Freitag, Juli 19, 2024
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Macht Fehler und sammelt Erfahrungen

Die Gründer von Hopper Mobility, ein E-Bike im Look eines Stadtautos vereint die Vorteile des Fahrrads mit dem Komfort eines Autos, in der Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und das Startup Hopper Mobility doch kurz vor!

Wir sind Martin, Philipp, Torben und Georg und haben vor drei Jahren Hopper Mobility gegründet, weil wir der Meinung sind, dass wir individuelle Mobilität anders denken und leben müssen. Unser Hopper, ein E-Bike im Look eines Stadtautos, vereint die Vorteile des Fahrrads wie geringen Ressourcenverbauch, niedrige Kosten, die Möglichkeit auf dem Fahrradweg am Stau vorbeizufahren und bei der Parkplatzsuche unabhängig zu sein, mit dem Komfort eines Autos.

Wie ist die Idee zum Hopper entstanden?

Eine wichtige Rolle hat der Blick nach außen gespielt: Unser Verkehr ist sehr stark vom Auto geprägt, während in anderen Ländern andere Verkehrsmittel dominieren. In vielen asiatischen Ländern prägt beispielsweise das TukTuk das Bild und schafft eine vielleicht wuselig wirkende, aber vergleichsweise gut funktionierende Form der Mikromobilität. Die Idee, diese Art der Fortbewegung auf unser Umfeld zu übertragen, hat einen wichtigen Impuls für die Entwicklung des Hopper als praktisches, komfortables und vor allem ökologisches Verkehrsmittel für die Stadt gegeben.

Welche Vision steckt hinter dem Hopper?

Die Dominanz des Autos bedeutet Stau, Parkplatzmangel, Flächenverschleiß und vor allem einen unglaublichen Ressourcenverbrauch. Alles Probleme, die auch nicht durch den Umstieg auf E-Autos gelöst werden. Unsere Vision ist die einer alternativen Individualmobilität, die Flexibilität und Komfort bietet, ohne unsere Lebensgrundlage zu zerstören. Es geht um die Frage, wie wir uns eine lebenswerte Stadt vorstellen und wie wir es schaffen, individuell mobil zu bleiben, ohne mehr Ressourcen zu verbrauchen, als wir haben.

Wer ist die Zielgruppe von Hopper Mobility?

Ein wichtiger Fokus ist sicher die moderne Stadtbevölkerung und hier speziell Menschen, die viel innerhalb der Stadt unterwegs sind. Also Berufspendelnde, die auf dem Arbeitsweg vielleicht noch kurz die Kinder in der Kita abgeben, aber auch Unternehmen, deren Mitarbeitende keinen festen Arbeitsort haben, etwa in der ambulanten Pflege oder in bestimmten Handwerksberufen. Mit dem Hopper sind diese Menschen in vielen Städten schneller unterwegs als mit dem Auto und die nervige Parkplatzsuche entfällt, da der Hopper weit weniger Platz verbraucht und wie ein gewöhnliches Fahrrad abgestellt werden kann. Aber auch für Menschen, die auf dem Land oder in kleineren Städten wohnen, kann der Hopper eine günstige, komfortable und ökologische Alternative zum Auto sein.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung Die Höhle der Löwen zu bewerben?

Tatsächlich wurden wir von der Produktionsfirma von Die Höhle der Löwen kontaktiert, da sie den Hopper für ein tolles Produkt für ihre Show hielten. Die großartige Gelegenheit, unseren Hopper einer größeren Zuschauerschaft vorzustellen, wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und haben dann unsere Bewerbungsunterlagen eingereicht. Auch die Chance auf ein zusätzliches Investment, mit dem wir, die Produktion schneller aufbauen und den Hopper kostensparender herstellen könnten, hat uns zu den Löwen gelockt.  

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Es war schon viel zu tun. Zum Zeitpunkt der Aufzeichnung waren wir noch mitten im Entwicklungsstadium, aber natürlich wollten wir ein funktionierendes Produkt präsentieren, das einen guten Eindruck davon vermittelt, wie der Hopper später aussehen und funktionieren wird. Wir haben also viel geschraubt und parallel dazu überlegt mit welchen Fragen uns die Juroren löchern könnten. 

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung Die Höhle der Löwen geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Das ist natürlich eine große Bestätigung. Es zeigt, dass auch andere Menschen unsere Idee spannend finden und sich gerne weiter damit beschäftigen wollen. Als Startup, besonders im Hardwarebereich, wo man lange Entwicklungszeiten hat und es daher dauert bis man erstes Kundenfeedback bekommt, ist es wichtig, immer mal wieder so einen Motivationsschub zu bekommen. Bei der „Höhle der Löwen“ dabei zu sein, hat uns da sehr geholfen, ebenso wie die vielen privaten Unterstützer, die uns durch ihr Interesse, ihr Feedback oder sogar mit einer Anzahlung bestärkt haben.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch Die Höhle der Löwen viele Interessenten und auch Medien auf den Hopper aufmerksam werden?

Dieser Schritt ist auf mehreren Ebenen wichtig. Allein die Möglichkeit zu haben, einem großen Publikum und der Jury den Hopper vorzustellen, ist ein tolles Gefühl. Es bedeutet aber auch, dass man gewisse Dinge nochmal auf den Punkt bringen und manches vielleicht nochmal überdenken muss. Die Reichweite der Sendung und das Echo, das man bei Zuschauern und Medien erfährt, ist aber ein riesiger Anschub, der uns sehr dabei helfen wird, unsere Vision weiter zu verbreiten und als Startup erfolgreich zu sein.

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Unser Thema ist Mobilität, da waren wir natürlich besonders neugierig, wie Nico Rosberg reagiert. Aber auch Carsten Maschmeyer stand in unserem Fokus. Wir hatten einen recht hohen Investitionsbetrag im Sinn, eine Kombination aus beiden, war unsere Idealvorstellung.

Hopper, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren wird der Hopper nicht nur in deutschen Städten ein gewohntes Bild sein, sondern weltweit einen Beitrag zu gestiegener Lebensqualität und sauberer Mobilität leisten. Bis dahin soll es auch autonome Hopper geben, die ein lückenloses Sharing-Netz ermöglichen werden. In Zukunft werden wir vielleicht nicht mehr reiner Hersteller, sondern mehr und mehr Mobilitätsanbieter sein.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Ganz wichtig: Haltet durch! Entwickelt eure Vision, glaubt daran und bleibt ihr treu. Das heißt aber nicht, dass man nicht auch mal Dinge in Frage stellen muss.

Ein zweiter Tipp wäre: Traut euch! Macht Fehler und sammelt Erfahrungen. Nicht alles wird auf Anhieb klappen, aber scheut euch nicht, Dinge auszuprobieren.

Und zu guter Letzt: Habt Spaß! Als Startup-Gründer verbringt man so viel Zeit mit seinem Projekt, dabei eine gute Zeit zu haben ist aus unserer Sicht ungemein wichtig.

Bild Torben Müller-Hansen (im Auto) und (v.l.) Philipp Herrmann, Georg Schieren und Martin Halama präsentieren mit „Hopper Mobility“ einen Hybrid aus Auto und E-Bike. Sie erhoffen sich ein Investment von 1.000.000 Euro für 12 Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen. Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Hopper Mobility ist am 05. September 2022 in der Höhle der Löwen

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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