Donnerstag, Mai 28, 2026
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Legt frühzeitig Wert auf Employer Branding

formary B2B Plattform, die die digitale Beschaffung von Kunststoff Tiefziehteilen ermöglicht

Stellen Sie sich und das Startup formary doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Lisa-Marie Bittner und Moritz Bittner und Gründer von formary. formary ist eine B2B Plattform, welche die digitale Beschaffung von Kunststoff Tiefziehteilen ermöglicht. Tiefziehen ist ein Verarbeitungsverfahren von Kunststoff, welches vor allem bei technischen Anwendungen wie Gehäusen oder Automatisierungstrays seine Stärken hat. formary vereint einen schnellen, digitalen Anfrageprozess mit einem Lieferanten-Netzwerk, welches alle spezifischen Produkte fertigen kann. Der One-Stop-Shop für alle Einkäufer und Ingenieure, die individuelle Tiefziehteile benötigen.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Wie der Nachname schon vermuten lässt, sind wir Geschwister. Als wir 2017 aus unvorhersehbaren Gründen ins Familienunternehmen einstiegen, fiel uns auf, wie tradiert die Beschaffung in vielen B2B Bereichen, auch im Tiefziehen, immer noch ist. Dieselben Kunden, die privat bei Amazon Next-Day Lieferung in einem Klick shoppen, müssen beim Einkauf ihrer industriellen Teile einen mühsamen Prozess, inklusive Mail Ping-Pongs, unbeantworteter Telefonate und ineffizienter Absprachen, erdulden. Daher haben wir uns vorgenommen, das zu verändern und formary gegründet.

Welche Vision steckt hinter formary?

Unsere Vision ist es, den Beschaffungsprozess von Thermoformteilen zu revolutionieren und die umsatzstärkste Thermoforming Plattform in Europa zu werden. Wir wollen die zentrale Plattform für Anfragen im Thermoforming für Start-ups, KMUs und bis hin zum Konzern werden. Das bedeutet, omnipräsent auf allen Kanälen zu erscheinen, eine starke Marke aufzubauen und uns durch optimierte Prozesse, kompetitive Preise und Produktlösungen für alle Anwendungen als Ansprechpartner Nummer 1 zu etablieren.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Eine große Herausforderung war, aus dem Zwei-Personen Start-up herauszuwachsen und ein Top Team in den Bereichen Sales, Marketing, Operations, Produkt- und Softwareentwicklung aufzubauen. Anfangs, und eigentlich auch noch jetzt, lösen wir quasi jedes Thema, das wir angehen, auf der grünen Wiese. Jede Woche gilt es, schnell neue Prozesse aufzubauen und skalierbar festzuhalten, einen Meeting-Rhythmus zu etablieren, der effizientes Arbeiten bei optimalem Austausch zwischen den Teams etabliert und best practices in jedem Funktionsbereich zu entwickeln.

Ebenso arbeiten wir konstant und intensiv daran, Prozesse mit unseren Partnerunternehmen zu etablieren, welche es uns ermöglichen, unsere Kunden noch proaktiver betreuen zu können.

Die wohl größte Herausforderung momentan ist der Einsatz von Machine Learning und regelbasierten Algorithmen, um die Kalkulations- und Matching-Prozesse komplett zu automatisieren. Wir werden die nächsten Monate den Kundenwert bei der Nutzung von formary nochmals maßgeblich erhöhen – und auch danach sicher nicht stoppen, unser Produkt kontinuierlich weiter nah am Kunden zu optimieren.

Wer ist die Zielgruppe von formary?

Tiefziehen ist ein Verarbeitungsverfahren, das in fast jeder Branche Anwendungen findet. Unsere Zielgruppe sind B2B Unternehmen, für die Tiefziehteile oft B und C Produkte sind, welche sie schnell und unkompliziert von Kleinmengen bis hin zu größeren Serien beziehen möchten. Dabei bedienen wir Kunden im Start-up Bereich, über Mittelstand bis hin zu Konzernen. Unsere Kontaktpersonen sind technische Einkäufer, Konstrukteure, Produktionsingenieure und Produktentwickler.

Wie funktioniert formary? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

formary ermöglicht digitale Anfragen über einen Produktkonfigurator in nur 60 Sekunden. Anschließend gleichen wir die Anfrage mit passenden Lieferanten aus unserem Netzwerk ab. Dabei wählen wir den Anbieter aus, der optimal zum gewünschten Produkt passt.

Unsere Kunden erhalten innerhalb von 24 Stunden ein Angebot sowie einen ersten Beratungscall. Gemeinsam besprechen wir dabei die beste Umsetzung des Produkts. Wichtig ist außerdem: Wir sind selbst Vertragspartner und begleiten jedes Projekt von Anfang bis Ende. Dadurch sind wir kein klassischer Marktplatz, sondern direkt in die Wertschöpfung integriert.

