Das Berliner KI-Unternehmen CERPRO firmiert künftig unter dem Namen Drevise. Mit dem neuen Markenauftritt schärft das 2023 gegründete Start-up seine Positionierung: Drevise unterstützt Industrieunternehmen dabei, technische Produktdefinitionen aus Zeichnungen, 3D-Modellen, Spezifikationen und Revisionen früh in klare Entscheidungen für Machbarkeit, Qualitätsplanung, Lieferantenabstimmung und Produktionsfreigabe zu übersetzen. Ziel ist es, neue oder angepasste Produkte schneller und sicherer in die Serienfertigung zu bringen.
Vom Prüfplan zur Serienfreigabe
Gestartet ist CERPRO mit QualiSpec in der Qualitätssicherung. Unternehmen konnten Prüfpläne automatisiert aus technischen Zeichnungen ableiten und Bauteile effizienter prüfen. Drevise erweitert diesen Ansatz nun deutlich: Die Plattform versteht technische Anforderungen aus Zeichnungen, 3D-Modellen, Spezifikationen und Revisionen, erkennt Unklarheiten und Risiken frühzeitig und übersetzt sie in konkrete Entscheidungen für Konstruktion, Lieferantenabstimmung, Arbeitsvorbereitung, Qualitätsplanung und Freigabe.
Der neue Name setzt sich aus Drawing und Revision zusammen. Er soll ausdrücken, dass technische Zeichnungen und Änderungen nicht nur dokumentiert, sondern als Grundlage für schnellere und belastbarere Fertigungsentscheidungen nutzbar werden. Auch die neue Website spiegelt diese klarere Positionierung wider.
Wo Serienfreigaben ins Stocken geraten
Viele Verzögerungen entstehen, weil technische Anforderungen in jedem Schritt neu übersetzt werden. In der Konstruktion wird definiert, was gefertigt werden soll. Die Lieferantenqualität muss daraus ableiten, wie Anforderungen nachgewiesen werden. Die Arbeitsvorbereitung übersetzt sie in Prozesse, Maschinen und Arbeitspläne. Die Qualitätssicherung prüft am Ende, ob das Ergebnis den Vorgaben entspricht. Wenn diese Schritte nicht auf einer gemeinsamen technischen Grundlage verbunden sind, entstehen Rückfragen, Nacharbeit und Verzögerungen genau dort, wo Bauteile eigentlich serienreif werden sollen.
Branchenstudien zeigen, wie groß der Effizienzverlust ist: Ingenieurinnen und Ingenieure verbringen nur rund 54 Prozent ihrer Zeit tatsächlich mit Designarbeit; in der Arbeitsvorbereitung und Fertigungsplanung geht rund ein Viertel der Zeit für Suchen, Neueingeben und Wiederaufbereiten technischer Informationen verloren. Drevise setzt deshalb bei der technischen Produktdefinition an. Die Plattform prüft Zeichnungen und 3D-Modelle, erkennt fehlende oder widersprüchliche Informationen, bewertet Machbarkeit, Messbarkeit und Risiken und leitet daraus Handlungsempfehlungen für die nächsten Prozessschritte ab. So entsteht eine gemeinsame Grundlage für interne Fachbereiche und Lieferanten – mit dem Ziel, Bauteile schneller, nachvollziehbarer und sicherer für die Serienfertigung freizugeben. Bereits namhafte Industrieunternehmen wie Bosch Rexroth, Lixil, Innomotics und Hörmann setzen auf die Lösung.
Kernpunkte
Drevise positioniert sich als KI-Plattform für den Weg von der technischen Produktdefinition bis zur Bauteilfreigabe für die Serienfertigung.
Die Plattform analysiert Zeichnungen, 3D-Modelle, Spezifikationen und Revisionen und übersetzt technische Anforderungen in Entscheidungen zu Machbarkeit, Risiken, Prüfplanung, Eignung von Lieferanten und Freigabe.
Hersteller, Lieferanten und interne Fachbereiche arbeiten damit auf einer gemeinsamen technischen Grundlage, statt Anforderungen in jedem Prozessschritt neu zu interpretieren.
Seit der 2 Mio. Euro Pre-Seed-Runde im November 2025 ist das Unternehmen von drei Gründern auf 15 Mitarbeitende gewachsen; mehr als 200 Unternehmen in neun Ländern nutzen die Technologie produktiv.
Kundenstimme
Günther Casper, Vice President Qualität bei d&b Audiotechnik:
„Drevise verbindet unsere Qualitätssicherung und unsere Lieferanten in einem durchgängigen digitalen Prozess. So wollen wir manuelle Aufwände und Abstimmungsschleifen reduzieren und Erstbemusterungen schneller abschließen.“
Henrik Pitz, Mitgründer von Drevise:
„CERPRO war der richtige Name für unseren Start in der automatisierten Prüfplanung. Heute lösen wir ein größeres Problem: Technische Anforderungen müssen nicht nur dokumentiert, sondern über verschiedene Abteilungen und Unternehmen hinweg in belastbare Entscheidungen übersetzt werden. Drevise steht für unseren Anspruch, Unternehmen schneller und sicherer zur Bauteilfreigabe für die Serienfertigung zu bringen.“
Drevise ist der neue Name des Berliner KI-Unternehmens CERPRO. Die Plattform unterstützt Industrieunternehmen dabei, technische Produktdefinitionen aus Zeichnungen, 3D-Modellen, Spezifikationen und Revisionen zu analysieren und daraus konkrete Entscheidungen für die Serienfertigung abzuleiten.
Drevise analysiert technische Anforderungen, erkennt Unklarheiten und Risiken und bewertet unter anderem Machbarkeit und Messbarkeit. Dadurch sollen Konstruktion, Lieferantenabstimmung, Qualitätsplanung und Freigabe auf einer gemeinsamen technischen Grundlage zusammenarbeiten können.
Mit dem neuen Namen will das Unternehmen seine erweiterte Positionierung verdeutlichen. Während CERPRO zunächst auf automatisierte Prüfplanung fokussiert war, soll Drevise den gesamten Weg von der technischen Produktdefinition bis zur Bauteilfreigabe für die Serienfertigung unterstützen.
Bild von links nach rechts Henrik Pitz, Frederik Frei und Sascha Müller Fotograf: (c)Peter Mate
Quelle Maschmeyer Group/ MM Support GmbH
















