{"id":85351,"date":"2022-01-10T09:27:09","date_gmt":"2022-01-10T08:27:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.startupvalley.news\/de\/?p=85351"},"modified":"2026-06-13T10:50:38","modified_gmt":"2026-06-13T08:50:38","slug":"libati-app-chronisch-kranke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/libati-app-chronisch-kranke\/","title":{"rendered":"Geduld und Optimismus"},"content":{"rendered":"\n
Libati ist eine App, mit der chronisch Kranke neue Orte entdecken k\u00f6nnen, passend zu ihren eigenen individuellen Bed\u00fcrfnissen. Man gibt zun\u00e4chst an, von welcher Krankheit\/ von welchen Krankheiten man betroffen ist und welche Gegebenheiten die eigenen Symptome triggern. Danach k\u00f6nnen besuchte Orte wie Restaurants, Caf\u00e9s, Hotels etc. auf die Tauglichkeit bez\u00fcglich der eigenen Krankheit\/ Trigger bewertet werden und selbst kann man nat\u00fcrlich die von anderen Nutzern geschriebenen Bewertungen lesen. Gemeinsam mit unseren Nutzern m\u00f6chten wir daf\u00fcr sorgen, dass chronisch Kranke endlich mehr Transparenz und schnellen Zugriff auf notwendige Informationen haben! <\/p>\n\n\n\n
Aufgrund der aktuellen Gegebenheiten haben wir auch ein Hygiene-Feature implementiert, mit dem Locations auf die Einhaltung von Hygienestandards bewertet werden k\u00f6nnen.Unser Gr\u00fcnderteam besteht aus Katrin (CEO, M.Sc. International Business Studies), Doro (COO, Staatsexamen Zahnmedizin) und Nikhil (BA Produktdesign). Im Bereich Entwicklung werden wir flei\u00dfig unterst\u00fctzt von Ben (B.Sc. Wirtschaftsinformatik) und Geo (B.Sc. Informatik).<\/p>\n\n\n\n
Heutzutage kann man Digitalisierung dazu nutzen, nicht nur Geld zu verdienen, sondern damit auch etwas Gutes zu tun – und genau diese Chance m\u00f6chten wir nutzen. Unser Team hat selber im famili\u00e4ren Umfeld und im Freundeskreis mehrere Personen, die von chronischen Krankheiten betroffen und deshalb im Alltag eingeschr\u00e4nkt sind. Mit Libati k\u00f6nnen wir nicht nur ihnen, sondern dank der vielen M\u00f6glichkeiten heutzutage auch vielen anderen Menschen helfen. <\/p>\n\n\n\n
Heutzutage k\u00f6nnen wir gesunden Menschen mit 3 Klicks im Internet entscheiden, welches Restaurant, Hotel, Caf\u00e9 etc. wir besuchen. Betroffene von chronischen Krankheiten und Menschen mit Geheinschr\u00e4nkungen haben dieses Gl\u00fcck meist nicht, denn viel zu viele Informationen fehlen im Vorhinein: Asthmatiker fragen sich zum Beispiel: Gibt es dort Parkpl\u00e4tze in der N\u00e4he? Muss ich Treppen steigen, oder gibt es einen Aufzug? – W\u00e4hrend jemand mit Adipositas unsicher ist, ob die Toilettenkabinen gro\u00df genug sind und Allergiker im Vorhinein herausfinden m\u00fcssen, ob es Gerichte gibt, die sie bestellen k\u00f6nnen. Diese Informationen sind meist im Vorhinein nur mit viel Aufwand zu bekommen. Unsere Vision ist es, chronisch Kranken wieder zu mehr Freiheit zu verhelfen – denn wir finden, dass es jeder verdient hat, frei und unabh\u00e4ngig unterwegs sein zu k\u00f6nnen. In Zukunft m\u00f6chten wir die App auch internationalisieren und auf viele weitere Krankheiten ausweiten.<\/p>\n\n\n\n
Eine der gr\u00f6\u00dften Herausforderungen war definitiv, das passende Team aufzubauen. Am Anfang waren Katrin und Doro erst einmal alleine \u2013 und als BWLerin und Medizinerin konnten wir die Idee so nat\u00fcrlich nicht umsetzen. Deshalb sind wir dankbar, im Nachhinein unseren Designer Nikhil und unsere Entwickler Ben und Geo gefunden zu haben. Momentan ist es unsere gr\u00f6\u00dfte Challenge, eine gro\u00dfe Community mit vielen Nutzern aufzubauen, die die Locations in unserer App bewerten und diese somit mit Leben f\u00fcllen. Deshalb w\u00fcrden wir uns umso mehr freuen, wenn ihr als Leser unsere App herunterladen und mit uns die Welt ein kleines St\u00fcckchen besser machen w\u00fcrdet!<\/p>\n\n\n\n
Finanziert haben wir uns bis jetzt durch Crowdfunding und durch ein Preisgeld, das wir bei einem Startup Wettbewerb der Universit\u00e4t Erlangen-N\u00fcrnberg gewonnen haben. Momentan sind wir auf der Suche nach einem Investor. Wir haben auch die ersten Affiliate Partner gefunden, deren Produkte wir unseren Nutzern in einer Unterseite der App zeigen. Wir arbeiten ausschlie\u00dflich mit Firmen zusammen, die Produkte\/Apps\/Services anbieten, die f\u00fcr chronisch Kranke einen Mehrwert haben.<\/p>\n\n\n\n
