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Feedback und Austausch sind das Wertvollste für die Umsetzung der Idee

Sophie Willborn die Gründerin von Headwave, Headwave TĀG einem Motorradhelm mit integriertem Lautsprecher ist am 08. Mai 2023 in die Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und das Startup Headwave doch kurz vor!

Ich bin Sophie, leidenschaftliche Motorradfahrerin und die Erfinderin von Headwave. Ich bin Ingenieurin und Produktdesignerin und seit 2015 Geschäftsführerin der Headwave GmbH

Headwave hat sich zum Ziel gesetzt Menschen zu inspirieren das Leben nicht zu ernst und verbissen zu sehen und das Leben einfach zu genießen.

Um diese Leichtigkeit zu erreichen, haben wir Headwave TĀG erfunden. Mit Musik macht einfach alles mehr Spaß. Headwave ist ein Bluetooth-Lautsprecher für Helme, der den Helm selbst als Resonanzkörper nutzt. Das Gerät wird einfach unkompliziert außen an den Helm geklebt und erzeugt über Vibrationen einen Raumklang – vergleichbar mit Musik im Auto. Der Vorteil ist, dass alles komplett kabelfrei ist und nichts die Ohren blockiert. Headwave ist die legale uns sichere Lösung, um mit einem Helm Musik oder Navigations-Ansagen zu hören und liefert dabei noch eine beeindruckende Soundqualität und einem kräftigen Bass.

Wie ist die Idee zu Headwave entstanden?

Ich habe vor einiger Zeit meinen Motorradführerschein gemacht. Das System, das ich für die Ansagen vom Fahrschullehrer bekommen habe, war überraschend schlecht. Ich studierte zu dem Zeitpunkt Maschinenbau und so stellte ich mir irgendwann die Frage, ob die Helmschale an sich nicht schon hart genug sein könnte, um selbst als Lautsprecher zu dienen. Das Ergebnis erster Tests war so überragend, dass ich schon meine Fahrschulprüfung mit dem ersten selbst-zusammengelöteten Prototypen absolvierte. 

Interessant war allerdings, dass jeder, der die Erfindung getestet hat, erstmal begeistert rief „Wow, der Hammer!!!“. Alle waren unglaublich überrascht von dem Klangerlebnis und dem Bass im Helm und der Einfachheit und Genialität der Erfindung. Mir machte es mega Spaß das Strahlen in den Augen der Tester zu sehen und so beschloss ich das Produkt weiterzuverfolgen. Eigentlich hatte ich das Gerät nur für mich selbst entwickelt, aber mittlerweile ist daraus eine erfolgreiche solide Firma geworden.

Welche Vision steckt hinter Headwave?

Headwave steht für Leichtigkeit, Genialität und Made-in-Germany-Qualität. Unsere Produkte haben einen hohen Ingenieursstandard und werden mit neusten Technologien gefertigt.

Headwave will mit seinen Produkten die Menschen inspirieren das Leben nicht zuuu ernst zu nehmen …und das geht am besten mit Musik und guter Laune.  

Wer ist die Zielgruppe von Headwave?

Bisher haben wir Produkte für Motorradfahrer entwickelt. Dort war der PainPoint am größten.

Dieses Jahr wollen wir auch den Actionsportlern der ganzen Welt mit unserer Erfindung zu einem fetten Grinsen verhelfen.

Wir haben eine kleine Version des Produkts entwickelt, die perfekt an Ski-Helme, Snowboard-Helme, E-Bike-Helme, Fahrradhelme, Kletterhelme, Reithelme, Kite-Helme oder sogar Bau-Helme passt.

Mit dem neuen Produkt „Patch“ kann jetzt jeder Helm ganz einfach in eine Boombox verwandelt werden, für Musik und auch Navigations-Ansagen. Selbst Kommunikation ist durch ein Bluetooth-Mikrofon möglich. 

Durch den Raumklang bleiben die Ohren dabei für wichtige Umgebungsgeräusche frei. Nichts drückt an den Ohren. Das System ist komplett kabelfrei.

Die Löwen (v.l.) Carsten Maschmeyer, Dagmar Wöhrl, Nils Glagau, Judith Williams und Ralf Dümmel unterziehen den Lautsprecher für Motorradhelme von „Headwave TAG“ direkt einem Praxistest. Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung „Die Höhle der Löwen” zu bewerben?

Ich wurde konkret von der Produktionsfirma angefragt, ob es nicht interessant für uns wäre an der Show teilzunehmen und uns zu bewerben möchten. Wir sehen das als Chance einen geeigneten Investor für das neue Produkt zu finden.

