Dienstag, Februar 27, 2024
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Egal wie dick es kommt, wenn du daran glaubst, dann mache weiter

Cuba Buddy individuelle, authentische und einzigartige Reisen nach Kuba

Stellen Sie sich und das Startup Cuba Buddy doch kurz unseren Lesern vor! 

Ich bin Christopher Trinczek, Gründer und Geschäftsführer von Cuba Buddy. Ich bin praktisch vom Kuba-Touristen zum Kuba-Experten geworden. Nach meiner privaten Reise 2014 auf den karibischen Inselstaat, habe ich Cuba Buddy gegründet, obwohl ich vorher beruflich kaum Berührungspunkte zum Tourismus hatte. Idee und Ziel war es, Kuba-Interessierten individuelle Reisen in den kommunistisch geprägten Inselstaat zu erleichtern, das Land erreichbarer und erlebbarer zu machen. Mittlerweile planen wir so mit unserem Team in Berlin und Havanna über 1000 Once-in-a-lifetime-Reisen pro Jahr für Familen, Pärchen, Gruppen und Alleinreisende. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen? 

Ich habe mich 2014 schlicht und einfach in das Land und in die Menschen vor Ort verliebt. Ich konnte außerordentliche zwischenmenschliche Erfahrungen mit den Kubanern sammeln, die mir zeigten, dass Herzlichkeit und ein glückliches Leben keinen Wohlstand benötigen. Nach meiner Rückkehr veröffentlichte ich vorerst auf meinem eigenen Blog meine Erlebnisse und Reiseerfahrungen.

Neben meiner Festanstellung bei Google in Dublin und später beim FC Bayern München baute ich die Plattform weiter aus. Ich vermittelte erste Bekannte und Freundesfreunde, die ähnliche Erfahrungen suchten wie ich, zu meinen Kontakten nach Kuba. 2019 bin ich dann Vollzeit bei Cuba Buddy eingestiegen und wir haben das Unternehmen ausgebaut, um allen Kuba-Interessierten individuelle und authentische Reisen auf die Karibikinsel zu ermöglichen. 

Welche Vision steckt hinter Cuba Buddy? 

Cuba Buddy möchte den Inselstaat Kuba erreichbarer machen. Durch die kommunistische Vergangenheit, dem US-Embargo und den damit verbundenen Restriktionen war und ist Kuba leider immer noch für viele Reiseliebhaber nicht interessant. Das möchte ich ändern und darüber hinaus einen Tourismus in Einklang mit Mensch und Natur vor Ort fördern. Wir arbeiten mit Einheimischen vor Ort zusammen, die mit uns zusammen die Reisen in ihre Heimat organisieren, und legen besonderen Wert auf die so genannten Casas Particulares, also von Locals geführte, außergewöhnliche Gästehäuser, und die Persönlichkeiten dahinter. Auf unserer Website finden sich Interviews mit den Gastgeber:innen der Casa Particular , sodass die Reisenden sie  bereits vor der Reise kennenlernen können.

Wir unterstützen zudem die Strandreinigung und haben Kooperationen mit kubanischen Marken wie bspw. der ersten unabhängigen Modemarke aus Kuba namens Clandestina. Mit authentischen Individualreisen möchten wir auch zur nachhaltigen Entwicklung des kubanischen Tourismus beitragen.

Von der Idee bis zum Start: Was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert? 

Ich hatte nach dem Studium viele Schulden. In dieser Situation zu gründen ist schwer. Das geht nur mit sehr viel Arbeit und sehr vielen Kompromissen. Nach fünf Jahren waren wir aus dem Gröbsten raus und hatten etwa 20 Mitarbeitende. Das war auch der Punkt, an dem ich mich dazu entschlossen habe, meinen Vollzeitjob als Teamleiter bei Bayern München im International Business & Strategy zu kündigen und Vollzeit für Cuba Buddy zu arbeiten. Ein Jahr später kam Corona und der Umsatz ging in wenigen Tagen auf Null. 

Wer ist die Zielgruppe von Cuba Buddy? 

Unsere Zielgruppe sind alle Reiseliebhaber.innen und Kuba-Interessierten. Reisende, die eine Once-in-a-lifetime-Erfahrung suchen, kommen zu uns und besuchen mit uns das “echte” Kuba. Unsere Kund:innen möchten keinen Massentourismus und keine 0815-Pauschalreisen, sondern suchen individuelle authentische Erfahrungen. Sie möchten das Land, die Kultur und die Menschen vor Ort kennen lernen und von ihnen lernen. Wir haben außerdem festgestellt, dass unsere Reisenden jünger werden und das Durchschnittsalter bei 50 Jahren liegt. 

Wie funktioniert Cuba Buddy? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? 

Wir haben uns ausschließlich auf Kuba als Fernreisedestination spezialisiert und so organisieren wir als Experten individuelle und einzigartige Reisen in den Karibikstaat. Das Besondere bei den Cuba Buddy-Reisen: Der Fokus liegt auf den Einheimischen während der gesamten Customer Journey. Die Planung der eigenen Reise erfolgt online mit dem eigenen “Cuba Buddy”, einer deutschsprachigen Person in Kuba, die den Inselstaat bestens kennt und, im Falle einer Buchung, während der gesamten Reise für Fragen und Hilfestellungen zur Verfügung steht.

Die Reisen werden von den kubanischen Einheimischen vor Ort in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitenden in Berlin entwickelt. Da sich unser Team ausschließlich mit einer Destination beschäftigt, verfügen wir über einzigartige Kenntnisse des Ziellandes. Buchung und Zahlung werden vollständig in Deutschland abgewickelt. Somit sind alle Reisen auch als Pauschalreise abgesichert.

Alle Bilder und Videos auf unserer Homepage und in unseren Medien sind unsere eigenen, keine Stock-Images. Dank unseres Teams in Havanna verfügen wir über viele persönliche Kontakte und ein sicheres Gespür für aktuelle Entwicklungen.  

Cuba Buddy, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? 

Wir sind bereits DER Kuba-Experte in Deutschland. Langfristig möchten wir in weitere Länder expandieren, zum Beispiel Frankreich. Dahinter steht die Motivation, eine bessere Reiseerfahrung in Kuba zu schaffen und Reisenden zu ermöglichen, Kultur und Menschen authentisch aus nächster Nähe kennenzulernen. Zudem soll die Produktpalette zukünftig erweitert werden. Dieses Jahr haben wir bereits eine Kombi-Reise Miami + Kuba sowie eine Fahrrad-Reise gelauncht. Weitere Angebote sind bereits in Planung. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben? 

Habe ein klares Ziel. 

Keep on going. Egal wie dick es kommt, wenn du daran glaubst, dann mache weiter.

Höre auf dein Bauchgefühl. Zahlen und die Meinung von anderen sind sicherlich hilfreich, sollten dich aber auch nicht verunsichern. Ich war oft in der Situation, dass mir viele Leute gesagt haben “Das geht nicht.  Das kannst du nicht machen. Das funktioniert nicht.” Am Ende hat es funktioniert. Häufig waren genau das die Entscheidungen, die uns am weitesten nach vorne gebracht haben. 

Wir bedanken uns bei Christopher Trinczek für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

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