{"id":76398,"date":"2021-02-15T08:42:58","date_gmt":"2021-02-15T07:42:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.startupvalley.news\/de\/?p=76398"},"modified":"2026-06-24T09:12:42","modified_gmt":"2026-06-24T07:12:42","slug":"lucybalu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/lucybalu\/","title":{"rendered":"H\u00f6rt auf Eure Kunden!"},"content":{"rendered":"\n
Wir, leidenschaftlicher Unternehmer und Analytiker Dr. Mathias Wahrenberger und Produktdesigner Sebastian Frank, waren schon lange befreundet, bevor die Idee zu LucyBalu entstand. Eines Tages erhielt Sebastian die Anfrage vom Tierheim M\u00fcnchen f\u00fcr ein Pro Bono Projekt und so entwickelte er f\u00fcr das neue Katzendorf ein stilbewusstes, aber zugleich katzengerechtes Einrichtungskonzept, das sehr gut bei den Tier\u00e4rzten, Pflegern und Katzen ankam. Nach der Einweihung fragten dann viele Besucher, wo man diese schlichten Katzenm\u00f6bel kaufen kann. Das hat uns mehr als deutlich gezeigt, dass es einen Bedarf gibt. Im Sommer 2019 haben wir beide dann tats\u00e4chlich zusammen gegr\u00fcndet. Und heute bereichern wir mit einfach sch\u00f6nen Katzenm\u00f6beln das Leben vieler Katzenliebhaber auf der ganzen Welt.<\/p>\n\n\n\n
Wie oft hat man schon die M\u00f6glichkeit, einen Unterschied zu machen und ein Unternehmen aufzubauen, das Menschen ein L\u00e4cheln ins Gesicht zaubert und gleichzeitig wirtschaftlich erfolgreich sein kann? In unserem Fall machen wir sogar nicht nur Menschen gl\u00fccklich, sondern auch unsere liebsten Haustiere: Katzen. Der Heimtiermarkt ist riesig und gleichzeitig stark umk\u00e4mpft. Dennoch sahen wir die M\u00f6glichkeit, mit einem neuartigen Ansatz Kundenbed\u00fcrfnisse zu bedienen, die bislang \u00fcbersehen wurden. Wir sind fest davon \u00fcberzeugt, dass wir mit LucyBalu eine starke Marke aufbauen werden.<\/p>\n\n\n\n
Mit LucyBalu m\u00fcssen Katzenliebhaber keine Kompromisse mehr eingehen, wenn es darum geht, in einem sch\u00f6nen Wohnambiente leben zu wollen. Hauskatzen sind heute Teil der Familie. Sie verbringen viel Zeit zuhause. Oft ihr ganzes Leben. Sie suchen sich R\u00fcckzugsorte zum Schlafen, m\u00f6chten Klettern und brauchen Abwechslung. Sie haben Bed\u00fcrfnisse, die gestillt werden wollen. Viele Katzenhaushalte stellen sich aus diesem Grund einen wuchtigen Kratzbaum ins Wohnzimmer. Seit \u00fcber 60 Jahren gibt es dieses \u201eM\u00f6belst\u00fcck\u201c. Kann man darauf verzichten, obwohl man seine Katze liebt? Mit unserem Konzept ist das m\u00f6glich. <\/p>\n\n\n\n
Wir haben uns sicherlich kein einfaches Thema herausgesucht. Die erste Herausfoderung lag darin, dass wir unsere Produkte selbst entwickeln mussten. Schlie\u00dflich war unser Ansatz f\u00fcr die Branche neu. Die zweite H\u00fcrde war die Produktion. In Deutschland gibt es de facto keine Katzenm\u00f6bel-Produktion mehr. Das ist durchaus erstaunlich f\u00fcr ein Land mit 15 Millionen Katzen. Die etablierten Player lassen quasi alle in Asien oder Osteuropa produzieren. Es geht nur noch darum, Produktionskosten weiter zu senken. Das geht nat\u00fcrlich auch zu Lasten der verwendeten Materialien. <\/p>\n\n\n\n
