{"id":128144,"date":"2026-10-20T08:16:52","date_gmt":"2026-10-20T06:16:52","guid":{"rendered":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/?p=128144"},"modified":"2026-10-20T08:16:53","modified_gmt":"2026-10-20T06:16:53","slug":"ultimate-lion-gastronomie-social-media","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/ultimate-lion-gastronomie-social-media\/","title":{"rendered":"Gastro-Marketing neu gedacht: Honor\u00e9 Audibert \u00fcber Gastronomie123"},"content":{"rendered":"\n
Ich bin Honor\u00e9 Audibert, 23 Jahre alt und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Ultimate Lion GmbH. Gemeinsam mit meinem Bruder Anthony unterst\u00fctze ich Unternehmen und Pers\u00f6nlichkeiten dabei, sichtbar zu werden. Wir entwickeln Formate, produzieren Inhalte und begleiten den Aufbau von Marken und Social-Media-Auftritten.<\/p>\n\n\n\n
Meine ersten Ber\u00fchrungspunkte mit der Gastronomie hatte ich schon mit sechs Jahren: Damals habe ich mir beim Tellerwaschen mein Taschengeld verdient. Mit 14 habe ich dann einen Schulkiosk betrieben und selbstgemachte Sandwiches und Backwaren verkauft. Das war eine meiner ersten eigenen unternehmerischen Erfahrungen \u2013 und die Gastronomie war schon mittendrin.<\/p>\n\n\n\n
Danach kamen E-Commerce, Marketing, Testzentren und sp\u00e4ter ein eigenes Restaurant dazu. Ich habe fr\u00fch angefangen, Ideen praktisch umzusetzen und dabei unterschiedliche Gesch\u00e4ftsmodelle kennengelernt. Heute verbinde ich diese Erfahrungen mit meiner Arbeit bei Ultimate Lion und Gastronomie123.<\/p>\n\n\n\n
Ich habe Ren\u00e9 damals in seinem Hotel kennengelernt und sofort gedacht: Was f\u00fcr eine Pers\u00f6nlichkeit! Ich habe mich gefragt, warum davon auf Social Media noch so wenig zu sehen war. Nach seinen Schilderungen hatten fr\u00fchere Investitionen in Social-Media-Agenturen nicht den erhofften Mehrwert gebracht. Gleichzeitig habe ich die damalige Situation f\u00fcr ihn und die Gastronomie als schwierig wahrgenommen.<\/p>\n\n\n\n
Ich war von seinem Potenzial \u00fcberzeugt und habe ihm einen ungew\u00f6hnlichen Deal vorgeschlagen: Ich gehe mit meiner Arbeit komplett in Vorleistung. Wenn ich ihn auf eine Million Follower auf Social Media bringe, bekomme ich daf\u00fcr einen Porsche. Er hat eingeschlagen.<\/p>\n\n\n\n
Daraufhin habe ich seinen Social-Media-Auftritt aufgebaut. Ich habe die Strategie entwickelt und ihm vorgestellt, wie wir seine Personenmarke Schritt f\u00fcr Schritt entwickeln k\u00f6nnten: von Videos \u00fcber Kooperationen und Podcasts bis zu Presse, Fernsehen und perspektivisch einer eigenen Sendung. Das war der Plan, mit dem wir gestartet sind.<\/p>\n\n\n\n
Meine Arbeit reichte von der Ideenfindung \u00fcber die Videoproduktion und den Schnitt bis zu Partnerschaften und gemeinsamen Inhalten mit anderen Influencern. Ich habe ohne laufende Bezahlung konstant daran gearbeitet, weil ich sein Potenzial erkannt hatte und \u00fcberzeugt war, dass wir zusammen etwas Gro\u00dfes aufbauen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n
Vor allem habe ich gelernt, wie viel Leidenschaft ausmacht. Das habe ich auch bei Ren\u00e9 gesehen: Wenn jemand f\u00fcr seine Sache brennt und Freude daran hat, sp\u00fcrt man das. Mich selbst hat die Verbindung aus Social Media, Personenmarken und Gastronomie von Anfang an begeistert. Dadurch hatte ich die Motivation, st\u00e4ndig neue Ideen zu entwickeln und dranzubleiben.<\/p>\n\n\n\n
