Dienstag, April 16, 2024
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Analysiert eure Idee und die Zielgruppe! 

Dipalino digitale Schul- und Hausaufgabenhefte für alle Tablets

Stellen Sie sich und das Startup Dipalino doch kurz unseren Lesern vor!

Hallo, ich bin Katharina Porepp und Gründerin von Dipalino. Meine Vision ist es, dass Schulen künftig komplett papierlos werden. Die technischen Voraussetzungen dafür sind schon längst gegeben, denn in vielen Schulen wird bereits mit Tablets gearbeitet.

DIPALINO stellt digitale Schul- und Hausaufgabenhefte für alle Tablets her. Datenschutzkonform, App- und Hardware-unabhängig, sodass jede:r Schüler:in diese sofort im Unterricht verwenden kann. Ziel ist es, die analoge Handschrift einfach ins Digitale zu überführen und die Hürde, technische Endgeräte im Unterricht einzusetzen, zu minimieren.

Mit digitalen Lernmaterialien wie Schulheften, Hausaufgabenheften oder Karteikarten spart man nicht nur unglaublich viel Papier, sondern kann seine Notizen überallhin mitnehmen und besser organisieren.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Ehrlich gesagt hatte ich das gar nicht geplant. Als ich die ersten digitalen Lernmaterialien auf Social Media geteilt habe, wurde ich sofort gefragt, wo es die zu kaufen gibt. Nach dem Launch des Online-Shops und der Erstellung eines individuellen digitalen Hausaufgabenhefts für ein Dresdner Gymnasium nahm die Gründung nach und nach ihren Lauf.

Welche Vision steckt hinter Dipalino? 

In meinem Studium habe ich mir damals ein Tablet zugelegt und arbeite seitdem papierlos. 2020 haben im Rahmen des DigitalPakts Schule viele meiner Freundinnen, die gleichzeitig Lehrerinnen sind, Tablets erhalten und mich gefragt, welche Möglichkeiten solch ein Tablet bietet und wie sie diese im Unterricht einsetzen können.

Da habe ich angefangen, digitale Lehrerkalender für eine bessere Unterrichtsorganisation zu erstellen. Als ich diese auf Social Media geteilt habe, wurde ich darauf angesprochen, ob ich die Planer nicht auch anderen zur Verfügung stellen könne.

Seitdem wächst das Portfolio digitaler Lernmaterialien stetig: Von digitalen Schulheften über Lehrerkalender bis hin zu Hausaufgabenheften und Klausurenplanern ist alles dabei.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert? 

Vergangenes Jahr habe ich am Startup Bootcamp von dresdenIexist teilgenommen, weil ich zwar Lust auf Gründen hatte, aber überhaupt nicht wusste, was es dafür braucht. In dem Startup Bootcamp werden junge Leute mit Gründungsideen sieben Wochen lang auf ihre Pitches vorbereitet, die sie dann einer Jury präsentieren. Ähnlich, wie bei Höhle der Löwen.

Im Rahmen dessen konnte ich zwei Business Angels von der Idee überzeugen, die mich seitdem bei der Gründung von Dipalino zu unterstützen.

Wer ist die Zielgruppe von Dipalino?

Die technischen Voraussetzungen sind denkbar einfach: Ein Tablet mit Eingabestift und das war’s. Dipalino konzentriert sich vorrangig auf die Erstellung digitaler Lernmaterialien, sodass die Zielgruppe Schüler:innen, Lehrkräfte, Studierende und Azubis mit Tablets sind.

Daneben gibt es aber auch digitale Alltagsplaner, Kalender und Fitnessplaner. Es ist also für jeden was dabei, der digital unterwegs ist, ungerne auf die Handschrift verzichtet und sich trotzdem gut organisieren möchte.

Wie funktioniert Dipalino? Wo liegen die Vorteile?

Standardisierte und app-unabhängige Lernmaterialien für den papierlosen Unterricht von morgen: Mithilfe unserer digitalen Lernmaterialien wollen wir einen Mehrwert für Tablets im Unterricht in Schulen, Hochschulen und anderen Bildungseinrichtungen schaffen.

Unsere digitalen Lernmaterialien sind angepasste Schreibvorlagen und individuelle Skripte, die auch offline nutzbar sind und einen einfachen Weg vom Analogen ins Digitale bereiten.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? 

Meine Vorteile sind zum einen das Netzwerk vor Ort sowie der direkte Kontakt in die Bildungseinrichtungen und zum anderen meine Reichweite bei Social Media. Für die Studierenden der TU Dresden erstellt Dipalino derzeit einen individuellen digitalen Planer. Ein Dresdner Gymnasium nutzt bereits ein digitales Hausaufgabenheft, das mit individuellen Informationen zur Schule gefüllt ist.

Dipalino, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Immer mehr Schulen von den Vorteilen der Digitalisierung zu überzeugen! Oft fehlt es an WLAN oder dem notwendigen Know-How der Lehrkräfte, sich mit Tablets und Co. auseinanderzusetzen. Unsere digitalen Lernmaterialien sind so niedrigschwellig, dass sie wirklich auf jedem Tablet mit Eingabestift funktionieren. Unser Ziel für die nächsten fünf Jahre ist es, deutschlandweit in Schulen vertreten sein.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Traut euch! Gerade Frauen sollten viel öfter den Schritt in die Gründung wagen. Es muss auch nicht immer eine App oder ein KI-Thema sein. 

Nutzt Netzwerke! In jeder größeren Stadt gibt es Berater:innen, denen Ihr von eurer Gründungsidee erzählen könnt. Sie schätzen schnell ab, was die Stärken und Schwächen sind und können euch den richtigen Leuten vorstellen.

Analysiert eure Idee und die Zielgruppe! Gründer:innen sollten sich klar machen, wen sie mit ihrer Idee oder ihrem Produkt ansprechen und was der Mehrwert der Lösung ist. Im nächsten Schritt sollte man sich auch überlegen, wie man mit der Lösung Geld verdienen möchte, da man ja von irgendetwas leben muss.

Wir bedanken uns bei Katharina Porepp für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

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