{"id":128112,"date":"2026-10-20T08:16:59","date_gmt":"2026-10-20T06:16:59","guid":{"rendered":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/?p=128112"},"modified":"2026-10-20T08:17:01","modified_gmt":"2026-10-20T06:17:01","slug":"new-soul-massagen-wachstum-studios","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/new-soul-massagen-wachstum-studios\/","title":{"rendered":"Wachstum ohne Blitzscaling: Wie das Massage-Startup NEW SOUL st\u00e4dte\u00fcbergreifend skaliert"},"content":{"rendered":"\n

NEW SOUL setzt auf regelm\u00e4\u00dfige Massagen, wirtschaftlich rentable Studios und nachhaltiges Wachstum und hat innerhalb von weniger als drei Jahren bereits 21 Standorte in zehn deutschen St\u00e4dten aufgebaut.<\/h2>\n\n\n\n

NEW SOUL ist in weniger als drei Jahren auf 21 Standorte in zehn deutschen St\u00e4dten gewachsen. Was waren die entscheidenden Faktoren f\u00fcr diese Entwicklung?<\/h3>\n\n\n\n

Wir haben von Anfang an nicht einfach Massagestudios er\u00f6ffnet, sondern ein skalierbares Gesch\u00e4ftsmodell entwickelt. Vier Faktoren waren entscheidend: ein begeisterndes Kundenerlebnis, konsequente Standardisierung, wirtschaftlich funktionierende Standorte und der beste Arbeitgeber im Markt zu sein. Wir sind ein Team, das jeden Tag daran arbeitet, Massagen f\u00fcr m\u00f6glichst viele Menschen zug\u00e4nglich zu machen. Unser Wachstum ist das Ergebnis eines funktionierenden Modells und einer breiten Community.<\/p>\n\n\n\n

Ihr verfolgt bewusst einen anderen Ansatz als viele schnell wachsende Startups. Warum setzt ihr auf funktionierende Unit Economics statt auf klassisches Blitzscaling?<\/h3>\n\n\n\n

Wachstum ist kein Gesch\u00e4ftsmodell. Wir glauben nicht daran, dauerhaft Geld zu verbrennen, um Marktanteile zu kaufen. Jeder neue NEW SOUL Standort muss wirtschaftlich funktionieren und einen positiven Beitrag zum Unternehmen leisten. Erst wenn das Modell bewiesen ist, skalieren wir. Das klingt weniger spektakul\u00e4r als klassisches Blitzscaling, ist langfristig aber wesentlich nachhaltiger und die bisherige Entwicklung gibt uns recht.<\/p>\n\n\n\n

Neue Studios sollen bereits nach rund drei Monaten cashpositiv sein. Welche Voraussetzungen m\u00fcssen erf\u00fcllt sein, damit dieses Modell funktioniert?<\/h3>\n\n\n\n

Die Wirtschaftlichkeit eines Massagestudios entscheidet sich bereits vor der Er\u00f6ffnung. Wir analysieren Einzugsgebiet, Nachfrage, Standortkosten und Personalverf\u00fcgbarkeit sehr genau. Gleichzeitig haben wir die Einrichtung, Prozesse, Buchungssysteme und Personalplanung weitgehend in unserem eigenen Tech-System standardisiert. So k\u00f6nnen neue Studios schnell starten, effizient arbeiten und nach rund drei Monaten cashpositiv werden.<\/p>\n\n\n\n

Mit NEW SOUL wollt ihr Massagen von einer gelegentlichen Dienstleistung zu einer festen Routine machen. Wie ver\u00e4ndert ihr daf\u00fcr das Verhalten eurer Kunden?<\/h3>\n\n\n\n

Fitnessstudios haben Sport zur Routine gemacht. Wir wollen dasselbe mit Massagen und Regeneration schaffen. Daf\u00fcr muss eine professionelle Massage einfach buchbar, bezahlbar und jederzeit in den Alltag integrierbar sein. Unsere Memberships erm\u00f6glichen regelm\u00e4\u00dfige Behandlungen zu attraktiven Konditionen. Wir wollen, dass Menschen nicht erst eine Massage buchen, wenn der R\u00fccken schmerzt, sondern Regeneration selbstverst\u00e4ndlich in ihren Alltag integrieren.<\/p>\n\n\n\n

Ein Gro\u00dfteil eurer Mitglieder hatte zuvor keine regelm\u00e4\u00dfigen Massagen. Was habt ihr daraus \u00fcber eure Zielgruppe und das Marktpotenzial gelernt?<\/h3>\n\n\n\n

Dass ein Gro\u00dfteil unserer Mitglieder vorher keine regelm\u00e4\u00dfigen Massagen hatten, zeigt uns, wie gro\u00df das unerschlossene Potenzial ist. Viele Menschen wollen etwas f\u00fcr ihr Wohlbefinden tun, brauchen daf\u00fcr aber ein unkompliziertes, qualitativ hochwertiges und bezahlbares Angebot. Genau diese L\u00fccke schlie\u00dfen wir.<\/p>\n\n\n\n

Der Massagemarkt ist stark fragmentiert und von kleineren Anbietern gepr\u00e4gt. Was unterscheidet NEW SOUL von klassischen Massagestudios?<\/h3>\n\n\n\n

