Montag, März 16, 2026
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Kann ein kleines Abenteuer in einer Box zum nächsten Freizeittrend werden?

MirakelBox entwickelt mobile Escape Room Boxen und wird am 17. März 2026 in der Sendung 2 Minuten 2 Millionen pitchen

Wer steht hinter MirakelBox und wie hat sich euer Gründerteam formiert?

Die Gründer von MirakelBox sind Michael Walter und Hannes Mair. Kennengelernt haben wir uns ursprünglich als Beachvolleyball-Freunde. Neben dem Sport haben wir schnell eine weitere gemeinsame Leidenschaft entdeckt: Escape Rooms. Aus vielen gemeinsamen Spielsessions entstand schließlich der Wunsch, selbst ein solches Erlebnis zu schaffen – allerdings mit einem neuen Ansatz.

Wie entstand die Idee zur Entwicklung von MirakelBox und zu mobilen Escape Room Boxen?

Die ursprüngliche Idee war tatsächlich, einen klassischen Escape Room zu eröffnen. In der Planungsphase wurden wir jedoch schnell mit den typischen Herausforderungen dieser Branche konfrontiert: hohe Mietkosten, laufende Personalkosten und eine starke Standortabhängigkeit. Dadurch entstand die entscheidende Frage: Wie kann man dieses Erlebnis effizienter, flexibler und skalierbarer gestalten? Die Antwort darauf war MirakelBox – ein mobiler und vollständig autonomer Escape Room.

Welches konkrete Problem im Bereich Freizeit und Entertainment wollt ihr mit MirakelBox lösen?

Escape Rooms sind grundsätzlich eine fantastische Freizeitaktivität, weil sie Menschen zusammenbringen. Man spielt miteinander und nicht gegeneinander, löst gemeinsam Rätsel und taucht in eine Geschichte ein – etwas, das in unserer zunehmend digitalisierten Welt besonders wertvoll ist. Gleichzeitig sind klassische Escape Rooms oft relativ teuer, weil hohe Fixkosten gedeckt werden müssen. Genau hier setzt MirakelBox an: Durch eine stark automatisierte und mobile Lösung können wir die Kostenstruktur deutlich reduzieren und das Erlebnis für unsere Partner und Spieler gleichermaßen attraktiver machen.

Was unterscheidet MirakelBox von klassischen Escape Rooms oder anderen Freizeitattraktionen?

Der größte Unterschied zu klassischen Escape Rooms ist unsere vollständige Automatisierung. Vom Zutritt über die Spielbegleitung bis hin zum Zurücksetzen der Rätsel funktioniert alles autonom – ganz ohne Personal vor Ort. Zusätzlich bietet die Mobilität unserer Boxen enorme Flexibilität. Eine MirakelBox wird modular geliefert, passt durch jede Tür und kann in nur 4 Stunden betriebsbereit aufgestellt werden. Daher kann eine Box unkompliziert temporär in einem Einkaufszentrum, Hotel oder Museum stehen und dort für einige Monate ein neues Erlebnisangebot schaffen. Unsere Partner können so unkompliziert neue Attraktionen testen, ohne langfristige Infrastruktur oder Personal aufbauen zu müssen.

Welche Rolle spielen Automatisierung, Technologie und Benutzerfreundlichkeit bei der Entwicklung eurer Escape Room Boxen?

Automatisierung, Technologie und Benutzerfreundlichkeit spielen bei der Entwicklung unserer Boxen eine zentrale Rolle. Am Anfang dachten wir, das Projekt wäre technisch relativ einfach umzusetzen – im Nachhinein wissen wir, dass das eine sehr naive Einschätzung war. Eine vollständig autonome Spielerfahrung zu entwickeln, bei der Technik im Hintergrund arbeitet und für die Spieler praktisch unsichtbar bleibt, war eine große Herausforderung. Genau das ist aber unser Ziel: ein Erlebnis zu schaffen, bei dem sich die Spieler vollständig auf das Abenteuer konzentrieren können, ohne die Technik dahinter wahrzunehmen.

Wie funktioniert das Konzept der MirakelBox genau und wie kann ein Escape Room ohne Personal betrieben werden?

Das Konzept ist bewusst einfach gestaltet. Eine Gruppe von zwei bis vier Personen bucht ihr Spiel online über unsere Website. Zum gebuchten Zeitpunkt kommen die Spieler zur jeweiligen MirakelBox, die beispielsweise in einem Einkaufszentrum, Hotel oder einer anderen öffentlich zugänglichen Location stehen kann. Über einen persönlichen Zugangscode öffnen sie die Tür, betreten die Box und starten das Spiel per Knopfdruck. Anschließend werden sie durch Audio- und visuelle Elemente in die Geschichte eingeführt. Während des Spiels lösen sie Rätsel, während Sensoren und Aktuatoren im Hintergrund jeden Fortschritt automatisch erfassen. So kann das System zur richtigen Zeit passende Hinweise geben – eingebettet in die Story, sodass sie nicht als klassische Hinweise wahrgenommen werden. Nach dem Spiel verlassen die Teilnehmer die Box und das gesamte System setzt sich automatisch wieder in den Ausgangszustand zurück.

