WhatsApp<\/a> mit dem Rest der Familie teilte. Er entwickelte daraufhin ein genauso einfaches wie wirkungsvolles System, mit dem seine Oma durch Dr\u00fccken zweier Arcade-Buttons ebenfalls digitale Fotos und Videos ansehen konnte. Schnell sprach sich die Erfindung auch im Freundeskreis herum, denn fast jeder hat einen Menschen im Umfeld, der mit Smartphones oder Tablets nicht so gut klar kommt.\u00a0<\/p>\n\n\n\nWelche Vision steckt hinter enna?<\/h4>\n\n\n\n Unser grunds\u00e4tzlicher Anspruch ist es, digitale Angebote so niederschwellig zu gestalten, dass sie auch f\u00fcr Menschen mit k\u00f6rperlichen oder geistigen Einschr\u00e4nkungen oder in hohem Alter zug\u00e4nglich sind. Mittel- und langfristig wollen wir immer mehr digitale Angebote aller Art an den \u201cenna-Kosmos\u201d anbinden und so zum zentralen, vernetzten Ger\u00e4t zuhause, aber auch in sozialen Einrichtungen werden.<\/p>\n\n\n\n
Von der Idee bis zum Start: Was waren bis jetzt die gr\u00f6\u00dften Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?<\/h4>\n\n\n\n enna besteht unter anderem aus einer Hardwarekomponente,. Deshalb waren und sind auch wir betroffen von langen Lieferzeiten und extrem hohen Preisen f\u00fcr Halbleiter und andere Elektronikkomponenten. Dank unseres Partners TQ Systems konnten wir uns aber eine betr\u00e4chtliche Menge an Material f\u00fcr die n\u00e4chsten beiden Jahre sichern. Durch die Tatsache, dass unsere Zielgruppe in der Pandemie als sehr vulnerabel galt, hatten wir es au\u00dferdem schwer, gemeinsam mit unseren Nutzer:innen die Ger\u00e4te zu testen. Wir konnten mit tollen Partner:innen aus der Pflege aber trotzdem immer wieder Testphasen durchf\u00fchren, die uns dabei halfen, enna noch besser an die Bed\u00fcrfnisse unserer Nutzer:innen anzupassen. <\/p>\n\n\n\n
Au\u00dferdem hatten wir das Gl\u00fcck, dass es schon sehr fr\u00fch Menschen gab, die an uns bzw. enna geglaubt haben und uns \u00fcber Wandeldarlehen bis zu unserer jetzigen Seed-Runde finanziert haben. Wie zum Beispiel Wayra Deutschland, der Open-Innovation- und Investment-Hub von o2 Telef\u00f3nica. Als Teil des Start-up-Portfolios von Wayra d\u00fcrfen wir nun unsere Produkte im M\u00fcnchner Wayra-5G-Lab optimieren und profitieren vom Wissen der Start-up-Community. Wayra hat auch in unserer k\u00fcrzlich abgeschlossenen Seed-Finanzierungsrunde investiert.<\/p>\n\n\n\n
Wer ist die Zielgruppe von enna?<\/h4>\n\n\n\n Bei unserem Produkt sind Nutzer:innen- und Kund:innenzielgruppe quasi immer voneinander zu trennen. Unsere Nutzer:innen sind Menschen, die aufgrund von k\u00f6rperlichen oder kognitiven Einschr\u00e4nkungen bislang von digitalen Angeboten ausgeschlossen waren. Unsere Kund:innen sind sowohl deren Angeh\u00f6rige, Freund:innen, Nachbar:innen usw, als auch Einrichtungen der Alten- und Behindertenhilfe.<\/p>\n\n\n\n
Wie funktioniert enna? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?<\/h4>\n\n\n\n Wir haben schon fr\u00fch festgestellt, dass ein Touchdisplay schon die erste H\u00fcrde ist. Wir wollten also weg von komplizierten Men\u00fcstrukturen. enna ist ein besonders niederschwelliges, haptisches Bedienkonzept f\u00fcr Tablets. Durch Auflegen einer enna Card auf das enna Dock wird auf dem angeschlossenen Tablet der entsprechende Befehl sofort ausgef\u00fchrt. Von \u201cTim anrufen\u201d \u00fcber \u201cH\u00f6rbuch h\u00f6ren\u201d oder \u201cWetter heute\u201d ist jeder digitale Service auf unseren enna Cards abbildbar. Die enna Cards werden in der enna App durch digital affinere Bezugspersonen bestellt und immer wieder neu konfiguriert. Jeder digitale Content kann so mit enna f\u00fcr nicht-digitale Zielgruppen zug\u00e4nglich gemacht werden.<\/p>\n\n\n\n
enna, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in f\u00fcnf Jahren?<\/h4>\n\n\n\n Heute k\u00f6nnen wir nat\u00fcrlich noch nicht sagen, wie unser Produkt in f\u00fcnf Jahren aussehen wird. Wir werden immer nah an den neuesten technischen Entwicklungen dranbleiben, mit dem st\u00e4ndigen Anspruch, die niederschwelligste Art und Weise zu sein, auf digitale Angebote zuzugreifen. Wir sind vor zwei Wochen auf dem deutschen Markt gestartet und werden hier auch unsere ersten Schritte gehen. Nat\u00fcrlich ist der digitale Graben aber auch in anderen L\u00e4ndern Europas und der Welt eine Herausforderung und wir werden uns daher nicht davor scheuen, den Weg ins Ausland zu gehen. Dass Wayra jetzt bei uns als Investor eingestiegen ist, ist sicher nicht die schlechteste Voraussetzung daf\u00fcr.<\/p>\n\n\n\n
Zum Schluss: Welche 3 Tipps w\u00fcrden Sie angehenden Gr\u00fcndern mit auf den Weg geben?<\/h4>\n\n\n\n Nehmt von Beginn an Hilfe an, wie zum Beispiel Accelerator-Programme, Expert:innen, Mentor:innen etc.<\/p>\n\n\n\n
Behaltet den Spa\u00df beim Arbeiten.<\/p>\n\n\n\n
Holt euch regelm\u00e4\u00dfig Feedback zum Produkt ein.<\/p>\n\n\n\n
Bild (v.l.n.r.)- Tim Haug<\/a>, Moritz Kutschera und Jakob Bergmeier<\/p>\n\n\n\nWir bedanken uns bei den Gr\u00fcndern f\u00fcr das Interview<\/p>\n\n\n\n
Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"
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