{"id":128254,"date":"2026-10-22T10:18:22","date_gmt":"2026-10-22T08:18:22","guid":{"rendered":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/?p=128254"},"modified":"2026-10-22T10:18:23","modified_gmt":"2026-10-22T08:18:23","slug":"allpacka-one-fahrrad-box-die-hoehle-der-loewen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/allpacka-one-fahrrad-box-die-hoehle-der-loewen\/","title":{"rendered":"allpacka One: Klappbare Fahrrad-Lastenbox aus Dresden in Die H\u00f6hle der L\u00f6wen"},"content":{"rendered":"\n

Das Dresdner Startup allpacka wird am 26. Oktober 2026 mit seiner klappbaren Transportbox allpacka One in der H\u00f6hle der L\u00f6wen pitchen und zeigen, wie sich zus\u00e4tzlicher Stauraum am Fahrrad schaffen l\u00e4sst.<\/h2>\n\n\n\n

Wie ist die Idee zu allpacka entstanden, wer steht hinter dem Startup und welcher Moment hat euch zur Gr\u00fcndung inspiriert?<\/h3>\n\n\n\n

Die Idee zur allpacka One entstand 2020 nach einem Einkauf auf dem Heimweg von der Universit\u00e4t. Mein Rucksack war voll, die Fahrradtasche lag zu Hause, und mir fehlte Platz auf dem Rad. Gemeinsam mit meiner damaligen Mitbewohnerin Daniela Wei\u00df entwickelte ich auf der Terrasse unserer Dresdner WG die ersten Prototypen aus Sperrholz und Lkw-Plane. Sp\u00e4ter klappte ich morgens mein Bett hoch, damit wir in meinem WG-Zimmer an der Box weiterarbeiten konnten. Aus dem eigenen Alltagsproblem wurde mit Unterst\u00fctzung durch F\u00f6rderprogramme und dem Einstieg von Jonathan Vincentz schlie\u00dflich ein Unternehmen: 2024 gr\u00fcndeten wir die ALLPACKA GmbH. Heute geh\u00f6ren zum Gr\u00fcnderteam Daniela Wei\u00df als Maschinenbauingenieurin, Jonathan Vincentz mit seinem betriebswirtschaftlichen Hintergrund und ich, Lukas Ludwig, ebenfalls Ingenieur.<\/p>\n\n\n\n

In welcher Branche seid ihr t\u00e4tig und was zeichnet das Gesch\u00e4ftsmodell eures Startups aus?<\/h3>\n\n\n\n

Wir entwickeln und verkaufen Transportl\u00f6sungen f\u00fcr Fahrr\u00e4der und sind damit im Markt f\u00fcr Fahrradzubeh\u00f6r t\u00e4tig. Unser erstes Produkt ist die allpacka One, eine klappbare Lastenbox f\u00fcr den Gep\u00e4cktr\u00e4ger. Wir verkaufen sie bislang direkt \u00fcber unseren eigenen Onlineshop und erhalten dadurch auch unmittelbar R\u00fcckmeldungen aus dem Alltag unserer Kundinnen und Kunden. Die Kunststoffteile werden in Deutschland gefertigt, montiert und versendet. Perspektivisch m\u00f6chten wir zus\u00e4tzlich mit Fahrradfachh\u00e4ndlern zusammenarbeiten, damit Interessierte die Box vor dem Kauf ausprobieren k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n

Welches konkrete Problem l\u00f6st die allpacka One und welche Marktl\u00fccke habt ihr damit geschlossen?<\/h3>\n\n\n\n

Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, braucht oft spontan mehr Stauraum, etwa f\u00fcr einen Einkauf, ein Paket oder die Sporttasche. Fahrradtaschen sind dann nicht immer dabei, und eine dauerhaft gro\u00dfe Box braucht auch dann Platz, wenn sie leer ist. Die allpacka One bleibt fest am Gep\u00e4cktr\u00e4ger und l\u00e4sst sich bei Bedarf in etwa einer Sekunde aufklappen. Dann bietet sie 30 Liter Volumen und bis zu 20 Kilogramm Zuladung, wobei die zul\u00e4ssige Belastung des Gep\u00e4cktr\u00e4gers zu beachten ist. Zusammengeklappt wird auch ihre Grundfl\u00e4che schmaler. So schaffen wir zus\u00e4tzlichen Transportplatz am vorhandenen Fahrrad, ohne dass daf\u00fcr ein weiteres Fahrzeug oder ein Anh\u00e4nger n\u00f6tig ist.<\/p>\n\n\n\n

