Mittwoch, Februar 21, 2024
StartGründerTalkFitness ist keine Frage des Alters. Aber der Motivation

Fitness ist keine Frage des Alters. Aber der Motivation

150 Minuten begleitet Menschen über 50, die fit bleiben wollen, durch den Alltag

Stellen Sie sich und das Startup 150 Minuten doch kurz unseren Lesern vor!

Dr. med. Sebastian Vogel: Wir sind Dr. Sebastian Vogel und Dr. Martin Voß. Unser Startup 150 Minuten richtet sich an Menschen ab 50. Es ist das erste medizinisch fundierte Online-Fitnessstudio für diese Zielgruppe. Wir haben es gegründet, weil wir in unseren Familien und im Bekanntenkreis festgestellt haben, dass viele ältere Menschen gern ihre Fitness verbessern möchten, aber kein passendes Angebot finden. Wir sind zwei Gründer: Ich, Dr. Sebastian Vogel, Arzt, und mein Freund und Mitgründer Dr. Martin Voß, der sich als Wirtschaftsingenieur stärker um die ökonomischen Belange kümmert.

150 Minuten richtet sich an Menschen, die ganz bewusst wieder mehr Bewegung in ihren Alltag integrieren möchten, um so Alterserscheinungen vorzubeugen oder sie abzumildern. Das einzigartige Konzept aus digitalen Live-Trainings und einer Vielfalt von aufgezeichneten Trainings in der Mediathek macht 150Minuten zu einem flexiblen, aber persönlichen Begleiter im Alltag. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Martin: Sebastian und ich hatten schon lange den Plan, ein Startup zur digitalen Gesundheitsförderung zu gründen. Die Idee für 150 Minuten kam wirklich aus dem Familien- und Freundeskreis: Wir sind beide sehr sportlich und haben bemerkt, dass es Menschen über 50 schwerfällt, sich ausreichend zu bewegen. Nur wenige von ihnen gehen ins Fitnessstudio, Mannschaftssportarten werden für diese Zielgruppe auch seltener angeboten und YouTube-Workouts sind oftmals nicht motivierende genug oder auf junge Menschen ausgelegt. Wenn man nicht das passende Angebot findet, geht die Motivation verloren.

Sebastian: Aus meiner Sicht als Mediziner ist es von großer Bedeutung, sich gerade im Alter durch genügend Bewegung fit zu halten. Viele Körperfunktionen lassen ganz natürlich mit den Jahren nach. Deshalb ist es besonders wichtig, dass Menschen über 50 im Training bleiben oder damit beginnen. Und dazu muss man keine Sportskanone sein: Schon 150 Minuten Bewegung in der Woche, oder 21 Minuten pro Tag, reichen aus, um fit zu bleiben.

Martin: Genau das ist der Grund, weshalb wir 150 Minuten gegründet haben. Wir wollten ein innovatives Online-Fitnessstudio speziell für Menschen ab 50 Jahren schaffen, das es ihnen ermöglicht, auch im Alter Freude an der Bewegung zu haben und so vor allem auch ihre Schmerzen mit dem passenden Training bekämpfen oder ihnen vorbeugen zu können.

Welche Vision steckt hinter 150Minuten?

Martin: Unsere Vision ist simpel. Wir wollen mit 150 Minuten ein Begleiter auf dem Weg zu mehr Fitness, Bewegung und Gesundheit sein, der immer zur Stelle ist und sich den Bedürfnissen der Mitglieder:innen anpasst. Mit 150 Minuten lässt sich mehr Lebensfreude in den Alltag holen, Schmerzen gehen zurück oder verschwinden ganz.

Sebastian: Dabei liegt der Fokus bei unseren Trainings natürlich nicht auf dem Waschbrettbauch oder einem großen Bizeps, sondern auf mehr Stabilität, Bewegungsfreiheit und Aktivität. 150Minuten verhilft zu einem gesünderen Lebensstil. Damit das gelingt, sind wir als Team immer im direkten Austausch mit unseren Mitglieder:innen.

Wer ist die Zielgruppe von 150 Minuten?

Martin: Unsere Zielgruppe sind alle Menschen über 50, die sich im Alter fit halten möchten, sich aber durch das bestehende Fitnessangebot wie YouTube-Workouts oder Fitnessstudios nicht abgeholt fühlen.

Sebastian: Wichtig ist auch, dass die Mitglieder:innen nicht das Ziel haben, mit einem Sixpack aus den Trainings zu gehen, sondern sich im Alltag regelmäßig mit Kursen, die auf ihre besonderen/individuellen Bedürfnisse abgestimmt sind, fit halten wollen. 

Wie funktioniert 150 Minuten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Sebastian: Was uns von anderen Anbietern unterscheidet ist unsere einzigartige Expertise. Wir kennen wirklich die Bedürfnisse unserer Zielgruppe, haben über mehrere Monate gemeinsam mit Menschen dieser Altersgruppe unsere Trainings entwickelt. Durch ihr Feedback haben wir ein ideal zugeschnittenes Kursprogramm für Menschen ab 50 Jahren erstellen können. Die Trainings sind außerdem von mir und unserem Team aus Ärzt:innen medizinisch geprüft und decken alle Muskelgruppen und Körperzonen ab. Außerdem haben wir auch spezielle Trainings, bei denen häufige Beschwerden gezielt angegangen werden.

