{"id":92619,"date":"2022-11-14T08:49:40","date_gmt":"2022-11-14T07:49:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.startupvalley.news\/de\/?p=92619"},"modified":"2026-06-13T10:08:45","modified_gmt":"2026-06-13T08:08:45","slug":"epap","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/epap\/","title":{"rendered":"Es braucht eine gewisse Portion Mut, etwas anders zu machen und altbekannte Gew\u00e4sser zu verlassen"},"content":{"rendered":"\n
Hi – ich bin Fabian Gru\u00df. Gemeinsam mit Sebastian Berger, Jannis Dust und Gerd Trang habe ich im Februar 2020 das Fintech und Research Tech epap gegr\u00fcndet. <\/p>\n\n\n\n
epap verwandelt den guten alten Kassenbon in reale Benefits und verbindet dar\u00fcber Marken mit ihren Kund*innen. Das Herz von epap ist die gleichnamige App, in der Einkaufende ihre Kassenbons sammeln und ihr Haushaltsbuch f\u00fchren. Durch echte Eink\u00e4ufe verifiziert, geben die User Marken in kompensierten Umfragen Feedback oder \u00fcbermitteln ihre Belege.<\/p>\n\n\n\n
2020 war die Bonpflicht in aller Munde. Wir haben unsere App aber bereits 2019 gelauncht. Mal davon abgesehen, dass gedruckte Kassenbons schlecht f\u00fcr die Umwelt sind, sind sie n\u00e4mlich auch einfach nicht mehr zeitgem\u00e4\u00df. Sebastian und ich haben uns dar\u00fcber ge\u00e4rgert, dass wir zwar mit dem Smartphone oder der Watch bezahlen, aber immer noch einen endlos langen Papierstreifen ausgeh\u00e4ndigt bekommen. <\/p>\n\n\n\n
Die sogenannte Belegausgabepflicht hat uns nat\u00fcrlich in die Karten gespielt. Als wir bei einem Hackathon Jannis und Gerd kennengelernt und den abschlie\u00dfenden Pitch gewonnen haben, stand f\u00fcr uns fest, dass wir epap gr\u00fcnden. <\/p>\n\n\n\n
Wir sind \u00fcberzeugt, dass in Belegen so viel mehr steckt, als wir alle bisher wissen. Mit epap wollen wir dieses Potenzial f\u00fcr Endkund*innen, Marken und den Handel erschlie\u00dfen. <\/p>\n\n\n\n
Indem wir Marktforschung \u00fcber unsere App alltagstauglich und damit auch wieder attraktiv f\u00fcr junge Zielgruppen machen, bereiten wir au\u00dferdem den Weg f\u00fcr neuartige Beziehungen zwischen Marken und ihren Kund*innen. <\/p>\n\n\n\n
Die wichtigste Erfahrung war bisher, dass ein Start-up zu einem sehr gro\u00dfen Teil aus Validierungs-Iterationen besteht und man immer wieder loslassen muss. <\/p>\n\n\n\n
Dabei haben wir – manchmal schmerzlich – gelernt, dass man auch Ideen, an denen man l\u00e4nger gearbeitet hat, ablegen sollte, wenn der Weg nicht erfolgversprechend ist.<\/p>\n\n\n\n
Ohne diese Erkenntnis w\u00e4ren wir nicht von der reinen Belegausstellung bei Marktforschung \u00fcber digitalisierte Belege gelandet – ein Gesch\u00e4ftsmodell und eine Branche, in denen wir gro\u00dfes Potenzial sehen. <\/p>\n\n\n\n
Finanziert haben wir uns zun\u00e4chst \u00fcber Eigenkapital und Gr\u00fcnderstipendien des Landes. Darauf folgten eine Pre-Seed und eine Seed Runde \u00fcber insgesamt 1,3 Millionen Euro.<\/p>\n\n\n\n
Auf B2B-Seite richtet sich unser Angebot an Marken und Produkthersteller aus den Fast Moving Consumer Goods (FMCG) sowie Einzelh\u00e4ndler, die \u00fcber digitalisierte Belege so genau wie nie zuvor Einkaufende erreichen k\u00f6nnen. Mit Marktforschungsinstituten arbeiten wir vor allem zur Ausweitung ihrer Panel zusammen. <\/p>\n\n\n\n
Unsere App als B2C Produkt richtet sich grunds\u00e4tzlich an alle Menschen, die einkaufen und Belege sowie Finanzen clever organisieren m\u00f6chten. Als Faustregel liegt unsere B2C-Zielgruppe zwischen 20 und 35 Jahren, ist finanzaffin und digital orientiert.<\/p>\n\n\n\n
Die User unserer App verwalten ihre Belege aller Gesch\u00e4fte an einem Ort und haben sie in ihrer Hosentasche immer dabei. Auf Basis der Belege f\u00fchren sie ihr digitales Haushaltsbuch, erhalten Hintergrundinformationen zu ihrem Einkauf (z.B. Nutriscore) und haben auch die M\u00f6glichkeit, an kompensierten Umfragen teilzunehmen oder ihre Belege mit Marken zu teilen. <\/p>\n\n\n\n
Marken wiederum erhalten mit epap \u00fcber alle Gesch\u00e4fte hinweg Insights \u00fcber den station\u00e4ren Handel, die ihnen auf anderen Wegen nicht zur Verf\u00fcgung stehen. Ob sie nun punktuelle Analysen in Form von Umfragen oder l\u00e4ngerfristige Kampagnen zum kontinuierlichen Monitoring der eigenen Brand durchf\u00fchren – mit epap erreichen sie genau die richtigen Menschen innerhalb k\u00fcrzester Zeit und auf eine Art, die auch den Kund*innen Spa\u00df macht. <\/p>\n\n\n\n
epap soll m\u00f6glichst viele Marken mit ihren Kund*innen verbinden und so den Weg f\u00fcr neue Produkte ebnen, die unseren Alltag besser machen. In f\u00fcnf Jahren gerne auch schon international. <\/p>\n\n\n\n
Au\u00dferdem haben wir uns das Ziel gesteckt, bis 2027 bereits f\u00fcnf Millionen Menschen \u00fcber ihre Belege in ihrem Alltag zu unterst\u00fctzen. <\/p>\n\n\n\n
Es ist Gold wert, mit m\u00f6glichst vielen Menschen \u00fcber deine Idee zu sprechen und so viele verschiedene Meinungen wie m\u00f6glich einzuholen – das machen wir \u00fcbrigens in Form von User-Interviews immer noch, um unsere App so nah wie m\u00f6glich an der Zielgruppe zu entwickeln. <\/p>\n\n\n\n
Au\u00dferdem: Validieren, validieren, validieren. Es braucht zwar eine gewisse Portion Mut, etwas anders zu machen und altbekannte Gew\u00e4sser zu verlassen – kann aber wie bei uns ein absoluter Gamechanger sein. <\/p>\n\n\n\n
Als letzten Tipp kann ich euch nur raten: baut euch ein starkes Team aus Menschen auf, die genauso Bock haben wie ihr. Nicht nur, weil ihr nicht alles alleine machen k\u00f6nnt, sondern auch, weil es viel sch\u00f6ner ist, Erfolge gemeinsam zu feiern. <\/p>\n\n\n\n
Bild: links nach rechts: Jannis Dust (CMO), Fabian Gru\u00df (CEO), Sebastian Berger (CTO), Gerd Trang (CFO). <\/p>\n\n\n\n
Wir bedanken uns bei den Gr\u00fcndern f\u00fcr das Interview<\/p>\n\n\n\n
Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"
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