Warum habt ihr euch f\u00fcr die Teilnahme an Die H\u00f6hle der L\u00f6wen entschieden und welche Aspekte standen dabei im Vordergrund?<\/h3>\n\n\n\n

Unser Produkt l\u00e4sst sich mit einem Handgriff vorf\u00fchren und ist deshalb gut f\u00fcr das Format geeignet. Wir m\u00f6chten Menschen erreichen, die im Alltag h\u00e4ufiger mit dem Fahrrad transportieren wollen, unsere L\u00f6sung aber noch nicht kennen. Gleichzeitig haben wir uns von der Teilnahme einen Partner erhofft, der Erfahrung im Aufbau einer Marke und im Onlinevertrieb mitbringt. Tats\u00e4chlich war die Sendung zun\u00e4chst auf uns zugekommen. Damals haben wir abgesagt, weil wir zur Ausstrahlung lieferf\u00e4hig sein wollten. Ein Jahr sp\u00e4ter haben wir den Bewerbungsprozess dann durchlaufen.<\/p>\n\n\n\n

Wer war von Anfang an euer absoluter Wunschl\u00f6we bei Die H\u00f6hle der L\u00f6wen und warum passt dieser Investor perfekt zu eurer Vision?<\/h3>\n\n\n\n

Wir hatten tats\u00e4chlich zwei Wunschl\u00f6wen: Johannes Kliesch und Janna Ensthaler. Johannes hat mit Snocks viel Erfahrung im E-Commerce gesammelt, was gut zu unserem bisherigen Vertrieb \u00fcber den eigenen Onlineshop passt. Bei Janna stand f\u00fcr uns vor allem der Markenaufbau im Vordergrund. Die allpacka One hat durch ihren Klappmechanismus einen hohen Wiedererkennungswert, und wir m\u00f6chten daraus eine bekannte Marke f\u00fcr den Transport mit dem Fahrrad entwickeln.<\/p>\n\n\n\n

Welche Form der Unterst\u00fctzung durch die Investoren bei Die H\u00f6hle der L\u00f6wen erhofft ihr euch neben dem Kapital am meisten?<\/h3>\n\n\n\n

Besonders wertvoll w\u00e4ren f\u00fcr uns praktische Erfahrung beim Ausbau des Onlinevertriebs und beim Markenaufbau. Wir m\u00f6chten lernen, wie wir mehr passende Kundinnen und Kunden erreichen und das Wachstum organisatorisch bew\u00e4ltigen. Dazu kommen Kontakte zu m\u00f6glichen Handelspartnern und ein Netzwerk, das uns beim Einstieg in neue M\u00e4rkte helfen kann. Wir haben uns deshalb einen Investor gew\u00fcnscht, der sich mit seinem Wissen und seinen Kontakten einbringt und mit dem wir die n\u00e4chsten Schritte gemeinsam angehen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n

Welche n\u00e4chsten Schritte plant ihr mit allpacka One nach dem Auftritt bei Die H\u00f6hle der L\u00f6wen und gibt es konkrete Pl\u00e4ne f\u00fcr Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen?<\/h3>\n\n\n\n

Die Serienfertigung l\u00e4uft, und inzwischen haben wir \u00fcber 1.000 Boxen versendet. Zun\u00e4chst konzentrieren wir uns darauf, die offenen Vorbestellungen auszuliefern und unsere Abl\u00e4ufe in Montage und Versand weiter zu verbessern. Wir m\u00f6chten die allpacka One Schritt f\u00fcr Schritt bekannter machen und unseren Vertrieb weiterentwickeln. Auch der Versand nach \u00d6sterreich und in die Schweiz soll bald hinzukommen. An weiteren Ideen rund um den Transport mit dem Fahrrad arbeiten wir ebenfalls. Konkrete Neuigkeiten dazu m\u00f6chten wir zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt vorstellen.<\/p>\n\n\n\n

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf eurem bisherigen Gr\u00fcnderweg als besonders wertvoll erwiesen?<\/h3>\n\n\n\n

