{"id":128200,"date":"2026-10-20T17:08:53","date_gmt":"2026-10-20T15:08:53","guid":{"rendered":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/?p=128200"},"modified":"2026-10-20T17:08:54","modified_gmt":"2026-10-20T15:08:54","slug":"inhalplus-fruehgeborenen-nbank-capital","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/inhalplus-fruehgeborenen-nbank-capital\/","title":{"rendered":"Inhalation bei Fr\u00fchgeborenen: Fraunhofer-Ausgr\u00fcndung InhalPlus sichert sich 500.000 Euro"},"content":{"rendered":"\n

Damit Medikamente bei Fr\u00fchgeborenen ankommen: NBank Capital investiert 500.000 Euro in InhalPlus<\/h2>\n\n\n\n

Fraunhofer-Ausgr\u00fcndung aus Hannover gewinnt ihren ersten Investor<\/p>\n\n\n\n

Bei Fr\u00fchgeborenen, die beim Atmen unterst\u00fctzt werden, erreicht ein inhaliertes Medikament oft nur zu einem kleinen Teil die Lunge. Das Hannoveraner Start-up InhalPlus hat ein System entwickelt, das genau das \u00e4ndern soll, und gewinnt daf\u00fcr seinen ersten externen Investor: Die NBank Capital, Beteiligungsgesellschaft der landeseigenen F\u00f6rderbank NBank, beteiligt sich mit 500.000 Euro an der InhalPlus GmbH. Die Vereinbarung wurde am 16. Oktober 2026 in Hannover notariell beurkundet. InhalPlus ist im August 2026 aus dem Fraunhofer-Institut f\u00fcr Toxikologie und Experimentelle Medizin ITEM hervorgegangen.<\/p>\n\n\n\n

Medikamente erreichen die Lunge bisher kaum<\/h3>\n\n\n\n

Viele Fr\u00fchgeborene werden auf der Intensivstation beim Atmen unterst\u00fctzt: \u00dcber kleine Nasenst\u00fccke h\u00e4lt ein leichter \u00dcberdruck ihre Atemwege offen (CPAP). In Deutschland, \u00d6sterreich und der Schweiz betrifft das jedes Jahr rund 37.000 Kinder, viele von ihnen entwickeln Lungenprobleme. Ein inhaliertes Medikament muss dabei den Weg durch den Beatmungskreislauf nehmen: Das Aerosol verd\u00fcnnt sich im Atemgas, lagert sich in den Schl\u00e4uchen ab oder geht \u00fcber Leckagen verloren.<\/p>\n\n\n\n

Das InhalPlus Bypass-System setzt hier an. Es zweigt einen kleinen Teilstrom aus dem Beatmungskreislauf ab, reichert ihn au\u00dferhalb des Hauptgasstroms mit dem Medikament an und gibt ihn direkt an der Nase des Kindes ab. Die Atemunterst\u00fctzung l\u00e4uft dabei ohne Unterbrechung weiter. In Laboruntersuchungen mit einem Fr\u00fchgeborenen-Atemsimulator erreichte das System eine bis zu achtfach h\u00f6here inhalierte Dosis als das klinische Standardsystem.<\/p>\n\n\n\n

Vom Prototyp zum Produkt<\/h3>\n\n\n\n

Das Kapital erm\u00f6glicht es InhalPlus, seinen klinischen Prototyp zu einem serienf\u00e4higen Produkt weiterzuentwickeln, die regulatorischen Unterlagen f\u00fcr die sp\u00e4tere Zertifizierung als Medizinprodukt zu erarbeiten und das Team auszubauen. Zugleich dient es als Eigenanteil f\u00fcr \u00f6ffentliche F\u00f6rderprogramme.<\/p>\n\n\n\n

F\u00fcr Anfang 2027 ist der Start der ersten klinischen Studie geplant, eine sogenannte Proof-of-Concept-Studie: An neonatologischen Zentren soll das System dann erstmals bei Fr\u00fchgeborenen eingesetzt werden. Gef\u00f6rdert wird die Studie vom IBT Lower Saxony, dem Institute for Biomedical Translation von Niedersachsen.next, aus dem Programm \u201ezukunft.niedersachsen\u201c des Landes Niedersachsen und der VolkswagenStiftung.<\/p>\n\n\n\n

Auf den Markt kommen soll das System ab 2029, zun\u00e4chst in ausgew\u00e4hlten Kliniken in Deutschland, \u00d6sterreich und der Schweiz.<\/p>\n\n\n\n

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\u201eHier trifft ein klarer medizinischer Bedarf auf eine Technologie, die in Niedersachsen \u00fcber viele Jahre entwickelt wurde. Genau solche Gr\u00fcndungen wollen wir fr\u00fch begleiten\u201c, sagt Susanne Hauck, Beteiligungsmanagerin der NBank Capital.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n

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\u201eEin Fr\u00fchgeborenes atmet mit jedem Atemzug nur wenige Milliliter ein. Bisher geht oft der gr\u00f6\u00dfte Teil eines inhalierten Medikaments auf dem Weg in die Lunge verloren\u201c, sagt Dr. Felix Carl Wiegandt, Mitgr\u00fcnder und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von InhalPlus. \u201eUnser System ist darauf ausgelegt, dass das Medikament auch bei den kleinsten Patientinnen und Patienten dort ankommt, wo es wirken soll: in der Lunge. Mit NBank Capital haben wir einen Partner an unserer Seite, der wei\u00df, dass Medizintechnik einen langen Atem braucht.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n

InhalPlus wurde von Dr. Felix Carl Wiegandt<\/a> (CEO), Dr. Gerhard Pohlmann (CSO) und Dr. Dirk Sch\u00e4fer (CFO) gegr\u00fcndet und nutzt Patente der Fraunhofer-Gesellschaft in exklusiver Lizenz.<\/p>\n\n\n\n

Langfristig sieht das Unternehmen auch in der Atemtherapie bei Erwachsenen ein Anwendungsfeld. Die 500.000 Euro bilden die Pre-Seed-Runde von InhalPlus, die n\u00e4chste Finanzierungsrunde ist f\u00fcr 2027 geplant.<\/p>\n\n\n\n

Bild Beim Notartermin am 16. Oktober 2026 in Hannover (v. l. n. r.): Dr. Dirk Sch\u00e4fer (CFO, InhalPlus), Ralf Borchers (Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer, NBank Capital), Susanne Hauck (Beteiligungsmanagerin, NBank Capital), Dr. Felix Carl Wiegandt (Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer, InhalPlus) und Dr. Gerhard Pohlmann (CSO, InhalPlus) mit Prototypen des InhalPlus Bypass-Systems. Foto: Ralf Borchers<\/p>\n\n\n\n

Quelle InhalPlus GmbH<\/p>\n\n\n\n