Für welche Zielgruppen ist MirakelBox besonders interessant?

Bei MirakelBox sprechen wir zwei Zielgruppen an. Auf der einen Seite stehen die Endkunden – vor allem Menschen zwischen etwa 16 und 50 Jahren, die eine spannende Gruppenaktivität suchen und Spaß an Rätseln, Abenteuern und gemeinsamen Erlebnissen haben. Auf der anderen Seite richten wir uns an Institutionen im B2B-Bereich welche den Standort der MirakelBox zur Verfügung stellen. Dazu zählen beispielsweise Einkaufszentren, Hotels, Erlebnisparks oder Museen, die ihren Besuchern eine zusätzliche Attraktion bieten möchten. Auch Unternehmen können MirakelBox nutzen, etwa für kreative Onboarding-Programme oder Teambuilding-Formate.

Über welche Modelle oder Vertriebskanäle arbeitet ihr aktuell mit Partnern oder Standorten zusammen?

Aktuell arbeiten wir mit zwei Partnermodellen. Beim Betriebspartnermodell stellen wir die MirakelBox an einem geeigneten Standort wie beispielsweise einem Einkaufszentrum auf und betreiben sie selbst. Für den Standort entsteht dabei kein operativer Aufwand. Im Gegenteil: Abhängig vom Standort können auch Umsatzbeteiligungen möglich sein. Zudem können Betreiber durch unsere mobile Lösung temporär Leerflächen attraktiv nutzen.
Das zweite Modell ist das Verkaufspartnermodell. Dabei erwerben beispielsweise Hotels oder Erlebnisanbieter eine eigene MirakelBox und betreiben sie selbst. So können sie ihren Gästen ein exklusives Erlebnis anbieten – etwa als besonderes Freizeitangebot oder als inkludierte Attraktion.

Plant ihr künftig weitere Spielkonzepte, Missionen oder neue Erlebnisformate für eure MirakelBox?

Langfristig planen wir selbstverständlich weitere Missionen und Spielkonzepte. Aktuell haben wir bereits rund zehn unterschiedliche Story- und Spielideen entwickelt, die wir in den kommenden Jahren schrittweise in neuen MirakelBox-Missionen umsetzen möchten. Dadurch können wir Spielern immer wieder neue Abenteuer bieten

Am 17 März 2026 wird MirakelBox in der Sendung 2 Minuten 2 Millionen zu sehen sein. Welche Erwartungen verbindet ihr mit diesem Auftritt?

Die Teilnahme an „2 Minuten 2 Millionen“ ist für uns bereits ein großer Erfolg. Allein die Möglichkeit, unser Konzept auf dieser Bühne präsentieren zu dürfen, bedeutet sehr viel für uns. Gerade bei einem neuen Produkt, das viele Menschen noch nicht kennen, ist Sichtbarkeit enorm wichtig. Alles, was darüber hinaus entsteht, sehen wir als zusätzlichen Bonus.

Welche Kernbotschaft möchtet ihr den Investorinnen und Investoren in der Sendung vermitteln?

Unsere wichtigste Botschaft an die Investorinnen und Investoren ist, dass etablierte Geschäftsmodelle enormes Potenzial haben, wenn man sie neu denkt. Escape Rooms sind ein bewährtes Konzept – durch Automatisierung und Mobilität entsteht daraus jedoch ein völlig neues und skalierbares Geschäftsmodell.

Welche Form der Unterstützung erhofft ihr euch durch ein mögliches Investment aus 2 Minuten 2 Millionen?

Ein mögliches Investment würde uns vor allem dabei helfen, die für 2026 geplanten MirakelBox-Standorte schneller umzusetzen und neue Boxen vorzufinanzieren. Zusätzlich kann das Netzwerk eines Investors oder einer Investorin sehr wertvoll sein, um schneller mit Entscheidern aus Tourismus, Handel oder Freizeitindustrie in Kontakt zu kommen.

Welche nächsten Schritte plant ihr für MirakelBox nach der Ausstrahlung der Sendung?

Nach der Ausstrahlung der Sendung liegt unser Fokus klar auf dem weiteren Ausbau. Eine MirakelBox wird im Einkaufs- und Erlebniscenter M4 in Wörgl für die Öffentlichkeit verfügbar sein. Parallel dazu arbeiten wir daran, weitere Standorte aufzubauen und zusätzliche Boxen zu produzieren, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden.

Wo seht ihr MirakelBox in den nächsten drei bis fünf Jahren im europäischen Markt für Freizeit und Erlebnisangebote?

In den nächsten drei bis fünf Jahren sehen wir MirakelBox als einen der führenden Anbieter für Escape-Room-Erlebnisse in Österreich. Durch die einfache Replizierbarkeit unserer Boxen möchten wir stark wachsen und den DACH-Raum erschließen. Unser langfristiges Ziel ist es, MirakelBox als neue Kategorie im europäischen Erlebnis- und Freizeitmarkt zu etablieren.

Bild Mirakelbox Bildcredits/ Fotograf PULS 4 / Gerry Franck

Sehen Sie Mirakelbox am 17. März 2026 in der Sendung 2 Minuten 2 Millionen

Wir bedanken uns bei Michael Walter und Hannes Mair für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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