Synfia.ai zeigt, wie KI-gestützte Gespräche Feedback auf ein neues Niveau heben und daraus verwertbare Insights für Unternehmen entstehen.
Wer steckt hinter Synfia.ai und welche Erfahrungen bringt das Team im Bereich KI und Marktforschung mit?
Hinter Synfia.ai steht ein interdisziplinäres Team aus Expertinnen und Experten an der Schnittstelle von Business, IT und Innovation. Ich selbst bringe über 15 Jahre Erfahrung in Venture Building und Corporate Innovation mit. Ergänzt wird das Team durch Psychologen mit starkem Fokus auf Interview-Methodik und Human-Machine Interaction, sowie Data-Analytics und Voice AI Experten.Wir verbinden technologische Kompetenz mit fundierter Interviewmethodik und sozialwissenschaftlichem Know-how. Zusätzlich arbeiten wir eng mit Universitäten in ganz Europa zusammen. So stellen wir sicher, dass unsere Lösung nicht nur technologisch stark ist, sondern auch methodisch sauber und menschlich wirksam.
Wie ist die Idee zu Synfia.ai entstanden und welches Problem wolltet ihr damit lösen?
Die Idee entstand aus der Überzeugung, dass Conversational AI ein zentrales Interface der Zukunft wird. Unser erster Anwendungsfall lag in der Innovations- und Ideenmobilisierung.
Unternehmen wollen viele Menschen einbinden, stoßen aber an Grenzen: Interviews sind nicht skalierbar, Formulare zu oberflächlich.
Wir haben daher KI-gestützte Sprachinterviews entwickelt. Mitarbeitende konnten ihre Ideen einbringen und wurden gleichzeitig durch gezielte Rückfragen zur Reflexion angeregt. So entstehen strukturierte, tiefgehende Datensätze.
Das hat global funktioniert und schnell gezeigt: Dieses Prinzip lässt sich auf viele Bereiche übertragen – von Kundenfeedback bis hin zu Mitarbeiter- und Stakeholderbefragungen.
Welche Vision verfolgt Synfia.ai im Umgang mit Feedback und datenbasierten Entscheidungen?
Wir bauen eine neue Kategorie: Conversational Insight Infrastructure. Unser Ziel ist es, Organisationen die Fähigkeit zu geben, jederzeit mit tausenden Menschen zu sprechen und daraus direkt verwertbare Erkenntnisse zu gewinnen. Wir ermöglichen es, Feedback aus unterschiedlichsten Gruppen schnell, tief und skalierbar zu erfassen. Von Kunden über Mitarbeitende bis hin zu neuen Märkten. Entscheidungen sollen nicht mehr auf Annahmen basieren, sondern auf echten Stimmen. Dadurch befähigen wir Organisationen, systematisch zuzuhören und auch jene einzubeziehen, die bisher kaum gehört wurden. So entstehen fundiertere und bessere Entscheidungen.
An welche Zielgruppen richtet sich eure Lösung und welche Bedürfnisse stehen dabei im Fokus?
Unsere Kunden sind mittelständische und Großunternehmen sowie öffentliche Organisationen. Alle stehen vor der gleichen Herausforderung: Sie müssen viele Menschen verstehen. Synfia.ai kommt überall dort zum Einsatz, wo das „Warum“ entscheidend ist. Von Kundenfeedback über Mitarbeiterbefragungen bis hin zu Innovation und Transformation. Wir liefern Tiefe bei gleichzeitiger Skalierbarkeit. Und das in Echtzeit, global und über 70 Sprachen hinweg.
Warum stoßen klassische Umfragen aus eurer Sicht an ihre Grenzen?
Gerade klassische Fragebögen reduzieren komplexe Meinungen auf einfache Antworten. Das reicht heute nicht mehr. Unternehmen brauchen Kontext, Nuancen und echte Beweggründe. Interviews liefern das. Sie sind aber nicht skalierbar und sehr teuer. Wir schließen genau diese Lücke. Mit KI-gestützten Gesprächen, die in die Tiefe gehen und gleichzeitig tausendfach parallel stattfinden können. Der entscheidende Unterschied: Wir generieren nicht nur Daten, sondern echte Insights. Dazu kommen neue Möglichkeiten wie Mehrsprachigkeit auf Knopfdruck und eine extrem niedrige Einstiegshürde durch Sprache.
Ein weiterer entscheidender Punkt ist die Auswertung: Transkripte werden automatisch analysiert und in verwertbare Insights übersetzt.
