AdAutomation unterstützt Unternehmen dabei, ihre digitale Kundengewinnung mit Werbekampagnen, Landingpages und einer zentralen Verwaltung von Kundenanfragen zu vereinfachen.
Können Sie sich und AdAutomation kurz vorstellen und erzählen, wie die Idee zur Gründung entstanden ist?
Mein Name ist Emre Cosmus, ich bin Gründer von AdAutomation und komme aus dem Performance Marketing. Ich beschäftige mich seit mehreren Jahren damit, wie Unternehmen über digitale Werbung neue Kunden gewinnen können. AdAutomation verbindet KI-gestützte Werbekampagnen, Landingpages und die Verwaltung von Kundenanfragen in einer Plattform.
Die Idee ist aus meiner praktischen Arbeit entstanden. Viele kleinere Unternehmen brauchen Unterstützung bei der Kundengewinnung, haben aber weder ein eigenes Marketingteam noch die Zeit, verschiedene Systeme selbst zu betreuen. Ich wollte die Abläufe, die dafür notwendig sind, einfacher zugänglich machen und in einer Software zusammenführen.
Sie kommen aus dem Performance Marketing. Welche Erfahrungen aus dieser Zeit haben Ihnen gezeigt, dass es eine Plattform wie AdAutomation braucht?
Eine zentrale Erfahrung war, dass eine gute Werbeanzeige allein noch keine erfolgreiche Kundengewinnung ausmacht. Nach dem Klick muss vieles zusammenpassen: die Landingpage, das Formular, die Erfassung der Anfrage und die anschließende Bearbeitung durch das Unternehmen.
Gerade an diesen Übergängen entstehen häufig Probleme. Kontakte werden in unterschiedlichen Systemen gespeichert, Rückmeldungen erfolgen zu spät oder es fehlt die Übersicht darüber, welche Anfragen bereits bearbeitet wurden. Für mich wurde dadurch deutlich, dass wir den gesamten Ablauf betrachten müssen. Nur die Anzeigen zu optimieren, greift zu kurz.
Welches konkrete Problem lösen Sie mit AdAutomation für kleine und mittlere Unternehmen?
Wir reduzieren den technischen und organisatorischen Aufwand, der mit digitaler Kundengewinnung verbunden ist. Viele Unternehmen müssen dafür mehrere Werkzeuge kombinieren und sich Wissen über Werbung, Landingpages und Kontaktverwaltung aneignen. Das kostet Zeit, die im Tagesgeschäft oft fehlt.
AdAutomation bündelt diese Aufgaben. Unternehmen können Kampagnen erstellen, Interessenten auf passende Landingpages führen und eingehende Anfragen zentral bearbeiten. Unser Ziel ist, dass sie schneller einen strukturierten Prozess aufbauen und sich stärker auf Beratung, Angebote und Kundenbeziehungen konzentrieren können.
AdAutomation verbindet Werbekampagnen, Landingpages und die Verwaltung eingehender Kundenanfragen. Wie funktioniert dieser Prozess in der Praxis?
Am Anfang stehen das Angebot des Unternehmens und die Zielgruppe. Darauf aufbauend werden Werbeanzeigen und eine passende Landingpage erstellt. Ein Interessent sieht beispielsweise eine Anzeige auf Facebook oder Instagram, gelangt auf die Landingpage und kann dort eine Anfrage stellen.
Die übermittelten Kontaktdaten werden im integrierten CRM erfasst. Das Unternehmen kann anschließend nachvollziehen, welche Anfragen neu sind, wer bereits kontaktiert wurde und welche nächsten Schritte anstehen. So entsteht ein zusammenhängender Ablauf von der Anzeige bis zur Bearbeitung des Kontakts. Das persönliche Gespräch und der Verkaufsabschluss bleiben dabei Aufgaben des Unternehmens.
Welche Rolle spielt künstliche Intelligenz innerhalb der Plattform und an welchen Stellen übernimmt sie Aufgaben, die bisher manuell erledigt werden mussten?
KI unterstützt vor allem bei der Erstellung von Anzeigentexten und statischen Werbemitteln. Sie hilft dabei, verschiedene Ansprachevarianten für ein Angebot zu entwickeln. Dadurch lassen sich Ideen schneller umsetzen und testen, als wenn jede Variante vollständig manuell erstellt werden müsste.
Dabei unterscheiden wir zwischen KI und klassischer Automatisierung. Die Übertragung einer Anfrage ins CRM ist beispielsweise ein automatisierter Prozess, benötigt aber nicht zwangsläufig KI. Uns geht es darum, die jeweils passende Technik einzusetzen. Angebot, inhaltliche Richtigkeit und die Bewertung der Ergebnisse brauchen weiterhin menschliche Aufmerksamkeit.
Viele Unternehmen werben derzeit mit KI. Wo schafft KI in der Kundengewinnung tatsächlich einen messbaren Mehrwert und wo stößt sie aus Ihrer Sicht an Grenzen?
Ein gut messbarer Mehrwert liegt zunächst im Zeitaufwand: Wie lange dauert es, eine Kampagne vorzubereiten oder neue Anzeigenvarianten zu erstellen? KI kann diese Arbeit beschleunigen und damit mehr Tests ermöglichen.
Ob daraus wirtschaftlich bessere Ergebnisse entstehen, muss anhand echter Zahlen beurteilt werden. Dazu gehören die Kosten pro qualifizierter Anfrage, die Terminquote und letztlich die gewonnenen Kunden. Mehr Klicks oder günstige Kontakte allein reichen nicht aus.
