{"id":128194,"date":"2026-10-21T08:38:38","date_gmt":"2026-10-21T06:38:38","guid":{"rendered":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/?p=128194"},"modified":"2026-10-21T08:38:40","modified_gmt":"2026-10-21T06:38:40","slug":"lifesaveair-die-hoehle-der-loewen-erstickungsnotfall","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/lifesaveair-die-hoehle-der-loewen-erstickungsnotfall\/","title":{"rendered":"Notfall-Tool f\u00fcr Erstickungsunf\u00e4lle: Das Medizin-Startup LifeSaveAir in Die H\u00f6hle der L\u00f6wen"},"content":{"rendered":"\n

LifeSaveAir wird am 26. Oktober 2026 in der H\u00f6hle der L\u00f6wen pitchen und ein patentiertes Medizinprodukt vorstellen, das bei einem Erstickungsnotfall als zus\u00e4tzliches Hilfsmittel eingesetzt werden kann.<\/h2>\n\n\n\n

Wie ist die Idee zu LifeSaveAir entstanden, wer steht hinter dem Startup und welcher Moment hat euch zur Gr\u00fcndung inspiriert?<\/h3>\n\n\n\n

Die Idee zu LifeSaveAir entstand aus einem sehr pers\u00f6nlichen Erlebnis. Mein Sohn Jonas erlitt einen akuten Erstickungsnotfall. Diese Situation hat meine Frau und mich sehr gepr\u00e4gt und mir gezeigt, wie hilflos man sich in einem solchen Moment f\u00fchlen kann, insbesondere wenn die \u00fcblichen Erste-Hilfe-Ma\u00dfnahmen nicht zum Erfolg f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n

Etwa zweieinhalb Jahre sp\u00e4ter begann ich, mich intensiver mit dem Thema zu besch\u00e4ftigen und erste technische Modelle im heimischen Keller zu entwickeln. Gemeinsam mit zwei Ingenieuren entstand daraus schlie\u00dflich ein funktionsf\u00e4higer Prototyp. Als klar wurde, welcher finanzielle und organisatorische Aufwand mit der Zulassung eines Medizinprodukts verbunden ist, kamen meine Cousins Aiman und Jusef dazu. Beide waren bereits unternehmerisch t\u00e4tig, waren von der Idee und dem m\u00f6glichen Nutzen des LifeSaveAir \u00fcberzeugt und wollten mich bei der Umsetzung unterst\u00fctzen. So wurde aus einer pers\u00f6nlichen Idee ein gemeinsames Familienprojekt und schlie\u00dflich unser Unternehmen, die Jespira GmbH.<\/p>\n\n\n\n

In welcher Branche seid ihr t\u00e4tig und was zeichnet das Gesch\u00e4ftsmodell eures Startups aus?<\/h3>\n\n\n\n

Wir sind im Bereich Medizintechnik und Notfallhilfe t\u00e4tig. Mit LifeSaveAir haben wir ein patentiertes Medizinprodukt der Klasse I entwickelt, das als zus\u00e4tzliches Hilfsmittel bei Erstickungsnotf\u00e4llen eingesetzt werden kann und so konzipiert ist, dass es auch von medizinischen Laien ohne spezielle Fachausbildung angewendet werden kann.<\/p>\n\n\n\n

Unser Gesch\u00e4ftsmodell richtet sich sowohl an Privatkunden als auch an gewerbliche und institutionelle Kunden. Dazu z\u00e4hlen beispielsweise Familien, Kindertagesst\u00e4tten, Schulen, Pflegeeinrichtungen, Gastronomiebetriebe, Unternehmen und \u00f6ffentliche Einrichtungen. Der Vertrieb erfolgt \u00fcber unseren eigenen Online-Shop und zunehmend \u00fcber H\u00e4ndler und Vertriebspartner.<\/p>\n\n\n\n

Welches konkrete Problem l\u00f6st ihr und welche Marktl\u00fccke habt ihr damit geschlossen?<\/h3>\n\n\n\n

Ein Erstickungsnotfall kann jeden treffen \u2013 Kinder genauso wie Erwachsene oder \u00e4ltere Menschen. Besonders schwierig wird die Situation, wenn die \u00fcblichen Erste-Hilfe-Ma\u00dfnahmen nicht zum Erfolg f\u00fchren. Genau hier soll LifeSaveAir eine zus\u00e4tzliche Handlungsm\u00f6glichkeit bieten.<\/p>\n\n\n\n

