ihr erreichen?<\/h3>\n\n\n\n

Der Markt f\u00fcr Kinderlebensmittel ist voller Produkte, die speziell f\u00fcr Kinder vermarktet werden. Aber wenn man genauer hinschaut, sind das h\u00e4ufig Snacks, S\u00fc\u00dfigkeiten oder Produkte, bei denen vor allem die Verpackung kindgerecht ist.<\/p>\n\n\n\n

Wir konzentrieren uns auf etwas anderes: vollwertige Hauptmahlzeiten f\u00fcr Kinder.<\/p>\n\n\n\n

Wir m\u00f6chten die L\u00fccke zwischen selbst gekochtem Essen und klassischen Fertiggerichten schlie\u00dfen. Unsere Produkte sollen so praktisch sein wie ein Fertiggericht, aber mit einem deutlich h\u00f6heren Anspruch an die Zutaten und N\u00e4hrwerte.<\/p>\n\n\n\n

Und wir wollen Kinder nicht mit irgendwelchen vermeintlichen Gesundheitsprodukten \u00fcberzeugen, sondern mit Gerichten, die sie ohnehin lieben. Nudeln, Pizza, Tortellini oder Sp\u00e4tzle. Nur eben mit mehr Gem\u00fcse und einer durchdachten Rezeptur.<\/p>\n\n\n\n

Unsere Zielgruppe sind nicht nur Eltern, die sich besonders intensiv mit Ern\u00e4hrung besch\u00e4ftigen. Wir wollen alle Familien erreichen, die ihre Kinder gut ern\u00e4hren m\u00f6chten, aber nicht jeden Tag Zeit und Energie haben, frisch zu kochen.<\/p>\n\n\n\n

Denn gute Ern\u00e4hrung darf keine Frage davon sein, wie viel Zeit Eltern zur Verf\u00fcgung haben.<\/p>\n\n\n\n

Auf eurer Crowdfunding-Seite sprecht ihr von 2.200 Familien, die eure Mission begleiten. Wie ist diese Community entstanden und welchen Einfluss haben die Familien auf eure Produktentwicklung?<\/h3>\n\n\n\n

Die 2.200 Familien sind unser Ziel f\u00fcr die aktuelle Crowdfunding-Kampagne. Wir brauchen 2.200 Familien, die unsere neuen Produkte vorbestellen, damit wir sie produzieren k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n

Unsere Community haben wir seit dem Start von ratzfatz aufgebaut. \u00dcber unseren eigenen Onlineshop, Social Media, den Lebensmitteleinzelhandel und vor allem \u00fcber den direkten Austausch mit Eltern.<\/p>\n\n\n\n

Dieser Austausch ist f\u00fcr uns unglaublich wertvoll. Wir wollen nicht am Schreibtisch entscheiden, was Familien brauchen, sondern gemeinsam mit ihnen Produkte entwickeln, die tats\u00e4chlich im Alltag funktionieren.<\/p>\n\n\n\n

Deshalb haben wir f\u00fcr unsere neuen Gerichte gezielt Eltern befragt. Welche Gerichte lieben ihre Kinder? Was fehlt ihnen im Supermarkt? Was muss ein Produkt leisten, damit sie es regelm\u00e4\u00dfig kaufen?<\/p>\n\n\n\n

Die Antworten haben unsere Produktentwicklung ma\u00dfgeblich beeinflusst.<\/p>\n\n\n\n

Mit der Crowdfunding-Kampagne gehen wir jetzt noch einen Schritt weiter. Familien entscheiden durch ihre Vorbestellung ganz konkret mit, ob diese Produkte auf den Markt kommen.<\/p>\n\n\n\n

Mit eurer Startnext-Kampagne m\u00f6chtet ihr die n\u00e4chsten ratzfatz Produkte auf den Markt bringen. Warum habt ihr euch f\u00fcr Crowdfunding entschieden und welche konkreten Entwicklungsschritte sollen damit finanziert werden?<\/h3>\n\n\n\n

