Freitag, Januar 16, 2026
StartWorkbaseLinkedIn zur Kundengewinnung funktioniert für IT-Experten nicht, stimmt’s?

LinkedIn zur Kundengewinnung funktioniert für IT-Experten nicht, stimmt’s?

Viele IT-Experten sind skeptisch in Bezug auf Online-Marketing, speziell wenn es um LinkedIn geht. Denn die meisten haben schon mal etwas auf LinkedIn probiert oder haben schlechte Erfahrungen gemacht. Oder erzielen keine Resultate, da sie diese Plattform stiefmütterlich behandeln. Einfach weil die Zeit und das Wissen fehlt.

Und das ist alles mehr als nachvollziehbar. Das Tagesgeschäft in der IT erledigt sich ja auch nicht von selbst. Außerdem haben die meisten CEOs ein sehr starkes offline Netzwerk, sind auf Events vertreten und können auf Empfehlungen von Kunden und Partnern zählen.

Da ist ja LinkedIn Marketing doch gar nicht mehr nötig, richtig?

Denken die meisten, das stimmt. Aber irgendwann kommt der kritische Moment, wo die Kunden ausbleiben und es zum ersten Mal spürbar ist. Dann ist es meistens schon zu spät.

Damit Ihnen das nicht passiert, möchte ich Ihnen heute zeigen, wie Sie LinkedIn in 5 klaren Schritten so aufbauen und optimieren, damit Sie darüber Kunden gewinnen können.

Und ich sage Ihnen auch gleich: Es wird nicht einfach und Sie müssen schon ein bisschen Schweiß und Herzblut reinstecken. Denn ansonsten würde LinkedIn ja jeder machen.

Also, lassen Sie uns gerne gleich starten.

Schritt 1: Sie brauchen eine klare Positionierung

Bevor Sie fragen: Nein, IT-Dienstleistungen für jeden anzubieten ist keine Positionierung.

Denn Ihre Interessenten müssen in 3 Sekunden verstehen, was Sie für wen anbieten. Und wenn Sie alle ansprechen wollen, sprechen Sie schlussendlich niemanden an.

Stattdessen sollten Sie sich lieber an folgenden 5 Fragen entlanghangeln, um auf einen grünen Zweig zu kommen.

Mit wem möchten Sie am liebsten arbeiten?
Welche Zielgruppe hat die finanziellen Mittel dafür?
Wem können Sie am besten helfen?
Wer sind Ihre Traumkunden?
Welche Probleme Ihres Traumkunden lösen Sie?

Mit den Antworten sollten Sie auf 1-5 Branchen kommen, eine Unternehmensgröße festlegen können, die Positionen der Personen kennen, mit denen Sie sprechen wollen und die Länder, in denen Sie Ihre Services anbieten wollen.

Schritt 2: Entwickeln Sie ein unwiderstehliches Angebot

Das klingt vielleicht auf den ersten Blick einfach, doch ein wirklich gutes Angebot braucht die eine oder andere graue Zelle.

Denn zum Beispiel einfach nur ein Cybersecurity Angebot zu haben, ist noch kein wirkliches Angebot.

Da gehört mehr dazu als nur die Sache an sich.

Entscheider kaufen, um beim Beispiel zu bleiben, keine Cybersecurity-Maßnahmen, sondern Ergebnisse, Resultate und Wirkung. Was Sie genau machen, ist relativ egal.

Sie als Person und wer Sie als Mensch sind, ist sehr wichtig beim Thema Angebot.

Denn Vertrauen entsteht von Mensch zu Mensch, und nicht von Mensch zu technischer Lösung.

Schritt 3: Sie brauchen ein Content-System

Denn wenn Sie wissen, worüber Sie schreiben können und was auf LinkedIn gut ankommt, dann nimmt Ihnen diese Klarheit viele Kopfschmerzen.

Am besten posten Sie 2 Mal die Woche qualitativen Content, statt 5 Copy-Paste-KI-Texte.

Achten Sie auf einen guten Content Mix aus:
Thought Leader Content, wo Sie Ihre Expertise zeigen
Growth Content, wo Sie auf Trends und provokante Themen eingehen können
Social Content, wo Sie als Person oder Ihr Team im Mittelpunkt stehen
Promotional Content, wo Sie auch mal ein Webinar oder ein Angebot bewerben dürfen

Schauen Sie immer darauf, dass Sie das in Form von Storytelling machen. Heißt, egal worüber Sie schreiben, eine kurze Geschichte dazu lockert das Ganze auf.

Und seien Sie immer spezifisch, schreiben Sie anschaulich und auf den Punkt.

Schritt 4: Bauen Sie Ihr Netzwerk strategisch aus

Sortieren Sie im ersten Schritt alle Kontakte aus, die nicht Ihre Zielgruppe und keine Partner sowie bestehende Kunden sind. Das hilft dem Algorithmus, Ihnen die richtigen Personen vorzuschlagen und anzuzeigen.

Im zweiten Schritt können Sie Ihre LinkedIn Kontakte erweitern, indem Sie jede Woche 100 Vernetzungen an potenzielle Kunden rausschicken.

Achten Sie dabei darauf, dass die Vernetzungsquote ungefähr um die 40 % beträgt. Das ist ein guter Benchmark.

Wenn sie weit darunter liegt, optimieren Sie gezielt Ihr Profil oder testen Sie Vernetzungsnachrichten. Generell empfehle ich aber ohne.

Gerne können Sie auch täglich auf die Beiträge von Interessenten reagieren, indem Sie liken und kommentieren. Dadurch bekommen Sie mehr Reichweite.

Schritt 5: Schreiben Sie gezielt Ihre Kontakte an

Hier empfiehlt es sich, sich ein paar Gedanken zu machen, wie Sie Mehrwert stiften können.

Also statt einer plumpen Sales-Nachricht können Sie Ihren Kontakten eine kostenlose Cybersecurity Checkliste, ein Whitepaper zu Cyberrisiken oder sonstige Dinge entgeltfrei anbieten.

Das schafft Vertrauen, stärkt Ihre Expertise und erhöht die Chancen auf ein Gespräch.

Ihre konkreten Umsetzungsschritte

Speichern Sie sich diesen Artikel ab und arbeiten Sie ihn Schritt für Schritt durch.

Das muss nicht alles heute sein, sondern lassen Sie sich gerne Zeit.

Denn das ist die Basis und wenn die erstmal gut sitzt, dann kann LinkedIn schon bald Ihr neuer Kundengewinnung-Kanal Nummer 1 sein.

Sofern Sie das auch wollen und der Plattform eine Chance geben.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Fabio Huter
Fabio Huterhttps://www.fabiohuter-copywriting.com/
Fabio Huter ist LinkedIn-Marketing-Experte aus Österreich. Er hat über 25 DACH-Unternehmen begleitet und zeigt IT-Firmen, wie sie in 5 Schritten Positionierung, Angebot, Content, Netzwerk und Outreach so aufbauen, dass LinkedIn verlässlich neue Firmenkunden bringt.
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