OpenUp sichert sich 20 Millionen und will europäischer Champion werden
Die europäische Mental Wellbeing Plattform OpenUp erhält ein Investment von 20 Millionen Euro. Angeführt wird die Runde mit 18 Millionen vom belgischen Venture Capital Fonds Smartfin. Bestandsinvestor Rubio Impact Ventures aus den Niederlanden beteiligt sich mit zwei Millionen.
OpenUp ist derzeit in den Niederlanden, Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Belgien aktiv und betreut mehr als 2.000 Unternehmen mit insgesamt 600.000 Mitarbeitenden und deren Angehörigen. Das frische Kapital soll das Wachstum auf dem deutschen Markt stärken sowie eine mögliche Expansion in neue europäische Märkte vorbereiten auf Basis eines bereits profitablen und validierten Geschäftsmodells.
Hoher Bedarf trifft auf überlastetes Gesundheitssystem
Rund 30 Prozent der Beschäftigten in der EU berichten von Stress, Depressionen oder Angstsymptomen. Hinzu kommt ein struktureller Wandel durch KI und geopolitische Unsicherheiten, der den Druck auf Mitarbeitende weiter erhöht. Doch die hohe Nachfrage nach psychologischer Betreuung kollidiert vielerorts mit überlasteten Versorgungsstrukturen des öffentlichen Gesundheitssystems. Die Problematik wirkt sich dadurch stärker auf die Unternehmen aus, die für jeden Beschäftigten, der unter mentalen Gesundheitsproblemen leidet, Kosten von durchschnittlich 2.300 Euro aufgrund von Krankheitstagen tragen müssen.
OpenUp bietet Unternehmen eine Plattform, über die Mitarbeitende unkompliziert Zugang zu Psycholog:innen, Lifestyle Coaches und Finanzexpert:innen erhalten ohne Wartelisten, anonym und in über 35 Sprachen. In Deutschland zählen STRABAG, Statista und Decathlon zu den größten Kunden.
„Arbeitgeber übernehmen eine immer größere Verantwortung für das mentale Wohlbefinden ihrer Mitarbeitenden. Gleichzeitig verändert KI grundlegend die Art, wie wir arbeiten. Unternehmen sollten sich damit auseinandersetzen, wie sie ihre Mitarbeitenden bei dieser Transformation bestmöglich begleiten genau dabei unterstützen wir“, sagt Gründer Gijs Coppens. Der ausgebildete Psychologe und ehemalige Ingenieur ist überzeugt: „Niederschwellige professionelle Beratung für Mitarbeitende sollte in jedem Unternehmen Normalität sein.“
Investor sieht Skalierbarkeit mit Menschlichkeit und KI
Jürgen Ingels, Gründer von Smartfin, begründet das Investment:
„OpenUp verbindet von Anfang an menschliche Nähe mit Technologie. Wir sind überzeugt, dass dieser Ansatz kombiniert mit dem verantwortungsvollen Einsatz von KI mentale Unterstützung zugänglich und skalierbar macht.“
Das Kapital soll OpenUps europäische Expansionsstrategie stärken sowie den Ausbau des Produkt und Expert:innenportfolios vorantreiben.
Bild Gijs Coppens Bildcredits: OpenUp
Quelle getpress GmbH


