Gleichzeitig reicht Begeisterung allein nicht aus. Es braucht Konstanz, eine Strategie und die Bereitschaft, weiterzuarbeiten, wenn etwas nicht sofort funktioniert. Man muss beobachten, wie Menschen reagieren, und daraus lernen.<\/p>\n\n\n\n
Mit wachsender Sichtbarkeit w\u00e4chst auch die Verantwortung. Inhalte l\u00f6sen Erwartungen und Reaktionen aus, positive wie negative. F\u00fcr mich geh\u00f6rt dazu, hinter der eigenen Arbeit zu stehen, Kritik ernst zu nehmen und Fehler eingestehen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n
Ich hatte selbst ein Restaurant, ein American Diner am Berliner Ostbahnhof. Dort habe ich erlebt, wie viel Herzblut in der Gastronomie steckt und wie anspruchsvoll der Alltag ist: Personal finden, den Service organisieren, Qualit\u00e4t halten und gleichzeitig wirtschaftlich arbeiten. F\u00fcr Marketing bleibt zwischen all diesen Aufgaben oft wenig Zeit.<\/p>\n\n\n\n
Gastronomie ist f\u00fcr mich etwas sehr Pers\u00f6nliches. Man steckt sein Herz hinein, arbeitet eng zusammen und entwickelt eine starke Verbindung zu den Menschen und dem Betrieb. Ich sage deshalb gerne: Einmal Gastronomie, immer Gastronomie.<\/p>\n\n\n\n
Gastronomie123 habe ich bereits w\u00e4hrend meiner Zeit mit dem eigenen Restaurant gegr\u00fcndet. Andere Gastronomen haben gefragt, wer unsere Social-Media-Arbeit macht. Daraus entstanden die ersten Auftr\u00e4ge.<\/p>\n\n\n\n
Unser Gedanke ist bis heute: von Gastronomen f\u00fcr Gastronomen. Wir wollen eine zentrale Anlaufstelle bieten, die Marketing, Videos, Websites und digitale L\u00f6sungen wie Apps zusammenbringt. Der Gastronom soll sich auf seinen Betrieb und seine G\u00e4ste konzentrieren k\u00f6nnen und f\u00fcr diese Themen einen Partner an seiner Seite haben.<\/p>\n\n\n\n
Wir richten uns an Gastronomen von klein bis gro\u00df, vom einzelnen Standort bis zur Restaurantkette. Wir haben beispielsweise mit einem Eisladen mit nur einem Standort gearbeitet, aber auch mit L\u2019Osteria. Die Voraussetzungen unterscheiden sich nat\u00fcrlich stark. Deshalb braucht jeder Betrieb eine L\u00f6sung, die zu seinem Konzept, seinen Zielen und seinen M\u00f6glichkeiten passt.<\/p>\n\n\n\n
Unser Mehrwert ist, gastronomisches Verst\u00e4ndnis mit der praktischen Umsetzung von Marketing zu verbinden. Wir entwickeln Ideen, produzieren Inhalte und k\u00fcmmern uns um den digitalen Auftritt. Dabei wollen wir den Gastronomen entlasten und daf\u00fcr sorgen, dass die Ma\u00dfnahmen zusammenpassen.<\/p>\n\n\n\n
Am Ende soll die Arbeit dem Betrieb etwas bringen: passende Aufmerksamkeit, mehr Interesse, Reservierungen oder Bewerbungen. Welche Ziele im Mittelpunkt stehen, kl\u00e4ren wir mit dem jeweiligen Gastronomen.<\/p>\n\n\n\n
Ich sehe eine gro\u00dfe Chance darin, Menschen schon vor ihrem ersten Besuch f\u00fcr ein Restaurant zu begeistern. Sie wollen sehen, wie das Essen aussieht, welche Atmosph\u00e4re sie erwartet und wer hinter dem Konzept steht. Ein Gericht, eine pers\u00f6nliche Geschichte oder ein besonderer Moment aus dem Betrieb kann der Anlass sein, ein Restaurant auszuprobieren.<\/p>\n\n\n\n
