Donnerstag, Februar 2, 2023
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Tauscht euch gerade zu Beginn viel mit anderen Gründer:innen aus

edusiia digitale Netzwerk für Bildung verbindet Menschen und Organisationen aus allen Bildungsbereichen

Stellen Sie sich und das Startup edusiia doch kurz unseren Lesern vor!

edusiia ist das digitale Netzwerk für Bildung. Wir bringen dort Menschen und Organisationen aus dem gesamten Bildungsbereich zusammen und bieten ihnen eine dauerhafte Plattform, um Bildung gemeinsam besser zu machen. Engagierte Personen aus der Bildung können sich bei edusiia in virtuellen Räumen zu konkreten Projekten austauschen, gezielt nach Bildungsthemen und -veranstaltungen suchen und sich mit spannenden Akteur:innen aus dem Bildungsbereich vernetzen.

Bildungsorganisationen können eigene Diskussionsräume anlegen und moderieren, auf eigene Termine, Veranstaltungen und Angebote hinweisen und neue Mitglieder, Kund:innen sowie Mitarbeitende in der Community finden. edusiia ist komplett in Deutschland gehostet, legt die DSGVO besonders streng aus und wird von der Investitionsbank Berlin gefördert.

Die Gründer:innen von edusiia sind Anna und Niki Papadopoulos und Georg Babing – wir kennen uns seit unserer gemeinsamen Schulzeit, sind eng befreundet und teilen dieselben Werte und Vorstellungen einer digitalen, kreativen Bildungslandschaft, die interdisziplinär und interkulturell zusammenarbeitet und den Spaß am Lernen für alle fördert. Wir bringen die Expertise für Start-ups, Bildung und Communities mit, um edusiia erfolgreich zu machen.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Der erste Grund: In Deutschland gibt es zwar zahlreiche großartige Bildungsinitiativen und -ansätze, aber oft bleiben diese Projekte nur einem kleinen Kreis bekannt. Viele Menschen und Organisationen arbeiten im Bildungsbereich bisher isoliert voneinander, echter Dialog findet meist nur punktuell bei Veranstaltungen statt – und interdisziplinäre Diskussionen sind eine absolute Seltenheit. Mit edusiia wollen wir Brücken zwischen den Akteur:innen bauen, die im Bildungsbereich aktiv sind und ihnen einen konstruktiven Austausch ermöglichen.

Der zweite Grund ist ganz persönlich: Wir drei Gründer:innen brennen für gute Bildung und wollen, dass sich hier etwas zum Positiven wandelt! Im Team bringen wir verschiedene Blickwinkel auf Bildung zusammen: Anna ist Innovationsbegleiterin und dreifache Mutter, Niki ist ausgebildete Logopädin und Georg lehrt an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin.

Welche Vision steckt hinter edusiia?

Wir wollen langfristig erreichen, dass edusiia die zentrale digitale Anlaufstelle für alle Bildungsakteur:innen wird und einen echten Beitrag dazu leistet, Bildung besser zu machen – zunächst in Deutschland, später darüber hinaus!

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir haben 2020 mit der Planung zu edusiia begonnen und sind damit direkt in die Pandemie gerutscht. Das war natürlich für uns wie für alle anderen eine Ausnahmesituation, wir haben es aber stets geschafft, über Videokonferenzen und andere Tools weiter an unserem Konzept zu arbeiten. Zunächst haben wir dann mit einem Prototypen unsere Vermutungen getestet, zahlreiche Gespräche mit Menschen und Organisationen aus dem Bildungsbereich geführt und uns um einen funktionierenden Business Plan gekümmert. 2021 folgte die Gründung unserer GmbH, im Oktober 2022 konnten wir endlich mit unserem komplett selbst entwickelten Netzwerk offiziell starten.

Da wir alle drei parallel noch andere Jobs hatten, war für uns vor allem das Zeitmanagement eine große Herausforderung – wann können wir wie viel Zeit in edusiia stecken, wie kriegen wir alles unter einen Hut? Das zweite knifflige Thema war und ist die Finanzierung unseres Unternehmens. Wir haben viel aus eigener Kraft gestemmt und vor ein paar Monaten erfreulicherweise eine Förderung durch die Investitionsbank Berlin bekommen, die unser Konzept eingehend geprüft hat. Wir sind zuversichtlich, dass wir edusiia in den nächsten Monaten über Premium-Mitgliedschaften und strategische Partnerschaften auf immer stabilere Füße stellen können.