Eine technische Besonderheit ist unser patentiertes Zwei-Ventilsystem mit Druckbegrenzung. Dadurch wird der erzeugte Saugdruck auf einen definierten Bereich begrenzt und die Leistung bleibt unabh\u00e4ngig von der verwendeten Masken- beziehungsweise Patientengr\u00f6\u00dfe konstant. Unser Ziel war es, ein einfach anzuwendendes, kontrolliertes und reproduzierbares System zu entwickeln, das im entscheidenden Moment eine zus\u00e4tzliche M\u00f6glichkeit bieten kann.<\/p>\n\n\n\n

Warum habt ihr euch f\u00fcr die Teilnahme an Die H\u00f6hle der L\u00f6wen entschieden und welche Aspekte standen dabei im Vordergrund?<\/h3>\n\n\n\n

Hinter LifeSaveAir liegen mehrere Jahre Entwicklung, technische Arbeit und ein aufwendiges Zulassungsverfahren. Nachdem wir diesen Weg gegangen sind, besteht die n\u00e4chste gro\u00dfe Herausforderung darin, LifeSaveAir bekannt zu machen und m\u00f6glichst vielen Menschen zug\u00e4nglich zu machen.<\/p>\n\n\n\n

Die Teilnahme an der VOX Gr\u00fcnder-Show \u201eDie H\u00f6hle der L\u00f6wen\u201c bietet daf\u00fcr eine au\u00dfergew\u00f6hnliche M\u00f6glichkeit. Neben der gro\u00dfen Reichweite interessiert uns vor allem die Erfahrung der L\u00f6wen. Wir suchen nicht einfach nur Kapital, sondern einen strategischen Partner, der uns mit Know-how, Netzwerk und Erfahrung dabei unterst\u00fctzen kann, LifeSaveAir langfristig als Marke aufzubauen, den Vertrieb weiterzuentwickeln und perspektivisch auch international zu wachsen.<\/p>\n\n\n\n

Wer war von Anfang an euer absoluter Wunschl\u00f6we bei Die H\u00f6hle der L\u00f6wen und warum passt dieser Investor perfekt zu eurer Vision?<\/h3>\n\n\n\n

Im Vorfeld haben wir uns nat\u00fcrlich intensiv mit den L\u00f6wen besch\u00e4ftigt. Besonders interessant fanden wir unter anderem Carsten Maschmeyer aufgrund seiner Erfahrungen und Investments im Gesundheits- und Medizinbereich. W\u00e4hrend unserer Vorbereitung haben wir uns aber auch sehr intensiv mit Ralf D\u00fcmmel und seinem Team besch\u00e4ftigt. Gerade seine gro\u00dfe Erfahrung im Vertrieb physischer Produkte, sein Handelsnetzwerk und die M\u00f6glichkeit, mit einem starken Team gemeinsam eine Marke aufzubauen, passen sehr gut zu unseren Zielen. F\u00fcr uns ist neben der fachlichen Kompetenz auch die menschliche Ebene wichtig, weil wir nicht nach einem kurzfristigen Investor, sondern nach einem langfristigen strategischen Partner suchen.<\/p>\n\n\n\n

Welche Form der Unterst\u00fctzung durch die Investoren bei Die H\u00f6hle der L\u00f6wen erhofft ihr euch neben dem Kapital am meisten?<\/h3>\n\n\n\n

F\u00fcr uns stehen vor allem Erfahrung, Netzwerk und Vertriebs-Know-how im Vordergrund. Wir haben LifeSaveAir von der ersten Idee \u00fcber die technische Entwicklung bis hin zum zugelassenen Medizinprodukt aufgebaut. F\u00fcr die n\u00e4chste Phase brauchen wir vor allem Unterst\u00fctzung dabei, das Produkt breiter in den Markt zu bringen.<\/p>\n\n\n\n

Dazu geh\u00f6ren der Aufbau weiterer Vertriebswege, der Zugang zum Handel und zu institutionellen Kunden sowie die strategische Weiterentwicklung der Marke. Langfristig m\u00f6chten wir LifeSaveAir au\u00dferdem international etablieren. Ein L\u00f6we, der diesen Weg mit Erfahrung, Kontakten und einem starken Team begleitet, w\u00e4re f\u00fcr uns daher besonders wertvoll.<\/p>\n\n\n\n

Welche n\u00e4chsten Schritte sind nach eurem Auftritt bei Die H\u00f6hle der L\u00f6wen geplant und gibt es konkrete Pl\u00e4ne f\u00fcr Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen?<\/h3>\n\n\n\n