Unsere Nutzer bzw. Early Adopter sind chronisch kranke Menschen in Deutschland, die sich von ihrer Krankheit im Alltag eingeschr\u00e4nkt f\u00fchlen und die regelm\u00e4\u00dfig ein Smartphone benutzen. In Deutschland ist heutzutage jeder Zweite von einer chronischen Krankheit betroffen, davon ist jeder Vierte st\u00e4rker im Alltag eingeschr\u00e4nkt.<\/p>\n\n\n\n
Libati ist eine community-basierte Plattform, mit der chronisch Kranke neue Locations passend zu ihren individuellen Bed\u00fcrfnissen finden k\u00f6nnen. Die App funktioniert folgenderma\u00dfen: Zun\u00e4chst registriert sich der Nutzer und vervollst\u00e4ndigt sein Profil. Dabei ist es vor allem wichtig, dass er nicht nur die Krankheit(en) ausw\u00e4hlt, von der\/denen er betroffen ist, sondern auch die individuellen Triggerfaktoren bzw. Pr\u00e4ferenzen. Je nach Krankheit wird der Nutzer durch eine Reihe von Screens gef\u00fchrt, die m\u00f6gliche Pr\u00e4ferenzen passend zur jeweiligen Krankheit abfragt. Wenn der Nutzer all diese Angaben gemacht hat, landet er auf einer Karte, auf der ihm die verschiedenen Orte in seiner N\u00e4he angezeigt werden- markiert in den Ampelfarben rot, gr\u00fcn und gelb. <\/p>\n\n\n\n
Ein rot markierter Ort zeigt an, dass basierend auf den Bewertungen der anderen Nutzer diese Location mit hoher Wahrscheinlichkeit die Symptome der Krankheit triggern k\u00f6nnte\/ nicht den eigenen Pr\u00e4ferenzen entspricht. Orange markierte Orte haben bez\u00fcglich der ausgew\u00e4hlten Trigger mittelm\u00e4\u00dfige Bewertungen bekommen und ein gr\u00fcn markierter Ort sollte zumindest mit hoher Wahrscheinlichkeit f\u00fcr den jeweiligen Nutzer geeignet sein. Im \u00dcbrigen k\u00f6nnte der Nutzer auch zun\u00e4chst ohne Registrierung und Angabe der Trigger fortfahren, um sich die Funktionen der App anzusehen, w\u00fcrde dann aber nicht die individuellen Empfehlungen f\u00fcr Orte bekommen. Wenn der Nutzer eine bestimmte Location anklickt, bekommt er dann detailliertere Bewertungen zu den einzelnen Triggern angezeigt, sowie gegebenenfalls hochgeladene Bilder und Kommentare, die andere Nutzer hinzugef\u00fcgt haben.<\/p>\n\n\n\n
Es gibt ein paar L\u00f6sungen, die Barrierefreiheit abdecken, aber keine weiteren chronischen Krankheiten. Was unsere App au\u00dferdem einzigartig macht, ist ihre Individualisierbarkeit. Nutzer k\u00f6nnen nicht nur ihre Krankheit ausw\u00e4hlen, sondern auch noch individuelle Pr\u00e4ferenzen und Trigger. Denn wenn wir eins von unseren App-Testern und anderen chronisch Kranken gelernt haben, dann, dass jeder Mensch ganz unterschiedliche Symptome hat und auf unterschiedliche Gegebenheiten in Restaurants, Hotels etc. Wert legt.<\/p>\n\n\n\n
Wir w\u00fcnschen uns, dass wir in 5 Jahren Vollzeit an Libati arbeiten k\u00f6nnen, schon einige Mitarbeiter haben und flei\u00dfig mit der Internationalisierung der App besch\u00e4ftigt sind! Wir glauben daran, dass Libati gut skalierbar ist und da chronische Krankheiten ein globales, vom Einkommensstatus der L\u00e4nder unabh\u00e4ngiges Problem sind, denken wir, dass wir mit Libati noch vielen Menschen helfen k\u00f6nnen. Dazu brauchen wir aber eine starke Community, weshalb wir uns \u00fcber jeden einzelnen Nutzer und jede einzelne Bewertung in der App sehr freuen. <\/p>\n\n\n\n
Genug Zeit, Geduld und Optimismus mitzubringen, auch wenn es mal R\u00fcckschl\u00e4ge gibt. Nicht jeder wird eure Idee toll oder vielversprechend finden. Und ein funktionierendes MVP hat man nicht in 2 Tagen fertig. Auch wir stehen immer noch relativ am Anfang. Aber wenn man an die eigene Idee glaubt und von Anfang an viel Arbeit in das Startup steckt, kann man alles schaffen!<\/p>\n\n\n\n
Wir bedanken uns bei den Gr\u00fcndern f\u00fcr das Interview<\/p>\n\n\n\n
Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"
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