Besonders wichtig war f\u00fcr uns, fr\u00fch herauszufinden, ob Menschen die Box tats\u00e4chlich kaufen w\u00fcrden. Bei unserer Kickstarter-Kampagne im September 2024 waren die ersten 30.000 Euro nach einer Stunde erreicht; nach vier Wochen kamen rund 150.000 Euro zusammen. Das hat uns viel Vertrauen in die Nachfrage gegeben. Gleichzeitig haben wir gelernt, wie viel Zeit der Weg von einem funktionierenden Prototyp zur Serienfertigung eines Kunststoffprodukts braucht. Im Laufe der Entwicklung entstanden 24 Prototypen, die auf mehr als 5.000 Kilometern getestet wurden. Als sich die Auslieferung verz\u00f6gerte, haben wir unsere Unterst\u00fctzerinnen und Unterst\u00fctzer regelm\u00e4\u00dfig informiert. Ihre Geduld hat uns gezeigt, wie wichtig eine offene Kommunikation gerade dann ist, wenn etwas l\u00e4nger dauert als geplant.<\/p>\n\n\n\n

Welche Ratschl\u00e4ge lassen sich aus diesen Erfahrungen leiten, die f\u00fcr andere Gr\u00fcnderinnen und Gr\u00fcnder hilfreich sein k\u00f6nnten?<\/h3>\n\n\n\n

Baut m\u00f6glichst fr\u00fch einen einfachen Prototyp und lasst ihn von Menschen im Alltag ausprobieren. Pr\u00fcft auch, ob aus Interesse eine echte Kaufentscheidung wird; f\u00fcr uns war das Crowdfunding daf\u00fcr ein wichtiger Schritt. Bei einem physischen Produkt w\u00fcrde ich f\u00fcr Werkzeuge, Tests und die Vorbereitung der Serienfertigung deutlich mehr Zeit einplanen, als man anfangs f\u00fcr n\u00f6tig h\u00e4lt. Und wenn sich Termine verschieben, sprecht offen dar\u00fcber und haltet eure Kundinnen und Kunden auf dem Laufenden. Ein weiterer Vorteil war f\u00fcr uns, dass wir technische und kaufm\u00e4nnische Kompetenzen im Gr\u00fcnderteam zusammengebracht haben.<\/p>\n\n\n\n

Was unterscheidet die allpacka One optisch und funktional von klassischen Fahrradboxen und anderen Transportl\u00f6sungen?<\/h3>\n\n\n\n

Der Unterschied wird besonders beim Zusammenklappen sichtbar: Bei der allpacka One wird auch die Grundfl\u00e4che schmaler. Viele klassische Klappboxen behalten dagegen ihre breite Bodenplatte. Im Onlineshop zeigen wir die Funktion deshalb in Videos, damit man den Wechsel zwischen der schmalen Form und der ge\u00f6ffneten Lastenbox direkt sieht. F\u00fcr uns geh\u00f6rt dazu eine Konstruktion, die sich intuitiv bedienen l\u00e4sst und lange h\u00e4lt. Wir setzen unter anderem auf UV-stabilen Kunststoff und Edelstahlteile; der Faltmechanismus ist in Deutschland patentiert. So verbinden wir den zus\u00e4tzlichen Stauraum mit einer Form, die auch beim Abstellen des Fahrrads wenig Platz beansprucht.<\/p>\n\n\n\n

Wie bereitet ihr eure Lieferkette und euren Online-Shop auf den erwarteten Nachfrageansturm am Abend der Ausstrahlung von Die H\u00f6hle der L\u00f6wen vor?<\/h3>\n\n\n\n

Wir haben unseren Onlineshop getestet und \u00fcberarbeitet, um auf die zus\u00e4tzliche Aufmerksamkeit durch die Sendung vorbereitet zu sein. F\u00fcr Fragen zu unserem Produkt und zu Bestellungen sind wir per E-Mail und Telefon erreichbar. Die Serienfertigung l\u00e4uft bereits; in Dresden montieren und versenden wir die Boxen. Zus\u00e4tzlich haben wir einen Puffer an Teilen bestellt, damit wir auch weitere Bestellungen bedienen k\u00f6nnen. Aktuell arbeiten wir die bestehenden Vorbestellungen ab. Die Auslieferung neuer Bestellungen beginnt ab dem 12. November.<\/p>\n\n\n\n

Sehen Sie allpacka one am 26. Oktober 2026 in der H\u00f6hle der L\u00f6wen<\/a>
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Bild Lukas Ludwig und Jonathan Vincentz<\/a> (v.li.), Gr\u00fcnder von allpacka One Foto: RTL<\/p>\n\n\n\n

Wir bedanken uns bei den Gr\u00fcndern f\u00fcr das Interview<\/p>\n\n\n\n

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.<\/p>\n\n\n\n