{"id":94090,"date":"2023-01-11T09:02:37","date_gmt":"2023-01-11T08:02:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.startupvalley.news\/de\/?p=94090"},"modified":"2026-06-13T10:03:15","modified_gmt":"2026-06-13T08:03:15","slug":"logistikbude-start2grow","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/logistikbude-start2grow\/","title":{"rendered":"So schnell wie m\u00f6glich die Theorie verlassen\u00a0"},"content":{"rendered":"\n
Mein Name ist Philipp und ich bin Co-Founder und CEO der Logistikbude. Wir sind ein 2021 gegr\u00fcndetes Softwareunternehmen aus Dortmund und bieten Unternehmen eine cloudbasierte Software-Infrastruktur zum Management von Mehrwegobjekten as a Service an.<\/p>\n\n\n\n
In unserer Vergangenheit am Fraunhofer-Institut haben wir viele Unternehmen zum Management von Mehrweg in Produktion, Logistik und Handel beraten. Dabei haben wir beobachtet, dass diese Objekte, z.B. Paletten, Beh\u00e4lter und Gestelle, bei den Unternehmen hohe Personalkosten durch manuelle Prozesse und Abstimmung sowie weitere Kosten durch Kapitalbindung und Schwund verursachen. Gleichzeitig existierte jedoch keine universelle, also von Objekten und Technologie unabh\u00e4ngige, Softwarel\u00f6sung. Die von uns beratenen Unternehmen mussten daher immer eigene aufw\u00e4ndige Entwicklungsprojekte abseits ihres Kerngesch\u00e4fts durchf\u00fchren. <\/p>\n\n\n\n
Daraus hat sich unsere Vision ergeben, eine standardisierte Software-Infrastruktur f\u00fcr Mehrweg-Objekte zu schaffen, die Unternehmen den Personalaufwand durch Automatisierung weitestgehend abnimmt und gleichzeitig daf\u00fcr sorgt, dass die existierenden Assets effizienter genutzt werden.<\/p>\n\n\n\n
Unser Produkt richtet sich an Unternehmen. Dabei sind unsere Kernkundengruppen Produktions- und Logistikunternehmen ab 100 Mitarbeitenden, die eine gro\u00dfe Menge Mehrweg-Objekte verwalten m\u00fcssen. Dar\u00fcber hinaus wachsen wir aktuell stark bei Handelsunternehmen und Anbietern von neuen Mehrwegkonzepten, wie z.B. Geschirr oder E-Commerce-Verpackungen.<\/p>\n\n\n\n
Wir legen gro\u00dfen Wert darauf, die Nutzung unserer Software so einfach wie m\u00f6glich zu gestalten. Dazu haben wir einen Out-of-the-Box Ansatz geschaffen, bei dem unsere Kunden binnen weniger Minuten die Grundfunktionen der Software bedienen k\u00f6nnen und ohne Projekt direkt in der Lage sind von den Mehrwerten zu profitieren. Sie k\u00f6nnen dabei selbst entscheiden, welche Technologie sie f\u00fcr das Mehrweg-Management nutzen m\u00f6chten: Mengenbuchung mit Kontof\u00fchrung, Track & Trace mittels Barcodes oder IoT-Sensorik. Auch beliebige Kombinationen sind selbstverst\u00e4ndlich m\u00f6glich. Vereinfacht kann man sagen, wir sind ein Betriebssystem f\u00fcr Mehrweg-Objekte. Alle Daten liegen bei uns sicher und skalierbar auf Servern von unserem Partner Microsoft. <\/p>\n\n\n\n
Unsere Kunden sparen sich dadurch zeitaufw\u00e4ndige und teure Softwareprojekte und k\u00f6nnen direkt die Mehrwerte Transparenzgewinn, Personalkostenreduktion und weniger Neubeschaffungen verbuchen. Gleichzeitig leisten sie einen Beitrag zur Nachhaltigkeit, da Einwegl\u00f6sungen wirtschaftlich durch Mehrweg ersetzt werden k\u00f6nnen und kein Papier mehr zur Dokumentation ben\u00f6tigt wird – heute in dem Umfeld allein 200.000 Tonnen in Europa.<\/p>\n\n\n\n
Als erste L\u00f6sung kombinieren wir moderne Technologie wie u.a. IoT, KI, Cloudcomputing und Apps zu einer sofort ohne Projekt nutzbaren L\u00f6sung f\u00fcr das Management von Mehrweg. Zudem sind wir unabh\u00e4ngig von Mehrwegtypen. Unsere Kunden k\u00f6nnen so verschiedene Objekte von unterschiedlichen Herstellern selbst verwalten, ohne in eine Abh\u00e4ngigkeit von einem Lieferanten oder Dienstleister zu geraten. Dabei konnten wir auf unser Expertenwissen aus einer Vielzahl von Beratungsprojekten am Fraunhofer-Institut in dem Umfeld zur\u00fcckgreifen und so eine speziell auf den Anwendungsfall Mehrweg-Management ausgerichtete Software-Infrastruktur schaffen. <\/p>\n\n\n\n
