{"id":128207,"date":"2026-10-22T07:46:31","date_gmt":"2026-10-22T05:46:31","guid":{"rendered":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/?p=128207"},"modified":"2026-10-22T07:46:32","modified_gmt":"2026-10-22T05:46:32","slug":"unternehmen-arveum-ki-recruiting","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/unternehmen-arveum-ki-recruiting\/","title":{"rendered":"Transparenz im Recruiting: Wie das M\u00fcnchner KI-Startup Arveum Betriebe und Talente verbindet"},"content":{"rendered":"\n
M\u00fcnchen, 22.10.2026 \u2013 Das Start-up Arveum Intelligence bringt seine KI-Recruiterin Tilda f\u00fcr Unternehmen auf den Markt und stellt ihr mit dem KI-Coach Theo ein Pendant f\u00fcr Talente zur Seite. Gemeinsam sollen die beiden KI-gest\u00fctzte Entscheidungen im Recruiting nachvollziehbar machen. Langfristig will Arveum Unternehmen und Talente auf einer gemeinsamen Plattform zusammenbringen. Die Gr\u00fcnder Philipp Montgelas und Albrecht Senden haben bereits in leitenden Positionen zweiseitige digitale Plattformen aufgebaut und skaliert, darunter lastminute.com, Readly, Tipico oder gutefrage.net.<\/p>\n\n\n\n
Unternehmen erhalten heute fast doppelt so viele Bewerbungen pro Neueinstellung wie vor vier Jahren, halten aber fast drei von vier f\u00fcr ungeeignet (IAB-Stellenerhebung). Bewerbende wiederum warten oft vergeblich: Knapp zwei Drittel haben im vergangenen Jahr auf mindestens eine Bewerbung gar keine Antwort bekommen (Indeed\/Appinio). F\u00fcr die Gr\u00fcnder liegt das Problem deshalb nicht allein in der Masse der Bewerbungen, sondern darin, wie unter diesem Druck entschieden wird und wie wenig davon f\u00fcr die andere Seite nachvollziehbar ist.<\/p>\n\n\n\n
Arveum setzt an beiden Enden an. Bei Unternehmen mit hohem Bewerbungsaufkommen \u00fcbernimmt die KI-Recruiterin Tilda die Erstauswahl. Sie erstellt die Stellenausschreibung, pr\u00fcft Lebensl\u00e4ufe auf Anforderungen, F\u00e4higkeiten und L\u00fccken, ordnet die Rolle ins passende Job-Level ein und f\u00fchrt das erste Interview. Am Ende erhalten Personalabteilung und Fachbereich ein \u00fcbersichtliches Dossier mit Fit-Score und individuellen Fragen f\u00fcr das pers\u00f6nliche Gespr\u00e4ch. Dabei legt Tilda offen, wie sie zu ihrer Einsch\u00e4tzung kommt \u2013 bis hin zu den einzelnen Antworten aus dem Interview. Die Entscheidung bleibt beim Menschen.<\/p>\n\n\n\n
F\u00fcr Talente entwickelt Arveum die App Theo, die sich derzeit in der Testphase befindet. Die App soll Bewerber:innen kostenlos dabei unterst\u00fctzen, ihre Bewerbungsunterlagen zu optimieren, sich auf Vorstellungsgespr\u00e4che vorzubereiten und ihre F\u00e4higkeiten zu verifizieren. Theo ist als langfristiger Begleiter gedacht \u2013 nicht nur bis zum n\u00e4chsten Job, sondern durch die ganze Karriere.<\/p>\n\n\n\n
Das Ziel ist die Verbindung beider Seiten. Wer bei Tilda f\u00fcr eine Stelle nicht zum Zug kommt, soll \u00fcber Theo im Spiel bleiben und wieder sichtbar werden, wenn die passende Stelle frei wird. Unternehmen sollen auf Talente zur\u00fcckgreifen k\u00f6nnen, die sie bereits kennen, statt bei jeder Stelle von vorn zu beginnen.<\/p>\n\n\n\n
\u201eWo immer wir bisher zwei Seiten zusammengebracht haben, hing am Ende alles daran, dass beide Seiten verstehen, woran sie sind. Im Recruiting ist das die Ausnahme: Unternehmen entscheiden unter hohem Zeitdruck und Bewerbende erfahren selten, warum es nicht geklappt hat. Wir wollen beiden eine belastbare Grundlage geben: Unternehmen f\u00fcr ihre Entscheidung, Bewerbenden f\u00fcr ihren n\u00e4chsten Schritt\u201c, sagt Philipp Montgelas, Gr\u00fcnder und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Arveum.<\/p>\n\n\n\n
Mit KI versch\u00e4rft sich das Problem. In einer Umfrage von softgarden unter knapp 7.000 Bewerbenden bef\u00fcrchten mehr als vier von f\u00fcnf Fehlentscheidungen durch KI im Recruiting. KI-Systeme zur Auswahl von Bewerbenden gelten nach dem EU AI Act in der Regel als Hochrisiko-Anwendungen.<\/p>\n\n\n\n
\u201eKI wird Personalentscheidungen pr\u00e4gen, ob wir wollen oder nicht. Die Frage ist, ob sich diese Entscheidungen nachvollziehen lassen\u201c, erg\u00e4nzt Albrecht Senden, Gr\u00fcnder und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Arveum. \u201eEin weiteres Tool oder ein simpler Score ohne Begr\u00fcndung hilft keinem Unternehmen weiter.\u201c<\/p>\n\n\n\n
Arveum setzt auf ein Hybridmodell: Abonnements f\u00fcr Tilda, k\u00fcnftig erg\u00e4nzt um Vermittlungsprovisionen \u00fcber Theo. Mit der WESTPRESS Agency Group hat Arveum einen erfahrenen Partner gewonnen, der Tilda bereits kurzfristig in verschiedenen Recruiting-Projekten und bei einer gro\u00dfen Zahl von Stellenanzeigen zum Einsatz bringen will. Mit weiteren Unternehmen f\u00fchrt Arveum fortgeschrittene Gespr\u00e4che.<\/p>\n\n\n\n
Bild Philipp Montgelas<\/a> und Albrecht Senden<\/a> Bildcredits Arveum<\/p>\n\n\n\n Quelle Ardisson\u00a0&\u00a0Sass GbR<\/p>\n\n\n\n