Wie gelingt es Synfia.ai, aus Befragungen echte Gespräche zu machen?
Der Schlüssel liegt in der Kombination aus Technologie und Methodik. Wir verbinden leistungsfähige Sprach-KI mit psychologischem und sozialwissenschaftlichem Know-how. Unsere KI nutzt bewährte Interviewtechniken, stellt gezielte Rückfragen und schafft eine sichere Gesprächsatmosphäre. Gleichzeitig gestalten wir die Interaktion so, dass sie sich natürlich und sicher anfühlt. So entsteht ein Gespräch, das sich natürlich anfühlt und echte Offenheit ermöglicht. Und genau das verändert die Qualität der Antworten grundlegend.
Was unterscheidet euren Ansatz von traditionellen Marktforschungs- und Feedback-Tools?
Wir denken Feedback neu: Nicht als Formular, sondern als Dialog. Unser Ansatz ist Voice-first, KI-gestützt, dynamisch und individuell. Statt starrer Fragebögen entstehen Gespräche mit individuellen Folgefragen. Der größte Unterschied liegt im End-to-End-Prozess: Von der Erstellung über die Durchführung bis zur Auswertung passiert alles in einer Plattform.Was früh er Monate gedauert hat, ist heute in Tagen oder sogar Stunden möglich. Und das ohne technische Hürden. Unser Fokus ist klar: maximale Erkenntnis bei minimalem Aufwand.
Welche Rolle spielt die KI konkret während eines Gesprächs mit Nutzerinnen und Nutzern?
Die KI ist die Interviewerin. Sie führt durch das Gespräch, stellt vertiefende Fragen und sorgt dafür, dass relevante Themen wirklich verstanden werden. Sie erkennt Zusammenhänge, hält den Fokus und reagiert auf Unsicherheiten. Gleichzeitig ist sie ein unterstützender Gesprächspartner, der erklärt, einordnet und Orientierung gibt. So entsteht ein Dialog auf Augenhöhe.
Mit welchen Herausforderungen seid ihr beim Aufbau von Synfia.ai konfrontiert und wie geht ihr damit um?
Eine der größten Herausforderungen war die Marktaufklärung. Viele Unternehmen mussten erst erkennen, was KI-gestützte Gespräche leisten können. Zudem stellt sich oft die Frage, ob Menschen überhaupt mit einer KI sprechen wollen. Unsere Antwort ist klar: Ja (wenn es richtig umgesetzt ist). Wir setzen daher auf Pilotprojekte. Sie machen den Mehrwert sofort erlebbar und schaffen Vertrauen.
Wie stellt ihr sicher, dass qualitative Insights auch skalierbar und nutzbar werden?
Skalierung entsteht bei uns durch Struktur. Unsere KI arbeitet innerhalb klar definierter Leitplanken und sorgt für konsistente Gesprächsqualität. Alle Gespräche werden automatisch transkribiert, analysiert und strukturiert. So entstehen aus tausenden Einzelgesprächen belastbare Muster und klare Erkenntnisse. Qualität und Skalierung schließen sich bei uns nicht aus – sie verstärken sich.
In welche Richtung wollt ihr Synfia.ai in den kommenden Jahren weiterentwickeln?
Wir entwickeln Synfia.ai zur zentralen Infrastruktur für Feedback und Insights in Organisationen. Der Fokus liegt auf noch stärkerer Analyse, Integration und Nutzung im Alltag von Unternehmen. Unser Ziel ist klar: Jede wichtige Entscheidung soll auf echten, skalierbaren Gesprächen basieren.
Welche drei Ratschläge würdet ihr anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?
Ratschläge sind immer so eine Sache, aber vielleicht so. Was für uns drei Prinzipien sind, die wir in unserem täglichen Handeln verinnerlicht haben:
Erstens: Klare Werte im Team sind das Fundament für alle Entscheidungen und nachhaltiges Wachstum.
Zweitens: Der größte Fortschritt entsteht dort, wo der aktuelle Engpass konsequent identifiziert und gelöst wird.
Drittens: Nähe zum Kunden ist entscheidend – kontinuierliches Feedback treibt Produktqualität und Wachstum.
Bild: René Mähr und Simon Rutar © Cecilia Capri
Wir bedanken uns bei Simon Rutar für das Interview
Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


























