{"id":66682,"date":"2020-03-27T08:54:13","date_gmt":"2020-03-27T07:54:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.startupvalley.news\/de\/?p=66682"},"modified":"2026-06-13T13:04:14","modified_gmt":"2026-06-13T11:04:14","slug":"payhawk-spesen-digital-echtzeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/payhawk-spesen-digital-echtzeit\/","title":{"rendered":"Wettbewerber genau beobachten und die eigenen St\u00e4rken kennen"},"content":{"rendered":"\n
Ich bin Thomas Westerhoven und als Country Manager des bulgarischen FinTech-Start-ups Payhawk f\u00fcr das neu er\u00f6ffnete Berlin-Office und den Marktaufbau und -ausbau in Deutschland verantwortlich.<\/p>\n\n\n\n
Mit Payhawk k\u00f6nnen Unternehmen und Agenturen einfach, digital und in Echtzeit ihre Spesen und Kosten managen. Wir wollen die Benefits der Digitalisierung und des digitalen Kostenmanagements in die Buchhaltung bringen \u2013 effizient, papierlos und GoBD-konform. <\/p>\n\n\n\n
Payhawk wurde 2018 gemeinsam von dem Produktmanager Hristo Borisov und dem Entwickler Boyko Karadzhov gegr\u00fcndet. Die beiden verband eine enorme Frustration, immer wieder mussten sie bei ihren vorherigen Arbeitgebern privat Gelder f\u00fcr Ausgaben auf Dienstreisen vorstrecken. Die R\u00fcckerstattung \u2013 stets b\u00fcrokratisch und zeitaufwendig. Gemeinsam entwickelte das Gr\u00fcnder-Duo eine Vision: Gesch\u00e4ftsausgaben im Unternehmen effizient, papierlos und gesetzeskonform zu verwalten, ohne dass ein Wechsel der bisherigen Bank notwendig ist.<\/p>\n\n\n\n
Als Softwareunternehmen will Payhawk traditionelles Banking mit effizientem Spesen- und Kosten-Management verbinden. Damit wollen wir zur gr\u00f6\u00dften Bank in Europa werden, ohne selbst in den Besitz der Kundenbudgets zu kommen. <\/p>\n\n\n\n
Zun\u00e4chst mussten wir das Produkt validieren und an die rechtlichen Anforderungen anpassen. Bei der Finanzbuchhaltung sind nat\u00fcrlich viele Regulierungen zu beachten, die sich von Land zu Land teilweise erheblich unterscheiden. Dank der neuen EU-Richtlinie d\u00fcrfen unsere Kunden europaweit ihre Belege ab jetzt nur noch in digitalisierter Form aufbewahren \u2013 das ist ein gro\u00dfer Schritt f\u00fcr uns. Wir sind stolz darauf, dass wir ein Produkt geschaffen haben, das unseren Kunden in ganz Europa dadurch einen echten Mehrwert bietet. <\/p>\n\n\n\n
Kurz nach der Gr\u00fcndung von Payhawk verf\u00fcgten wir \u00fcber ein Startkapital von 500.000 Euro. Mit der k\u00fcrzlich abgeschlossenen Seed-Finanzierung von drei Millionen Euro setzen wir nun auf Wachstum und legen den Fokus auf den deutschen Markt.<\/p>\n\n\n\n
Payhawk ist eine branchen\u00fcbergreifende L\u00f6sung, von der besonders die Unternehmen profitieren, deren Angestellte viele Gesch\u00e4ftsausgaben t\u00e4tigen. Dazu z\u00e4hlen in erster Linie Mitarbeiter, die viel reisen oder Remote arbeiten, aber auch Projektmanager, Anzeigen- oder Office Manager. Bisher wird Payhawk vor allem von Start-ups und mittelst\u00e4ndischen Unternehmen genutzt, wobei die Anwendung aber grunds\u00e4tzlich unabh\u00e4ngig von der Unternehmensgr\u00f6\u00dfe ist. Im Gegenteil sogar, umso gr\u00f6\u00dfer das Unternehmen, desto komplexer ist das Ausgabenmanagement. Gerade hier braucht es eine einfache, \u00fcbersichtliche und digitale L\u00f6sung.<\/p>\n\n\n\n
Mit Payhawk schaffen wir eine Kostenmanagement-L\u00f6sung der n\u00e4chsten Generation. Dabei wird das virtuelle Payhawk-Konto von unseren Kunden mit der jeweiligen Gesch\u00e4ftsbank verbunden. Unternehmen erlangen also ganz ohne einen Wechsel der Bank die direkte Kontrolle \u00fcber Firmenkarten und die finanziellen Ausgaben der Mitarbeiter in Echtzeit. Zus\u00e4tzlich steht bei Payhawk stets das bestm\u00f6gliche Nutzererlebnis im Fokus. Wir verwenden zum Beispiel eine KI-gest\u00fctzte Optical Character Recognition Software (OCR), mit der Daten aus Belegen extrahiert und digitalisiert werden. Ein manueller Buchungsabgleich ist also nicht mehr n\u00f6tig, die Buchf\u00fchrung wird dank Payhawk automatisiert.<\/p>\n\n\n\n
In f\u00fcnf Jahren wollen wir der Marktf\u00fchrer f\u00fcr digitales Ausgabenmanagement und Firmen-Kreditkarten in Europa sein. Auf dem Weg dahin konzentrieren wir uns zun\u00e4chst voll auf den deutschen Markt. Die gro\u00dfe Zahl an klein- und mittelst\u00e4ndischen Unternehmen, die ihr Ausgabenmanagement noch nicht digitalisiert haben, bietet uns hier ein gro\u00dfes Wachstumspotenzial. Wir helfen dem modernen deutschen CFO bei der digitalen Transformation.<\/p>\n\n\n\n
Erstens sollte das eigene Produkt zun\u00e4chst ausf\u00fchrlichst getestet und in Zusammenarbeit mit Kunden validiert werden \u2013 sonst l\u00e4uft man Gefahr, an den Bed\u00fcrfnissen der Zielgruppe vorbeizuentwickeln. Zweitens sollte bei der Auswahl von passenden Investoren auf deren Fachkompetenz geachtet werden, schlie\u00dflich profitieren Start-ups nicht nur von ihrem Kapital, sondern auch von Branchenkenntnis und Know-how. Drittens ist es sowohl f\u00fcr die interne Motivation als auch die Positionierung im Markt unerl\u00e4sslich, die Wettbewerber genau zu beobachten und die eigenen St\u00e4rken zu kennen.<\/p>\n\n\n\n
Wir bedanken uns bei Thomas Westerhoven f\u00fcr das Interview<\/p>\n\n\n\n
Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"
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