{"id":99478,"date":"2023-08-31T07:32:51","date_gmt":"2023-08-31T05:32:51","guid":{"rendered":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/?p=99478"},"modified":"2026-06-12T07:44:41","modified_gmt":"2026-06-12T05:44:41","slug":"bidi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startupvalley.news\/de\/bidi\/","title":{"rendered":"Neue Chancen entstehen oft, wenn man sie am wenigsten erwartet"},"content":{"rendered":"\n
Mein Name ist Amadeo Gaigl – ich bin Co-CEO bei bidi. Die bidi Bildung Digital GmbH wurde 2018 mit dem Ziel gegr\u00fcndet, digitale Bildung in Deutschland voranzubringen. Und das ist uns in den letzten Jahren ein St\u00fcck weit gelungen – denn nahezu 300 Schulen in ganz Deutschland haben uns ihre Sch\u00fcler:innen anvertraut. Auf unserer Plattform f\u00fcr individuelle und flexible Online-Nachhilfe lernen mittlerweile \u00fcber 15.000 Sch\u00fcler:innen, die die Nachhilfe kostenfrei erhalten. Finanziert wird diese \u00fcber verschiedene F\u00f6rderprogramme der Bundes- und Landesregierungen in Deutschland.<\/p>\n\n\n\n
Ich bin zwar selbst Gr\u00fcnder und erfahrener Berater f\u00fcr Digitales. Doch das Gr\u00fcnderteam erg\u00e4nze ich erst seit Juli 2021 als Co-CEO. Seitdem \u00fcbernehme ich die Leitung – sowohl bei der strategischen als auch der operativen Umsetzung der Unternehmensvision. Denn ich sehe es als gesamtgesellschaftliche Aufgabe, Schulbildung f\u00fcr alle gleicherma\u00dfen zug\u00e4nglich zu machen. Die Lernf\u00f6rderung im Eins-zu-eins-Kontakt mit dem Sch\u00fcler bleibt noch immer einer gewissen Bildungselite vorbehalten. Online-Nachhilfe, vor allem wenn sie kostenfrei \u00fcber die Schule erm\u00f6glicht werden kann, erreicht jeden Haushalt in Deutschland – unabh\u00e4ngig von Wohnort, Finanzen und Lehrerkapazit\u00e4ten. Mit unserem Angebot tragen wir zur Demokratisierung der Bildung bei und das ist auch mein pers\u00f6nliches Anliegen.<\/p>\n\n\n\n
Unsere Vision ist es, das Potenzial der jungen Generationen zu entfalten, indem wir Sch\u00fcler:innen mit qualifizierten Tutor:innen unkompliziert vernetzen und so gro\u00dfartige Lernerfolge garantieren. Noch immer besucht nur jedes 5. Kind aus einkommensschwachen und nicht-akademischen Familien das Gymnasium und erh\u00e4lt somit die Chance zu einer h\u00f6heren Ausbildung. Mit unserem Angebot wollen wir unseren Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit im Land schaffen.<\/p>\n\n\n\n
Als wir zu Beginn der Corona-Pandemie erkannt haben, dass vor allem die Schulen und Lehrkr\u00e4fte von unserem Angebot profitieren k\u00f6nnen, sind wir erst einmal am Vorzimmer der Schulleiter:innen gescheitert. Es war schwierig, zum Rektor oder zur Rektorin durchgestellt zu werden, da die Sekretariate (verst\u00e4ndlicherweise) das sowieso schon \u00fcberarbeitete Schulpersonal vor Mehrarbeit sch\u00fctzen wollten. Doch nachdem die ersten unserer Idee gelauscht und das Potenzial f\u00fcr ihre Sch\u00fcler:innen erkannt hatten, gingen nach und nach immer mehr T\u00fcren f\u00fcr uns auf.<\/p>\n\n\n\n
Die zweite gro\u00dfe H\u00fcrde war f\u00fcr uns nat\u00fcrlich die Finanzierung. Das Schulbudget reicht nicht aus, um zus\u00e4tzliche Nachhilfe zu finanzieren. Hier kamen nat\u00fcrlich die F\u00f6rderpakete im Rahmen des Aufholprogramms ins Spiel. Dar\u00fcber konnten wir vielfach die kostenfreie Nachhilfe an den Schulen erm\u00f6glichen. Da jedoch jedes Bundesland sein eigenes Antragsverfahren aufgesetzt hat, mussten wir uns hier auch nochmal f\u00fcr alle 16 L\u00e4nder individuell informieren, wie die Antragsstellung vonstattengeht. Denn unser Ziel war es ja diese Art der B\u00fcrokratie in der herausfordernden Coronazeit von den Schulleiter:innen fern zu halten.<\/p>\n\n\n\n
Beim Suchen und Finden unserer Zielgruppe sind wir bei bidi durch mehrere Phasen gegangen. In unseren Anf\u00e4ngen zielten wir tats\u00e4chlich auf den Lernenden selbst ab, da haben wir jedoch schnell verstanden, dass die Eltern entscheiden, ob ihr Kind Nachhilfe bekommt. Doch Nachhilfe zu finanzieren, war f\u00fcr viele (vor allem sozial benachteiligte) Familien schwierig – gerade in den letzten Jahren. <\/p>\n\n\n\n
In der Corona-Pandemie stellten Bund und L\u00e4nder zus\u00e4tzliche Gelder bereit, um Lernr\u00fcckst\u00e4nde aufzuholen. Doch mit Geldern allein war den Schulen nicht geholfen, da es oft an Lehrkr\u00e4ften fehlte. Hier konnte bidi mit seinem gro\u00dfen Tutorenpool helfen. Mittlerweile kooperieren wir mit 300 Schulen. So ergab sich letztlich f\u00fcr uns, dass die Schulleiter:innen und Entscheidungstr\u00e4ger:innen im Bildungswesen die spannendste Zielgruppe f\u00fcr unser Angebot ist.<\/p>\n\n\n\n