{"id":98895,"date":"2023-08-01T08:43:14","date_gmt":"2023-08-01T06:43:14","guid":{"rendered":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/?p=98895"},"modified":"2026-06-12T07:45:47","modified_gmt":"2026-06-12T05:45:47","slug":"marta","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/marta\/","title":{"rendered":"Es ist eine mentale Achterbahnfahrt"},"content":{"rendered":"\n
Ich bin Philipp Buhr, Co-Founder und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von marta, einem Online-Marktplatz f\u00fcr Altenpflege, mit Fokus auf die Vermittlung von h\u00e4uslichen Betreuungskr\u00e4ften. Wir haben marta 2020 gegr\u00fcndet und sind aktuell mit \u00fcber 70 Mitarbeiter:innen in Deutschland, Litauen, Polen und Rum\u00e4nien aktiv. In den vergangenen drei Jahren konnten wir bereits mehrere tausend pflegebed\u00fcrftige Personen auf Ihrem Weg zur passenden Betreuungskraft unterst\u00fctzen und es werden t\u00e4glich mehr. <\/p>\n\n\n\n
Ich hatte pers\u00f6nlich keinen Bezug zur Altenpflege<\/a>, bis meine Gro\u00dfeltern pflegebed\u00fcrftig wurden. Ganz pl\u00f6tzlich hat das Thema in unserem Familien-Alltag \u00fcberwogen und eine L\u00f6sung musste her. Die L\u00f6sung haben wir dann in der 24-Stunden-Betreuung gefunden – ein Service, bei dem eine Betreuungskraft in den Haushalt der pflegebed\u00fcrftigen Person einzieht und sich dort um Haushalt und Grundpflege bem\u00fcht. Es gab einige Betreuungskr\u00e4fte, die mir und meiner Familie wirklich ans Herz gewachsen sind und einen fantastischen Job gemacht haben. <\/p>\n\n\n\n Leider gab es aber auf dem Weg dahin viele Entt\u00e4uschungen, die auf schlechte Arbeit und leere Versprechungen von Agenturen zur\u00fcckzuf\u00fchren waren. Nachdem wir \u00fcber f\u00fcnf Jahre hinweg Schwierigkeiten hatten, die Pflege zu Hause wirklich zu stabilisieren und eine passende Vermittlungsagentur zu finden, habe ich mich entschlossen, das Thema der 24-Stunden-Betreuung selbst in die Hand zu nehmen. <\/p>\n\n\n\n Welche Vision steckt hinter marta?<\/strong><\/p>\n\n\n\n Wir arbeiten t\u00e4glich daran, die Altenpflege transparenter, gerechter und verl\u00e4sslicher zu machen. Unser Fokus liegt dabei auf der Betreuung zu Hause, da \u00fcber 90% der Deutschen (und auch aller Europ\u00e4er:innen) zu Hause alt werden wollen und nicht in ein Altenheim m\u00f6chten – marta unterst\u00fctzt die Angeh\u00f6rigen der Pflegebed\u00fcrftigen dabei, diesem Wunsch gerecht zu werden. Gestartet haben wir mit der Vermittlung von 24-Stunden-Betreuungskr\u00e4ften, da meine Familie und ich selber Jahre lang erlebt haben, wie ineffizient und unmenschlich dieser Teil des Marktes funktioniert. <\/p>\n\n\n\n Unser Ziel ist es, ein \u00d6kosystem zu bauen, welches es Angeh\u00f6rigen erlaubt, die Betreuung der pflegebed\u00fcrftigen Personen vollumf\u00e4nglich \u00fcber eine einzige Plattform zu managen und so nicht nur die Pflege zu verbessern, sondern auch die Belastung der Angeh\u00f6rigen zu reduzieren.<\/p>\n\n\n\n Zun\u00e4chst haben wir das Unternehmen mit Hilfe von Angel Investoren aufgebaut und konnten so bereits, bevor wir an institutionelle Investoren herangetreten sind, solide Ums\u00e4tze vorweisen. Trotzdem haben die meisten Investoren nicht daran geglaubt, dass unser Unternehmen skalierbar ist, da sie nicht daran geglaubt haben, dass es gen\u00fcgend Betreuungskr\u00e4fte auf dem Markt gibt, oder dass eine App auf gro\u00dfes Interesse sto\u00dfen w\u00fcrde. Die Investoren wurden in diesem Glauben best\u00e4rkt, als zu Beginn unseres Funding Prozesses Careship<\/em> (ein Marktplatz f\u00fcr Alltagspflege) Insolvenz angemeldet hat. <\/p>\n\n\n\n Wir haben uns davon dennoch nicht unterkriegen lassen und konnten schlussendlich mit Capnamic<\/em> und Almaz Capital<\/em> zwei tolle Leads f\u00fcr unsere Seed-Runde gewinnen. Kurz nach unserer Seed-Runde und dem Launch unserer neuen App konnten wir monatlich bereits \u00fcber 1.000 Bewerbungen von Betreuungskr\u00e4ften verzeichnen und so die Zweifel vieler Investoren widerlegen. <\/p>\n\n\n\nVon der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die gr\u00f6\u00dften Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n