Donnerstag, Februar 2, 2023
StartGründerTalkExterne Beratung ist unheimlich hilfreich und öffnet neue Wege

Externe Beratung ist unheimlich hilfreich und öffnet neue Wege

Transfairbag nachhaltige Verpackungslösungen für den Onlinehandel

Stellen Sie sich und das Startup Transfairbag doch kurz unseren Lesern vor!

Hi, wir sind Bennet und Yannick, die Gründer des Start-ups Transfairbag. Wir entwickeln nachhaltige Verpackungslösungen für den Onlinehandel. Unser Start-up entstand mit der Entwicklung der ersten plastikfreie Papierpolsterasche, die eine Luftpolsterversandtasche ersetzt und wirklich funktioniert. Unser Ziel ist es nämlich nicht nur ein nachhaltiges Produkt zu schaffen, sondern eine echte Alternative. Dabei legen wir unser Augenmerk besonders auf das Recycling der Produkte. Wir entwickeln unsere Produkte so, dass diese vom Verbraucher ungetrennt über die Altpapiertonne entsorgt werden können. Dadurch halten wir Ressourcen im Kreislauf und können aus dem Rohmaterial neuen Produkt herstellen.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Die Entscheidung ein Unternehmen zu gründen war spontan. Angefangen hat aber alles mit einem Online-Shop, den Yannick neben seinem Studium des Umweltingenieurwesens betrieb. Täglich wurden hunderte der Luftpolsterversandtaschen verwendet. Die Berge an Müll, die damit anfallen, sind beachtlich. Die Suche nach Alternativen am Markt war erfolglos. Alles, was es gab, war zu teuer, zu schwer, oder nicht in der passenden Größe verfügbar. So wurde die Idee der Transfairbag geboren. Durch die schon vorangegangene Selbständigkeit stellte sich die Frage also nicht ob, sondern wann das passende Unternehmen gegründet werden sollte.

Welche Vision steckt hinter Transfairbag?

Unsere Vision ist es, Verpackungen für den Entsorgungsweg zu optimieren. Wir wollen echte Alternativen schaffen und kein Greenwashing betreiben. Viele Produkte sehen nachhaltig aus, doch sind es nicht.

Genau hier setzen wir an. Als Umweltingenieure wissen wir, was es benötigt, damit ein Produkt wirklich nachhaltig ist. Gerade der Onlinehandel hat enormes Potenzial. Denn jährlich werden 4,5 Milliarden Pakete allein in Deutschland versendet. All diese Pakete setzten sich aus den unterschiedlichsten Materialien zusammen, welche aufwendig entsorgt werden müssen. Das traurige dabei, der Großteil landet trotz vermeintlich nachhaltiger Materialien in der Verbrennung. Das wollen wir verhindern und entwickeln innovative Lösungen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Das Gründen eines Start-ups ist wie ein Studium. Ständig sucht man neue Wege, um seine Ideen zu finanzieren. Die größte Herausforderung dabei ist, sich am Anfang in dieser neuen Welt zurechtzufinden. Wo und wie bekomme ich mein Kapital für das nächste Jahr? Diese Frage begleitet uns ständig. Mit Förderprogrammen und Investments lässt sich das bisher gut beantworten, doch endet der Förderzeitraum, stellt sich die Frage nach Kapital erneut. Je weiter die Idee allerdings zu einem Unternehmen heranwächst, desto mehr Wege eröffnen sich. Zusätzlich kann auf ein großes Netzwerk an Beratung zurückgegriffen werden.

Wer ist die Zielgruppe von Transfairbag?

Vorrangig richten wir uns an Unternehmen, speziell jene, die Produkte über den Onlinehandel versenden. Unsere Verpackungslösungen helfen Unternehmen dabei, den Wandel zu einem ökologischen Versand kostengünstig und einfach zu gestalten.

Aber auch Privatkunden können unsere Produkte beziehen. Damit ist es möglich, auch als Konsument dafür zu sorgen, dass Kunststoff auf dem Versandweg der Vergangenheit angehört.

Was ist das Besondere an den Verandtaschen? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Das Dilemma des nachhaltigen Versands auf Kosten von anderen wichtigen Eigenschaften wie Schutz, Preis oder Effizienz begleitet viele Unternehmen. Den ersten plastikfreien Versandumschlag haben wir somit nicht entwickelt. Aber mit der Transfaribag den ersten der wirklich funktioniert. Denn wir haben durch unser spezielles Polstermaterial einen Umschlag geschaffen, welcher alle Nachteile bisheriger Alternativen vermeidet und eine fast identische Kopie der Luftpolsterversandtasche ermöglicht. Das übertragen wir nicht nur auf Versandtaschen, sondern auf alle möglichen Produkte. Der nahtlose Ersatz zu konventionellen Verpackungen steht bei uns an erster Stelle.

Transfairbag, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Aktuell ist die plastikfreie Versandtasche das Produkt, mit welchem wir nach Außen treten. Wir stecken all unsere Energie in die Realisierung der Transfairbag. In 5 Jahren wollen wir einige weitere Produkte anbieten, denn der Bedarf ist hoch und wir haben noch viele Ideen, die nur auf die Umsetzung warten. Unser Ziel ist es, unsere Produktpalette auf viele Bereiche auszuweiten. Kunden und Endverbraucher sollen sich nicht fragen müssen, ist die Verpackung wirklich nachhaltig? Sondern Lösungen für genau diese Probleme erhalten.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Es gibt viele Rückschläge und Sackgassen, die überwunden werden müssen. Das Wichtigste ist neben der Idee der Spaß. Ohne den kann es schwierig werden, seine Ziele im Auge zu behalten. Wir brennen für unsere Idee und das ist der Grund, warum wir auch Rückschläge mit neuem Mut überwinden.

Externe Beratung ist unheimlich hilfreich und öffnet neue Wege, sollte sich einer verschließen. Egal wie einfach die Frage ist, an der man verzweifelt. Sucht direkt Hilfe, sobald ihr bei einem Thema nicht weiterkommt.

Nicht alles zu überdenken, ist eine Grundessenz, die jeder Gründer mitbringen muss. Ideen müssen sich entwickeln, und das passiert nur, wenn Dinge direkt angegangen werden.

Wir bedanken uns bei Bennet und Yannick für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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