Traditionelle Anfrage- und Entwicklungsprozesse im Tiefziehen sind oft langsam und kompliziert. Meist beginnt alles mit einer Google-Suche. Dabei bleibt häufig unklar, welcher Hersteller das gewünschte Produkt überhaupt fertigen kann. Kunden wissen oft nicht, ob ein Lieferant die passenden Materialien, Maschinen oder Montagemöglichkeiten besitzt.

Danach folgt häufig das, was wir „E-Mail-Ping-Pong“ nennen. Informationen, Rückfragen und Spezifikationen werden ständig hin- und hergeschickt. Oft passiert das parallel mit mehreren Anbietern.

Am Ende liegen verschiedene Angebote vor, die sich preislich stark unterscheiden. Gleichzeitig bleibt oft unklar, worin sich die Lieferanten in der Produktion unterscheiden. Zusätzlich sind viele kleinere Betriebe schwer erreichbar, weil die Verantwortlichen selbst stark im Tagesgeschäft eingebunden sind.

Das bedeutet für Kunden mehr Aufwand, längere Wartezeiten und ein höheres Fehlerrisiko. Genau diese Probleme möchten wir mit formary lösen.

formary, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir arbeiten aktuell an der Integration von KI-Technologien und Algorithmen. Ziel ist es, Prozesse zu automatisieren und Kunden mehr Zeit sowie Transparenz zu bieten.

Derzeit entwickeln wir unter anderem automatische Pricing-Modelle, eine automatische Materialauswahl sowie die passende Lieferanten-Zuordnung für Anfragen. Zusätzlich arbeiten wir an der automatischen Datenauslesung bei Anfragen zu fertig konstruierten Tiefziehteilen.

In Richtung unserer Partnerbetriebe möchten wir uns immer tiefer integrieren und vor allem den Informationsfluss weiter optimieren. Hier zielen wir mittelfristig den Datenaustausch via API-Schnittstellen an, was lieferantenseitig allerdings einige technische Grundausstattungen voraussetzt.

Unser Produkt-Portfolio besteht aktuell aus allen gängigen Tiefziehanwendungen, die wir alle abdecken können, sowie Nachbearbeitungsverfahren in Fügetechnik und Oberflächenveredlung. Hier möchten wir weitere Verfahren mit aufnehmen, um Kunden ein noch vollständigeres Verfahren-Portfolio bieten zu können.

Momentan sind wir ausschließlich in der DACH-Region tätig. In den nächsten Jahren wollen wir in die Internationalisierung gehen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Aus den Erfahrungen, die wir in unserer Branche und unserer Ausgangsituation gemacht haben, würden wir anderen Gründern folgende drei Dinge raten:

Heutzutage gibt es viele no code und low code Tools, um das erste digitale MVP-Produkt zeit- und kostensparend zu entwickeln. Sobald sich zeigt, dass Marktinteresse für die Lösung besteht, schnell in den Aufbau eines Teams gehen.

Daher: Schon frühzeitig mit Employer Branding, Recruiting und Personalentwicklung beschäftigen. Du willst Talente und A-Player in deinem Start-up, die relevante Teile des Start-ups mit dir aufbauen, und die müssen gefunden, gehalten, glücklich gemacht und gefördert werden.-

Probleme in B2B Märkten anzugehen, gestaltet sich oft komplex und hält jede Menge Herausforderungen bereit. Daher gilt: Je größer das zu lösende Problem, desto wichtiger ist es, einen komplementären Mitgründer zu finden, dem man zu 100% vertraut und mit dem man sich gerade nach Gründung den Aufbau des Grundgerüsts aufteilen kann. Auch in den darauffolgenden Wachstumsphasen können so die Bereiche auf mindesten zwei Schulterpaare verteilt werden.

Wir bedanken uns bei  Lisa-Marie Bittner und Moritz Bittner für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: formary

Kontakt:

Roland Bittner GmbH
Donaustraße 11
D- 71522 Backnang

https://www.formary.de/
info@formary.de

Ansprechpartner:
Lisa-Marie Bittner und Moritz Bittner

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer
Sabine Elsaesser is an experienced entrepreneur and media/startup expert. Since 2016, she has served as the Chief Editor and CEO of StartupValley Media & Publishing. In this role, she is responsible for managing the company and providing strategic direction for its media and publishing activities. Sabine Elsaesser takes great pleasure in assisting individuals and businesses in reaching their full potential. Her expertise in establishing sales organizations and her passion for innovation make her a valuable advocate for startups and entrepreneurs.
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