Dienstag, April 16, 2024
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Sei offen für Feedback und lerne aus Fehlern

Autobahn Security identifiziert relevante Schwachstellen in der IT-Infrastruktur- um diese gebündelt zu beseitigen

Stellen Sie sich und das Startup Autobahn Security doch kurz unseren Lesern vor! 

Autobahn Security wurde als Spin-off der etablierten Cybersecurity-Beratung Security Research Labs, kurz SRLabs, gegründet. Unsere Software unterstützt Kund:innen vor allem in drei Schwerpunkten: Im ersten Schritt hilft sie dabei, relevante Schwachstellen in der IT-Infrastruktur zu identifizieren. Anschließend werden diese aus der Hacking-Perspektive automatisch priorisiert und zuletzt bieten wir leicht verständliche Schritt-für-Schritt-Anleitungen, mit deren Hilfe die gefundenen Sicherheitslücken gebündelt beseitigt werden können. So hilft Autobahn Security dabei, die Welt ein bisschen sicherer zu machen.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen? 

Während der Beratung global aufgestellter Firmen haben wir festgestellt, dass die Angst vor Hacking-Attacken einen enormen Druck auf die Unternehmen erzeugt. Um der Gefahr gerecht zu werden, sehen Unternehmen sich gezwungen, in eine Vielzahl von Tools zu investieren – doch dieses Investment allein ist nicht genug. Die Informationen, die von den Tools generiert werden, sind sehr komplex und müssen interpretiert werden, um Handlungsempfehlungen daraus abzuleiten.

Allerdings stehen nicht genügend IT-Security-Expert:innen zur Verfügung, um die immense Flut an Daten zu verarbeiten und mit entsprechenden Maßnahmen zu reagieren. Durch den Einsatz traditioneller Scanning-Tools, die die reine Anzahl an Schwachstellen aufzeigen und oftmals falsch priorisieren, wurde die Angst der Unternehmen sogar zusätzlich verstärkt – denn was sollen sie ohne Fachwissen mit der Information, dass aktuell 352.894 Schwachstellen bestehen, anfangen? 

Welche Vision steckt hinter Autobahn Security? 

Die Gefahr, die von Cyber-Angriffen ausgeht, nimmt ständig zu. Doch, obwohl sich Unternehmen der Risiken durchaus bewusst sind, fehlt es vielen von ihnen noch immer am nötigen Knowhow, um schnell und fundiert Sicherheitsmaßnahmen ergreifen zu können. Unser Ziel besteht deshalb darin, das Schwachstellen-Management für IT-Teams, die auf der ganzen Welt in mittleren und großen Unternehmen arbeiten, radikal zu vereinfachen und zu automatisieren.

Mit unserer Plattform haben wir deshalb ein Ökosystem entwickelt, das mithilfe unseres Hackability Scores einen schnellen und unkomplizierten Zugang zur eigenen Cyber-Sicherheit ermöglicht. Anstatt langer Excel-Listen wird Unternehmen hier eine klare Einschätzung und leicht umsetzbare Handlungsanweisungen geboten. Dadurch bringen wir Klarheit für alle Beteiligten und nehmen Unternehmen die Angst, Hacker:innen machtlos gegenüberzustehen. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert? 

Unsere erste große Herausforderung war es, von der Beratung SRLabs ausgehend ein unabhängiges Unternehmen zu gründen – mit eigenen Produkten, einem eigenen Mindset, Führungsstil und und und. Der zweite wichtige Schritt war es, die richtigen Talente zu finden, denn im IT-Security-Bereich sind Expert:innen sehr schwer zu finden. Die dritte Herausforderung bestand darin, funktionierende Go-to-Market-Ansätze zu entwickeln. Hier haben wir sehr viel experimentiert und tun das auch weiterhin. Bei all den genannten Phasen, die wir gemeistert haben, haben wir uns dabei bislang selbst finanziert.

Wer ist die Zielgruppe von Autobahn Security? 

