Montag, Mai 20, 2024
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Proof of Concept durch Einbeziehung von Zielgruppen

SchokoSchatz ist die plastikfreie und nachhaltige Schokoladen-Überraschung für Kinder und für Lieblingsmenschen. Bio- und Fairtrade zertifiziert

Stell dich und dein Startup SchokoSchatz doch kurz unseren Lesern vor.

Mein Name ist Betty Winkler, ich wohne mit meiner Familie in der Nähe von Augsburg und habe 2023 den SchokoSchatz auf den Markt gebracht. Der SchokoSchatz ist die plastikfreie und nachhaltige Schokoladen-Überraschung für Kinder und für Lieblingsmenschen. Bio- und Fairtrade zertifiziert.

Seit September 2023 gibt es den SchokoSchatz in zwei Varianten: Den SchokoSchatz für Kids – eine hochwertige Vollmilch-Schokoladen-Kugel gefüllt mit verschiedenen Edelsteinen zum sammeln & tauschen. Die Kinder lieben es – da gibt es z.B. den „Schlaf-Gut-Stein“ oder den „Mut-Mach-Stein“ zu entdecken. Das Produkt ist Bio, Fairtrade zertifiziert und komplett plastikfrei.

Zusätzlich haben wir noch die Variante „Für Lieblingsmenschen“ entwickelt. Hier sind verschiedene Speckstein-Produkte aus Kenia enthalten. Kleine Herzen, Glücksbringer und Blumensteine – alle handbemalt und fair gehandelt. 

Warum hast du dich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Ich bin schon seit einigen Jahren im als Marketing-Consultant selbstständig und habe einige Startups im Food-Umfeld unterstützt. Ich wollte immer schon ein eigenes Produkt auf den Markt bringen, aber mir fehlte die zündende Idee. Dann hat mein Sohn Valentin letztes Jahr in der Weihnachtszeit mehrere Überraschungs-Eier geschenkt bekommen. Und darüber habe ich mich geärgert: So viel Verpackung, so wenig Spiel-Spaß, billige Schokolade. Und am Ende landete einfach alles im Plastikmüll… Als ich festgestellt habe, dass es keine vernünftige Alternative dazu gibt, war das mein Gründungsmoment: Dann mach ich es einfach selbst J Und weil sich nicht nur Kinder über kleine Überraschungen und Mitbringsel freuen, habe ich den SchokoSchatz für Lieblingsmenschen gleich noch mitentwickelt.

Was war bei der Gründung von  SchokoSchatz die größte Herausforderung?

Die allergrößte Herausforderung war auf jeden Fall, ein komplett plastikfreies Produkt zu entwickeln, das trotzdem lebensmittelecht ist und für den direkten Schokoladen-Kontakt zugelassen ist. Aber hey, das hat nach langer Recherche und vielen Rückschlägen dann doch geklappt J

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Hmh, gute Frage. Ich bin schon sehr pragmatisch veranlagt, aber ich habe schon so lange an dem Produkt gefeilt, bis es aus meiner Sicht perfekt war und vor allem auch meinen 7 jährigen Sohn überzeugt hat.

Welche Vision steckt hinter  SchokoSchatz?

Wir wollen mit dem SchokoSchatz das Thema Schenken neu denken: 1. Unsere Produkte sollen echten Mehrwert bieten und für leuchtende Augen bei den Beschenkten sorgen. 2. ist Nachhaltigkeit und Umweltschutz ein wichtiger Pfeiler unserer Firma. Und 3.,  last but not least, ist uns der Fairtrade-Gedanke extrem wichtig.

Wer ist die Zielgruppe von  SchokoSchatz?

Kinder zwischen 3-12 Jahre, die Edelsteine super finden (und das sind fast alle Kids) und deren Eltern, Großeltern, Tanten und Co, die Wert auf Nachhaltigkeit legen. Und prinzipiell Alle, die lieben Menschen ein tolles Mitbringsel schenken wollen.

Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet dich von anderen Anbietern?

Die Kombination aus hochwertiger Schokolade, Überraschung und Nachhaltigkeit ist momentan einzigartig auf dem MarktJ

Wo geht der Weg hin? Wo siehst du dich und  SchokoSchatz  in fünf Jahren?

Momentan sind wir sehr zufrieden – wir haben in den letzten 3 Monaten schon knapp 80 Einzelhändler vom SchokoSchatz überzeugen können und haben von Kunden viel positive Resonanz und Zuspruch bekommen. Zusätzlich sind wir in immer mehr Weltläden in Deutschland zu finden. Wir würden den SchokoSchatz gerne DACH-Weit auch im BIO-LEH platzieren. Wenn das gelingen sollte, wäre das großartig!

Welche drei Tipps würdest du angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Ich habe das große Glück, dass ich neben dem SchokoSchatz-Projekt immer noch ein, zwei Kunden aktiv als Marketingconsultant betreue. Das ist zwar zeittechnisch ganz schön herausfordernd, bringt mich aber in die komfortable Situation, dass meine Fixkosten wie Krankenversicherung etc. immer gedeckt sind. Das ist mein 1. Rat: Soweit möglich würde ich immer „nebenbei“ gründen, um finanzielle Risiken zu minimieren – auch wenn es mehr Arbeit bedeutet.

Proof of Concept: Ich habe ein paar Wochen an meiner Idee gefeilt und sie dann im Friends&Family-Umfeld getestet – vor allem habe ich ganz viele Kinder befragt und sie aktiv an der Ausgestaltung mitwirken lassen. Das war toll und hat mir noch mehr Gefühl für mein Produkt vermittelt.

Außerdem habe habe ich es geschafft,  schon 3 Monate nach meiner Idee die ersten Prototypen in Händen gehalten. Das war ziemlich schnell aber hatte den entscheidenden Vorteil, dass ich ab diesem Moment auf den Handel zugehen konnte. Mein Gefühl ist, dass „über Ideen zu sprechen ohne ein haptisches Produkt in Händen zu halten“ nicht die große Stärke der Einkäufer ist;-) Außerdem haben wir zu diesem Zeitpunkt bemerkt, dass wir das Produkt nicht verschicken konnten – die Innenverpackung war nicht stabil genug und die Schokoladenwand zu dünn – die Produkte sind ganz oft zerbrochen. Hier mussten wir schnell nachsteuern, haben es aber noch früh genug bemerkt.

Das sind jetzt mal 3 Tipps, ich könnte noch stundenlang weiter erzählen…

Wir bedanken uns bei Betty Winkler für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

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