{"id":91351,"date":"2022-09-17T12:05:40","date_gmt":"2022-09-17T10:05:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.startupvalley.news\/de\/?p=91351"},"modified":"2026-06-13T10:17:39","modified_gmt":"2026-06-13T08:17:39","slug":"flasher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/flasher\/","title":{"rendered":"Akzeptiere, dass du nicht alles kontrollieren kannst"},"content":{"rendered":"\n
Ich bin Alexander Rech und 30 Jahre alt. Ich bin geb\u00fcrtiger S\u00fcdtiroler, aber lebe seit ca. 10 Jahren in Graz, \u00d6sterreich. Damals f\u00fcrs Studium Telematik, dann beruflich im IT- und Halbleiter-Bereich. In der zweiten H\u00e4lfte meines Doktorats ist – unabh\u00e4ngig davon – die Idee zu Flasher entstanden. Bei Flasher bin ich Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer und f\u00fcr die Produkt- und Unternehmensentwicklung verantwortlich.<\/p>\n\n\n\n
Mein Name ist Ines W\u00f6ckl. Ich bin 29 Jahre alt und wohne in Graz, \u00d6sterreich. Und ich habe an der Universit\u00e4t Graz BWL studiert und in Finanzwirtschaft promoviert. Ich war w\u00e4hrend meines Doktorats vier Jahre an der Universit\u00e4t angestellt und habe in diesem Zuge unterrichtet und geforscht. 2020 habe ich die Flasher GmbH gemeinsam mit Alexander gegr\u00fcndet. Als CFO bin ich f\u00fcr die finanzielle Steuerung unseres Unternehmens zust\u00e4ndig und habe zudem die Bereiche Marketing und Sales \u00fcbernommen.<\/p>\n\n\n\n
Wir haben uns w\u00e4hrend unserer Studienzeit in Graz kennengelernt, die Idee zu Flasher hatten wir im Sommer 2019 bei einem gemeinsamen Ausflug nach Wien. Das Unternehmen, also die Flasher GmbH, haben wir im September 2020 gegr\u00fcndet. Anfangs haben wir neben unseren Doktoraten und Anstellungen an der Idee gearbeitet, mittlerweile sind wir beide Vollzeit im Unternehmen t\u00e4tig und haben unser Team um zwei weitere Mitarbeiter \u2013 Maximilian Kammerer und Fabian W\u00f6ckl – ausgebaut.<\/p>\n\n\n\n
Wir waren im Sommer 2019 auf einem Ausflug nach Wien, als wir die Idee zu Flasher hatten. Es war ein lauwarmer Abend in der Wiener Innenstadt, \u00fcberall waren die damals neuartigen E-Scooter-Sharingdienste zu sehen. Gleich beim ersten Austesten der E-Scooter war uns klar, dass das Fahren Spa\u00df macht und E-Scooter eine gute Anschaffung w\u00e4ren. Allerdings hatten wir beide immer ein unbehagliches Gef\u00fchl am Scooter, wirklich sicher haben wir uns nie gef\u00fchlt. Vor allem im Dunkeln, bei starken Bremsman\u00f6vern oder speziell aufgrund der fehlenden M\u00f6glichkeit Handzeichen zu geben. <\/p>\n\n\n\n
Wir hatten also ein Problem, einen Techniker und eine BWLerin \u2013 (fast) alles, was man f\u00fcr ein Start-up braucht, dachten wir. Im Zuge zahlreicher Diskussionen und Brainstorming-Sessions entstand deshalb die Idee zu Flasher. Kurz danach wurden wir mit Flasher am High-Tech-Inkubator Science Park Graz aufgenommen und nach und nach wurde aus der Idee ein richtiges Unternehmen.<\/p>\n\n\n\n
Mit Flasher geht es uns darum, Sichtbarkeit, Stabilit\u00e4t und Sicherheit von Mikromobilit\u00e4t-Nutzer:innen zu erh\u00f6hen. Damit wollen wir Mikromobilit\u00e4t, also E-Scooter, E-Bikes, Fahrr\u00e4der und dergleichen, sicherer und attraktiver gestalten und unseren eigenen Beitrag zur Mobilit\u00e4tswende leisten. <\/p>\n\n\n\n
