{"id":75602,"date":"2021-01-18T08:36:03","date_gmt":"2021-01-18T07:36:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.startupvalley.news\/de\/?p=75602"},"modified":"2026-06-13T12:30:26","modified_gmt":"2026-06-13T10:30:26","slug":"myfooddoctor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/myfooddoctor\/","title":{"rendered":"Auf alles vorbereitet sein und einen k\u00fchlen Kopf bewahren"},"content":{"rendered":"\n
Mitgr\u00fcnder No. 1 bin ich, Dr. Matthias Riedl. Viele kennen mich aus der NDR TV-Sendung \u201eDie Ern\u00e4hrungs-Docs\u201c. Gleichzeitig bin ich \u00c4rztlicher Direktor des medicum Hamburg, Europas gr\u00f6\u00dftem Zentrum f\u00fcr Diabetologie und Ern\u00e4hrungsmedizin. Gemeinsam mit Kirsten Heinze, der kaufm\u00e4nnischen Leitung des medicum, und meinem Sohn Friedrich Riedl, der als Student im Projekt die IT-Administration \u00fcbernimmt, habe ich die myFoodDoctor GmbH gegr\u00fcndet. Ziel der Gr\u00fcndung ist die Entwicklung der ersten, deutschen Ern\u00e4hrungscoaching-App.<\/p>\n\n\n\n
Wir besch\u00e4ftigen zurzeit f\u00fcnf Mitarbeiter, die alle aufgrund von Corona weitestgehend aus dem Homeoffice heraus agieren, \u2013 was gut funktioniert, aber einen hohen Delegationsaufwand bedeutet. Au\u00dferdem arbeiten wir eng mit den Fachkr\u00e4ften des medicum zusammen. Ihnen haben wir Aufbau und Konzept des wissenschaftlichen Teils der App zu verdanken. Zurzeit befinden wir uns in der spannenden Projektendphase, n\u00e4mlich kurz vor der Ver\u00f6ffentlichung von myFoodDoctor in den Play- und App-Stores. <\/p>\n\n\n\n
Als Gr\u00fcnder der medicum Hamburg MVZ GmbH wei\u00df ich, dass jede gute Idee eine Organisationsstruktur, einen \u201esicheren Hafen\u201c braucht. Daher haben wir die myFoodDoctor GmbH ins Leben gerufen, um unsere Ideen gut umzusetzen. Die ern\u00e4hrungstherapeutische Versorgung der Bev\u00f6lkerung ist immer noch sehr schlecht. Es gibt zu wenig spezialisierte Einrichtungen. Wir wollen die Ern\u00e4hrungstherapie \u00fcberall in Deutschland verf\u00fcgbar machen. Was eignet sich da besser, als eine App?! Die Chance ist geradezu historisch und erh\u00e4lt in Pandemiezeiten noch zus\u00e4tzlichen R\u00fcckenwind. <\/p>\n\n\n\n
Deutschland soll mit der myFoodDoctor-App ges\u00fcnder und fitter werden. Jede*r Smartphonebesitzer*in kann mithilfe der App zum Profi der eigenen Ern\u00e4hrung werden und nicht nur erfolgreich abnehmen, sondern Krankheiten wirkungsvoll vorbeugen und sogar heilen. Der Ern\u00e4hrungstherapie findet in der Medizin leider noch zu selten Anerkennung. Und das, obwohl wir im medicum selbst chronische Krankheiten wie Diabetes mit der richtigen Ern\u00e4hrung erfolgreich behandeln und auskurieren konnten. <\/p>\n\n\n\n
Meist werden zu voreilig \u201eharte\u201c Medikamente angeordnet, ohne \u00fcberhaupt ern\u00e4hrungstherapeutische L\u00f6sungen in Betracht zu ziehen. Traurigerweise erf\u00e4hrt der\/die Patient*in oft gar nicht, dass es diese alternativen, lebenserleichternden Therapiem\u00f6glichkeiten \u00fcberhaupt gibt. Und es gibt zu wenig spezialisierte Einrichtungen, an die er\/sie sich wenden k\u00f6nnte. Hier soll die App Abhilfe schaffen und den Patienten eine St\u00fctze sein. <\/p>\n\n\n\n
