zeitkapsl bietet einen verschlüsselten Cloud Speicher für Kinderfotos mit Fokus auf Datenschutz und wird am 17. Februar 2026 in der PULS 4 Sendung 2 Minuten 2 Millionen pitchen
Können Sie zeitkapsl kurz vorstellen und erläutern, welches Problem Sie im Umgang mit Fotos, Videos und digitalen Erinnerungen lösen möchten?
Wir schützen Fotos und Videos vor den neugierigen US Tech-Konzernen, mit einer sicheren europäischen Alternative zu Google Fotos oder iCloud.
Heute speichern die meisten Menschen ihre Erinnerungen bei großen Tech-Konzernen. Was für uns emotionale Momente sind, sind für Big-Tech-Unternehmen extrem wertvolle Datenquellen. Aus Fotos und Videos lassen sich mithilfe moderner KI sehr präzise Rückschlüsse auf den sozialen Hintergrund, die psychische Gesundheit, Kaufinteressen sowie politische oder religiöse Zugehörigkeiten ziehen.
Hinzu kommt, dass durch den US Cloud Act unter bestimmten Umständen auch US-Behörden Zugriff auf diese Daten erhalten können. Das bedeutet: Unsere privatesten Erinnerungen sind technisch und rechtlich nicht unter unserer vollständigen Kontrolle.
zeitkapsl verfolgt deshalb einen radikal anderen Ansatz:
Alle Bilder und Videos werden bereits auf dem Endgerät verschlüsselt – also bevor sie überhaupt hochgeladen werden. Dadurch wird garantiert, dass niemand außer den Nutzerinnen und Nutzern selbst auf die Inhalte zugreifen. Weder Tech-Konzerne, noch Hacker, noch KI-Systeme, auch wir als Anbieter nicht.
Welche Vision steht hinter Zeitkapsl und welches langfristige Ziel verfolgen Sie mit Ihrem Startup im Bereich Datenschutz und digitale Selbstbestimmung?
Wir möchten die Kontrolle über Fotos und Videos zurück in die Hände der Menschen holen – und bewusst zurück in die Europäische Union, wo Datenschutz ein Grundrecht ist und kein Geschäftsmodell.
Heute sind persönliche Bilder längst mehr als nur Erinnerungen. Sie sind hochsensible Datenquellen. Gleichzeitig sind viele Menschen faktisch abhängig von großen Cloud-Anbietern, bei denen sie weder technische noch rechtliche Kontrolle über ihre Inhalte haben. Echte Alternativen gab es bisher vor allem für Expert:innen, die ihre eigene Infrastruktur betreiben können.
Unser langfristiges Ziel ist es deshalb, digitale Selbstbestimmung radikal zu vereinfachen. Datenschutz darf kein Privileg für Technikaffine sein. Er muss alltagstauglich sein.
Besonders wichtig ist uns dabei der Schutz von Kinderfotos. Kinder können nicht selbst entscheiden, wo ihre Fotos gespeichert oder analysiert werden. Eltern tragen hier eine enorme Verantwortung. Und wir alle wissen: Was einmal im Netz landet, lässt sich nicht mehr vollständig zurückholen.
Digitale Selbstbestimmung soll kein Ideal bleiben, sondern gelebte Realität für jede Familie werden.
An wen richtet sich Ihr Produkt konkret und warum ist ein verschlüsselter, europäischer Cloud-Speicher für diese Zielgruppe besonders relevant?
zeitkapsl richtet sich an Jungfamilien im europäischen Raum.
Gerade Eltern speichern tausende Fotos und Videos ihrer Kinder – vom ersten Ultraschallbild bis zum Kindergartenalltag. Gleichzeitig sind genau diese Inhalte extrem sensibel. Kinder können nicht selbst entscheiden, wo ihre Bilder landen, wie sie analysiert werden oder ob sie möglicherweise in KI-Trainingsdaten einfließen.
Darüber hinaus bieten wir speziell für Kindergärten das „zeitkapsl Kit“ an – ein Rundum-Sorglos-Paket für den sicheren Umgang mit Kinderfotos. Es umfasst: rechtssichere Einverständniserklärungen für Eltern, Informationsfolder zum verantwortungsvollen Umgang mit Kinderfotos im Netz und einen persönlichen QR-Code für jedes Kind
So können Eltern die schönen Momente aus dem Kindergartenalltag miterleben – sicher und ohne Datenschutzrisiko.
