Mittwoch, September 27, 2023
StartGründerTalkFokus auf die wertschöpfenden Tätigkeiten 

Fokus auf die wertschöpfenden Tätigkeiten 

Die Gründer vom Lebensbuch, deine persönliche Lebensgeschichte, waren in 2 Minuten 2 Millionen

Stellen Sie sich und das Startup Lebensbuch doch kurz vor!

Wir sind das Founder Duo Peter und Matthias von Lebensbuch.at. Mit unserem Service ermöglichen wir Kunden ihre persönliche Lebensgeschichte festzuhalten. Dies so einfach wie möglich und zu einem unschlagbaren Preis. Wir bieten dabei ein Gesamtpaket, welches das Schreiben der Lebensgeschichte, die Gestaltung des Buches und den Druck umfasst. Kunden können über unsere Website ihr Lebensbuch individuell zusammenstellen und erhalten nach Bestellung ihren zum Anlass passenden Fragebogen. Das Ausfüllen des Fragebogens mit Stichworten oder kurzen Sätzen ist ruck zuck erledigt und ab da übernimmt auch schon unsere Texterin.  

Man denke an die vielen wertvollen Geschichten die, ohne sie festzuhalten, einfach in Vergessenheit geraten würden. Anlässe für unser Lebensbuch gibt es viele. Sei es zu einem runden Geburtstag, an dem man gerne sein eigenes Leben mit Familie und Freunden teilt oder auch als Gastgeschenk zur Hochzeit. Im Lebensbuch zur Hochzeit werden die Lebenswege der Braut und des Bräutigams und wie sie sich gefunden und verliebt haben dargestellt. Ein besonderes Highlight stellt der Stammbaum dar, der das Lebensbuch wunderbar abrundet. Aufgrund vieler Anfragen, haben wir zuletzt unser Portfolio um Unternehmens- und Vereinsgeschichten ergänzt. Auch eine Lebensbuch Biografie ohne jeglichen Anlass ist natürlich jederzeit bestellbar.

Wie ist die Idee zu Lebensbuch entstanden?

Die Idee Lebensbuch zu gründen entstand bei einem Gespräch zwischen uns und Peters Eltern. Wir wurden uns dabei traurigerweise bewusst, dass wir eigentlich wenig von unseren Großeltern wissen und das sehr schade fanden. Diese Erkenntnis brachte uns zum Nachdenken. Wie können wir das ändern bzw. welche Möglichkeiten entstehen daraus? Mit großer Wahrscheinlichkeit geht es Vielen genau wie uns. 

Wir kamen auf die Idee Lebensgeschichten in Bücher zu verpacken, alles aus einer Hand, vom Texten über das Designen bis hin zur Endverarbeitung, für den Kunden so einfach wie möglich und zu einem Bruchteil der Kosten eines Biografen.

Dabei möchten wir den wahrgenommenen elitären Touch, der mit dem Schreiben einer Biografie einhergeht, verwerfen. Die eigene Lebensgeschichte wird bis dato meist leider nur von sehr wenigen Menschen aufgeschrieben. Häufig stehen diese im öffentlichen Interesse oder sind beruflich sehr erfolgreich. Wir hingegen möchten jedem diese Möglichkeit bieten. 

Welche Vision steckt hinter Lebensbuch?

Es ist allzu Schade, dass wertvolle Geschichten, Erlebnisse und Erfahrungen aus der Kindheit und Jugend in Vergessenheit geraten. Gerade für nachfolgende Generationen stellt unser Lebensbuch einen unfassbaren Wert dar. Es ermöglicht die Geschichte der eigenen Familie auch Jüngeren zu vermitteln und stellt ein sehr persönliches Erinnerungsstück dar, das für Jahrzehnte aufbewahrt wird und mit der Zeit sogar an Wert gewinnt. 

Unsere Vision ist es, die Möglichkeit zu bieten diesem Vergessen zuvorzukommen und Lebensgeschichten für Generationen zu konservieren.

Wer ist die Zielgruppe von Lebensbuch?

Durch unser breites Angebot sprechen wir Menschen aus den verschiedensten Altersgruppen an. Angefangen von Hochzeitspaaren in ihren 20ern, Pärchen die Ihr Hochzeitsjubiläum gebührend feiern wollen und Einblicke in Ihre gemeinsame Zeit schenken wollen bis hin zu älteren Menschen über 80ig, welche ihren Kindern und Enkelkindern ein Andenken hinterlassen möchten. Wichtig, wissen wir aus Erfahrung, ist ausschließlich das Interesse sein Leben, seine Sicht der Dinge oder seine Erfahrungen weitergeben zu wollen. Auch Firmengründer schätzen es die Geschichte ihrer Firma z.B. zu Firmenjubiläen an ihre Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten zu verschenken. 

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung 2 Minuten 2 Millionen zu bewerben?