Wir haben in den vergangenen Jahren unglaublich viel gelernt. Wir haben Produkte entwickelt, einen eigenen Onlineshop aufgebaut und unsere Gerichte in den Lebensmitteleinzelhandel gebracht. Dabei haben wir auch erlebt, wie schwierig es ist, als kleine Marke gegen gro\u00dfe etablierte Unternehmen anzutreten.<\/p>\n\n\n\n

Die Lebensmittelbranche ist kapitalintensiv. Neue Produkte bedeuten hohe Vorleistungen f\u00fcr Entwicklung, Produktion, Verpackungen und Logistik. Gleichzeitig braucht es Zeit und Geld, um im Handel sichtbar zu werden.<\/p>\n\n\n\n

Deshalb haben wir uns bewusst f\u00fcr Crowdfunding entschieden. Wir wollen nicht einfach weitere Produkte produzieren und hoffen, dass sie gekauft werden. Wir wollen zuerst zeigen, dass es gen\u00fcgend Familien gibt, die genau diese Produkte haben m\u00f6chten.<\/p>\n\n\n\n

Konkret wollen wir f\u00fcnf neue Kindergerichte auf den Markt bringen: Cheesies, Tortellinchen, Dinobolo, Sp\u00e4tzelein und unsere Spinudel. Alles beliebte Kinderklassiker, die wir mit viel verstecktem Gem\u00fcse neu gedacht haben.<\/p>\n\n\n\n

Die Vorbestellungen sollen uns erm\u00f6glichen, die notwendigen Produktionsmengen zu erreichen und die Herstellung sowie den Markteintritt zu finanzieren. Die Auslieferung ist f\u00fcr Februar 2027 geplant.<\/p>\n\n\n\n

F\u00fcr uns geht es dabei allerdings um weit mehr als einen Produktlaunch. Die Kampagne entscheidet dar\u00fcber, ob und wie es mit ratzfatz weitergeht. Wir haben in den vergangenen Jahren viel investiert, ausprobiert und gelernt. Jetzt m\u00fcssen wir zeigen, dass gen\u00fcgend Familien unsere Produkte wirklich wollen und bereit sind, sie zu kaufen.<\/p>\n\n\n\n

Wenn wir bis zum 31. Oktober 2.200 Familien erreichen, k\u00f6nnen wir weitermachen. Wenn nicht, k\u00f6nnen wir ratzfatz in der bisherigen Form nicht fortf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n

Crowdfunding bedeutet auch, eine Community von der eigenen Idee \u00fcberzeugen zu m\u00fcssen. Welche Herausforderungen erlebt ihr bei der Kampagne und welche Erkenntnisse habt ihr bisher gewonnen?<\/h3>\n\n\n\n

Die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung ist ganz klar die Reichweite.<\/p>\n\n\n\n

Wir sind inzwischen bei der Halbzeit unserer Kampagne angekommen und haben erst rund zehn Prozent unseres Ziels erreicht. Das ist deutlich weniger, als wir uns erhofft hatten. Und es bedeutet, dass noch ein enormer Weg vor uns liegt.<\/p>\n\n\n\n

Gleichzeitig sehen wir etwas Interessantes: Die Conversion auf unserer Startnext-Seite liegt etwa dreimal so hoch wie der \u00fcbliche Wert auf der Plattform. Das zeigt uns, dass unser Angebot bei den Menschen, die wir erreichen, durchaus auf Interesse st\u00f6\u00dft. Unser Problem ist vor allem, gen\u00fcgend Menschen auf die Seite zu bekommen.<\/p>\n\n\n\n

Aber nat\u00fcrlich m\u00fcssen wir uns auch selbstkritisch fragen, ob wir den Nutzen unserer Produkte und die Dringlichkeit der Kampagne klar genug kommunizieren.<\/p>\n\n\n\n

