NutriSync ist eine KI-basierte Plattform für personalisierte Ernährung, die Menschen dabei unterstützt, gesunde Entscheidungen alltagstauglich und dauerhaft in ihren Alltag zu integrieren.
Was ist NutriSync und wer sind die Menschen hinter dem Startup?
NutriSync ist eine KI-basierte Plattform für personalisierte Ernährung mit Fokus auf Umsetzbarkeit im echten Alltag. Hinter dem Startup steht ein Team aus Produkt, Technologie und Health mit der gemeinsamen Überzeugung, dass gute Ernährung nicht an fehlendem Wissen scheitert, sondern an der Umsetzung im täglichen Leben.
Wir kommen selbst aus der Praxis als Nutzer und Produktbauer und haben NutriSync genau aus dieser Perspektive entwickelt. Nicht als theoretisches Optimierungsmodell, sondern als Werkzeug, das im Alltag funktioniert.
Wie ist die Idee zu NutriSync entstanden und welches persönliche Problem wolltet ihr damit ursprünglich lösen?
Die Idee zu NutriSync entstand aus einer persönlichen gesundheitlichen Situation von Patrick. Aus diesem Anlass musste er sich intensiv mit Ernährung auseinandersetzen und stellte fest, dass es zwar viele Apps und Konzepte gibt, aber keine Lösung, die im Alltag dauerhaft funktioniert.
Die bestehenden Produkte waren entweder zu starr, zu komplex oder setzten ein Maß an Disziplin voraus, das im echten Leben kaum durchzuhalten ist. Damit wurde eine klare Lücke im Markt sichtbar. Es fehlte eine Lösung, die Ernährung flexibel, alltagstauglich und langfristig nutzbar abbildet.
NutriSync ist genau aus diesem persönlichen Bedarf heraus entstanden und mit dem Anspruch, dass sich Ernährung an das Leben anpassen muss und nicht umgekehrt.
Ihr sprecht von realer Umsetzbarkeit statt perfekter Ernährungspläne. Was bedeutet dieser Ansatz konkret im Produktalltag?
Reale Umsetzbarkeit bedeutet für uns, dass Abweichungen kein Fehler sind, sondern Teil des Systems. Nutzer müssen nicht neu anfangen, wenn ein Tag anders läuft als geplant.
Im Produktalltag heißt das flexible Mahlzeiten, tägliche Anpassungen statt starrer Wochenpläne und Feedback, das sich am tatsächlichen Verhalten orientiert. NutriSync bewertet keine Disziplin, sondern unterstützt Kontinuität.
Welche Zielgruppe habt ihr mit NutriSync im Blick und welche Bedürfnisse stehen dabei im Vordergrund?
Unsere Zielgruppe sind Menschen, die grundsätzlich gesund leben möchten, aber keine Zeit oder Lust auf permanente Selbstoptimierung haben. Viele haben bereits mehrere Ernährungs Apps ausprobiert und diese wieder aufgegeben.
Im Vordergrund stehen Orientierung ohne Überforderung, Flexibilität ohne Kontrollverlust und Fortschritt ohne Perfektionsdruck.
Viele Ernährungs Apps scheitern an der langfristigen Nutzung. Wie begegnet NutriSync genau dieser Herausforderung?
NutriSync begegnet dieser Herausforderung, indem Adherence als zentrales Designprinzip verstanden wird. Wir optimieren nicht für ideale Tage, sondern für normale Tage.
Durch adaptive Logik, reduzierte Reibung und einen klaren Fokus auf das Wesentliche entsteht ein System, das Nutzer begleitet statt bewertet. Ziel ist nicht maximale Aktivität, sondern nachhaltige Nutzung.
Welche Rolle spielt Künstliche Intelligenz bei euch jenseits von Buzzwords wie Meal Scanner oder Swap Logik?
Künstliche Intelligenz ist bei NutriSync kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug zur Reduktion von Komplexität. Sie hilft dabei, Entscheidungen abzunehmen, Muster zu erkennen und Empfehlungen an den Alltag anzupassen.
Die KI arbeitet im Hintergrund. Nutzer müssen sie nicht verstehen, um von ihr zu profitieren. Der Mehrwert liegt in der Anpassungsfähigkeit des Systems und nicht in der Sichtbarkeit der Technologie.
Was macht NutriSync aus eurer Sicht einzigartig im Vergleich zu anderen KI gestützten Nutrition Lösungen?
Der Unterschied liegt weniger in einzelnen Funktionen als im Gesamtansatz. NutriSync ist konsequent auf Kontinuität ausgelegt und nicht auf kurzfristige Optimierung.
Während viele Lösungen versuchen, Verhalten zu kontrollieren oder zu korrigieren, akzeptieren wir Unregelmäßigkeiten als Normalzustand. Diese Haltung ist tief im Produktdesign verankert.
Welche Hürden habt ihr beim Aufbau des Produkts bisher erlebt und was habt ihr daraus gelernt?
Eine der größten Herausforderungen war es, bewusst Funktionen wegzulassen. Gerade im Health Bereich besteht die Versuchung, immer mehr Daten, Regeln und Features einzubauen.
Wir haben gelernt, dass Klarheit und Einfachheit entscheidend für langfristige Nutzung sind und dass weniger oft mehr ist. Diese Erkenntnis prägt unsere Produktentscheidungen bis heute.
Wie sieht eure Vision für NutriSync in den nächsten zwei bis drei Jahren aus und welche Funktionen stehen dabei im Fokus?
Unsere Vision ist es, NutriSync als verlässlichen täglichen Begleiter für Ernährung zu etablieren. Nicht als Kontrollinstrument, sondern als unterstützendes System.
Der Fokus liegt auf weiterer Personalisierung, tieferer Integration von Wearable Daten und dem Ausbau adaptiver Logik mit dem klaren Ziel, den Alltag zu erleichtern und nicht zu verkomplizieren.
Nach eurem Soft Launch. Welche frühen Learnings haben euch besonders überrascht oder bestätigt?
Überrascht hat uns weniger das Nutzungsvolumen als die Nutzungskontinuität. Nutzer interagieren nicht perfekt, kommen aber regelmäßig zurück.
Das bestätigt unsere Annahme, dass Adherence kein Motivationsproblem ist, sondern ein Designproblem. Wenn sich das Produkt anpasst, bleiben Menschen eher dran.
Welche drei Ratschläge würdet ihr anderen Gründerinnen und Gründern geben, die ein digitales Health Produkt aufbauen wollen?
Erstens für den Alltag gestalten und nicht für Idealszenarien.
Zweitens Komplexität konsequent reduzieren auch wenn es schwerfällt.
Drittens Verhalten als Teil des Produkts verstehen und nicht als Schwäche der Nutzer.
Im Health Bereich entscheiden Vertrauen und Nutzbarkeit stärker als reine Technologie.
Bildcredits: @privat
Wir bedanken uns bei Patrick Maghazehi und Nicolas Schwerdtfeger für das Interview
Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder
























