Samstag, Februar 4, 2023
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Versuche Dinge realistisch zu betrachten

snect sorgt für den Wissensaustausch durch das Teilen von Wissen innerhalb von Unternehmen

Stellen Sie sich und das Startup snect doch kurz unseren Lesern vor!

Hi, ich bin Antonia, CEO und Co-Founder von snect. Mit snect sorgen wir für einen schnellen und einfachen Wissensaustausch innerhalb von Unternehmen – ganz egal wo deren Mitarbeiter sitzen. 

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Ich bin definitiv nicht mit dem großen Wunsch aufgewachsen selbst eine Firma zu gründen. Vielmehr hat sich meine Begeisterung für Entrepreneurship und Innovation während meines Studiums und meiner ersten Arbeitserfahrung ergeben. Als wir dann eine Herausforderungen auf dem Markt erkannten, entstand mein erstes Unternehmen. 

Was war bei der Gründung von snect die größte Herausforderung?

Herausforderungen begegnet man als Gründer:in ständig – sei es die passenden Co-Founder zu finden oder die erste Niederlage wegzustecken. Besonders lernen mussten wir, dass wir uns von Ideen und Konzepten auch wieder trennen. 

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Definitiv! Ich halte es sogar für eine sehr guten Ausgangslage. Wenn man sich bewusst ist, dass noch nicht alles perfekt ist, ist man offen für Veränderung – einer der Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Marktanpassung. 

Welche Vision steckt hinter snect ?

Nur etwa 20% des eigenen Wissens bringen wir als Mitarbeiter in die Firma mit ein – ziemlich viel ungenutztes Potential, obwohl Wissen ja eigentlich das wichtigste Gut eines Unternehmens ist. Also stehen Unternehmen erstmal vor der Herausforderung des ungenutzten Potential, welches in den Mitarbeitern steckt. Hinzu kommt noch, wie Wissen eigentlich am erfolgreichsten transferiert wird. Wir sind uns sicher: durch Kommunikation und eine Grundlage der Vertrautheit. Aber wie kann ein Wissenstransfer auf Basis von Kommunikation und Vertrautheit in Zeiten von remote Working überhaupt funktionieren? Genau hier möchten wir Ansetzen und Wissenstransfer innerhalb der Firma nachhaltig verändern, in dem wir die Art und Weise wie Unternehmenswissen geteilt, gespeichert und abgerufen wird.  

Wer ist die Zielgruppe von snect ?

Mit snect richten wir uns an schnell wachsende Unternehmen mit mehr als 300 Mitarbeitern. Das geht dann von klassischen Mittelständlern bis hin zu großen Unternehmen. 

Wie funktioniert senct?

snect lässt sich schnell und einfach in eine Firma und ihren vorhandenen Strukturen integrieren. Innerhalb von drei Schritten kommen Mitarbeiter an die Antworten zu ihren Fragen – egal ob sie im Office oder auf den Bahamas sitzen. Mitarbeiter melden sich mit ihrer Firmenadresse an und hinterlegen ihre Kompetenzen und Dinge, die sie gerne lernen möchten. Nach erfolgreicher Registrierung können Mitarbeiter ihre Fragen stellen. Snect schickt diese Fragen automatisiert an die richtigen Ansprechpartner. Diese können sich dann per Mail, Telefon oder Chat an die Fragenden wenden um die Frage zu beantworten. 

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Es gibt viele Firmen, die sich mit dem Thema Wissen beschäftigen. Bei snect sind wir davon überzeugt, dass das ohne drei zentrale Kernpunkte nicht gelingen kann:
Integrity, Simplicity, Communication 

Kommunikation sehen wie – wie schon genannt – als einer der zentralen Punkt für ein erfolgreichen Wissenstransfer. Nur durch Kommunikation können Missverständnisse vermieden und bei akuten Fragen direkt nachgehakt werden. Ein weiterer Punkt ist die Einfachheit der Bedienung. Damit setzen wir nicht nur einen Fokus auf ein schlichtes und userfreundliches Design sondern beachten als unser oberstes Ziel, dass Mitarbeiter so schnell wie möglich an die richtigen Fragen zu ihren Antworten gelangen. Das bedeutet auch, dass unser System offen gegenüber der Integration Drittsysteme ist – je einfacher desto besser. 

snect , wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Mit snect möchten wir die Art und Weise verändern, wie Wissen innerhalb von Firmen transferiert, gespeichert aber auch zugänglich gemacht wird – das ist eine Reise auf die wir uns die kommenden Jahre begeben werden. 

Ich persönlich habe mir zum Ziel gesetzt, dass ich Innovation immer ein Raum in meinem Leben geben möchte – sei es für die kommenden 3, 5 oder 10 Jahre. Natürlich wünsche ich mir, dass ich ein Vorbild für andere junge Frauen, die in der Tech-Szene Fuß fassen wollen, sein kann. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Versuche Dinge realistisch zu betrachten. Wenn du mit dem Gedanken spielst zu gründen, wie hoch ist die Fallhöhe deine Scheiterns tatsächlich?  

Unterschätze die relevanz deines Netzwerks nicht, seien es Sparring Partner, um Ideen auszutauschen, Feedback für den ersten Clickdummy oder zur Suche deiner ersten Mitarbeiter. Egal wie unausgereift deine Idee ist, geh raus und trau dich mit Leuten zu sprechen! Zu guter letzt: Halte durch!. Auch wenn, es häufig viel langsamer vorangeht als man es eigentlich gerne hätte: Gründen ist ein Marathon und kein Sprint.

Wir bedanken uns bei Antonia Pervanidis für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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