Aus meiner Sicht m\u00fcssen Gastronomen dabei ihren gesamten digitalen Auftritt betrachten. Wie werde ich gefunden, wenn jemand nach Foodspots in Berlin sucht? Welche Bilder sieht man bei Google? Wie gehe ich mit Bewertungen um? Auch die Frage, wie Menschen Restaurants \u00fcber KI-Anwendungen entdecken, besch\u00e4ftigt uns.<\/p>\n\n\n\n
\u00dcbersch\u00e4tzt wird h\u00e4ufig die Aufrufzahl eines einzelnen Videos. Viele Views bedeuten nicht automatisch viele G\u00e4ste. Die Aufmerksamkeit muss zum Standort und zur Zielgruppe passen. Und das Erlebnis vor Ort muss halten, was die Inhalte versprechen. Deshalb geh\u00f6ren f\u00fcr mich Sichtbarkeit, Auffindbarkeit und ein glaubw\u00fcrdiger Auftritt zusammen.<\/p>\n\n\n\n
Ich habe gemerkt, wie aufmerksam Menschen auf Kleinigkeiten reagieren. Eine Formulierung, eine Haltung oder eine unerwartete Situation kann dar\u00fcber entscheiden, ob jemand weiterschaut oder sich mit einem Inhalt besch\u00e4ftigt.<\/p>\n\n\n\n
Daraus habe ich mitgenommen, dass man eigene Ideen ausprobieren und auch mal Kante zeigen muss. Wenn man sich immer daran orientiert, was alle anderen machen, wird es schwer, im Ged\u00e4chtnis zu bleiben. Ein Inhalt darf \u00fcberraschen, zum Lachen bringen oder eine Diskussion ausl\u00f6sen. Er muss aber zur Person passen.<\/p>\n\n\n\n
Authentizit\u00e4t hei\u00dft f\u00fcr mich auch, nicht alles glattzub\u00fcgeln und Fehler eingestehen zu k\u00f6nnen. Ich m\u00f6chte Menschen und Betriebe ermutigen, ihre eigene Art zu zeigen und f\u00fcr neue M\u00f6glichkeiten offen zu bleiben. Eine Strategie gibt dabei die Richtung vor. Innerhalb dieser Richtung braucht es den Mut, kreativ zu werden.<\/p>\n\n\n\n
Unser gastronomischer Hintergrund pr\u00e4gt die Art, wie wir arbeiten. Ich kenne die Branche auch aus der Perspektive eines Restaurantbetreibers. Deshalb denke ich bei einer Idee direkt mit: Passt das zum Konzept? L\u00e4sst sich das im Alltag umsetzen? Und welchen Nutzen hat der Betrieb davon?<\/p>\n\n\n\n
Dazu kommen unsere Erfahrungen mit unterschiedlichen gastronomischen Konzepten und dem Aufbau von Personenmarken wie Redo. Durch unsere Verbindung zum Leaders Club Germany stehen wir au\u00dferdem im Austausch mit Menschen aus der Branche. Dieses Netzwerk ist wertvoll, weil man andere Perspektiven kennenlernt und voneinander lernen kann.<\/p>\n\n\n\n
Wir denken kreativ, aber ebenso wirtschaftlich. Ein Video soll Aufmerksamkeit erzeugen und zum Betrieb passen. Gleichzeitig wollen wir wissen, ob daraus Interesse, Reservierungen oder neue G\u00e4ste entstehen. Diesen Zusammenhang behalten wir bei unserer Arbeit im Blick.<\/p>\n\n\n\n
Am Anfang steht f\u00fcr mich die Frage: Wer steht hinter dieser Marke, und was macht sie besonders? Jeder Gastronom hat eine eigene Geschichte, eine eigene Art und eine Vorstellung davon, wie sich G\u00e4ste bei ihm f\u00fchlen sollen. Das m\u00f6chte ich herausarbeiten und mit einer klaren Strategie nach au\u00dfen tragen.<\/p>\n\n\n\n
Manchmal reicht als Einstieg schon, sich vor die Kamera zu stellen und zu erz\u00e4hlen: Das bin ich, das ist mein Restaurant, und deshalb habe ich es aufgebaut. Menschen folgen Menschen. Wenn jemand ehrlich und mit Begeisterung \u00fcber seine Arbeit spricht, kann daraus Vertrauen entstehen.<\/p>\n\n\n\n
