Montag, Februar 23, 2026
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Kommt die Lebensmittelproduktion bald direkt aus der eigenen Küche?

LUSHROOM entwickelt automatisierte Systeme für Pilzzucht und dezentrale Lebensmittelproduktion und wird am 24. Februar 2026 in der PULS 4 Sendung 2 Minuten 2 Millionen pitchen

LUSHROOM wird am 24. Februar 2026 in der Sendung 2 Minuten 2 Millionen pitchen. Wer steht hinter dem Startup und wie hat sich Ihr Gründerteam formiert?

Hinter LUSHROOM stehe ich als Gründer mit einem starken technischen und operativen Netzwerk. Die Idee entstand aus meiner Leidenschaft für nachhaltige Lebensmittelproduktion und der Überzeugung, dass dezentrale Systeme ein zentraler Bestandteil zukünftiger Ernährungslösungen sein werden. Im Laufe der Entwicklung haben sich Expertinnen und Experten aus Technik, Produktion und Pilzzucht angeschlossen, um ein marktfähiges und skalierbares Produkt zu schaffen.

Wie entstand die Idee zu LUSHROOM und was hat Sie motiviert, automatisierte Lösungen für Urban Farming zu entwickeln?

Die Idee entstand aus dem Wunsch, hochwertige Lebensmittel unabhängig von großen Lieferketten lokal produzieren zu können. Pilze eignen sich besonders gut für dezentrale Zucht, weil sie sehr schnell wachsen und bei passenden Umgebungsbedingungen äußerst zuverlässig auf Substraten wie Holzspänen oder Kaffeesatz gedeihen. Genau hier setzen wir an und schaffen kontrollierte Bedingungen, damit diese Prozesse reproduzierbar und einfach werden.

Mit Ihrem Auftritt bei 2 Minuten 2 Millionen treten Sie vor ein Millionenpublikum. Welche Erwartungen verbinden Sie mit dem Pitch?

Wir sehen die Sendung als enorme Chance, die breite Öffentlichkeit für dezentrale Lebensmittelproduktion zu begeistern. Neben der Sichtbarkeit erwarten wir uns vor allem strategische Kontakte und Partner, die uns bei der Skalierung und Industrialisierung unterstützen können.

LUSHROOM ermöglicht die Pilzzucht und den Anbau von Microgreens direkt zu Hause. Welche Vision verfolgen Sie für die Zukunft der dezentralen Lebensmittelproduktion?

Unsere Vision ist eine hybride Lebensmittelwelt. Ein Teil der Produktion bleibt industriell, ein wachsender Teil wird dezentral erfolgen, direkt dort, wo konsumiert wird. LUSHROOM soll hier die technologische Plattform liefern, um kontrollierte und zuverlässige Produktion im kleinen Maßstab möglich zu machen.

Ihre Systeme übernehmen Klima, Licht und Bewässerung automatisch. Wie viel technologische Entwicklung steckt hinter LUSHROOM?

In LUSHROOM stecken mehrere Jahre Entwicklungsarbeit in Hardware, Steuerungstechnik und Prozessführung. Neben Klima und Feuchtigkeitsregelung war uns besonders Hygiene und Reinigbarkeit wichtig. Das System ist so konzipiert, dass es einfach zu reinigen ist und dauerhaft stabile Produktionsbedingungen gewährleistet, was gerade in der Pilzzucht entscheidend ist.

An welche Zielgruppen richtet sich LUSHROOM konkret und welche Probleme lösen Sie?

Wir richten uns an Gastronomie, Direktvermarkter, innovative Betriebe sowie an Haushalte mit Anspruch auf hochwertige Lebensmittel. Eigenproduktion ist deutlich günstiger als der laufende Zukauf. Zudem können Sorten wie Igelstachelbart gezüchtet werden, die geschmacklich und gesundheitlich besonders interessant sind und im Handel oft schwer erhältlich sind. Wir ermöglichen planbare, frische Produktion direkt am Verbrauchsort.

Nachhaltigkeit und Regionalität spielen eine zentrale Rolle. Wie setzen Sie diesen Anspruch um?

Unsere Systeme ermöglichen Produktion direkt dort, wo konsumiert wird. Das reduziert Transportwege, Verpackung und Kühlketten. Gleichzeitig achten wir auf langlebige Bauweise und effiziente Produktionszyklen, um Ressourcen sinnvoll einzusetzen.

Was unterscheidet LUSHROOM klar von herkömmlichen Pilzzucht-Sets oder anderen Indoor-Farming-Lösungen?

LUSHROOM ist kein einfaches Zuchtset, sondern ein vollautomatisiertes System mit reproduzierbaren Ergebnissen. Während viele Lösungen manuelle Pflege erfordern, übernimmt LUSHROOM die Steuerung aller relevanten Parameter und schafft konstante Bedingungen für gleichbleibend hohe Qualität.

Ein wesentlicher Unterschied liegt zudem in der kontrollierten Umgebung: Die Sporen bleiben im System und verteilen sich nicht unkontrolliert im Raum. Dadurch wird nicht nur eine stabile Produktion ermöglicht, sondern auch ein sauberes und hygienisches Umfeld gewährleistet. Gleichzeitig ist das System so konzipiert, dass es leicht zu reinigen ist, was langfristig für gleichbleibende Qualität sorgt.

Welche Herausforderungen begegnen Ihnen aktuell beim Wachstum und bei der Skalierung Ihrer Produktion?

Die größte Herausforderung liegt in der Industrialisierung und im Ausbau der Produktionskapazitäten. Die Nachfrage ist vorhanden, nun geht es darum, gemeinsam mit starken Partnern die Skalierung effizient umzusetzen.

Angenommen, Sie überzeugen die Investorinnen und Investoren bei 2 Minuten 2 Millionen. Welche nächsten Schritte planen Sie?

Unser Fokus liegt auf dem Ausbau der Produktionskapazitäten, der klaren Positionierung im DACH-Raum und dem Aufbau strategischer Partnerschaften im Bereich Industrialisierung und Vertrieb. Ziel ist es, schnell lieferfähig zu sein und die steigende Nachfrage strukturiert bedienen zu können.

Wo sehen Sie LUSHROOM in drei bis fünf Jahren?

In drei bis fünf Jahren sehen wir LUSHROOM als etablierten Anbieter automatisierter Indoor-Farming-Systeme im deutschsprachigen Raum mit internationaler Expansionsperspektive.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben?

Früh auf echten Produkt-Markt-Fit achten, strategische Partner rechtzeitig einbinden und Skalierung von Anfang an mitdenken.

Sehen Sie LUSHROOM am 24. Februar 2026 in 2 Minuten 2 Millionen

Bildcredits: @LUSHROOM

Wir bedanken uns bei Jürgen Müller für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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