Unser Fokus liegt zun\u00e4chst darauf, LifeSaveAir in Deutschland weiter bekannt zu machen und unser H\u00e4ndler- und Vertriebsnetzwerk auszubauen. Gleichzeitig schaffen wir die Voraussetzungen daf\u00fcr, das Produkt k\u00fcnftig auch in weiteren L\u00e4ndern anbieten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n

Neben unserem Home-Kit f\u00fcr private Haushalte bieten wir LifeSaveAir auch in einer Variante im Kunststoffkoffer mit Wandhalterung an, die insbesondere f\u00fcr Einrichtungen und gewerbliche Einsatzorte interessant ist. Perspektivisch denken wir au\u00dferdem \u00fcber weitere Varianten nach, beispielsweise eine kompakte L\u00f6sung f\u00fcr Reisen und unterwegs.<\/p>\n\n\n\n

Unsere langfristige Vision ist, dass LifeSaveAir irgendwann in m\u00f6glichst vielen Haushalten zu finden ist und auch dort verf\u00fcgbar wird, wo heute bereits Erste-Hilfe-K\u00e4sten oder Defibrillatoren h\u00e4ngen.<\/p>\n\n\n\n

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf eurem bisherigen Gr\u00fcnderweg als besonders wertvoll erwiesen?<\/h3>\n\n\n\n

Eine unserer wichtigsten Erfahrungen ist, dass eine gute Idee allein nicht ausreicht. Gerade im Bereich der Medizintechnik braucht es enorm viel Geduld, Durchhalteverm\u00f6gen und die richtigen Experten an der Seite. Von den ersten Modellen bis zum marktreifen Produkt war es ein langer Weg mit vielen technischen, regulatorischen und finanziellen Herausforderungen.<\/p>\n\n\n\n

Besonders wertvoll war f\u00fcr uns deshalb der Aufbau eines guten Netzwerks aus Fachleuten und Partnern. Gleichzeitig haben wir gelernt, dass man sich von R\u00fcckschl\u00e4gen nicht zu schnell entmutigen lassen darf. Wenn man wirklich von einer Idee \u00fcberzeugt ist, muss man bereit sein, \u00fcber einen langen Zeitraum konsequent daran zu arbeiten.<\/p>\n\n\n\n

Welche Ratschl\u00e4ge lassen sich aus diesen Erfahrungen leiten, die f\u00fcr andere Gr\u00fcnderinnen und Gr\u00fcnder hilfreich sein k\u00f6nnten?<\/h3>\n\n\n\n

Man sollte seine Idee m\u00f6glichst fr\u00fch kritisch pr\u00fcfen und sich Menschen ins Team oder Netzwerk holen, die Kompetenzen mitbringen, die einem selbst fehlen. Gleichzeitig sollte man den finanziellen und zeitlichen Aufwand realistisch einsch\u00e4tzen.<\/p>\n\n\n\n

Unser wichtigster Rat w\u00e4re aber: nicht zu fr\u00fch aufgeben. Auf unserem Weg gab es immer wieder Situationen, in denen es einfacher gewesen w\u00e4re, das Projekt zu beenden. Gerade bei einem Medizinprodukt k\u00f6nnen Entwicklung, regulatorische Anforderungen und Finanzierung sehr herausfordernd sein. Wenn man jedoch an den Nutzen seiner Idee glaubt und bereit ist, kontinuierlich dazuzulernen, lohnt es sich, dranzubleiben.<\/p>\n\n\n\n

Welches spezifische Problem l\u00f6st eure Technologie oder Software f\u00fcr eure Firmenkunden und wie messbar ist dieser Vorteil?<\/h3>\n\n\n\n

F\u00fcr unsere Firmen- und institutionellen Kunden bietet LifeSaveAir eine zus\u00e4tzliche M\u00f6glichkeit, sich auf Erstickungsnotf\u00e4lle vorzubereiten. Das betrifft beispielsweise Kindertagesst\u00e4tten, Schulen, Pflegeeinrichtungen, Gastronomiebetriebe, Unternehmen oder andere \u00f6ffentlich zug\u00e4ngliche Orte.<\/p>\n\n\n\n

Der konkrete Vorteil liegt darin, dass LifeSaveAir als zus\u00e4tzliches Hilfsmittel zur Verf\u00fcgung steht, wenn die \u00fcblichen Ma\u00dfnahmen bei einem Erstickungsnotfall nicht zum Erfolg f\u00fchren. Durch unser patentiertes Zwei-Ventilsystem wird der Saugdruck auf einen definierten Bereich begrenzt und die Leistung bleibt unabh\u00e4ngig von der Masken- beziehungsweise Patientengr\u00f6\u00dfe konstant. F\u00fcr Einrichtungen bedeutet das, ihre bestehende Notfallausstattung um eine weitere Handlungsm\u00f6glichkeit erg\u00e4nzen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n

