Mittwoch, Februar 28, 2024
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Masterplan betriebliche Weiterbildung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Unternehmen

Stellen Sie sich und das Startup Masterplan doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Daniel Schütt und Stefan Peukert, die Gründer von Masterplan. Masterplan ist eine Weiterbildungsplattform für lebenslanges Lernen. Durch die steigende Veränderungsgeschwindigkeit und die Digitalisierung stehen Unternehmen vor der Herausforderung, die eigenen Mitarbeiter kontinuierlich weiterzubilden und nehmen eine völlig neue Rolle als Bildungseinrichtung ein. Unser Ziel: Die Ängste der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abzubauen, Wissen zu schaffen, zukunftsweisendes Denken und Handeln zu fördern und eine Lernkultur zu etablieren. Zu unseren Kunden zählen wir unter anderem die OTTO Group und Siemens. Auch die CDU hat für die Entwicklung des bundesweiten Weiterbildungsangebots MILLA auf Masterplan gebaut. 

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Masterplan ist schon das zweite Unternehmen, das wir gemeinsam gegründet haben. Direkt nach unserem Masterstudium haben wir das Karriereportal Employour (MeinPraktikum.de, Trainee.de, Ausbildung.de und Karista.de) gegründet und nach fünf Jahre erfolgreich verkaufen können. 2017 haben wir uns dann dazu entschieden, Masterplan zu gründen. Hintergrund war in erster Linie der Mangel an funktionierenden Lösungen für skalierbare Weiterbildung im B2B-Bereich. Mit dem Grundkurs für Digitalisierung hatten wir zudem ein Thema identifiziert, das derzeit quasi alle Unternehmen betrifft – dadurch hatten wir einen guten Start in den Markt!.

Welche Vision steckt hinter Masterplan?

Unsere Vision ist es, das global führende Betriebssystem für Weiterbildung im Unternehmensbereich zu werden.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Einige Unternehmen mit denen wir gesprochen haben in der Vergangenheit schlechte Erfahrung mit E-Learning-Angeboten gemacht. Die meisten Mitarbeiter haben bereits wenige Wochen nach der Einführung das Angebot nicht mehr genutzt. Das liegt in erster Linie daran, dass die Lerninhalte nicht relevant und fesselnd genug waren. Daher unterstützen wir unsere Kunden sowohl bei der Implementierung von Masterplan, als auch bei der Etablierung einer Lernkultur, um  eine langfristige Nutzung zu realisieren.

Zu unseren Investoren zählen Tengelmann Ventures, Ex-Bertelsmann-CEO Gunter Thielen, Trivago-Mitgründer Rolf Schrömgens, Kanzler der CODE University of Applied Science Thomas Bachem und DvH Ventures. Kürzlich hinzugekommen sind der Gründerfonds Ruhr, die NRW.BANK sowie die RAG-Stiftung. 

Wer ist die Zielgruppe von Masterplan?

Unsere Zielgruppe sind Unternehmen aller Branchen – idealerweise ab etwa 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Wie funktioniert Masterplan? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Auf Netflix, Amazon Prime und Co. konsumieren die Nutzerinnen und Nutzer heutzutage alle möglichen Inhalte. Wir haben den Anspruch, Weiterbildung genauso interessant und anregend zu gestalten. Und unsere Strategie geht auf: Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nutzen Masterplan sogar in ihrer Freizeit.  Das Angebot von Masterplan funktioniert auch ähnlich wie Streaming-Plattformen, nämlich über ein Abo-Modell. Unsere Kunden bezahlen ein jährliches Abonnement pro Angestellten, die die Plattform dann unbegrenzt nutzen können. 

Damit das Thema Weiterbildung bestmöglich in den Arbeitsalltag der Angestellten integriert wird, unterstützen wir unsere Kunden bei der Implementierung von Masterplan. Wir nutzen unsere eigene Plattform auch für das Onboarding neuer Kollegen und Kolleginnen. So können sie alle Abläufe und Teammitglieder schon kennenlernen, bevor es richtig los geht. Auch das Onboarding neuer Kunden findet natürlich direkt über Masterplan statt. 

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Als Digitalunternehmen hat sich intern nicht so viel durch Corona verändert. Wir hatten zum Beispiel schon vorher eine Homeoffice-Regelung, die jedes Team für sich selbst bestimmen konnte. In Corona-Zeiten und mit steigenden Homeoffice-Zahlen ist allerdings das Interesse an E-Learning-Angeboten bei unseren Kunden gestiegen und wir konnten einen starken Nutzerzuwachs beobachten.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Bei unseren Kunden und ihren Angestellten hat der zügige Wechsel ins Homeoffice durch die Corona-bedingten Kontaktbeschränkungen viele Fragen aufgeworfen: Wie benutze ich Webkonferenz-Software wie zum Beispiel Zoom? Oder: Wie können Prozesse und Abläufe auch ohne physische Meetings problemlos ablaufen? Daher haben wir die Inhalte auch entsprechend angepasst. Die jüngste Finanzierungsrunde dient unter anderem auch der Erweiterung des bisherigen Contents um noch mehr Homeoffice-relevante Inhalte. 

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Unternehmen erkennen durch die Pandemie stärker die Vorteile der Digitalisierung. Firmen jeglicher Größe – aber vor allem der Mittelstand – werden durch die Krise noch schneller in puncto Digitalisierung aufholen müssen, um zukunftsfähig zu bleiben. 

Masterplan, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren sehen wir uns als das Betriebssystem für betriebliche Weiterbildung für Unternehmen – weltweit.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Entscheidungen schnell treffen und im Notfall nachjustieren
  2. Konsequent sein 
  3. Transparenter Umgang mit dem Team, insbesondere in Entscheidungsprozessen

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Daniel Schütt und Stefan Peukert für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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