{"id":71050,"date":"2020-07-29T09:21:07","date_gmt":"2020-07-29T07:21:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.startupvalley.news\/de\/?p=71050"},"modified":"2026-06-13T12:49:12","modified_gmt":"2026-06-13T10:49:12","slug":"katharina-meise-redaktion-text-pr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/katharina-meise-redaktion-text-pr\/","title":{"rendered":"Ist das, was ihr vorhabt, wirklich euer Herzensprojekt?"},"content":{"rendered":"\n
Ich bin Journalistin und PR-Spezialistin. Nach 20 Jahren in verschiedenen Redaktionen, PR-Agenturen und zuletzt in Diensten eines Industrieunternehmens habe ich mich im Juli selbst\u00e4ndig gemacht. In meinem B\u00fcro f\u00fcr Redaktion, Text und PR biete ich alle Dienstleistungen rund um die Texterstellung und -vermarktung an \u2013 inklusive Kommunikations- und PR-Beratung.<\/p>\n\n\n\n
Katharina Meise: Um eine echte Vereinbarkeit von Familie und Beruf hinzubekommen. Denn ich liebe meinen Beruf und wollte nach der Elternzeit unbedingt wieder damit durchstarten. Ich habe allerdings leider immer wieder die Erfahrung gemacht, dass sich Agenturen und Unternehmen gerne damit schm\u00fccken, familienfreundlich zu sein. Doch bei genauerer Betrachtung ist das oft nur eine h\u00fcbsche Fassade. M\u00fctter, vor allem mit kleineren Kindern, ziehen leider doch immer wieder den K\u00fcrzeren. Einerseits verstehe ich das: F\u00fcr Unternehmen ist es nicht einfach, wenn die H\u00e4lfte der Belegschaft Sonderregeln f\u00fcr sich in Anspruch nehmen und sich die eigenen Arbeitszeiten am liebsten frei aussuchen m\u00f6chte. Irgendwie m\u00fcssen Arbeitgeber schlie\u00dflich auch planen k\u00f6nnen. <\/p>\n\n\n\n
Andererseits vertun Firmen damit aus meiner Sicht wertvolle Chancen: Viele M\u00fctter sind gut qualifizierte, flei\u00dfige und arbeitswillige Mitarbeiter. Sie haben so viel Potenzial, das ungenutzt bleibt \u2013 einfach, weil die Bed\u00fcrfnisse von arbeitst\u00e4tigen M\u00fcttern und Unternehmen oft nicht zusammenzupassen scheinen. Dabei k\u00f6nnte man mit ein wenig Kreativit\u00e4t, Mut und dem Willen, etwas Neues zu probieren, diese Potenziale durchaus absch\u00f6pfen. Zum Nutzen von Mitarbeitern, Unternehmen und Kunden.<\/p>\n\n\n\n
Die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen: Ich habe mir einen Steuerberater gesucht, der sich in meiner Branche auskennt, habe mich \u00fcber Rechtsschutz- und Haftpflichtversicherungen informiert und lange an meiner gesetzlichen und privaten Absicherung get\u00fcftelt. Man findet zu all diesen Themen unglaublich viele Infos, aber die richtigen f\u00fcr sich selbst herauszufiltern und das auszuw\u00e4hlen, was man wirklich braucht, war gar nicht so einfach.<\/p>\n\n\n\n
Na klar! Am Anfang steht immer eine Idee. Ob sie tragf\u00e4hig genug ist, um daraus ein Business zu machen, muss sich zeigen. Aber um das herauszufinden ist anfangen und Erfahrungen sammeln doch wichtig.<\/p>\n\n\n\n
Ich w\u00fcrde sogar sagen, es sind zwei Visionen: Erstens wie eingangs erw\u00e4hnt die Vision, meinem Beruf nachzugehen, ohne dabei meine Familie zu vernachl\u00e4ssigen \u2013 und umgekehrt. Das muss m\u00f6glich sein! Zweitens steckt hinter meiner Unternehmung die Vision, Unternehmenskommunikation und PR besser zu machen. Es gibt zum Gl\u00fcck immer mehr Firmen, auch kleine und oft alteingesessene, die sich \u2013 oftmals durch einen Generationenwechsel in der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung \u2013 dem Thema \u00d6ffentlichkeitsarbeit \u00f6ffnen. Sie merken, dass eine positive Au\u00dfenwirkung dabei hilft, gute Mitarbeiter zu finden, neue Kunden zu gewinnen oder ihre bestehenden Kunden immer wieder aufs Neue zu begeistern. Oft sind gerade diese Unternehmen aber unsicher, wie sie es angehen sollen. Sie haben vielleicht eine Website, die sie selbst getextet haben, betreiben eine Facebook-Seite \u2013 und dann kommt die Ratlosigkeit. Ihnen dabei zu helfen, ihre Ziele zu erreichen und sympathisch und professionell zu kommunizieren, das ist meine Vision.<\/p>\n\n\n\n
