Donnerstag, Februar 29, 2024
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Mentale Gesundheit geht über alles

kluuf hochwertige, vegane Pflegeprodukte speziell für Männer

Stellen Sie sich und das Startup kluuf doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind kluuf, ein Hamburger Startup, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, hochwertige, vegane Pflegeprodukte speziell für Männer herzustellen, ohne dabei Abstriche im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Qualität zu machen. Zusammen mit renommierten Partnern setzen wir auf nachhaltige und moderne Kosmetikprodukte.

Neben hochwertigen Inhaltsstoffen und Hautfreundlichkeit legen wir besonderen Wert auf soziales Engagement. Ein Teil des Erlöses fließt in wohltätige Projekte in Südafrika. Gegründet 2021 von mir, Florian Wilhelm, ist kluuf ein Unternehmen, das aus Menschen und Partnern besteht, die Geschichten haben und vielfältig sind. Alles andere als ein gesichtsloser Großkonzern.

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Kernaspekt meiner Gründung war der Mangel an Angeboten von nachhaltiger und wirksamer Hautpflege speziell für Männer sowie die Frustration von leeren Werbeversprechen teurer Pflegeprodukte.
Mein persönlicher Antrieb resultiert aus dem Wunsch, Unternehmertum mit einer sozialen Mission zu verbinden und zu diesem Zweck die Karriere im Großkonzern zu verlassen, um eine meines Erachtens längst überfällige Veränderung voranzutreiben. 

Wie beispielsweise mein Wunsch nach einem positiven Marketing in der Hautpflegebranche. “Faltenfrei” bedeutet nicht gleich schön zu sein und man braucht keine Pflegeprodukte, um “gut” auszusehen. Schön ist, wer sich gut fühlt, wie ich finde.  

Was war bei der Gründung von kluuf die größte Herausforderung?

Für mich war es eher die Vielzahl der kleinen Herausforderungen als die eine große. Es war vielmehr die Kombination aus Fragen wie “Wie gründet man ein Unternehmen?”, “Woher kommt das Geld dazu?”, “Wie sichere ich mich juristisch bestmöglich ab?” – bis hin zu der Tatsache, dass die Beautybranche für mich Neuland war. 

Mittlerweile ist die größte Herausforderung das Unbekannte. Mich beschäftigen Fragen wie “Was kommt morgen auf mich zu?”, “Ist es ein Großauftrag oder eine Abmahnung?” oder “Wann ist kluuf finanziell stabil genug um neue Mitarbeiter einzustellen?”.

Generell hilft mir bei diesen neuen Herausforderungen ein Growth-Mindset sehr.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Ich denke sogar, man sollte genau dann mit einer Idee starten, wenn eben noch nicht alles perfekt ist. Gerade als Startup wird es nie perfekt – und kommt dann noch anders, als man denkt – und zudem verfügt man auch nicht über die Ressourcen, fünf Review-Runden mit sechs verschiedenen Abteilungen zu stemmen.

Nichtsdestotrotz sollte meiner Meinung nach die Idee ausgereift und ein Market-Proof vorhanden sein.
Und man sollte sich nicht in der Planung verlieren – Stichwort: Analysis-Paralysis –, aber ebenso wenig mit unausgereiften Konzepten starten. Ein schmaler Grad.

Welche Vision steckt hinter kluuf?

Wir sind von der Vision angetrieben, Hautpflege ein Alltagsthema für Männer zu machen, und möchten hier insbesondere mit traditionellen Rollenbildern brechen.

Dabei setzen wir auf nachhaltige und hochwertige Inhaltsstoffe für Produkte, die wirksam und unkompliziert sind.
Gleichzeitig haben wir das Ziel, gemeinsamen mit unseren Kunden die Welt ein klein bisschen besser zu machen: kluuf spendet 10 % der Einnahmen an soziale Projekte in Afrika und ermöglicht so Kindern faire Chancen auf eine gute Zukunft.

Wer ist die Zielgruppe von kluuf?