Wir fokussieren uns mit unserer Plattform auf zwei Kernzielgruppen: Die Erste besteht aus mittelständischen Unternehmen, die bisher nur wenig oder noch gar keine Initiativen im Bereich des Schwachstellen-Managements angestoßen haben. Viele von ihnen haben kaum eigenes IT-Security-Personal, das sich mit diesem Thema auskennt. Diese sind deshalb vor allem auf der Suche nach Tools, die sich auch für Nicht-Expert:innen eignen. 

Die zweite Zielgruppe, die wir ansprechen, sind internationale Konzerne. Sie haben in der Regel bereits in Tools oder andere Sicherheitsprojekte investiert, sind jedoch mit der Masse an Daten und Informationen zu bestehenden Schwachstellen schlichtweg überfordert und benötigen Unterstützung bei der Priorisierung und Behebung dieser.

Wie funktioniert Autobahn Security? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? 

Unsere Cybersecurity-Plattform aggregiert Daten, die von Cloud- und Scanning-Tools generiert werden, und bewertet diese aus der Sicht von Hacker:innen neu. So können Unternehmen sichergehen, dass jenen Sicherheitslücken am meisten Aufmerksamkeit zukommt, die für Cyber-Kriminelle am interessantesten sind. Die gefundenen Schwachstellen werden dabei automatisch geclustert und priorisiert, und so helfen wir IT-Teams, sich auf wesentlichen Aufgaben zu fokussieren – nämlich die Behebung der Schwachstellen statt ihrer Analyse.

Durch unseren Hackability Score, der eine einzigartige KPI darstellt, können Unternehmen ihr Sicherheitslevel mit dem anderer Unternehmen vergleichen, Budgets zuweisen und Fortschritte verfolgen. Diese lassen sich mit unseren Cyber-Fitness-Workouts erzielen. Sie bieten leicht verständliche und einfach umsetzbare Anleitungen, mit denen IT-Teams Sicherheitslücken ohne tieferes Fachwissen schließen können. Jede einzelne der Handlungsanweisungen wird von unseren Teams aus Security-Expert:innen kuratiert, um Unternehmen die bestmögliche Hilfestellung auf ihrem Weg zu mehr Sicherheit zu bieten.

Autobahn Security, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? 

Der Weg von Autobahn Security ist klar vorgezeichnet: In fünf Jahren wollen wir uns als globaler Marktführer für Schwachstellen-Management etabliert und unsere Präsenz im nationalen sowie internationalen Markt ausgebaut haben. Unser Ziel ist es, zu einer renommierten Marke heranzuwachsen, die für Qualität, Zuverlässigkeit und zufriedene Kund:innen steht – und wir sind zuversichtlich, dass unser Engagement für Exzellenz und unsere fortlaufende Innovationskraft uns dabei helfen, dies zu erreichen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben? 

Erstens: Sei leidenschaftlich und beharrlich! Die Gründung eines Unternehmens erfordert viel Engagement und Ausdauer, deshalb ist es wichtig, eine Leidenschaft für das gewählte Geschäftsfeld zu haben und bereit zu sein, immer weiterzumachen – auch dann, wenn schwierige Zeiten anbrechen. Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen sind entscheidend, um Hindernisse zu überwinden und langfristigen Erfolg zu erzielen.

Zweitens: Bau dir ein starkes Netzwerk auf. Denn um ein Startup erfolgreich wachsen zu lassen, ist es wichtig, sich mit anderen Gründer:innen und Unternehmer:innen austauschen und voneinander lernen zu können. Vor allem dann, wenn unerwartete Herausforderungen auftreten, kann ein solides Netzwerk aus Mentor:innen, Investor:innen und potenziellen Kund:innen eine wertvolle Ressource darstellen.

Drittens: Sei offen für Feedback und lerne aus Fehlern. Alle Gründer:innen machen Fehler oder treffen Entscheidungen, die sich im Nachhinein als falsch herausstellen. Verschwende also keine Energie, diese zu vermeiden, sondern begreife sie als Chance, zu lernen und dich kontinuierlich weiterzuentwickeln. Sei dabei offen für konstruktives Feedback aus allen Richtungen und nutze es, um dein Startup kontinuierlich zu verbessern. 

Wir bedanken uns bei Aleksander Groshev für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

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