Einerseits Agenturen, die redaktionelle oder PR-Unterst\u00fctzung brauchen. Andererseits kleine und mittelst\u00e4ndische Unternehmen, die ihre Unternehmenskommunikation verbessern oder auch neu aufbauen wollen.<\/p>\n\n\n\n
Katharina Meise: Ich denke, das ist die Kombination aus Branchenwissen und der fachlichen Erfahrung in allen Teilbereichen der \u00d6ffentlichkeitsarbeit. Als Journalistin wei\u00df ich, wie Redaktionen arbeiten und was Journalisten brauchen, um ihre Arbeit tun zu k\u00f6nnen. Durch meine Agentur-Erfahrung habe ich ein gutes Netzwerk bei ganz unterschiedlichen Medien aufgebaut und eine ausgepr\u00e4gte Dienstleister-Mentalit\u00e4t entwickelt. Au\u00dferdem bin ich als ehemalige Agentur-Mitarbeiterin gut darin, mich schnell und gr\u00fcndlich in ganz unterschiedliche Themen einzuarbeiten. Durch meine Zeit als PR-Verantwortliche in einem Industrieunternehmen kenne ich schlie\u00dflich auch die Herausforderungen und W\u00fcnsche, die auf Kundenseite oft bestehen \u2013 und ich wei\u00df, wie ich ihnen am besten begegne.<\/p>\n\n\n\n
Ich habe mein Unternehmen w\u00e4hrend Corona gegr\u00fcndet. F\u00fcr mich hat diese Pandemie wie ein Katalysator funktioniert: Mir ist bewusst geworden, wie wichtig f\u00fcr mich Flexibilit\u00e4t in der Gestaltung meiner Arbeitszeit ist. Wie wohl alle Familien waren auch wir pl\u00f6tzlich mit der Tatsache konfrontiert, dass die Kita geschlossen ist und wir die Kinderbetreuung selbst \u00fcbernehmen mussten. In meinem bisherigen Job als Angestellte h\u00e4tte ich diesen Spagat vermutlich nicht hinbekommen. Als Selbst\u00e4ndige konnte ich mir meine Arbeit frei einteilen, konnte selbst entscheiden, wann und wie viel ich arbeite und wann die Familie Vorrang hat. So lange ich die vereinbarten Lieferzeiten f\u00fcr meine Auftraggeber eingehalten habe, nat\u00fcrlich. Mein eigener Chef zu sein, das ist f\u00fcr mich sehr wertvoll. Corona hat mir also dabei geholfen, die Idee von der Selbst\u00e4ndigkeit in die Tat umzusetzen.<\/p>\n\n\n\n
Katharina Meise: So eine Krise wie Corona zwingt uns alle dazu, unser meist rasend schnelles Leben zu verlangsamen. Das gibt uns die M\u00f6glichkeit, \u00fcber vieles nachzudenken und zu hinterfragen, was sonst einfach immer selbstverst\u00e4ndlich war. Das wiederum birgt die Chance, neue Ideen zu entwickeln und andere Perspektiven einzunehmen. Wir sind durch Corona gezwungen, ausgetretene Pfade zu verlassen und Dinge anders anzugehen, auch und gerade in der Arbeitswelt. Ver\u00e4nderungen bedeuten immer die Chance zur Verbesserung \u2013 es kommt oft nur darauf an, was wir daraus machen.<\/p>\n\n\n\n
In f\u00fcnf Jahren m\u00f6chte ich einen festen Platz in der Unternehmenskommunikation meiner Kunden haben und mit ihnen immer wieder neue Aufgaben und Projekte angehen. Und ich habe noch immer genau so viel Freude an meiner Arbeit wie jetzt!<\/p>\n\n\n\n
Erstens: Vernetzt euch! Sucht euch andere Gr\u00fcnderinnen und tauscht euch aus. Es gibt immer Tipps und Tricks, die es wert sind, geteilt zu werden. Die Erfahrungen, die andere gemacht haben, k\u00f6nnen auch euch zugutekommen.<\/p>\n\n\n\n
Zweitens: Macht euch die M\u00fche und schreibt einen gr\u00fcndlichen Businessplan! Es ist zwar eine etwas z\u00e4he Arbeit, vor allem der Zahlenteil und die vielen Berechnungen, die alle Eventualit\u00e4ten abdecken sollen. Aber es lohnt sich! Wenn ihr das geschafft habt, habt ihr einen hervorragenden \u00dcberblick \u00fcber euer Gesch\u00e4ftsmodell und k\u00f6nnt realistisch einsch\u00e4tzen, ob eure Idee tr\u00e4gt oder ob ihr vielleicht noch irgendwo nachbessern m\u00fcsst.<\/p>\n\n\n\n
Drittens: Hinterfragt euch und habt Spa\u00df an dem, was ihr tut! Ist das, was ihr vorhabt, wirklich euer Herzensprojekt? Nur wenn ihr zu 100 Prozent dahinter steht, daf\u00fcr brennt und bereit seid, alles zu geben, habt ihr eine Chance auf Erfolg. Und der macht Spa\u00df!<\/p>\n\n\n\n