Was hat Sie dazu bewogen, Zeitkapsl am 17. Februar in der Sendung 2 Minuten 2 Millionen zu präsentieren?
Wir wollten die Bühne von 2 Minuten 2 Millionen bewusst nutzen, um ein Thema sichtbar zu machen, das oft unterschätzt wird: Datenschutz bei Kinderfotos – insbesondere im KI-Zeitalter.
Noch nie war es technisch so einfach, aus Bildern umfangreiche Informationen zu gewinnen oder sie für Trainingszwecke zu verwenden. Gleichzeitig posten wir so viele Kinderfotos wie nie zuvor.
Hinzu kommt die aktuelle geopolitische Situation. Sie zeigt deutlich, wie abhängig Europa von großen US-Technologiekonzernen ist. Wir sind überzeugt, dass es echte europäische Alternativen braucht.
Die Sendung war für uns daher nicht nur eine Investoren-Chance, sondern vor allem eine Plattform, um Bewusstsein zu schaffen.
Mit welchen Erwartungen gehen Sie in die Sendung und welche Ziele verbinden Sie mit Ihrem Auftritt vor den Investoren?
Unsere Technologie steht, unser Produkt ist marktreif, jetzt geht es darum, das Thema in die Breite zu tragen. Dafür suchen wir strategische Partner.
Was war für Sie persönlich die größte Herausforderung bei der Vorbereitung auf den Pitch?
Die größte Herausforderung war, ein komplexes Thema wie Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, digitale Souveränität und geopolitische Abhängigkeiten in nur wenigen Minuten verständlich und emotional greifbar zu machen.
Datenschutz ist kein Produkt, das man „sieht“. Es geht um Vertrauen. Und Vertrauen lässt sich nicht über technische Details verkaufen, sondern über Haltung und Klarheit. Die Kunst war, die technische Tiefe hinter zeitkapsl auf eine Botschaft zu reduzieren: Eure Erinnerungen gehören euch, und sonst niemandem.

Welche Reaktionen oder Fragen der Investoren erwarten Sie insbesondere in Bezug auf Sicherheit, Skalierbarkeit und Geschäftsmodell?
Glaubt ihr wirklich mit Google und Apple konkurrieren zu können?
Skaliert die Technik dahinter?
Wie wollt ihr das verkaufen?
Wer ist bereit dafür zu zahlen und warum?
Welche Bedeutung hätte ein Investment für die Weiterentwicklung von zeitkapsl, etwa im Hinblick auf Produktfunktionen, Reichweite oder internationales Wachstum?
Ein Investment wäre ein massiver Beschleuniger im Bereich Marketing und Markenaufbau. Vor allem für unseren geplanten Markteintritt in Norddeutschland und den Niederlanden dieses Jahr.
Was sind die nächsten Schritte für zeitkapsl nach der Ausstrahlung der Sendung und welche Meilensteine möchten Sie in den kommenden Monaten erreichen?
Aktuell optimieren wir unsere Supportprozesse und arbeiten an Performance-Verbesserungen, um unsere Infrastruktur noch kosteneffizienter und skalierbarer zu machen.
Im Sommer wollen wir weitere Kindergärten in Österreich an Bord holen und unser „zeitkapsl Kit“ weiter ausrollen.
Welche Tipps würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die überlegen, ihr Startup in einer TV-Startup-Sendung zu präsentieren?
Seid glasklar in eurer Kernbotschaft. In wenigen Minuten entscheidet sich, ob euer Thema verstanden wird. Bereitet euch extrem gut vor, aber bleibt authentisch. Perfektion überzeugt weniger als Leidenschaft, Haltung und Überzeugung.
zeitkapsl ist am 17. Februar 2026 in der PULS 4 Sendung 2 Minuten 2 Millionen
Teambild: Bildcredits @privat
Wir bedanken uns bei Peter Spiess-Knafl für das Interview
Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.
