Denn gerade Fahrradfahrer:innen oder anderen Mikromobilit\u00e4ts-Nutzer:innen werden von zwei Problemen bedroht: Zuerst gibt es M\u00e4ngel in Sachen Handzeichen. Solche sind am Fahrrad etwa in der Nacht oder bei Regen schlecht sichtbar. Besonders am E-Scooter sind sie praktisch unm\u00f6glich. Wer schon einmal versucht hat, einh\u00e4ndig E-Scooter zu fahren, wei\u00df genau, wie wackelig das ist. Genau deshalb geben etwa in \u00d6sterreich nur 2% der Scooter Fahrer:innen \u00fcberhaupt ein Handzeichen. Zweite Gefahrenquelle ist ganz allgemein die Sichtbarkeit. Neben den schlecht sichtbaren Handzeichen und der Tatsache, dass RadfahrerInnen generell unauff\u00e4lliger sind als gr\u00f6\u00dfere Fahrzeuge, k\u00f6nnen Mikromobilit\u00e4ts-Nutzer:innen starke Bremsman\u00f6ver gar nicht effektiv signalisieren. Aber auch Fu\u00dfg\u00e4nger:innen sind bei Dunkelheit oft unsichtbar.<\/p>\n\n\n\n
Unsere prim\u00e4re Zielgruppe sind sicherheitsbewusste, technikaffine, urbane Micromobility-User:innen, d.h. Personen, die regelm\u00e4\u00dfig am E-Scooter, Fahrrad, E-Bike, usw. im urbanen Stra\u00dfenverkehr unterwegs sind und auf ihre Sicherheit im Stra\u00dfenverkehr achten. Dabei denken wir etwa an Pendler:innen, die fast t\u00e4glich und regelm\u00e4\u00dfig auch bei schlechten Sichtverh\u00e4ltnissen unterwegs sind, junge, tech-affine Micromobility-User:innen mit hoher Affinit\u00e4t f\u00fcr modische Gadgets aber auch sicherheitsbewusste Senior:innen und umwelt- und gesundheitsbewusste Eltern, die mit ihren Kindern auf (Lasten-)Rad oder E-Bike im Stra\u00dfenverkehr unterwegs sind. Auch Lieferbot:innen, die beruflich auf Mikromobilien unterwegs sind, wollen wir mit unserem Produkt erreichen.<\/p>\n\n\n\n
Was Firmen betrifft, wollen wir Unternehmen ansprechen, die die Sichtbarkeit und dadurch auch die Sicherheit ihrer Mitarbeiter:innen erh\u00f6hen m\u00f6chten. Dabei ist gleich, ob die Mitarbeite:innen auf Mikromobilen im urbanen Verkehr unterwegs sind oder ob es um mangelnde Sichtbarkeit am Arbeitsplatz geht, die bedrohliche Konsequenzen hat. Wir denken dabei etwa an Stra\u00dfenbauarbeiten in der Nacht oder Unf\u00e4lle mit Gabelstapler auf dem Betriebsgel\u00e4nde.<\/p>\n\n\n\n
Die Teilnahme war und ist f\u00fcr uns ein gro\u00dfer Schnitt und wir sind selbst schon gespannt auf die Ausstrahlung. Mitgemacht haben wir eigentlich, weil wir selbst gro\u00dfe Fans der VOX Gr\u00fcnder-Show \u201eDie H\u00f6hle der L\u00f6wen\u201c sind und schon immer mal ins Fernsehen wollten. Deshalb war klar, dass wir uns irgendwann ohnehin f\u00fcr die Show w\u00fcrden bewerben m\u00fcssen. Wir haben uns gedacht, solche Ziele sollte man gleich anpacken und deswegen war die Frage, ob wir uns besser bald oder lieber erst sp\u00e4ter bewerben sollten, leicht beantwortet. Der Versuch hat dann gl\u00fccklicherweise auch gleich gefruchtet. <\/p>\n\n\n\n
Wir haben uns Folgen aus vergangenen Staffeln angesehen, um uns auf die L\u00f6wen und deren Fragen vorzubereiten. Au\u00dferdem haben wir mit unserem Team und einer Freundin, die wir zuvor mit einer Geheimhaltungsvereinbarung geknebelt haben, einen Probe-Version von der \u201eDie H\u00f6hle der L\u00f6wen\u201c veranstaltet, bei dem sie uns als L\u00f6wen gegen\u00fcbersa\u00dfen. Was sonst noch geholfen hat, war, dass wir wirklich mit Herz und Seele hinter diesem Projekt, dem Unternehmen und dem Produkt stecken. Damit brauchten wir zumindest in Sachen Enthusiasmus und Fachwissen nicht mehr viel Vorbereitung.<\/p>\n\n\n\n
Seit wir erfahren haben, d ass wir es als eines der wenigen Startup Unternehmen in die Sendung geschafft haben wechseln sich die Emotionen ab: Einmal ist da die Motivation, weiterhin auf Hochtouren zu arbeiten und Hochleistungen zu liefern, um m\u00f6glichst viel aus dem Auftritt machen zu k\u00f6nnen. Nicht zuletzt ist es f\u00fcr uns alle aber auch eine riesige Ehre, unser Produkt einem so gro\u00dfen Publikum vorzustellen zu d\u00fcrfen und hoffen, dass es bei den Zuschauer*innen gut ankommt! Das gesamte Team ist unglaublich stolz, diesen gro\u00dfen Meilenstein erreicht zu haben.<\/p>\n\n\n\n