Wir verbinden die pers\u00f6nliche Qualit\u00e4t einer professionellen Massage mit der Verl\u00e4sslichkeit einer modernen Service-Marke. Einheitliche Qualit\u00e4tsstandards, digitalisierte Prozesse, Memberships und ein wachsendes Netzwerk an Standorten machen den Unterschied. Gleichzeitig investieren wir konsequent in unsere Therapeuten, ihre Weiterbildung und gute Arbeitsbedingungen. Denn am Ende entscheidet nicht die Technologie \u00fcber eine gute Massage, sondern der Mensch.<\/p>\n\n\n\n

Ihr habt ein eigenes Betriebssystem f\u00fcr eure Studios entwickelt. Welche Probleme l\u00f6st die Technologie und warum setzt ihr auf eine eigene Software?<\/h3>\n\n\n\n

Ein Massagestudio zu betreiben ist einfach. Hunderte Massagestudios mit gleichbleibender Qualit\u00e4t zu betreiben, ist hochkomplex. Deshalb haben wir unser eigenes, KI-gest\u00fctztes Betriebssystem entwickelt. Es verbindet Buchungen, Personalplanung, Kundenmanagement und operative Abl\u00e4ufe. Das reduziert administrative Arbeit, verbessert die Auslastung und erm\u00f6glicht unseren Teams, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: unsere Kunden.<\/p>\n\n\n\n

Ein station\u00e4res Gesch\u00e4ftsmodell bringt hohe Anforderungen an Personal, Standorte und Qualit\u00e4t mit sich. Wo liegen f\u00fcr euch die gr\u00f6\u00dften Herausforderungen bei der Expansion?<\/h3>\n\n\n\n

Unsere gr\u00f6\u00dfte Herausforderung ist nicht, neue Studios zu er\u00f6ffnen, sondern mit jedem neuen Studio unsere Qualit\u00e4t zu halten. Daf\u00fcr brauchen wir die richtigen Standorte, hervorragende Therapeuten und belastbare Prozesse. Besonders wichtig ist uns die Professionalisierung des Berufs: mit bezahlter Weiterbildung, planbaren Arbeitszeiten und echten Karriereperspektiven. Langfristig gewinnen wir nur, wenn Kunden und Mitarbeiter gleicherma\u00dfen begeistert sind.<\/p>\n\n\n\n

F\u00fcr 2026 erwartet ihr einen zweistelligen Millionen-Umsatz. Wie gelingt es euch, Wachstum und Profitabilit\u00e4t miteinander zu verbinden, ohne bei der Servicequalit\u00e4t Kompromisse einzugehen?<\/h3>\n\n\n\n

Profitabilit\u00e4t und Qualit\u00e4t sind f\u00fcr uns kein Widerspruch, sondern bedingen einander. Zufriedene Kunden kommen wieder, empfehlen uns weiter und werden langfristige Mitglieder. Wir haben seit Gr\u00fcndung eine enorm hohe Kundenzufriedenheit und behalten diese auch in Zeiten des st\u00e4ndigen Wachstums stabil oben. Gleichzeitig erreichen unsere Studios nach rund drei Monaten einen positiven operativen Cashflow und verdienen ihre Ausbaukosten ebenfalls z\u00fcgig zur\u00fcck. Das zeigt, dass Qualit\u00e4t und wirtschaftlicher Erfolg zusammen funktionieren.<\/p>\n\n\n\n

Welche langfristige Vision verfolgt ihr mit NEW SOUL und wie soll sich das Unternehmen in den kommenden drei bis f\u00fcnf Jahren entwickeln?<\/h3>\n\n\n\n

New Soul wird die f\u00fchrende Wellbeing-Marke Europas! Unsere Vision ist, dass regelm\u00e4\u00dfige Massagen und professionelle Regeneration genauso selbstverst\u00e4ndlich werden wie der Besuch im Fitnessstudio. Daf\u00fcr wollen wir unser Netzwerk in Deutschland weiter ausbauen und anschlie\u00dfend in weitere europ\u00e4ische M\u00e4rkte expandieren. Unser langfristiges Ziel sind knapp viele hundert Studios in Europa in den kommenden 10 Jahren.<\/p>\n\n\n\n

Welche drei Ratschl\u00e4ge w\u00fcrdest du anderen Gr\u00fcndern geben, die ein station\u00e4res Gesch\u00e4ftsmodell aufbauen und nachhaltig skalieren m\u00f6chten?<\/h3>\n\n\n\n

Erstens: Verliebt euch nicht in Wachstum, sondern in eure Unit Economics. Ein Standort muss funktionieren, bevor ihr den n\u00e4chsten er\u00f6ffnet.<\/p>\n\n\n\n

Zweitens: Standardisiert alles, was nicht unmittelbar zum Kundenerlebnis beitr\u00e4gt. Gute Prozesse schaffen die Freiheit, sich auf Qualit\u00e4t zu konzentrieren.<\/p>\n\n\n\n

Drittens: Investiert in eure Mitarbeiter. Gerade bei station\u00e4ren Serviceunternehmen entsteht der entscheidende Wettbewerbsvorteil durch die Menschen, die jeden Tag mit den Kunden arbeiten.<\/p>\n\n\n\n

Bildcredits NEW SOUL<\/p>\n\n\n\n

Wir bedanken uns bei\u00a0Philipp Desgranges<\/a> f\u00fcr das Interview<\/p>\n\n\n\n

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.<\/p>\n\n\n\n