Freitag, Januar 9, 2026
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Beehive eröffnet Coworking-Space auf Stuttgarter Campus

Key Takeaways

  • Ab März 2026 eröffnet Beehive einen neuen Coworking-Space in Stuttgart auf etwa 800 Quadratmetern, um flexiblen Arbeitsflächen gerecht zu werden.
  • Der Standort in Möhringen bietet eine Mischung aus offenen Arbeitsbereichen, privaten Büros und Konferenzräumen, die rund um die Uhr verfügbar sind.
  • Beehive setzt auf Flexibilität und digitale Buchungsprozesse ohne lange Vertragslaufzeiten, um sich an den tatsächlichen Bedarf anzupassen.
  • Coworking wird zunehmend professioneller, mit einem Fokus auf Datensicherheit und Verfügbarkeit von Besprechungsräumen für Organisationen.
  • Das Angebot von Beehive adressiert den Trend zu flexiblen Arbeitsplatzmodellen und fordert eine enge Einbindung der lokalen Unternehmen und Startups.

Wie das Unternehmen gestern bekannt gab, kommt mit Beehive ab März 2026 ein neuer Anbieter für flexible Arbeitsflächen nach Stuttgart. Auf dem Campus Sternhöhe in Möhringen entsteht ein Coworking-Space mit rund 800 Quadratmetern, der sich gezielt an Unternehmen, Projektteams und Selbstständige richtet. Der Schritt fällt in eine Phase, in der viele Firmen ihre Bürostrategien neu justieren und nach Alternativen zum klassischen Mietvertrag suchen.

Der Stuttgarter Markt gilt dabei als anspruchsvoll. Einerseits ist die Region wirtschaftlich stark, andererseits sind Büroflächen knapp und teuer. Flexible Modelle gewinnen deshalb an Bedeutung, vor allem für wachsende Startups, Innovationsabteilungen etablierter Unternehmen und hybride Teams, die nicht mehr täglich im Büro arbeiten.

Beehive eröffnet Coworking-Space auf Stuttgarter Campus
„Der neue Standort in Stuttgart bringt neue Nutzer in unser Netzwerk und bietet zugleich ein erweitertes Raumangebot für unsere bestehenden Kunden. Wir erweitern unser Netzwerk damit um einen bedeutenden Standort im süddeutschen Raum,“ so Anna Maria Losos, Head of Coworking Business bei Beehive (Foto: beehive)

Beehive zieht nach Stuttgart

Mit dem Standort in Möhringen erweitert Beehive sein deutsches Netzwerk auf fünf Städte. Es ist zugleich der erste Auftritt des Anbieters in der Region Stuttgart. Geplant sind offene Arbeitsbereiche, private Teamoffices sowie Konferenz- und Workshopräume in verschiedenen Größen. Ergänzt wird das Angebot durch Rückzugsräume für Videokonferenzen und informelle Zonen für Austausch.

Der Fokus liegt klar auf Flexibilität. Arbeitsplätze und Büros sollen kurzfristig verfügbar sein, der Zugang rund um die Uhr möglich. Buchung, Abrechnung und Check-in laufen vollständig digital. Für Unternehmen bedeutet das: keine langen Vertragslaufzeiten, keine Vorabinvestitionen in eigene Infrastruktur und die Möglichkeit, Flächen dem tatsächlichen Bedarf anzupassen.

Warum Beehive auf den Campus Sternhöhe setzt

Die Entscheidung für den Campus Sternhöhe ist strategisch. Beehive zieht nicht in ein isoliertes Bürogebäude, sondern in ein Areal, das sich vom ehemaligen Konzernsitz zu einem Innovationscampus entwickelt. Das Konzept setzt auf eine Mischung aus Arbeitsflächen, Gemeinschaftsbereichen, Gastronomie und ergänzenden Services wie Kinderbetreuung.

Für Coworking-Anbieter ist dieses Umfeld entscheidend. Der Mehrwert entsteht nicht allein durch Schreibtische, sondern durch Nähe zu anderen Unternehmen, kurze Wege und zufällige Begegnungen. Die Lage zwischen Innenstadt, Flughafen und künftigem Fernbahnhof macht den Campus zudem attraktiv für Teams mit nationalen und internationalen Kontakten.

Auch aus Sicht der Eigentümer passt das Modell. Flexible Flächen gelten zunehmend als Einstiegslösung für Unternehmen, die später in größere, klassische Büros auf dem Campus wechseln können. Coworking wird damit Teil einer langfristigen Standortstrategie.

Was Beehive für Nutzer bedeutet

Für Nutzer bringt Beehive vor allem Planbarkeit in unsicheren Zeiten. Startups können wachsen, ohne sich frühzeitig festzulegen. Projektteams finden kurzfristig Raum für mehrere Monate. Etablierte Unternehmen nutzen Coworking-Flächen zunehmend für Innovationsprojekte oder als Satellitenbüro.

Anna Maria Losos, verantwortlich für das Coworking-Geschäft des Unternehmens, betont in diesem Zusammenhang die Bedeutung standardisierter Prozesse. Der Anspruch sei, dass Teams sofort arbeitsfähig sind, unabhängig davon, ob sie einen einzelnen Arbeitsplatz oder ein komplettes Büro nutzen. Gerade für hybride Arbeitsmodelle wird diese Niedrigschwelligkeit zum entscheidenden Faktor.

Der Coworking-Markt hat sich damit spürbar professionalisiert. Während früher vor allem Freelancer angesprochen wurden, stehen heute Organisationen mit klaren Anforderungen im Fokus. Themen wie Datensicherheit, Verfügbarkeit von Besprechungsräumen und verlässliche Technik sind zentrale Entscheidungskriterien.

Chancen und Grenzen flexibler Arbeitsmodelle

Das Modell von Beehive folgt einem übergeordneten Trend: Büroflächen werden zunehmend als Service verstanden. Für Investoren und Immobilienunternehmen eröffnet das neue Erlösmodelle, verlangt aber auch höhere Auslastung und laufende Anpassung der Angebote.

Für Nutzer gilt zugleich: Coworking ist kein Allheilmittel. Teams mit hohem Abstimmungsbedarf oder sensiblen Daten stoßen schneller an Grenzen. Auch kulturell erfordert flexibles Arbeiten klare Regeln und Führung, damit Zusammenarbeit funktioniert und Identifikation entsteht.

Einordnung für den Standort Stuttgart

Mit dem neuen Coworking-Space positioniert sich Beehive in einem Markt, der zwischen Industrie-Tradition und digitalem Wandel steht. Ob das Angebot langfristig aufgeht, hängt davon ab, wie gut lokale Unternehmen, Startups und Projektteams eingebunden werden.

Der Standort auf dem Campus Sternhöhe ist damit mehr als eine weitere Büroadresse. Er steht exemplarisch für die Frage, wie Arbeit in wirtschaftsstarken Regionen künftig organisiert wird – flexibler, vernetzter und stärker am tatsächlichen Bedarf orientiert.

Foto/Quelle: stock.adobe.com – Vasyl

Markus Elsässer
Markus Elsässer
Markus Elsässer ist Gründer und Herausgeber des StartupValley Magazins und unterstützt mit seiner langjährigen Erfahrung Gründer und Start-ups mit praxisnahen Strategien und innovativen Lösungsansätzen. Neben der Organisation von Start-up-Events und Investitionen in zukunftsweisende Projekte begleitet er nun mit seinem Team den Umstieg von Verbrenner auf Elektromobilität im neuen Elektroauto-Magazin eAUTO Einsteiger – sowohl redaktionell als auch auf YouTube.
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