Samstag, Februar 4, 2023
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Macht eure Hausaufgaben

gigmit hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Welt der Live-Musik zu vereinfachen

Stellen Sie sich und das Startup gigmit doch kurz unseren Lesern vor!

Live Events begeistern uns. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, die Welt der Live-Musik zu vereinfachen. gigmit ist wie Tinder, nur dass sich Künstler*Innen und Veranstalter*Innen daten um Konzertauftritte zu verabreden. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Nach 15 Jahren eigener Tätigkeit im Konzert- und Festivalgeschäft war klar: Das Live-Musikbusiness in seiner jetzigen Form ist komplex und hat zu viele Einstiegshürden. Deshalb wollen wir Tourneen, Buchungen und die Events zu einem reibungslosen Erlebnis machen. Wir wollen aufräumen: Das Live-Musikbusiness sollte schnell, einfach, datengesteuert und für alle zugänglich sein.

Welche Vision steckt hinter gigmit?

Jedes künstlerische Talent soll Live spielen können und zwar dort wo es Sinn macht und auch wirtschaftlich erfolgreich funktionieren kann. Wir machen uns Daten zu nutze, und stehen dafür, diese Daten transparent zugänglich zu machen. Irgendwann werden wir vorhersagen können, wie voll ein Konzert in Zukunft sein wird. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Hätte ich gewusst, dass Gründen so ein harter und steiniger Weg ist, hätte ich es nie gemacht. Paradox: Trotzdem kann ich mir nichts besseres vorstellen. Zu sehen, wenn Künstler*Innen in der Welt spielen wo sie nie zu träumen gewagt hätten aufzutreten bzw. richtig Karriere machen mit unserer Unterstützung, ist einfach toll. Leider gibt es nur sehr wenige Unterstützer für Gründer*Innen bei Politik, Banken und in der klassischen Wirtschaft.

Wer ist die Zielgruppe von gigmit?

gigmit ist eine Plattform, die es den derzeit 220.000 Veranstalter*innen und Künstler*innen ermöglicht, die beste Karriere zu machen, die man sich vorstellen kann. Das vorangestellt macht schnell klar: Wir arbeiten mit Bands und DJs weltweit zusammen, viele davon am Anfang ihrer Karriere. Außerdem nutzen uns tausende Clubs und Festivals, vor allem in Deutschland, Großbritannien und den USA. Das Level ändert sich aber gerade: Mehr mittlere und große Acts und Veranstalter interessieren sich für unser Business.

Wie funktioniert gigmit? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir sind super einfach. Du kannst von deinem Telefon aus durch den Club laufen und mal eben Künstler*Innen buchen, ohne den Überblick zu verlieren. Oder im Tourbus sitzen und die nächsten Konzerte planen. Es gibt keine andere Plattform, die sich mehr in die Nutzer der professionellen Veranstalter*Innen hineinversetzt hat und mit 220.000 Nutzer*Innen stechen wir schon heraus. Kaum eine andere Plattform hat mehr Nutzer*Innen und KEINE Plattform hat mehr Gigs für Bands und DJs.

gigmit, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir arbeiten daran Industriestandard der Livemusik-Industrie zu werden und 5 Millionen Nutzer*Innen auf unserer Plattform zu vereinen – so viele Künstler*Innen hatte MySpace zu peak-Zeiten. Nicht mehr und nicht weniger.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

(1) Macht eure Hausaufgaben (Market research). (2) Macht Sport. (3) Gebt nie auf.

Wir bedanken uns bei Marcus Fitzgerald für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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