Wie sieht eure Strategie aus, um B2B-Kunden zu gewinnen, und welche Rolle spielt der Auftritt bei Die H\u00f6hle der L\u00f6wen f\u00fcr eure B2B-Markenbekanntheit?<\/h3>\n\n\n\n

Neben unserem Direktvertrieb bauen wir derzeit gezielt ein H\u00e4ndler- und Vertriebsnetzwerk auf. Im B2B-Bereich sehen wir gro\u00dfes Potenzial, weil Erstickungsnotf\u00e4lle \u00fcberall dort auftreten k\u00f6nnen, wo viele Menschen zusammenkommen \u2013 beispielsweise in Kindertagesst\u00e4tten, Schulen, Pflegeeinrichtungen, Gastronomiebetrieben, Unternehmen oder \u00f6ffentlichen Einrichtungen.<\/p>\n\n\n\n

Von unserem Auftritt bei Die H\u00f6hle der L\u00f6wen erhoffen wir uns nat\u00fcrlich eine deutlich gr\u00f6\u00dfere Bekanntheit. F\u00fcr ein erkl\u00e4rungsbed\u00fcrftiges Produkt wie LifeSaveAir ist Vertrauen besonders wichtig. Die M\u00f6glichkeit, das Produkt, seine Funktionsweise und vor allem die pers\u00f6nliche Geschichte dahinter einem gro\u00dfen Publikum vorzustellen, kann uns dabei helfen, sowohl bei Privatkunden als auch bei Unternehmen und Einrichtungen bekannter zu werden.<\/p>\n\n\n\n

Was unterscheidet LifeSaveAir im Supermarktregal oder im Online-Shop optisch und inhaltlich von der Konkurrenz?<\/h3>\n\n\n\n

LifeSaveAir ist kein klassisches Konsumprodukt, bei dem es ausschlie\u00dflich um die Optik im Regal geht. Entscheidend sind f\u00fcr uns die technische Konstruktion, die einfache Anwendung und die Qualit\u00e4t des Produkts.<\/p>\n\n\n\n

Eine wesentliche Besonderheit ist unser patentiertes Zwei-Ventilsystem mit Druckbegrenzung. Der Saugdruck wird dadurch auf einen definierten Bereich begrenzt und die Leistung bleibt unabh\u00e4ngig von der Masken- beziehungsweise Patientengr\u00f6\u00dfe konstant. Dar\u00fcber hinaus ist LifeSaveAir ein registriertes Medizinprodukt der Klasse I, patentiert und Made in Germany.<\/p>\n\n\n\n

Wie bereitet ihr eure Lieferkette und euren Online-Shop auf den enormen Nachfrage-Ansturm am Abend der Ausstrahlung von Die H\u00f6hle der L\u00f6wen vor?<\/h3>\n\n\n\n

Nat\u00fcrlich hoffen wir, dass durch die Ausstrahlung viele Menschen erstmals auf LifeSaveAir aufmerksam werden. Deshalb bereiten wir uns intensiv auf den Abend und die Zeit danach vor.<\/p>\n\n\n\n

Wir haben unsere Produktion entsprechend hochgefahren und unseren Lagerbestand deutlich aufgestockt, damit wir auf eine erh\u00f6hte Nachfrage vorbereitet sind und Bestellungen m\u00f6glichst schnell ausliefern k\u00f6nnen. Auch unseren Online-Shop und die internen Abl\u00e4ufe bereiten wir entsprechend vor. Wie gro\u00df die tats\u00e4chliche Resonanz nach der Ausstrahlung sein wird, k\u00f6nnen wir nat\u00fcrlich nicht vorhersehen, aber wir m\u00f6chten bestm\u00f6glich darauf vorbereitet sein.<\/p>\n\n\n\n

Sehen Sie \u00a0LifeSaveAir am 26. Oktober 2026 in der H\u00f6hle der L\u00f6wen<\/a><\/p>\n\n\n\n

Bild L\u00f6we Ralf D\u00fcmmel mit den Gr\u00fcndern Jusef Chehade<\/a> Nabil Chehade, Aiman Chehade<\/a> und (v.li.) Foto: RTL<\/p>\n\n\n\n

Wir bedanken uns bei\u00a0den Gr\u00fcndern f\u00fcr das Interview<\/p>\n\n\n\n

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.<\/p>\n\n\n\n