{"id":91005,"date":"2022-09-05T09:43:33","date_gmt":"2022-09-05T07:43:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.startupvalley.news\/de\/?p=91005"},"modified":"2026-06-13T10:18:58","modified_gmt":"2026-06-13T08:18:58","slug":"hopper-mobility","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/hopper-mobility\/","title":{"rendered":"Macht Fehler und sammelt Erfahrungen"},"content":{"rendered":"\n
Wir sind Martin, Philipp, Torben und Georg und haben vor drei Jahren Hopper Mobility gegr\u00fcndet, weil wir der Meinung sind, dass wir individuelle Mobilit\u00e4t anders denken und leben m\u00fcssen. Unser Hopper, ein E-Bike im Look eines Stadtautos, vereint die Vorteile des Fahrrads wie geringen Ressourcenverbauch, niedrige Kosten, die M\u00f6glichkeit auf dem Fahrradweg am Stau vorbeizufahren und bei der Parkplatzsuche unabh\u00e4ngig zu sein, mit dem Komfort eines Autos.<\/p>\n\n\n\n
Eine wichtige Rolle hat der Blick nach au\u00dfen gespielt: Unser Verkehr ist sehr stark vom Auto gepr\u00e4gt, w\u00e4hrend in anderen L\u00e4ndern andere Verkehrsmittel dominieren. In vielen asiatischen L\u00e4ndern pr\u00e4gt beispielsweise das TukTuk das Bild und schafft eine vielleicht wuselig wirkende, aber vergleichsweise gut funktionierende Form der Mikromobilit\u00e4t. Die Idee, diese Art der Fortbewegung auf unser Umfeld zu \u00fcbertragen, hat einen wichtigen Impuls f\u00fcr die Entwicklung des Hopper als praktisches, komfortables und vor allem \u00f6kologisches Verkehrsmittel f\u00fcr die Stadt gegeben.<\/p>\n\n\n\n
Die Dominanz des Autos bedeutet Stau, Parkplatzmangel, Fl\u00e4chenverschlei\u00df und vor allem einen unglaublichen Ressourcenverbrauch. Alles Probleme, die auch nicht durch den Umstieg auf E-Autos gel\u00f6st werden. Unsere Vision ist die einer alternativen Individualmobilit\u00e4t, die Flexibilit\u00e4t und Komfort bietet, ohne unsere Lebensgrundlage zu zerst\u00f6ren. Es geht um die Frage, wie wir uns eine lebenswerte Stadt vorstellen und wie wir es schaffen, individuell mobil zu bleiben, ohne mehr Ressourcen zu verbrauchen, als wir haben.<\/p>\n\n\n\n
Ein wichtiger Fokus ist sicher die moderne Stadtbev\u00f6lkerung und hier speziell Menschen, die viel innerhalb der Stadt unterwegs sind. Also Berufspendelnde, die auf dem Arbeitsweg vielleicht noch kurz die Kinder in der Kita abgeben, aber auch Unternehmen, deren Mitarbeitende keinen festen Arbeitsort haben, etwa in der ambulanten Pflege oder in bestimmten Handwerksberufen. Mit dem Hopper sind diese Menschen in vielen St\u00e4dten schneller unterwegs als mit dem Auto und die nervige Parkplatzsuche entf\u00e4llt, da der Hopper weit weniger Platz verbraucht und wie ein gew\u00f6hnliches Fahrrad abgestellt werden kann. Aber auch f\u00fcr Menschen, die auf dem Land oder in kleineren St\u00e4dten wohnen, kann der Hopper eine g\u00fcnstige, komfortable und \u00f6kologische Alternative zum Auto sein.<\/p>\n\n\n\n