Martin: Vor allem aber ist es unser außerordentliches Konzept, das unsere Mitglieder:innen fasziniert, die Mischung aus digitalen Live-Trainings mit Kontakt zu den Trainer:innen und aufgezeichneten Kursen aus der Mediathek. Bei den Live-Trainings können die Mitglieder:innen mit eingeschalteter Kamera den Übungen auf dem Bildschirm folgen. Die Trainer:in sieht die Anwesenden auf einem riesigen Bildschirm und kann somit direkt Feedback bei beispielsweise einer fehlerhaft ausgeführten Übung geben. Der direkte Kontakt zwischen Trainer:innen und Mitglieder:innen ist so persönlich wie im Fitnessstudio, bloß mit dem Komfort des eigenen Wohnzimmers. Wir wissen, dass unsere Mitglieder:innen zu den Trainer:innen eine persönliche Beziehung aufbauen, was mitentscheidend ist für die Motivation, am Training teilzunehmen.  

Die aufgezeichneten Videos aus der Mediathek bieten Flexibilität für alle, die persönliche Live-Trainings nicht bevorzugen oder an den Terminen keine Zeit haben. 

Unsere Trainer:innen sind professionell, bestens ausgebildet, motiviert und voller Leidenschaft für körperliche und mentale Gesundheit – genau wie wir. Und ganz wichtig: bei uns kommt der Humor nicht zu kurz!

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Sebastian: 

Natürlich hatten wir auch die anfänglichen Themen, mit denen sich jedes Startup auseinandersetzen muss. Wir haben ein MVP, also einen ersten funktionsfähigen Entwurf unseres Produkts, konzeptioniert, damit unsere ersten Tester:innen es ausprobieren und uns ihr Feedback für das endgültige Produkt übermitteln konnten. Außerdem haben wir recht schnell ein hochprofessionelles Team aus Ärzt:innen und Sportwissenschaftler:innen zusammengestellt, die mit uns den idealen Kursplan für unsere Zielgruppe erstellt und erweitert haben.

Martin: Zudem haben wir einen Finanzierungsplan aufgestellt und die erste Finanzierung noch während unserer Gründungsformatierung gesichert. Dank des renommierten Berliner Early-Stage-VC-Atlantic-Labs, der uns mit Pre-Seed-Finanzierungsrunde unterstützt hat, konnten wir unser Unternehmen zu dem aufbauen, was es jetzt ist.

150 Minuten – wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Martin: Wir sind überzeugt, dass unser oberstes Ziel Menschen über 50 Jahren Fitness und mehr Gesundheit zu ermöglichen, sinnvoll ist und 150Minuten sich durchsetzen wird. Immer mehr Menschen werden immer älter, sie sollen einen schmerzfreien, fröhlichen Alltag im Alter erleben können. Innerhalb der nächsten fünf Jahre wollen wir unser Unternehmen vergrößern und das führende Online-Fitnessstudio in Deutschland für die Zielgruppe ab 50 Jahren werden. Wir arbeiten täglich daran, unsere personalisierten Übungspläne zu erweitern. Wir wollen unser Angebot ausweiten und auch z.B. auch Ernährungstipps aufnehmen. Wir wollen Menschen dabei unterstützen, einen gesunden Lebensstil für sich zu entwickeln.

Sebastian: Wir werden auch weiter in die Technologie investieren, um unseren Mitglieder:innen den Umgang mit der Technik zu erleichtern und die Kommunikation mit unseren Trainer:innen zu erleichtern. Zudem wollen wir unsere Plattform in fünf Jahren auch international zugänglich machen – um mehr Menschen auf der ganzen Welt für einen gesunden Lebensstil zu gewinnen. Kurz gesagt, wir arbeiten hart daran, der beste Begleiter für gesundes Altern zu sein.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Sebastian: Unsere wichtigsten Stakeholder sind unsere eigenen Nutzer:innen! Sie sind es, die das Produkt testen, ihr Feedback ist das wichtigste, was ein:e Gründer:in bekommen kann! Wer sie ernst nimmt, wird sein Unternehmen beständig weiterentwickeln, den sich ändernden Bedürfnissen anpassen und sein Produkt perfektionieren.

Martin: Als Gründer:in sollte man sich auch nicht von abweichenden Meinungen irritieren oder entmutigen lassen. Es wird nie der Fall sein, dass dein Produkt jedem einzelnen Menschen auf der Welt gefällt und das muss auch überhaupt nicht sein. Wichtig ist, dass du zu Beginn ganz klar deine Ziele und die dazu gehörende Zielgruppe definierst. Wenn du dann noch zu deinen Werten und deinen Überzeugungen stehst und mit Energie, Motivation und Liebe zum Detail den oftmals steinigen Weg der Unternehmensgründung beschreitest, wird der Erfolg nicht ausbleiben.

Wir bedanken uns bei Dr. Sebastian Vogel und Dr. Martin Voss für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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