Und diese Dringlichkeit ist real. Denn wir haben uns entschieden, mit dieser Kampagne auch die Zukunft unseres Unternehmens zu verkn\u00fcpfen. Wir k\u00f6nnen nicht einfach weitermachen wie bisher, wenn wir unser Ziel nicht erreichen.<\/p>\n\n\n\n

Was ich gerade besonders intensiv lerne: Ein gutes Produkt allein reicht nicht. Auch eine starke Mission reicht nicht. Man muss es schaffen, dass Menschen davon erfahren, sich angesprochen f\u00fchlen und tats\u00e4chlich handeln.<\/p>\n\n\n\n

Crowdfunding ist in dieser Hinsicht unglaublich ehrlich. Man sieht jeden Tag, ob das, was man tut, funktioniert. Und man muss bereit sein, sehr schnell daraus zu lernen.<\/p>\n\n\n\n

Als Gr\u00fcnderinnen m\u00fcsst ihr Produktentwicklung, Finanzierung, Marketing und Unternehmensaufbau miteinander verbinden. Wie teilt ihr euch die Aufgaben auf und welche Erfahrungen haben euch bisher besonders gepr\u00e4gt?<\/h3>\n\n\n\n

Wir sind drei Gr\u00fcnderinnen mit sehr unterschiedlichen St\u00e4rken, die sich gut erg\u00e4nzen.<\/p>\n\n\n\n

Luisa verantwortet unsere Produktentwicklung und Operations. Sie bringt durch ihre Erfahrung in der Gastronomie und beim Aufbau des Kochhauses viel Wissen rund um Lebensmittel, Prozesse und Produktentwicklung mit. Maraike hat Immobilienwirtschaft studiert und k\u00fcmmert sich bei uns um Finanzen und Business Development. Ich selbst komme aus der Konsumg\u00fcterindustrie und verantworte Marketing und Vertrieb.<\/p>\n\n\n\n

Nat\u00fcrlich sind die Grenzen im Startup-Alltag flie\u00dfend. Gerade als kleines Team muss jede dort anpacken, wo es gerade notwendig ist.<\/p>\n\n\n\n

Was mich besonders gepr\u00e4gt hat, ist die Erkenntnis, dass Gr\u00fcnden viel weniger geradlinig ist, als es von au\u00dfen manchmal aussieht.<\/p>\n\n\n\n

Wir haben mit ratzfatz schon unglaublich sch\u00f6ne Momente erlebt. Von unserem Auftritt bei \u201eDie H\u00f6hle der L\u00f6wen\u201c <\/a>bis zu den ersten Produkten in den Supermarktregalen. Aber wir mussten auch Entscheidungen treffen, die wehgetan haben. Produkte hinterfragen, Strategien ver\u00e4ndern und unseren eigenen Onlineshop schlie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n

Ich glaube, eine der wichtigsten F\u00e4higkeiten als Gr\u00fcnderin ist, sich nicht zu sehr in die eigene urspr\u00fcngliche Idee zu verlieben. Man muss an der Vision festhalten k\u00f6nnen und gleichzeitig bereit sein, den Weg dorthin immer wieder zu ver\u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n

Gerade bei Produkten f\u00fcr Kinder spielen Vertrauen, Qualit\u00e4t und transparente Kommunikation eine wichtige Rolle. Wie gewinnt ihr das Vertrauen der Eltern und wie geht ihr mit unterschiedlichen Erwartungen an Kinderern\u00e4hrung um?<\/h3>\n\n\n\n

Kinderern\u00e4hrung ist ein sehr emotionales Thema. Fast alle Eltern wollen das Beste f\u00fcr ihre Kinder, aber was genau das bedeutet, dar\u00fcber gibt es viele unterschiedliche Vorstellungen.<\/p>\n\n\n\n

