Samstag, Februar 4, 2023
StartGründerTalkIdeen sind dazu da, um Sie umzusetzen.

Ideen sind dazu da, um Sie umzusetzen.

Cleanbrace Desinfektionsarmband mit Desinfektionsmittel das 100% biologisch ist

Stellen Sie sich und das Startup Cleanbrace doch kurz unseren Lesern vor!

Till: Unser Startup Cleanbrace ist in erster Linie Hersteller und Vertreiber von unserem eigens entwickelten Desinfektionsarmbändern, die es seit kurzem Online und ab demnächst auch im Einzelhandel zu kaufen gibt. Die wiederbefüllbare Tankvorrichtung im Armband versorgt den Träger mit Desinfektionsmittel für bis zu 6 Anwendungen.

Unser Desinfektionsarmband entstand durch die Verknüpfung von zwei alltäglichen Bedürfnissen, die mittlerweile wahrscheinlich jeder kennt. Der Wunsch, sich egal wann und wo die Hände zu desinfizieren, war zu Zeiten unserer Produktentwicklung bei den meisten noch aber nicht wirklich latent.

Lasse: Das Konzept für unser Desinfektionsarmband entstand Anfang März 2020 als noch niemand die Ausmaße der weltweiten Corona-Pandemie einschätzen konnte. In den Nachrichten gab es erste Berichte von Corona-Fällen in Europa, aber uns war nicht bewusst, welche Ausmaße die Pandemie annehmen würde. Wir wollten eine coole und praktische Problemlösung für eine Marktnische entwickeln, hatten jedoch (glücklicher Weise) ein perfektes Timing und ein agiles Team für die Umsetzung.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Lasse: Cleanbrace war nicht unsere erste Unternehmensgründung. Wir haben vor Cleanbrace schon verschiedenste Erfahrungen mit der Gründung von Startups machen dürfen, teils erfolgreich und teils weniger erfolgreich. Das erlernte Wissen hat uns bei der jetzigen Gründung extrem geholfen.

Till: Durch die Teilnahme an Seminaren und Wettbewerben der STARTUP TEENS und Founders Foundation haben wir schon früh die nötigen Basics vermittelt bekommen, die uns die schnelle Umsetzung unserer Idee ermöglicht haben.

Welche Vision steckt hinter Cleanbrace?

Till: Hinter Cleanbrace steckt nicht nur unser Desinfektionsarmband. Aktuell diversifizieren wir unser Geschäftsmodell in verschiedenste Bereiche der Hygieneinfrastruktur und konzentrieren uns besonders auf mittelständische Unternehmen. Durch die Corona-Pandemie erwarten wir auch langfristig anhaltende Regularien hinsichtlich der Ausweitung von Hygienestandards in nahezu allen Industrien. Wir wollen dabei helfen, die von den Behörden geforderten Hygieneinfrastrukturen auszubauen und zu erhalten.

Lasse: Wir bauen derzeit unser Produktsortiment mit einer Desinfektionsmittel Eigenmarke aus. Unser alkoholfreies Desinfektionsmittel ist wasserbasiert und pH-neutral. Der große Vorteil: Das Desinfektionsmittel ist besonders hautfreundlich und trocknet die Hände nicht aus, sodass auch ältere Menschen und Kinder es nutzen können.                                 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Till: Die bürokratischen Hürden in Deutschland sind sehr hoch und daher besonders gründerunfreundlich. Obwohl wir schon vollgeschäftstätig waren, haben wir wochenlang auf wichtige Eintragungen gewartet, die für uns unentbehrlich waren. Deutschland ist in diesem Zusammenhang zu langsam und sollte sich an Ländern wie Litauen orientieren, die in diesen Bereich deutlich schneller und digitaler sind.

Wir haben die Produktentwicklung und Produktion aus Eigenmitteln kostengünstig durch 3D-Druck gestartet und konnten schnell erste größere Kunden gewinnen. Durch den erzielten Cashflow konnten wichtige Investitionen getätigt werden, um die Produktion der Desinfektionsarmbänder schnell zu skalieren. Von den ersten Prototypen bis zur Spritzgussproduktion vergingen nicht einmal 6 Wochen.

Wer ist die Zielgruppe von Cleanbrace?

Lasse: Im Rahmen der Corona-Pandemie hat sich unsere Zielgruppe natürlich vergrößert. Vor den genannten Entwicklungen hatten wir eine Nischenzielgruppe, die auch in Ihrem Alltag eine einfache und schnelle Möglichkeit gesucht hat, sich unterwegs die Hände zu desinfizieren. Wir merken jedoch eine anhaltend hohe Sensibilität in der Gesellschaft, auch aktuell nach der vermeintlichen Corona-Hysterie. Handhygiene ist momentan ein großes Thema und in viele Köpfen präsent. Wir rollen derzeit einen europaweiten Produktlaunch aus und konnten erste Distributoren für ins im europäischen Ausland gewinnen.

Wie funktioniert Cleanbrace? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Till: Derzeit konkurrieren wir mit anderen Anbietern aus den USA und der Slowakei. Das Cleanbrace besticht durch sein schlankes und modisches Design und ist Marktführer. Durch die Erweiterung unseres Produkt- und Dienstleistungssortiments schaffen wir ein Cleanbrace Universum für Hygieneinfrastruktur.

Des Weiteren grenzen wir uns zu unserer Konkurrenz mit einem nachhaltigen Unternehmenskultur ab. Die Armbänder werden in Deutschland von Behindertenwerkstätten gefertigt. Unser Desinfektionsmittel ist zu 100% biologisch und unschädlich für Mensch und Natur. Grade das Thema Nachhaltigkeit wird von alternativ Produkten wie z. B den Desinfektionstüchern überhaupt nicht aufgenommen. Jedes Tuch ist einzeln verpackt und erzeugt somit einen sehr hohen Materialverbrauch.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Lasse: Da wir quasi den perfekten Startpunkt für unser Produkt erwischt haben, können wir nicht sagen, wo wir heute ohne die Krise stehen würden. Arbeitstechnsich hat sich für uns wenig geändert, da wir aufgrund der verschiedenen Wohnsitze von Anfang an alle von zuhause aus „remote“ gearbeitet haben.

Cleanbrace, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Lasse: Wir hoffen natürlich, dass für viele Menschen Handhygiene immer noch ein großes Thema sein wird und unsere Produkte und Dienstleistungen nachgefragt werden. Nicht destotrotz ist es auch Aufgabe und Ziel eines Startups neue Geschäftsmodelle zu adaptieren und aus seiner Agilität heraus neue Problemlösungen hervor zu bringen.

Aus diesem Grund probieren wir unsere Wachstums- und Nutzungs-Hypothesen zu hinterfragen und unser Tempo aufrecht zu erhalten. Wir versuchen mit unserem Startup eine Hygieneinfrastruktur 2.0 aufzubauen, damit Unternehmen für zukünftige Ereignisse besser gewappnet sind.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Till: Einfach mal machen – Ideen sind dazu da, um Sie umzusetzen.

Einfach mal nachfragen – Du kennst viel mehr Menschen in deinem Umfeld, die dir helfen können und Feedback geben, als du eigentlich glaubst.

Einfach nicht aufgeben – Auch wenn das erste Geschäftsmodell nicht klappt sollte es nicht als Grund angesehen werden, um es nicht wieder zu probieren.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Lasse Tischer und Till-Jonas Uphoff für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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