Die Idee kam uns im Gespr\u00e4ch mit guten Bekannten, die uns damals ermuntert haben, aus meinem Bestseller-20:80-Prinzip eine App zu machen. Wir glauben, dass viele Menschen das enorme Potential dieses Prinzips noch nicht kennen oder erkannt haben. Diese Idee ging uns einfach nicht mehr aus dem Kopf \u2013 wir mussten sie umsetzten. Finanziert haben wir uns aus eigener Tasche.<\/p>\n\n\n\n
Am Anfang stand die gro\u00dfe Frage im Raum: Wie entwickelt man eine solche App \u00fcberhaupt? Was m\u00fcssen wir beachten? Wen sollen wir mit der technischen Umsetzung beauftragen? Doch dann haben wir in der appsfactory einen erfahrenen, kompetenten Partner gefunden.<\/p>\n\n\n\n
Eine der gr\u00f6\u00dften Herausforderungen bestand tats\u00e4chlich darin, die allt\u00e4gliche Praxis unserer Ern\u00e4hrungsberater in der App abzubilden. Hierf\u00fcr mussten die wissenschaftlichen Methoden verst\u00e4ndlich gemacht und innerhalb der App in eine sinnvolle Struktur gebracht werden, damit sie individuell und gezielt helfen k\u00f6nnen. Die letzten zwei Jahre hat sich ein zehnk\u00f6pfiges interdisziplin\u00e4res medicum-Team aus Ern\u00e4hrungsmedizinern, Diabetologen, Psychotherapeuten usw. mit dieser Aufgabe besch\u00e4ftigt.<\/p>\n\n\n\n
Unsere User sind gesundheitsbewusste Frauen und M\u00e4nner im Alter von 35 Jahren und \u00e4lter. Darunter sind viele achtsame, genussvolle Esser, ausgeglichene Familienmenschen, die gern Neues ausprobieren. Entweder sind sie selbst oder Angeh\u00f6rige von \u00dcbergewicht, Diabetes oder Bluthochdruck betroffen oder sie befassen sich in ihrer Freizeit gern mit gesundheitlichen Themen. Obwohl unsere User tendenziell nach Ausgleich und innerer Balance streben, um der schnelllebigen Welt zu entfliehen, suchen sie gleichzeitig nach praktischen und zeitsparenden digitalen L\u00f6sungen f\u00fcr ihre allt\u00e4glichen Themen, wie beispielsweise einer Fitness-Watch. <\/p>\n\n\n\n
Au\u00dferdem wollen wir auch jene mit der App erreichen, die chronisch erkrankt sind, neue Behandlungswege suchen oder erg\u00e4nzend zu ihrer \u00e4rztlichen Behandlung selbst etwas f\u00fcr ihre Gesundheit tun wollen. <\/p>\n\n\n\n
Der Ansatz: Die Methoden der App richten sich nach meinem 20:80-Prinzip. Nach diesem Prinzip arbeiten wir im medicum schon seit einigen Jahren und konnten vielen Menschen dabei helfen, erfolgreich abzunehmen und gesund zu werden bzw. bleiben. Das Prinzip zielt auf die Selbstbestimmung und Einbindung der User ab. Sie selbst entscheiden \u00fcber Tempo und Auswahl der umzusetzenden Methoden, \u2013 und hierbei genie\u00dfen sie viele Freiheiten. Nur 20% der schlechten Essgewohnheiten fliegen nach und nach raus. Dieser Ansatz macht Spa\u00df, weil er nach kurzer Zeit Erfolge zeigt, jedoch ganz ohne Frust und Di\u00e4tstress auskommt. <\/p>\n\n\n