Um ehrlich zu sein nehmen wir nur an wenigen Wettbewerben teil, da der Fokus bei uns eindeutig auf der Zusammenarbeit mit unseren Kunden und der damit verbundenen Weiterentwicklung des Produkts liegt. Wettbewerbe schaffen nat\u00fcrlich eine gewisse Sichtbarkeit und helfen dabei sich mit anderen Startups zu vernetzen. Allerdings sehe ich auch eine Gefahr, dass man durch zu viele Wettbewerbe von den Kernthemen eines jungen Unternehmens abgelenkt wird.<\/p>\n\n\n\n
Wie versuchen immer Aufwand und Nutzen miteinander zu vergleichen. Auf der Aufwandsseite stehen da in der Regel der Umfang der einzureichenden Unterlagen und ob der Wettbewerbt virtuell oder in Pr\u00e4senz stattfindet. Und auch die Reisezeit muss hierbei nat\u00fcrlich ber\u00fccksichtigt werden. Der Nutzen ist meist schwer zu bewerten. Neben Preisgeldern und Dienstleistungen spielt hier auch die Sichtbarkeit und das Netzwerk eine Rolle. Da dies schwer zu beurteilen ist, haben wir uns meist auf das Feedback von anderen Gr\u00fcnder*innen verlassen und sind damit ganz gut gefahren. <\/p>\n\n\n\n
Start2grow ist schwer mit einem klassischen Gr\u00fcndungswettbewerb zu vergleichen. Zum einen ist es eher als ein Projekt konzipiert, bei dem man von der ersten Idee bis zum fertigen Businessplan begleitet wird und hierbei regelm\u00e4\u00dfig sehr gutes Coaching erh\u00e4lt. Zum anderen ist start2grow auch ein einmaliges Netzwerk, bei dem die Alumni Startups und Coaches mit neuen Startups vernetzt werden. \u00dcber eine eigene Webplattform und verschiedene Veranstaltungsformate bleibt der Kontakt zum Netzwerk dauerhaft erhalten und endet nicht wie sonst h\u00e4ufig mit dem Finale des Wettbewerbs. <\/p>\n\n\n\n
Ich erinnere mich konkret an zwei Vortr\u00e4ge zu den Themen Markenschutz und Steuern, die uns sehr geholfen haben. Zudem ist hier nat\u00fcrlich unser Coach Christian Rahn von CMO2go zu erw\u00e4hnen. Chris hat uns extrem viel wertvollen Input zu Thema Marketing via LinkedIn gegeben.<\/p>\n\n\n\n
Unser gro\u00dfes Ziel ist es Unternehmen das Mehrweg-Management durch Technologie abzunehmen und somit ein selbstorganisierendes \u00d6kosystem f\u00fcr Mehrweg zu schaffen. Dazu geh\u00f6rt auch entsprechendes Wachstum und eine Konzentration auf die Netzwerkeffekte zwischen den Unternehmen. So m\u00f6chten wir dahin kommen, dass Mehrweg dank unserer Software in nahezu jedem Fall \u00f6kologischer und \u00f6konomischer als Einweg ist.<\/p>\n\n\n\n
1. So schnell wie m\u00f6glich die Theorie verlassen und die Idee bei potenziellen Kunden challengen.<\/p>\n\n\n\n
2. Ein Gesch\u00e4ftsmodell besteht aus Zahlen, daher ehrlich die Unit Economics bewerten (Verh\u00e4ltnis Customer Lifetime Value zu Akquisekosten)<\/p>\n\n\n\n
3. Klare Trennung der Rollen im Gr\u00fcnderteam, ein CTO muss bspw. nicht zu Gr\u00fcndungswettbewerben<\/p>\n\n\n\n
Bild: Jan M\u00f6ller, Dr. Philipp Wrycza, Michael Koscharnyj und Patrik Elfert (v.l.n.r.)<\/p>\n\n\n\n
Wir bedanken uns bei den Gr\u00fcndern f\u00fcr das Interview<\/p>\n\n\n\n
Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"
Logistikbude war 2022 Teil des start2grow Gr\u00fcndungswettbewerbs: Im Interview erz\u00e4hlt Co-Founder & CEO Dr. Philipp Wrycza mehr zum Wettbewerb und zu seinem Startup.<\/p>\n","protected":false},"author":9,"featured_media":94091,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[26473],"tags":[19708,19736,19709],"class_list":["post-94090","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-interviews","tag-gruendungswettbewerb","tag-start2grow"],"acf":[],"yoast_head":"\n