Donnerstag, Februar 2, 2023
StartWorkbaseNordpreneur: 5 Tipps für Teilnehmer an Gründerwettbewerben

Nordpreneur: 5 Tipps für Teilnehmer an Gründerwettbewerben

Viele Start-up-Gründer*innen zögern, an Gründer-Wettbewerben teilzunehmen. Die Gründe sind z. B. Zweifel, ob eine Bewerbung vor der Unternehmensgründung möglich sei oder die Gründung zu lange zurückläge. Zudem befürchten Start-ups, bei einem Sieg müssten Unternehmensanteile abgegeben werden oder der Pitch sei zu kompliziert. 

Dabei sind einige Start-up-Veranstaltungen auf Unternehmen ausgerichtet, die noch vor der Gründung stehen oder bereits vor ein paar Jahren gegründet haben. Wie so eine Teilnahme an einem Gründerwettbewerb aussehen kann und was Start-ups dabei beachten sollten, schildert uns Daniel Desler von CheckmyNext in einem Interview. Der Flensburger Gründer hat sich darauf spezialisiert, Gebrauchtwagen vor dem Kauf durch deutschlandweite Fachleute prüfen zu lassen und konnte mit dieser Idee den Existenzgründerpreis „Nordpreneur 2020“ gewinnen. 

Tipp 1: Mut zur Bewerbung und das Pitchen üben

Mit einer kurzen Beschreibung des Unternehmens fing die Bewerbung von CheckmyNext auf der Onlineplattform von Nordpreneur an. „Nachdem wir das Pitchdeck eingereicht hatten, erhielten wir die Nachricht, dass wir unseren Pitch vor der Jury präsentieren dürfen. Damit hatten wir anfangs gar nicht gerechnet und waren deshalb positiv überrascht“, beschreibt Daniel Desler, dass sich der Mut zur Bewerbung gelohnt hat. 

Neben dem Gründer qualifizierten sich acht weitere Start-ups aus ganz Deutschland im Auswahlverfahren. „Wir erfuhren per E-Mail, dass das Finale wegen Corona als Digitalevent stattfinden würde. Danach haben wir zielstrebig daran gearbeitet, unseren Pitch zu verfeinern.

Tipp 2: Im Pitch einen klaren Fokus auf das Produkt legen

Für ihre Online-Präsentation vor der Jury hatten alle Teilnehmer jeweils 5 Minuten Zeit und durften sich im Anschluss für weitere 10 Minuten den Juryfragen stellen. Daniel Desler gibt für den idealen Pitch folgenden Tipp: „Gründer sollten ihren Fokus klar auf das Produkt legen und sich nicht zu sehr in den Prozessen verlieren, die sich nur beiläufig um das Produkt drehen. Im Vordergrund des Pitches steht das Produkt und das Geschäftsmodell. Zudem sollte das Pitchdeck klar strukturiert sein und der rote Faden für die Jury ersichtlich werden.

Tipp 3: Auch an regionalen Gründer-Wettbewerben teilnehmen

Neben den internationalen und deutschlandweiten Existenzgründerpreisen gibt es auch zahlreiche regionale Start-up-Wettbewerbe, die sich Gründer genauer anschauen sollten. Bei der Nordpreneur, der höchstdotierten Gründerveranstaltung Norddeutschlands, können innovative Bewerber neben den Preisgeldern auch einen Publikumspreis gewinnen. 

Frank Collatz, einer der Nordpreneur-Urheber und Geschäftsführer von ConceptNord schildert, warum dieser regionale Gründerpreis ins Leben gerufen wurde: „2019 haben sich fünf Unternehmer unterschiedlicher Branchen aus dem Raum Flensburg Gedanken gemacht, wie Gründer aus der Region unterstützt werden könnten. Mit dem Nordpreneur war die Idee geboren, Start-ups finanziell und fachkundig unter die Arme zu greifen, die noch vor der Gründung stehen oder in den letzten 3 Jahren gegründet haben. Ein weiterer positiver Nebeneffekt, der sich durch Teilnahme an unserem Start-Up-Wettbewerb ergibt, ist die zusätzliche Reichweite für die Gründer.

Tipp 4: Die Wettbewerbsbedingungen bzgl. der Preisgelder genau lesen

Mancher Ideen-Wettbewerb ist zwar mit einem hohen Preisgeld dotiert, aber mitunter an Auflagen und Bedingungen der Jury geknüpft – z. B. an Firmenbeteiligungen. Beim Nordpreneur ist das anders: „Die Gründer können alle Gewinne frei nutzen. Wir binden die Siegerprämien bewusst nicht an bestimmte Bedingungen. Wir wollen die Unternehmen in der Gründungsphase lieber beratend und finanziell unterstützen, statt sie durch Firmenbeteiligungen an uns zu binden“, erklärt Frank Collatz den Sinn der bedingungslosen Preisgelder.

CheckmyNext hat sein Preisgeld übrigens in das Online-Marketing investiert. „Wir konnten mit der Siegerprämie Schritte bei unserer Onlinepräsenz vorziehen, die wir eigentlich erst später geplant hatten.“

Tipp 5: Existenzgründer, bewerbt Euch bis zum 26. August für den 3. Nordpreneur

Gründer und Start-ups mit innovativen Ideen können sich noch bis zum 26. August 2021 bewerben, mit den Tipps ihr Pitchdeck einreichen und vor der Jury präsentieren. 

Folgende Preise winken den Gewinnern:


JurypreisPublikumspreis
1.Platz7.500 EUR von Concept Nord7.500 EUR von der UEBF GmbH
2.Platz1.000 EUR plus SEM/-SEO Coaching mit Jürgen Wiest von position worx GmbH & Co. KG aus Köln3 Tage Strukturberatung im Rahmen der Gründung
3.Platz2 Tage Business-Coaching von Classig GmbH mit Gunnar Schröder2 Tage operatives Training/Sales Prozess „challengen“ mit Sarah Jochimsen (Freelancer for Sales Consultant)

Bewerben kann sich jeder, der nach dem 16. September 2018 gegründet hat oder aktuell noch in der Gründungsphase ist. Hier geht’s zu weiteren Informationen und zur Online-Bewerbung der Nordpreneur 2021

Bild: Preisgeldübergabe v.l.n.r. Femke Ebsen(UEBF) Frank Collatz (UEBF) Daniel Deisler (CheckmyNext) Carsten Daus (CheckmyNext)

Autor: UEBF GmbH

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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