Die kluuf Produkte sind inklusiv. Wir möchten also niemanden ausschließen.

Primär richtet sich unsere Ansprache aber an junge Männer, die auf ein gepflegtes Auftreten Wert legen und sich mit nachhaltigen und wirksamen sowie hochwertigen Produkten pflegen möchten. Diesen bieten wir mit der kluuf Produktpalette eine ausgewählte und abgestimmte Pflegelinie, die einer unkomplizierten Routine dient.

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet sie von anderen Anbietern?

Die oberste Priorität haben bei uns Wirksamkeit und Nachhaltigkeit.
Hierbei kombinieren wir traditionelle Inhaltsstoffe, wie Ingwer oder Sheabutter, mit innovativen Wirkstoffen, wie Peptiden, Niacinamiden, Pentylenen oder Glycol. So erhalten wir verträgliche und wirksame Formulierungen, bei denen wir insbesondere auf die einfache Anwendbarkeit achten.

Für jedes Produkt haben wir teilweise zwölf Entwicklungsrunden gedreht.
Produktkostenoptimierung, Angel Dusting oder falsche Werbeversprechen gibt es bei kluuf nicht und das ist uns enorm wichtig. Unsere Produkte kosten, was sie kosten, weil effektive Dosierungen von Inhaltsstoffen und nachhaltige Verpackungen ihren Preis haben. Auch investieren wir keine Millionen in Marketing, um die Verkaufspreise nicht in die Höhe zu treiben.

Mit dem Kauf von kluuf wird jeder Kunde zum Wohltäter und Unterstützer unserer sozialen Mission. So fühlt sich nicht nur die Haut, sondern auch das Gewissen gut an – das ist das ganz Besondere bei kluuf.

kluuf, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir haben natürliche Ambitionen, sind aber auch keine Freunde von leeren Versprechungen. Als Startup im ersten Jahr ist es schwierig, eine Prognose abzugeben, denn es gibt selten eine geradlinige Entwicklung. Kein Monat ist wie der andere. Unsere Motivation für die kommenden Jahre ist es, dass kluuf in der nachhaltigen Hautpflegebranche eine etablierte Marke wird und sich als Synonym für saubere Hautpflege festsetzt. Gleichzeitig hoffen wir, dass wir vielen Männern geholfen haben werden, Hautpflege für sich zu entdecken.

Von Testkunden sowie Retailern erhalten wir bereits tolles Feedback aus Nordamerika. Mit den richtigen Partnern könnten wir in fünf Jahren eine Expansion hierhin realisieren.

Was unsere soziale Agenda angeht, hoffen wir, in fünf Jahren eine eigene Schule zu finanzieren und so noch mehr Kindern die Möglichkeit auf Eigenständigkeit und eine gute Zukunft bieten zu können.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Versteht, was Ihr könnt und was Ihr nicht könnt. Macht selbst, was Ihr könnt, und holt Euch Experten für das, was Ihr nicht könnt. Als Gründer darf man keine Scheu haben, um nach Hilfe zu fragen, und auch Schwäche zu zeigen darf kein Tabu sein.

Traut Euch! Gründen kann zuweilen unangenehm sein. Es gibt kaum eine Komfortzone und oft ist man die unwissendste Person im Raum, wenn man Neues wagt. Aber Ihr verfolgt Eure eigene Vision und das ist es wert!
Als GründerIn gibt es immer etwas zu tun, aber vergesst in dieser Zeit nicht, Euch auch klare Zeitfenster zum Abschalten und zur Erholung zu nehmen. 

Ich bin ein klarer Gegner der Hustle-Culture und bin nicht stolz auf 70-Stunden-Wochen oder die Xte Dienstreise. Mentale Gesundheit geht über alles und wenn es dem Gründer nicht gut geht, sind die nachhaltigen Aussichten des Startups auch nicht gut – ganz zu schweigen von den Menschen um uns herum. Hierfür sind Ruhepausen absolut unerlässlich. Nehmt sie Euch!

Wir bedanken uns bei Florian Wilhelm für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

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