Montag, März 4, 2024
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getpress macht PR für Unternehmerinnen und Unternehmer, die ihre disruptiven Ideen in die Medien bringen wollen. Und alle, denen traditionelle Agenturen ein bisschen zu traditionell sind.

Stellen Sie sich und das Startup getpress doch kurz unseren Lesern vor!

Die meisten Gründerinnen kennen uns wahrscheinlich. Wir sind in den letzten Jahren zu
der Anlaufstelle für Start-up PR in DACH geworden. Mittlerweile haben wir schon mehr als
300 disruptive Geschäftsideen in die Presse gebracht – für die größten
Wachstumsunternehmen und Innovatorinnen Europas. Alle kennen zum Beispiel Enpal, share oder unu. Dabei sind wir selbst ziemlich disruptiv unterwegs. Denn wir denken PR grundsätzlich neu: Output driven, effizient und messbar. Gegründet haben wir getpress 2018. Damals waren es nur mein Co-Pilot Basti und ich. Heute versammeln wir ein etwa fünfzig köpfiges Team aus PR-Expertinnen und Journalistinnen um uns.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Die Branche kämpft seit langem mit ihrem schlechten Image. Wir haben jahrelang die PR in einem großen Start-up aufgebaut, das von ProSiebenSat.1 gekauft worden ist. Dabei haben wir immer wieder gemerkt: Viele Unternehmerinnen wollen und brauchen dringend die
öffentliche Plattform. Aber an klassischer Agenturarbeit haben sie sich die Finger verbrannt.
getpress haben wir als Gegenentwurf gegründet: PR ohne Bullshit. Transparent und KPI-
getrieben. Das gab es so vorher nicht – aber ja, das geht.

Welche Vision steckt hinter getpress?

Durch PR kannst du den öffentlichen Diskurs mitgestalten. Wir geben Unternehmen eine
Plattform, die mit ihren Ideen den Fortschritt und Wandel in Europa pushen. Dazu zählen
zum Beispiel Greentech Vorreiter wie Enpal, Health Innovatoren wie (Heal/SHS Capital)
oder Mobilisatoren wie unu.
Dafür müssen wir verändern, wie Öffentlichkeitsarbeit funktioniert. Journalistinnen brauchen keine 300 Mails am Tag mit Pressemitteilungen, die sie nicht interessieren. Sie brauchen spannende Geschichten, die auf ihre Ziele einzahlen. Hier spielen wir gerne Dolmetscherin und bringen Unternehmen und Redaktionen zusammen.

Von der Idee bis zum Start – was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir sind bootstrapped. Also haben wir das Start-up-Game gleich im schwersten Modus
gespielt. Aber: Bootstrapped heißt auch, dass man wahrscheinlich besser strukturiert ist als
die meisten fremdfinanzierten Companies. Es gab kein Geld zu verbrennen. Das hat uns zu

schnellen Fortschritten gezwungen, z.B. beim Hiring: Am Anfang haben wir aus
Unerfahrenheit viele Miss-Hires gemacht. Wir mussten schnell lernen, den Prozess zu
optimieren, etwa durch effizientes Tracken und Auswerten. Jetzt ist er wahrscheinlich
ausgefeilter als der von so manchem Konzern. Letztes Jahr haben wir so über 4.000
Bewerbungen reinbekommen – und die besten 0.7 Prozent gehired.
Auch beim Markteintritt selbst hatten wir eine steile Lernkurve: Unser Kampf gegen die
etablierte Erzählung der Agenturwelt bringt immer Skeptiker*innen auf den Plan. Dass wir
dann tatsächlich auf KPIs arbeiten, statt Stunden abzurechnen, das überzeugt am Ende.

Wer ist die Zielgruppe von getpress?

Gemeinsam mit uns wächst auch unsere Zielgruppe. Wir steuern hauptsächlich die
Kommunikation für Startups in einer starken Wachstumsphase und große
Wachstumsunternehmen wie Enpal, sofatutor und Co. Außerdem betreuen wir VCs wie
Picus Capital.

Dabei muss es (auch) für uns ein guter Fit sein. Unsere Kund*innen sind in der Regel
Unternehmen, die stark wachsen und ein disruptives Business führen – mit Fokus auf DACH und UK/Großbritannien. Einen positiven Impact auf unsere Gesellschaft haben. Und nicht zu vergessen: Sie (kommen zu uns, weil sie) wissen, wie wichtig PR für den
Unternehmenserfolg ist.

Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir haben eine Agentur noch nie von innen gesehen und selbst als Start-up angefangen.
Deshalb haben wir beschlossen, es anders zu machen als der Rest: Klare Zielversprechen,
keine #prfromhell, kein Spam. Stattdessen arbeiten wir super journalistisch, individuell und
persönlich. Daraus haben wir eine Methode entwickelt, die messbar ist und auf die sich
unsere Kundinnen verlassen können. Wir rechnen beispielsweise nicht nach Stunden ab, sondern sichern Unternehmen “X Artikel pro Quartal“ zu. Das glauben viele erst mal gar nicht. Gleichzeitig arbeiten unsere PRlerinnen auf 2-3 Themen, statt 7-8. Wir haben ganz
klar einen Fokus gesetzt: Full Service PR von Strategie über Artikel bis zu Interviewtraining.
Darin sind wir die Besten. Keine Events, kein Instagram.

getpress, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir wollen perspektivisch die Nr. 1 in PR für Growth Companies in Europa werden und die
Zukunft der Branche maßgeblich mitgestalten. Zukunfts-getpress möchte auch andere PR-
Fachleute von unserem Ansatz überzeugen – um Unternehmen und Journalist*innen vor schlechter Pressearbeit zu bewahren.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg
geben?

Mach nicht alles mit dir selbst aus. Hol dir früh erfahrene Mentorinnen an Bord (am besten „Smart Money“ oder Advisory). Die ersparen bei aller Notwendigkeit für Lerneffekte so manchen unnötigen Fehler.

Join your fellows. Was dich die beste Idee manchmal vergessen lässt: Gründen ist mental belastend und extrem herausfordernd. Stelle sicher, dass du die richtigen Werkzeuge hast, um damit umzugehen. Schließe dich zum Beispiel einem Gründerinnen-Netzwerk an, um von den Insights und Erfahrungen anderer zu profitieren und deine eigenen Sorgen zu teilen(z.B. Entrepreneurs’ Organization oder Mission Female).

Du bist nur so erfolgreich wie dein Team. Das Hiring ist entscheidend für den Erfolg eines
Unternehmens. Stell von Anfang an sicher, dass du die richtigen Leute an Bord hast. Richtig
heißt dabei nicht einfach “die Besten”, sondern: die Besten für dich und deine Mission. “They make or break you”.

Wir bedanken uns bei Maximilian Ziche für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

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