Wir wollten einen anderen Weg einschlagen und ein nachhaltiges Gesch\u00e4ftsmodell aufbauen. Also Transportwege m\u00f6glichst kurz halten und hochwertige, naturbelassene Materialien verwenden. Heute sind wir besonders stolz darauf, dass wir unsere Katzenm\u00f6bel ausschlie\u00dflich in Deutschland produzieren. Auch wenn wir dadurch nicht gerade einen Kostenvorteil haben. Allerdings sch\u00e4tzen unsere Kunden die hohe Qualit\u00e4t unserer Produkte. Wir haben diese ganze Entwicklung selbst finanziert. Wie vermutlich jedes Startup, das in dieser Entwicklungsphase durch die Corona-Krise schliddert, haben wir fr\u00fch gelernt sehr sparsam zu sein.<\/p>\n\n\n\n
Unsere Produkte sind prinzipiell f\u00fcr jeden interessant, der eine Katze hat. Wir haben Kunden, die wir durch unser hochwertiges Design \u00fcberzeugen. F\u00fcr andere ist unser Nachhaltigkeits-Ansatz ein Grund f\u00fcr den Kauf. Und wieder andere finden unseren innovativen Ansatz gut. Klar, unsere Katzenm\u00f6bel sind teuer. Aber daf\u00fcr halten sie ein Katzenleben lang. Und die Verbrauchselemente, die sich abnutzen, lassen sich austauschen. <\/p>\n\n\n\n
Unsere Produkte sind nicht vergleichbar, weil wir sie neu gedacht haben. Wir orientieren uns nicht an etablierten Playern der Heimtierindustrie. Unser Ziel ist ein ganz anderes: Wir m\u00f6chten DIE f\u00fchrende Pet Interior Brand aufbauen. Diese Ambition unterstreicht unsere exklusive Kooperation mit Choupette. An der Seite von Karl Lagerfeld ist Choupette selbst zu einer Ikone geworden. Die weltweit ber\u00fchmteste – und \u00e4u\u00dferst anspruchsvolle Katze \u2013 hat sich in ein schlichtes M\u00f6belst\u00fcck von LucyBalu verliebt. Wenn Choupette ohne Pl\u00fcsch auskommt, dann doch jede Katze, oder?<\/p>\n\n\n\n
So viel sei verraten, wir haben noch jede Menge vor! Aktuell passieren jedoch viel zu viele Dinge, die man nicht voraussehen kann. Wo wir uns sicher sind: In f\u00fcnf Jahren wird der Bedarf an stilvollen Katzenm\u00f6beln noch gr\u00f6\u00dfer sein als er heute schon ist!<\/p>\n\n\n\n
Als wir kurz nach Gr\u00fcndung auf eine Heimtier-Fachmesse gefahren sind, kamen wir uns absolut fehl am Platz vor. Kein Mensch hat sich f\u00fcr uns interessiert. Niemand hat verstanden, was wir machen wollen. \u201eZu teuer.\u201c \u201eK\u00f6nnen wir nicht verkaufen.\u201c \u201eZu kleines Sortiment.\u201c Nach zwei Messetagen hatten wir insgesamt vier Visitenkarten eingesammelt und sind ohne Verkauf wieder 400km nach Hause gefahren. Wir dachten uns, entweder sind wir total bescheuert oder wir sehen etwas, das in dieser Branche nicht gesehen wird. Zum Gl\u00fcck wussten wir, dass es einen Bedarf bei Konsumenten gibt. Insofern unsere Tipps: #1 Holt Euch einen Co-Founder, mit dem Ihr Talsohlen durchstehen k\u00f6nnt. #2 Manchmal muss man eigene Wege gehen und darf sich nicht einsch\u00fcchtern lassen. #3 H\u00f6rt auf Eure Kunden! Sie kaufen am Ende und nicht der Handel.<\/p>\n\n\n\n
Wir bedanken uns bei Dr. Mathias Wahrenberger und Sebastian Frank f\u00fcr das Interview<\/p>\n\n\n\n
Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder<\/p>\n\n\n\n