Wir m\u00f6chten Eltern deshalb nicht belehren oder ihnen vermitteln, dass es nur einen richtigen Weg gibt.<\/p>\n\n\n\n

Unser Anspruch ist, Produkte zu entwickeln, bei denen wir selbst als M\u00fctter ein gutes Gef\u00fchl haben. Wir achten auf hochwertige Zutaten, einen hohen Gem\u00fcseanteil und eine kindgerechte N\u00e4hrwertzusammensetzung.<\/p>\n\n\n\n

Gleichzeitig kommunizieren wir offen, was unsere Produkte k\u00f6nnen und was nicht. Ein Fertiggericht ersetzt keine abwechslungsreiche Ern\u00e4hrung. Aber es kann ein sinnvoller Bestandteil davon sein.<\/p>\n\n\n\n

Ich finde es auch wichtig, den Druck aus der Diskussion zu nehmen. Eltern m\u00fcssen nicht jeden Tag perfekt kochen, damit sich ihre Kinder gut ern\u00e4hren.<\/p>\n\n\n\n

Vertrauen entsteht f\u00fcr uns durch gute Produkte, transparente Zutaten und dadurch, dass wir unseren eigenen Anspruch ernst nehmen. Nicht durch gro\u00dfe Versprechen.<\/p>\n\n\n\n

Welche n\u00e4chsten Produkte und Entwicklungsschritte plant ihr f\u00fcr ratzfatz und wo m\u00f6chtet ihr mit eurem Unternehmen in den kommenden Jahren stehen?<\/h3>\n\n\n\n

Unser unmittelbarer Fokus liegt auf unserer Crowdfunding-Kampagne und den f\u00fcnf neuen Kindergerichten. Wir m\u00f6chten die 2.200 Familien erreichen, die wir brauchen, um die Produkte Anfang 2027 auszuliefern.<\/p>\n\n\n\n

Und ich m\u00f6chte an dieser Stelle ganz offen sein: Ob wir diese Pl\u00e4ne umsetzen k\u00f6nnen, h\u00e4ngt davon ab, ob unsere Kampagne erfolgreich ist. Wir haben uns entschieden, alles auf diese Karte zu setzen. Wenn wir unser Ziel nicht erreichen, k\u00f6nnen wir ratzfatz nicht weiterf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n

Wenn wir es schaffen, m\u00f6chten wir mit unseren neuen Gerichten den n\u00e4chsten gro\u00dfen Schritt gehen. Parallel haben wir Produkte wie unsere Kinderpizza und unsere Dino-Nuggets mit H\u00e4hnchen, Gem\u00fcse und Hirse entwickelt, mit denen wir ebenfalls gro\u00dfes Potenzial sehen.<\/p>\n\n\n\n

Langfristig m\u00f6chten wir ratzfatz als feste Marke f\u00fcr schnelle, bessere Kindermahlzeiten etablieren. Wir wollen, dass Eltern im Supermarkt ganz selbstverst\u00e4ndlich zu ratzfatz greifen k\u00f6nnen, wenn sie eine unkomplizierte Mahlzeit f\u00fcr ihre Kinder suchen.<\/p>\n\n\n\n

Unsere Vision ist, eine neue Kategorie im Tiefk\u00fchlregal zu etablieren. Denn w\u00e4hrend es f\u00fcr Erwachsene eine riesige Auswahl an schnellen Mahlzeiten gibt, ist das Angebot f\u00fcr Kinder noch immer erstaunlich klein.<\/p>\n\n\n\n

Aber bevor wir \u00fcber die n\u00e4chsten Jahre sprechen k\u00f6nnen, m\u00fcssen wir jetzt erst einmal die kommenden zwei Wochen erfolgreich meistern. Daf\u00fcr brauchen wir 2.200 Familien, die an unsere Idee glauben und unsere Produkte vorbestellen.<\/p>\n\n\n\n

