Mittwoch, Februar 28, 2024
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Mut, Ausdauer und das Wichtigste: ein Team mit Rockstars

Die innovative NIMMSTA Industrial Smart Watch HS 50 ist eine 3 in 1 Lösung: Smart Watch, Industrie-Scanner und E-Paper Touch Display

Stellen Sie sich und das Startup NIMMSTA doch kurz unseren Lesern vor!

Wir (Florian, 39 Jahre und Andi, 37 Jahre) haben uns an der Uni kennengelernt und wir waren beide in der Formula Student. Flo war damals technischer Leiter und Andi der Fahrer von unserem Fahrzeug. Direkt nach unserem Fahrzeugtechnik-Studium hat es sich u.a. wegen der schlechten Marktsituation so ergeben, dass wir uns mit einem Ingenieurbüro 2009 selbstständig gemacht haben. 

Wir starteten als Entwicklungsdienstleister in der Motorenentwicklung und in der Produktentwicklung. Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung in der Produktentwicklung von Industrie-PCs ist 2018 die Idee von NIMMSTA entstanden. NIMMSTA transformiert durch die Kombination von innovativer Software und Hardware die Prozesse der Intralogistik in Freehand Workflows, die dadurch bis zu 80% effizienter sind.

Florian ist der technische Kopf und Andi ist in erster Linie für die Vision und das Projektmanagement zuständig.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Florian hat für ein Kundenprojekt, das wir mit unserem ersten eigenen Unternehmen betreut haben, einen Scanner für den Industriebereich gesucht. Dieser Scanner sollte an der Person sein, also nicht aktiv immer wieder genommen werden müssen, und über ein Touch Display verfügen. Er wurde nicht fündig und hat sich schnell hingesetzt und mit seiner Technik-Expertise einen Prototyp gebaut. Die Begeisterung über dieses Produkt war so groß, dass im Frühjahr 2019 aus diesem Projekt NIMMSTA wurde. Die Idee ist also durch ein Problem entstanden. Eine Firmengründung stand nicht auf unserem Plan, das Ganze ist uns in den Schoß gefallen und wir haben die Chance ergriffen, kann man sagen.

Welche Vision steckt hinter NIMMSTA?

Unsere Vision ist bold: wir wollen ein NIMMSTA-Ökosystem aufbauen, bestehend aus einer cloudbasierten Softwareplattform und proprietärer Hardware, die zu 80% effizienteren Prozessen führt. In jedem Unternehmen sind diese Prozesse innerhalb von 10 Minuten implementierbar und auch veränderbar. 

Von der Idee bis zum Start: Was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung ist, das richtige Team zusammenzustellen und die richtigen Mitarbeiter:innen zu finden. Die Leute sind für uns das Wichtigste und größte Gut. Sie müssen zum einen die nötigen Kompetenzen mitbringen und zum anderen – vielleicht sogar noch ein bisschen wichtiger für uns – sie müssen die richtige Einstellung haben. Unser Motto lautet “einfach mal machen“. Hinterfragen, ausprobieren, evaluieren und anders oder noch besser machen, ist bei NIMMSTA angesagt.

Florian und ich haben bis vor kurzem alles selbst finanziert. Seit August 2022 haben wir einige namhafte Business Angels mit an Bord. Wir sind sehr stolz darauf, sie unterstützen uns in jeder Hinsicht. Vor diesem Hintergrund planen wir gerade unsere erste qualifizierte Finanzierungsrunde, die wir vermutlich noch dieses Jahr abschließen werden. Es bleibt also sehr spannend.

Wer ist die Zielgruppe von NIMMSTA?

Alle Unternehmen, die intralogistische Prozesse haben, sind unsere potentiellen Kunden. Das heißt  überall wo Ware bzw. ein Artikel von A nach B bewegt wird. Die Freehand Workflows bieten in vielen Branchen, wie beispielsweise Retail, Automotive, Produktion, Transport und Q-Commerce eine enorme Optimierung.

Wie funktioniert NIMMSTA? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? 

Die innovative NIMMSTA Industrial Smart Watch HS 50 ist eine 3 in 1 Lösung: Smart Watch, Industrie-Scanner und E-Paper Touch Display. In Verbindung mit der smarten Software können insbesondere intralogistische Prozesse digitaler, schneller und bis zu 80% effizienter bearbeitet werden.

Bestehende Prozesse werden in Freehand Workflows transformiert und der Werker kommuniziert direkt vom Handrücken aus mit dem WMS/ERP. Der gesamte Prozessablauf, wie Scannen, Greifen, Informationen ablesen, Korrektur- und Bestätigungseingaben, wird ausschließlich mit dem HS 50 durchgeführt. In Kombination mit dem brandneuen NIMMSTA LIGHT TAG, der dem Werker per Aufleuchten das richtige Fach zeigt, werden Lagerplätze noch schneller gefunden. 

NIMMSTA, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Der Plan ist, den Verkauf mit unseren Partnern hochzufahren und stetig unser Produkt und unseren Service zu verbessern. Dazu müssen wir beständig unser Team verstärken und das wird auch weiterhin eine der größten Herausforderungen, doch wenn uns das wie bisher gelingt, wird uns nichts aufhalten können. Wir wollen konstant innovativ bleiben und uns weiterentwickeln und das wird sich auch in unseren künftigen Produkten widerspiegeln.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Wenn ihr eine Idee habt, dann sagen euch acht von zehn Leuten, warum ihr es nicht machen solltet. Das sind die üblichen Bedenkenträger:innen. Hört nicht darauf! Es braucht Mut, Ausdauer und das Wichtigste: ein Team mit Rockstars. Ohne dieses werdet ihr auch die beste Idee nicht verwirklichen können. Es ist nicht immer ganz einfach diese zu finden, aber sie sind das A&O. Gebt ihnen 100% Verantwortung und 100% eures Vertrauens, es wird sich auszahlen und nur so kommen richtig gute Ideen und Umsetzungen dabei heraus.

Wir bedanken uns bei Andreas Funkenhauser und Florian Ruhland für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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