Eine Herausforderung ist, den eigenen Stil zu finden, ohne sich st\u00e4ndig mit anderen zu vergleichen. Dazu kommt die Konstanz im Tagesgesch\u00e4ft. Zwischen Einkauf, Personalplanung und Service f\u00e4llt die eigene Kommunikation schnell hinten runter. Deshalb m\u00fcssen die Formate zur Person passen und so vorbereitet sein, dass sie sich regelm\u00e4\u00dfig umsetzen lassen.<\/p>\n\n\n\n
Ehrlich gesagt w\u00fcrde ich meine bisherigen Entscheidungen im R\u00fcckblick so stehen lassen. Auch die Entscheidungen, die schwierig waren oder nicht zum gew\u00fcnschten Ergebnis gef\u00fchrt haben, haben mich gepr\u00e4gt. Ohne diese Erfahrungen h\u00e4tte ich manches Wissen und manche Perspektive heute nicht.<\/p>\n\n\n\n
Nat\u00fcrlich w\u00fcrde ich eine vergleichbare Situation heute teilweise anders angehen, gerade weil ich dazugelernt habe. Aber ich w\u00fcrde deshalb keinen Abschnitt meines Weges streichen wollen. Die H\u00f6hen und Tiefen geh\u00f6ren f\u00fcr mich zusammen.<\/p>\n\n\n\n
Mir ist wichtiger, aus einer Entscheidung etwas mitzunehmen und beim n\u00e4chsten Mal bewusster zu handeln, als lange dar\u00fcber nachzudenken, wie es anders h\u00e4tte laufen k\u00f6nnen. Ich bin heute auch durch die schwierigen Phasen der Unternehmer geworden, der ich bin.<\/p>\n\n\n\n
Mit Gastronomie123 wollen wir die erste Anlaufstelle f\u00fcr Gastronomen werden, wenn es um Marketing und digitale Unterst\u00fctzung geht. Mein Ziel ist, diese Themen f\u00fcr sie m\u00f6glichst einfach zu machen, damit sie mehr Zeit f\u00fcr das haben, weshalb viele \u00fcberhaupt angefangen haben: Gastgeber sein.<\/p>\n\n\n\n
Ich w\u00fcnsche mir, dass wir dazu beitragen, wieder mehr Begeisterung f\u00fcr Gastronomie zu schaffen. Hinter einem Restaurant stehen Menschen, Ideen und unglaublich viel Arbeit. Das m\u00f6chten wir sichtbar machen und die Verbindung zwischen G\u00e4sten und Gastgebern st\u00e4rken. Wenn Menschen Lust bekommen, neue Restaurants zu entdecken und gerne zur\u00fcckkommen, haben wir etwas Sinnvolles beigetragen.<\/p>\n\n\n\n
Mit Ultimate Lion liegt unser Fokus auf Personal Branding und dem Management von Pers\u00f6nlichkeiten. Auch dort wollen wir die erste Anlaufstelle werden. Mich reizt, Potenzial in Menschen zu erkennen, ihre eigene Art herauszuarbeiten und daraus langfristig eine starke Marke zu entwickeln.<\/p>\n\n\n\n
Erstens: Bleib dran. Eine Idee funktioniert selten sofort genau so, wie man sie sich vorgestellt hat. Lass dich von R\u00fcckschl\u00e4gen nicht direkt ausbremsen. Pr\u00fcfe ehrlich, was du verbessern musst, und arbeite konsequent weiter.<\/p>\n\n\n\n
Zweitens: Bau dir ein Netzwerk auf und lerne von Menschen, die schon weiter sind. Such den Austausch, stell Fragen und finde, wenn m\u00f6glich, einen Mentor. Du musst nicht jede Erfahrung selbst machen, um daraus zu lernen. Wichtig ist, offen zu bleiben und dich st\u00e4ndig weiterzuentwickeln.<\/p>\n\n\n\n
Drittens: Frag dich immer, welchen Mehrwert du deinem Gegen\u00fcber bietest. Warum sollte ein Kunde mit dir arbeiten? Was erleichterst oder verbesserst du f\u00fcr ihn? Das gilt auch f\u00fcr dein Netzwerk: \u00dcberlege, was du beitragen kannst. Wenn du Menschen weiterhilfst und zuverl\u00e4ssig bist, schaffst du eine gute Grundlage f\u00fcr langfristige Beziehungen und ein Unternehmen.<\/p>\n\n\n\n
Bild links Ren\u00e9 Dost (Redo) und rechts Honor\u00e9 Audibert\u00a0 Bildcredits privat<\/p>\n\n\n\n