Welche drei Ratschl\u00e4ge w\u00fcrdet ihr anderen Gr\u00fcnderinnen und Gr\u00fcndern geben, die mit einer eigenen Produktidee in einem wettbewerbsintensiven Markt Fu\u00df fassen m\u00f6chten?<\/h3>\n\n\n\n

Erstens: Verliebt euch in das Problem, nicht in eure L\u00f6sung.<\/p>\n\n\n\n

Wir haben in den vergangenen Jahren mehrfach erlebt, dass Produkte oder Vertriebswege, von denen wir anfangs \u00fcberzeugt waren, nicht so funktioniert haben wie erwartet. Das ist schmerzhaft, aber entscheidend ist, daraus Konsequenzen zu ziehen. Die Vision darf bleiben. Die Strategie muss sich ver\u00e4ndern d\u00fcrfen.<\/p>\n\n\n\n

Zweitens: Untersch\u00e4tzt Vertrieb und Distribution nicht.<\/p>\n\n\n\n

Gerade bei physischen Produkten ist eine gute Idee nur der Anfang. Es reicht nicht, ein gro\u00dfartiges Produkt zu entwickeln. Ihr m\u00fcsst auch verstehen, wie es zu den Kundinnen und Kunden kommt, welche Margen notwendig sind und wie ihr gen\u00fcgend Menschen erreicht. Ein Produkt, das niemand sieht, wird auch niemand kaufen.<\/p>\n\n\n\n

Drittens: Sucht euch Menschen, mit denen ihr auch durch schwierige Zeiten gehen k\u00f6nnt.<\/p>\n\n\n\n

Gr\u00fcnden ist emotional, finanziell und pers\u00f6nlich oft herausfordernder, als man es sich vorher vorstellt. Deshalb ist es unglaublich wichtig, Mitgr\u00fcnderinnen und Mitgr\u00fcnder zu haben, die sich erg\u00e4nzen, ehrlich miteinander sind und auch dann zusammenhalten, wenn nicht alles nach Plan l\u00e4uft.<\/p>\n\n\n\n

Wir erleben gerade selbst eine Phase, in der es um sehr viel geht. Ob wir mit ratzfatz weitermachen k\u00f6nnen, h\u00e4ngt vom Erfolg unserer Crowdfunding-Kampagne ab. Das ist keine einfache Situation. Aber wir stehen als Gr\u00fcnderinnen gemeinsam dahinter und geben bis zum letzten Tag alles.<\/p>\n\n\n\n

Und vielleicht noch ein vierter Rat: Sprecht offen dar\u00fcber, wenn Dinge nicht funktionieren. In der Startup-Welt wird viel \u00fcber Erfolge gesprochen und viel zu wenig \u00fcber die schwierigen Phasen. Dabei lernt man gerade aus denen am meisten.<\/p>\n\n\n\n

Fotocredits: privat<\/p>\n\n\n\n

Wir bedanken uns bei\u00a0Sarina Morawiak<\/a>\u00a0f\u00fcr das Interview<\/p>\n\n\n\n

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.<\/p>\n\n\n\n


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Premium Start-up: ratzfatz<\/h2>\n\n\n\n
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Kontakt:<\/h3>\n\n\n

ratzfatz food GmbH<\/strong>
\nGreifswalder Stra\u00dfe 40
\n10405 Berlin
\nDeutschland<\/p>\n

www.ratzfatz-food.com<\/a>
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Crowdfunding-Kampagne auf Startnext<\/a>
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Sarina@ratzfatz-food.com<\/a><\/p>\n

Ansprechpartnerin:<\/strong> Sarina Morawiak<\/p>\n

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Das Startup ratzfatz m\u00f6chte mit f\u00fcnf neuen Tiefk\u00fchlgerichten den Familienalltag erleichtern und setzt daf\u00fcr auf eine Crowdfunding-Kampagne mit dem Ziel, 2.200 Familien zu gewinnen. 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