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Mir war es wichtig Headwave als Grown-Up Startup zu präsentieren. Es geht nicht nur um ein Mädel mit einer Idee, die dort steht und nach Geld fragt, um ihren Traum verwirklichen zu können, sondern um ein solides Unternehmen mit planbaren Umsätzen und damit eine interessante und lukrative Investmentmöglichkeit.  

Die richtige Investitionssumme zu finden war letztendlich nicht ganz einfach. Wir benötigen 550.000 Euro für die Umsetzung des neuen Produkts. Aber mit dem Wissen, dass die Löwen eher kleinere Deals präferieren, habe ich den Investitionsbetrag auf 375.000 Euro reduziert und geplant den fehlenden Betrag über Working Capital zu realisieren.

In der Show konnte ich leider nur als Einzelperson die Headwave GmbH vertreten. Aber ich habe natürlich ein mega tolles Team, das hinter mir und dem Unternehmen steht. Gemeinsam werden wir jetzt die nächsten Herausforderungen angehen, die das neue Produkt „Patch“ und der dadurch deutlich größere Markt mit sich bringen.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung „Die Höhle der Löwen” geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Es ist schon echt eine Erfahrung dort teilzunehmen. Besonders die Homestory war echt ein Highlight. Dort kam das Filmteam zu uns nach Berlin und wir haben zusammen ein paar Szenen gedreht. Am coolsten waren die Drohnen-Aufnahmen von mir auf dem Motorrad.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch „Die Höhle der Löwen” viele Interessenten und auch Medien auf Headwave aufmerksam werden?

Wir bringen dieses Jahr ein neues Produkt raus, mit Fokus auf den schnell wachsenden E-Bike Markt und Action-Sport-Markt. Der Vorverkauf hat sogar schon erfolgreich gestartet.
Ich bin sehr gespannt, welchen Gelegenheiten sich durch die Ausstrahlung noch ergeben. Die Reichweite der Sendung ist schon enorm und es gibt eine Menge cooler Menschen da draußen, mit denen eine Zusammenarbeit produktiv wäre. Ideal wäre eine Kooperation mit jemanden, der das neue Produkt direkt in die Shops bringen kann, so dass alle Chancen genutzt werden können, die diese Erfindung bietet.

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Unser Wunsch-Löwe war Ralf Dümmel, da er sich mit Hardware-Vermarktung auskennt und überragende Kontakte in der Consumer-Branche hat. Er wirkt sehr sympathisch, was eine angenehme und produktive Zusammenarbeit vermuten lässt.

Sophie, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Dieses Jahr konzentrieren wir uns voll und ganz auf das neue Produkt für den stark gehypten E-Bike-Markt. Das wird eine interessante Herausforderung; raus aus dem gemütlichen Nischen-Markt Motorrad und rein in den riesigen E-Bike und Fahrrad-Markt, um dort richtig groß zu werden. Das Wachstumspotential ist enorm.

Mein Ziel ist es, dass in 5 Jahren einfach an jedem Helm – welcher Helm auch immer – ein Gerät von Headwave klebt. Und die Headwaver gut gelaunt bei ihrer Musik mitsingen und damit einfach mehr Freude und Leichtigkeit in die Welt bringen. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Ich würde neuen Gründern den Rat geben, die Idee nicht geheim zu halten. Die meisten haben enorme Angst, dass ihnen die Idee geklaut werden könnte. Feedback und Austausch sind allerdings das Wertvollste für die Umsetzung der Idee. Ideen gibt es viele, aber kaum welche werden erfolgreich umgesetzt. Patente sind überbewertet.

Dann würde ich unbedingt empfehlen sich auf EIN Problem zu konzentrieren und dieses wirklich zu lösen. Oft verliert man sich in Details und will so viel wie möglich Features integrieren. Die ganzen gut gemeinten Ratschläge aus dem eigenen Umfeld sind dabei meist wenig hilfreich. Wichtig ist es im engen Kontakt mit der Zielgruppe zu stehen.

Und als letzten Punkt kann ich empfehlen Produkte für Menschen zu machen, die man echt gerne mag. Wenn man seine Zielgruppe mag, löst man deren Probleme schon ganz von allein und arbeitet automatisch immer kundenorientiert.

Bild: Sophie Willborn Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Sehen Sie Headwave am 08. Mai 2023 in #DHDL

Wir bedanken uns bei Sophie Willborn für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

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