Christian Lindner beteiligt sich an der Ginmon Gruppe. Das Frankfurter Fintech liefert Banken, Finanzdienstleistern und unabhängigen Beratern die Technik für digitale Geldanlage und Altersvorsorge unter eigener Marke. Im Fokus steht dabei vor allem das neue Altersvorsorgedepot, das am 1. Januar 2027 startet. Zur Höhe der Beteiligung macht das Unternehmen keine Angaben.
Ginmon und Christian Lindner: Die Eckdaten des Investments
- Investor: Christian Lindner
- Unternehmen: Ginmon Gruppe
- Sitz: Frankfurt am Main
- Gründungsjahr: 2014
- Gründer und CEO: Lars Reiner
- Kundenvermögen: über 500 Millionen Euro
- Endkunden: mehr als 100.000
- Märkte: elf Länder
- Wirtschaftliche Lage: profitabel
- Bekanntgabe: 23. September 2026
Vom digitalen Vermögensverwalter zum Technik-Partner der Finanzbranche
Ginmon startete 2014 als Anbieter für digitales Vermögensmanagement. Heute ruht das Geschäft jedoch auf drei Säulen. Neben der eigenen Geldanlage für Privat- und Firmenkunden betreibt die Gruppe zwei Angebote für andere Finanzunternehmen.
Das erste heißt Ginmon Technology. Über ginmon.tech erhalten Banken und Finanzdienstleister eine modulare Technik für digitale Geldanlage und Vorsorge. Diese Lösung ist White-Label: Partner bauen damit eigene Produkte, die sie unter ihrer Marke anbieten. Dabei greifen sie auf eine bestehende technische und regulatorische Basis zurück und binden diese in ihre Apps und Portale ein. Zu den Nutzern zählt unter anderem die europäische Neobank bunq.
Die zweite Plattform heißt apeiron Wealth. Sie richtet sich an unabhängige Finanz- und Vermögensberater sowie an Finanzvertriebe. Die Software deckt dabei die ganze Kette ab: vom Onboarding über Portfoliomanagement und Reporting bis zur Gebührenabrechnung. Außerdem sind Depotführung und Wertpapierabwicklung integriert. Berater können die Plattform ebenfalls unter eigener Marke nutzen, und zwar sowohl in rein digitaler als auch in persönlicher Beratung.
„Wir haben Ginmon in den vergangenen Jahren konsequent neben dem digitalen Vermögensmanagement zu einem Technologieanbieter für die Finanzindustrie ausgebaut“, sagt Lars Reiner, Gründer und CEO der Ginmon Gruppe.
Altersvorsorgedepot als neuer Wachstumsmarkt
Den Zeitpunkt des Einstiegs prägt vor allem ein Termin: Ab dem 1. Januar 2027 gibt es das Altersvorsorgedepot. Damit entsteht nach Einschätzung von Ginmon ein neuer Markt für Vorsorge über den Kapitalmarkt. Für das Fintech ist das daher ein zusätzliches Einsatzfeld seiner Technik. Banken und andere Anbieter sollen auf der Ginmon-Basis eigene digitale Produkte für das Depot entwickeln. Unabhängige Berater wiederum sollen solche Lösungen über apeiron Wealth in ihre Beratung einbinden können.
Erste Schritte in diese Richtung gibt es bereits. So haben Ginmon und der globale Vermögensverwalter Franklin Templeton kürzlich eine Partnerschaft für das Altersvorsorgedepot bekannt gegeben. Sie baut auf der apeiron-Wealth-Plattform auf.
Lindner begründet sein Investment mit einem Thema, für das er sich seit Jahren einsetzt: mehr Aktienkultur und mehr kapitalgedeckte Vorsorge in Deutschland. „Deutschland braucht mehr Kapitalbildung in privater Hand“, sagt er. Überzeugt habe ihn zudem das Geschäftsmodell. Ginmon biete nicht nur einzelne Finanzprodukte an, sondern die technische Infrastruktur dahinter. Dadurch könnten Banken und andere Anbieter moderne Lösungen „schnell und skalierbar“ an den Markt bringen.
Mit Blick auf das neue Depot ergänzt Lindner: „Mit dem Altersvorsorgedepot wird Kapitalmarktinvestment für die private Altersvorsorge erheblich an Bedeutung gewinnen. Entscheidend ist jetzt, dass daraus attraktive, kosteneffiziente und digitale Angebote für möglichst viele Menschen entstehen.“ Genau an dieser Stelle zwischen Kapitalmarkt und Technik sieht er für Ginmon großes Potenzial.
Nächste Wachstumsphase in Deutschland und Europa
Ginmon arbeitet bereits profitabel. Das Unternehmen will seine Plattform nun als Basis für digitale Geldanlage und Vorsorge in Deutschland und Europa weiter ausbauen. Die Zielgruppe ist dabei breit: Neben Banken nennt Reiner auch Versicherer, Vertriebe und unabhängige Berater.
„Das Altersvorsorgedepot ist dafür ein besonders aktuelles Beispiel“, sagt Reiner. „Wir freuen uns, Christian Lindner als Investor für diese nächste Wachstumsphase gewonnen zu haben.“
Christian Lindner beteiligt sich an der Ginmon Gruppe. Das Fintech aus Frankfurt am Main entwickelt digitale Technik für Geldanlage und Altersvorsorge.
Zur Höhe der Beteiligung haben Ginmon und Lindner keine Angaben gemacht.
Ginmon bietet digitales Vermögensmanagement für Endkunden an. Zudem stellt die Gruppe Banken, Finanzdienstleistern und unabhängigen Beratern White-Label-Technik bereit – über Ginmon Technology und die Beraterplattform apeiron Wealth.
Ginmon startete 2014. Gründer und CEO ist Lars Reiner.
Das Altersvorsorgedepot startet am 1. Januar 2027. Banken und Berater sollen auf Basis der Ginmon-Technik eigene Angebote dafür unter eigener Marke entwickeln können.
Bild Christian Lindner, Lars Reiner und Ulrich Bauer Copyright Diana Riazantsev Ginmon
Quelle Ginmon GmbH
