Grenzen sehe ich dort, wo Marktverständnis, Vertrauen und persönliche Beratung entscheidend sind. KI kann weder ein unattraktives Angebot ausgleichen noch einen guten Verkaufsprozess ersetzen. Außerdem können ihre Vorschläge ungenau oder austauschbar sein. Deshalb bleiben klare Vorgaben und die Prüfung der Inhalte wichtig.
An welche Unternehmen richtet sich AdAutomation besonders und welche Voraussetzungen sollten diese mitbringen, um die Plattform sinnvoll einsetzen zu können?
AdAutomation richtet sich grundsätzlich an alle Unternehmen und Selbstständigen, die online mehr Kundenanfragen generieren möchten – unabhängig von ihrer Branche oder Unternehmensgröße. Die Plattform eignet sich sowohl für Betriebe, die erstmals digitale Werbung einsetzen, als auch für Unternehmen, die ihre bestehende Kundengewinnung vereinfachen und automatisieren möchten.
Wichtige Voraussetzungen sind ein klares Angebot, ein Werbebudget und die Möglichkeit, eingehende Anfragen zeitnah zu bearbeiten. Umfangreiche Marketingkenntnisse oder ein eigenes Marketingteam sind dafür nicht erforderlich.
Der Markt für Marketing-Automatisierung und KI-basierte Werbelösungen wächst. Wodurch unterscheidet sich AdAutomation von bestehenden Plattformen und klassischen Marketing-Agenturen?
Unser Schwerpunkt liegt auf dem zusammenhängenden Ablauf aus Werbung, Landingpage und Anfrageverwaltung. Wir richten diesen Prozess besonders auf kleinere Unternehmen aus, die Kundenanfragen gewinnen möchten und keine eigene Marketingabteilung haben.
Gegenüber einer individuell betreuenden Agentur ist unser Ansatz stärker standardisiert und softwarebasiert. Dadurch lässt sich wiederkehrende Arbeit automatisieren. Eine Agentur kann bei komplexen Strategien oder besonderen Anforderungen weiterhin sinnvoll sein. Wir wollen vor allem Unternehmen erreichen, die einen überschaubaren Einstieg und einen zentralen Ort für ihre digitale Kundengewinnung suchen.
Welche Herausforderungen waren beim Aufbau von AdAutomation bislang am größten und was haben Sie daraus als Gründer gelernt?
Eine der größten Herausforderungen ist, komplexe Abläufe so zu vereinfachen, dass sie für den Anwender verständlich bleiben. Hinter einer scheinbar einfachen Kampagne stehen viele Details: Kontoverknüpfungen, Tracking, Formulare, Datenübertragung und unterschiedliche Anforderungen der Unternehmen.
Meine wichtigste Erkenntnis daraus ist, dass mehr Funktionen nicht automatisch ein besseres Produkt ergeben. Entscheidend ist, ob ein Kunde den Ablauf versteht und damit im Alltag arbeiten kann. Deshalb sind klare Prioritäten, zuverlässige Grundlagen und Rückmeldungen aus der Praxis für mich besonders wichtig.
Wie soll sich AdAutomation in den kommenden Jahren weiterentwickeln und welche Funktionen oder Märkte stehen dabei besonders im Mittelpunkt?
Ich möchte AdAutomation entlang des gesamten Weges von der ersten Anfrage bis zum Kunden weiterentwickeln. Im Mittelpunkt stehen eine noch einfachere Bedienung, bessere Auswertungen zur Qualität der Anfragen und weitere Unterstützung bei deren Bearbeitung. Auch branchenspezifische Vorlagen und Abläufe spielen dabei eine wichtige Rolle.
Geografisch sehe ich den Schwerpunkt zunächst im deutschsprachigen Raum. Mir ist wichtig, die Bedürfnisse unserer Zielgruppen gut zu verstehen und die bestehenden Prozesse zuverlässig weiterzuentwickeln. Welche Funktionen als Nächstes entstehen, soll sich vor allem danach richten, wo Kunden im Alltag den größten Bedarf haben.
Welche drei Tipps würden Sie anderen Gründern mit auf den Weg geben?
Erstens: Sprechen Sie früh mit potenziellen Kunden. Finden Sie heraus, welches Problem regelmäßig auftritt, wie es bisher gelöst wird und ob jemand für eine bessere Lösung bezahlen würde.
Zweitens: Konzentrieren Sie sich auf einen klaren Anwendungsfall. Gerade am Anfang ist die Versuchung groß, für jede Zielgruppe eine weitere Funktion zu bauen. Ein verlässlich gelöstes Problem ist wertvoller als eine lange Funktionsliste.
Drittens: Lernen Sie den Vertrieb genauso ernsthaft wie die Produktentwicklung. Ein gutes Produkt braucht verständliche Kommunikation, persönliche Gespräche und konsequentes Nachfassen. Die Rückmeldungen aus diesen Gesprächen helfen gleichzeitig dabei, das Produkt besser zu machen.
Bildcredits privat
Wir bedanken uns bei Emre Cosmus für das Interview
Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.
Premium Start-up: AdAutomation

Kontakt:
Emre Cosmus
Josefstraße 113/4
3100 St. Pölten
Österreich
Ansprechpartner: Emre Cosmus