Wer ist die Zielgruppe von edusiia?

Wir haben zwei Hauptzielgruppen: Die erste große Gruppe sind Bildungsorganisationen – also Kitas, Schulen und Universitäten, aber auch Stiftungen, Verlage, Fortbildungsbetriebe, EdTech-Start-ups, Verbände und weitere Institutionen mit Bildungsbezug. Die zweite große Gruppe: Personen mit Bildungsbezug, die in diesem Feld mit Begeisterung lehren, forschen und arbeiten – wir nennen sie Bildungsenthusiast:innen. Uns war es von Anfang an wichtig, unser Netzwerk interdisziplinär anzulegen: Der Austausch zwischen Bildungsgruppen mit unterschiedlichsten Erfahrungen, Inspirationen und Ideen macht unsere Community zu etwas ganz Besonderem und hilft unseren Mitgliedern dabei, ganz neue Kontakte zu knüpfen und mehr Wirkung zu entfalten.

Wie funktioniert edusiia? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

edusiia funktioniert im Kern wie ein soziales Netzwerk, unsere Mitglieder können also sehr leicht Beiträge teilen, miteinander in Kontakt treten und gezielt nach Themen, Bildungsakteur:innen und -angeboten suchen. Mitmachen ist grundsätzlich für alle kostenlos, Bildungsorganisationen können mit einem kostenpflichtigen Premium-Profil zusätzliche Funktionen nutzen.

Wir sehen vor allem vier Punkte, die edusiia besonders machen. Erstens: Der Fokus auf Bildung. Unser digitales Netzwerk ist komplett auf Bildungsakteur:innen und deren Bedürfnisse zugeschnitten. Zweitens: edusiia ist die erste Plattform, die Akteur:innen, Themen und Probleme der deutschen Bildungslandschaft in Echtzeit erfasst. Drittens: edusiia ist eine in Deutschland gehostete Plattform, die Datenschutz besonders ernst nimmt und die DSGVO streng auslegt. Viertens: Wir ermöglichen Vernetzung sowie produktive Zusammenarbeit und unterstützen die Community bei Bedarf aktiv durch gutes Community Management.

edusiia, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren wollen wir in Deutschland eine feste Anlaufstelle für Bildungsakteur:innen sein, aber auch international Fuß fassen – das Potenzial unseres Netzwerks wird noch einmal deutlich größer, sobald wir Mitglieder aus weiteren Ländern für unsere Community gewinnen und es damit ermöglichen, gelungene Bildungsideen über Ländergrenzen hinweg auszutauschen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Tauscht euch gerade zu Beginn viel mit anderen Gründer:innen aus. Sein eigenes Start-up zu gründen, ist ein großartiges Abenteuer und bringt viel Spaß – aber es gibt auch zahlreiche Dinge, die ihr am Anfang vermutlich so nicht auf dem Schirm habt. Je mehr ihr mit Leuten sprecht, die diese Reise schon hinter sich haben, desto mehr werdet ihr für euren eigenen Weg mitnehmen können.

Prüft Unterstützungsangebote. Es ist ein bisschen mühsam, sich durch die zahlreichen Programme und Angebote zu klicken, die es für Gründer:innen gibt – aber es kann sich lohnen! Ausgehend von eurem Konzept und eurer Branche solltet ihr unbedingt Zeit darauf verwenden, nach Förderungen, Coachings etc. zu suchen. Es gibt jede Menge davon und ihr riskiert mit Bewerbungen darauf nicht mehr, als Absagen zu kassieren.

Lasst Kritik zu. Die Gefahr beim Gründen ist, dass man nur auf die positiven und bestärkenden Stimmen um sich herum hört, aber eventuelle Kritik ausblendet. Die ist aber wichtig, um sein eigenes Konzept zu testen, zu hinterfragen und anzupassen! Keine Idee ist perfekt und man sollte offen genug dafür sein, ehrlich darüber mit anderen zu diskutieren.

@ Aris Fotografie / edusiia GmbH

von links nach rechts Niki Papadopoulos, Anna Papadopoulos, Georg Babing

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: edusiia

Kontakt:

edusiia GmbH
c/o Factory
Rheinsberger Str. 76/77
D-10115 Berlin

https://edusiia.com/
hallo@edusiia.com

Ansprechpartner: Anna Papadopoulos, Georg Babing, Nike Papadopoulos

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