Die Bekanntheit von „2 Minuten 2 Millionen“ ist in Österreich immens. In fast jedem längeren Gespräch über unser Startup ist der Name der Show in irgendeiner Weise gefallen. Somit ist es auch nicht verwunderlich, dass die Show auch nach mittlerweile 9 Staffeln noch immer einen großen Andrang an Bewerbern hat. Es war nur eine Frage der Zeit, uns zu bewerben. Nach der Bewerbung waren wir allerdings überrascht, wie schnell wir eingeladen wurden. Aus heutiger Sicht war der Auftritt damals zu früh, um bereits für die anwesenden Investoren attraktiv zu sein.

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Da der Pitch schon bei der Bewerbung nötig war, war dieser natürlich das Erste, mit dem wir uns beschäftigten. Die 2 Minuten für den Pitch wirken beim Zusehen gefühlt  sehr lange, jedoch sind diese für die Vorstellung eines Geschäftsmodelles ausgesprochen kurz. In dieser Zeit alles Wichtige, vom Produkt über die Geschäftsidee bis hin zum Angebot und den Erwartungen an die Investoren zu präsentieren, ist eine Herausforderung. Darüber hinaus feilten wir am idealen Bühnensetting mit Bildern, Rollups und vor allem an den extra angefertigten Musterbüchern für die Investoren. Die größte Herausforderung war die Vorbereitung auf mögliche Fragen der Investoren und deren betriebswirtschaftlichen Untermauerung.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Sehr motivierend – uns war von Anfang an bewusst, welche große Chance es ist unser Startup in der Show präsentieren zu dürfen. Die Reichweite ist enorm und man entwickelt sich von einem Tag auf den Nächsten zu einem bekannten Namen. Den Schritt zu wagen sich bei 2M2M anzumelden, kann daher jedem nur wärmstens ans Herz gelegt werden. Vor unserer Bewerbung hatten wir jedoch bereits die Vorahnung, dass das Lebensbuch, als hoch emotionales Produkt, perfekt in die Show passen würde, damit war der Überraschungseffekt, letztendlich dabei zu sein, nicht allzu groß. Die Motivation unseren Auftritt zu nutzen und das Publikum und die Investoren von Lebensbuch zu überzeugen war jedoch riesig.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch 2 Minuten 2 Millionen viele Interessenten und auch Medien auf Lebensbuch aufmerksam werden?

Die geballte Aufmerksamkeit nach der Ausstrahlung war riesig. Durch unseren Auftritt bei 2M2M wurden viele auf das Thema Biografien und Lebensgeschichten aufmerksam. Nach der Show hatten wir direkt einen Namen in unserem Geschäftsbereich. Viele Biografen kamen direkt auf uns zu und wollten für uns tätig werden. 

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Wir gingen offen in die Show, mit dem Bewusstsein, dass uns jeder der anwesenden Investoren mit seinem Know-how und Netzwerk weiterbringen könne. Präferenzen gab es dadurch nur beim branchenspezifischen Know-how und den Persönlichkeiten der Investoren. Zwei Persönlichkeiten standen dabei speziell in unserem Fokus. Einerseits Felix Ohswald mit seiner Erfahrung im Softwarebereich und andererseits Stefan Piéch mit seinem großen Netzwerk und seinen Medien. 

Wie ging es nach der Sendung weiter?

Da die Ausstrahlung gerade erst ein paar Tage her ist, sind wir vollumfänglich mit der Beantwortung von Anfragen, Medienberichten und der Bearbeitung von Kundenaufträgen eingedeckt. Eine Vielzahl von Anfragen erreichte uns unmittelbar nach dem Auftritt. Da seit der Ausstrahlung erst eine Woche vergangen ist, können wir die langfristigen Folgen jedoch noch nicht abschätzen.

Lebensbuch, wo geht der Weg hin? 

Wir entwickeln unsere Produktpalette ständig weiter, um das Lebensbuch noch individueller und vielfältiger zu machen. Auch eine verstärkte Expansion in andere Länder ist längerfristig geplant. Derzeit wird zudem daran gearbeitet, dass sich Interessenten ihren persönlichen Biografen, welcher genau ihren Erwartungen und ihrer Persönlichkeit entsprechen, selbst aussuchen können. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Dinge schnellstmöglich umsetzen – auch wenn sie noch nicht perfekt sind. Möglichst viele Ansätze gleichzeitig austesten um schnellstmöglich herauszufinden, welche Kanäle funktionieren und welche nicht. Gleich zu Beginn direktes Feedback von der angestrebten Zielgruppe einholen und direkt am Produktprototypen einarbeiten.

Fokus auf die wertschöpfenden Tätigkeiten – Seine Fähigkeiten richtig einsetzen und nicht zwanghaft versuchen alles selbst zu machen. Die eigenen Opportunitätskosten richtig einschätzen und Tätigkeiten die Externe besser und günstiger machen sofort auslagern. 

Ziele formulieren und herunterbrechen – ohne ein klares Ziel ist es fast unmöglich dieses zu erreichen. Schon bei der Zielsetzung wird klar, wo man hin möchte und welche Schritte dafür nötig sind. Große Ziele immer wieder herunterbrechen und nach jedem Etappenziel den Fortschritt evaluieren und gegebenenfalls anpassen.

Wir bedanken uns bei Mathias Unterbuchschachner und Peter Tanzer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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