Tats\u00e4chlich wurden wir von der Produktionsfirma von Die H\u00f6hle der L\u00f6wen kontaktiert, da sie den Hopper f\u00fcr ein tolles Produkt f\u00fcr ihre Show hielten. Die gro\u00dfartige Gelegenheit, unseren Hopper einer gr\u00f6\u00dferen Zuschauerschaft vorzustellen, wollten wir uns nat\u00fcrlich nicht entgehen lassen und haben dann unsere Bewerbungsunterlagen eingereicht. Auch die Chance auf ein zus\u00e4tzliches Investment, mit dem wir, die Produktion schneller aufbauen und den Hopper kostensparender herstellen k\u00f6nnten, hat uns zu den L\u00f6wen gelockt. <\/p>\n\n\n\n
Es war schon viel zu tun. Zum Zeitpunkt der Aufzeichnung waren wir noch mitten im Entwicklungsstadium, aber nat\u00fcrlich wollten wir ein funktionierendes Produkt pr\u00e4sentieren, das einen guten Eindruck davon vermittelt, wie der Hopper sp\u00e4ter aussehen und funktionieren wird. Wir haben also viel geschraubt und parallel dazu \u00fcberlegt mit welchen Fragen uns die Juroren l\u00f6chern k\u00f6nnten. <\/p>\n\n\n\n
Das ist nat\u00fcrlich eine gro\u00dfe Best\u00e4tigung. Es zeigt, dass auch andere Menschen unsere Idee spannend finden und sich gerne weiter damit besch\u00e4ftigen wollen. Als Startup, besonders im Hardwarebereich, wo man lange Entwicklungszeiten hat und es daher dauert bis man erstes Kundenfeedback bekommt, ist es wichtig, immer mal wieder so einen Motivationsschub zu bekommen. Bei der \u201eH\u00f6hle der L\u00f6wen\u201c dabei zu sein, hat uns da sehr geholfen, ebenso wie die vielen privaten Unterst\u00fctzer, die uns durch ihr Interesse, ihr Feedback oder sogar mit einer Anzahlung best\u00e4rkt haben.<\/p>\n\n\n\n
Dieser Schritt ist auf mehreren Ebenen wichtig. Allein die M\u00f6glichkeit zu haben, einem gro\u00dfen Publikum und der Jury den Hopper vorzustellen, ist ein tolles Gef\u00fchl. Es bedeutet aber auch, dass man gewisse Dinge nochmal auf den Punkt bringen und manches vielleicht nochmal \u00fcberdenken muss. Die Reichweite der Sendung und das Echo, das man bei Zuschauern und Medien erf\u00e4hrt, ist aber ein riesiger Anschub, der uns sehr dabei helfen wird, unsere Vision weiter zu verbreiten und als Startup erfolgreich zu sein.<\/p>\n\n\n\n
Unser Thema ist Mobilit\u00e4t, da waren wir nat\u00fcrlich besonders neugierig, wie Nico Rosberg reagiert. Aber auch Carsten Maschmeyer stand in unserem Fokus. Wir hatten einen recht hohen Investitionsbetrag im Sinn, eine Kombination aus beiden, war unsere Idealvorstellung.<\/p>\n\n\n\n
In f\u00fcnf Jahren wird der Hopper nicht nur in deutschen St\u00e4dten ein gewohntes Bild sein, sondern weltweit einen Beitrag zu gestiegener Lebensqualit\u00e4t und sauberer Mobilit\u00e4t leisten. Bis dahin soll es auch autonome Hopper geben, die ein l\u00fcckenloses Sharing-Netz erm\u00f6glichen werden. In Zukunft werden wir vielleicht nicht mehr reiner Hersteller, sondern mehr und mehr Mobilit\u00e4tsanbieter sein.<\/p>\n\n\n\n
Ganz wichtig: Haltet durch! Entwickelt eure Vision, glaubt daran und bleibt ihr treu. Das hei\u00dft aber nicht, dass man nicht auch mal Dinge in Frage stellen muss.<\/p>\n\n\n\n
Ein zweiter Tipp w\u00e4re: Traut euch! Macht Fehler und sammelt Erfahrungen. Nicht alles wird auf Anhieb klappen, aber scheut euch nicht, Dinge auszuprobieren.<\/p>\n\n\n\n
Und zu guter Letzt: Habt Spa\u00df! Als Startup-Gr\u00fcnder verbringt man so viel Zeit mit seinem Projekt, dabei eine gute Zeit zu haben ist aus unserer Sicht ungemein wichtig.<\/p>\n\n\n\n